Keine Sorge

Unser Computer steht momentan auf dem Fußboden. Die Tastatur balanciere ich auf meinen Knien, was mit dem größer werdenden Babybauch nicht wirklich leicht zu bewerkstelligen ist. Wir ziehen um – innerhalb des Hauses, wo wir wohnen. Unser Schlafzimmer wurde zum Kinderzimmer, das Babyzimmer zum Einzelzimmer für unsere in-nicht-allzu-ferner-Zukunft-pubertierende Tochter, und das Kinderzimmer ist nun unser Schlafzimmer und im Mai wird es dann auch zum Babyzimmer. Überall stehen noch Boxen herum, die Wände müssen gestrichen und Bilder aufgehängt werden. Ich habe schon die ein oder andere Träne geweint, weil das Chaos unendlich scheint und mich ein Arzt erst vor einer Woche ermahnt hat, ich soll mich bitte unbedingt körperlich schonen. Denn –  inmitten von unserem Renovierungsvorhaben wurde ich mit Blaulicht ins Krankenhaus eingeliefert – Verdacht auf vorzeitigen Blasensprung. Ich musste mich dem Gedanken stellen,  dass wir jetzt auch dieses Kind verlieren. Im Krankenwagen hörte ich den Rettungssanitäter mit dem Kreißsaal telefonieren, es klang hektisch und offensichtlich wurde von dem schlimmsten Szenario ausgegangen.  Und ich lag da auf dieser unbequemen Bare, der Krankenwagen schaukelte, die Sirene heulte – und ich betete Sturm. Und mit einem Mal war mir so, als würden lauter Engel  um mich herum stehen. Sie füllten den ganzen Krankenwagen aus mit ihrer tröstenden Gegenwart. ‚Denn er befiehlt seinen Engeln dich zu beschützen…‘ Psalm 91, 11.
Nach einer nervenaufreibenden Untersuchung im Krankenhaus wurde mir gesagt, es sei alles in Ordnung. Ich war so glücklich! Und doch wieder ernüchtert. Das Leben ist so verletzlich. Ich kann nichts kontrollieren, es bleibt mir nichts anderes übrig als Gott zu vertrauen – in allem.  In den großen und den kleinen Dingen.
Meine Entscheidung steht fest: ich will Gott vertrauen, denn wie ich es auch drehe und wende: ich sehe für mich keine Alternative. Nur auf Gott kann ich mich vollkommen verlassen. Er ist immer da, sieht mich und kennt mich besser, als ich mich selbst. Keine meiner Sorgen ist ihm zu klein oder zu unwichtig, kein Tal zu tief. Er geht mit mir durch dieses Leben…Die Situation im Krankenwagen oder all das Chaos zu Hause, das mich zu überwältigen droht,  bestätigen mir nur wieder: alleine schaffe ich es nicht! Ich brauche Jesus. Nur ihm kann ich vertrauen.

Vertraue von ganzem Herzen auf den Herr und verlass dich nicht auf deinen Verstand. Denke an ihn, was immer du tust, dann wird er dir den richtigen Weg zeigen.‘
Sprüche 3,5-6

‚Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.‘Hebräer 10,35

‚Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft.‘
1. Petrus 5, 7

‚Euer himmlischer Vater kennt eure Bedürfnisse … Deshalb sorgt euch nicht um morgen…‘Matthäus 6, 32+34

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