Herzen erobern

Wir lesen zur Zeit mit unserem Hauskreis das Buch ‚Gemeinsam Kinder stark machen‘. Vor ein paar Tagen ist mir ein kurzer Absatz aufgefallen:

‚Erobern Sie die Herzen ihrer Kinder. Schaffen Sie in Ihrer Familie eine Atmosphäre bedingungsloser Liebe und geben Sie Ihren Kindern dadurch emotionale und moralische Stabilität mit auf den Weg.‘ (S. 25)

Ich wünsche mir, dass mein Muttersein genau davon geprägt ist: die Herzen meiner Kinder im Sturm zu erobern. Ihnen das Gefühl zu geben, dass Sie angenommen sind. Dass sie sich nicht verstellen müssen, um meine Liebe zu erfahren. Dass sie einzigartig sind und innig geliebt werden.

Das klingt alles schön und gut. Und den Wunsch haben sehr wahrscheinlich alle Mamas in ihren Herzen. Im stressigen Alltag sieht das aber ganz anders aus. Da wird rumgemotzt, zur Eile angetrieben, nur mit einem Ohr zugehört. Es wird sich öfter über das unordentliche Kinderzimmer beschwert, als dass gelobt wird, wie toll doch der Duploturm gebaut ist. Ich ertappe mich so oft dabei, wie ich aus dem Raum rausche, während mein Kind noch mit mir spricht, weil mir gerade etwas vermeintlich wichtiges eingefallen ist.

Wie kann ich mich heute darum bemühen, die Herzen meiner Kinder zu erobern?

Zuhören. Mit allen Regeln des Anstands. Kein Geschirr nebenher abtrocknen, oder mit den Gedanken schon beim nächsten Termin sein. In die Augen sehen, aufmerksam sein, Interesse zeigen.

Nachfragen. Wie war dein Tag? Was war schön? Was war schrecklich? Warum? Ich will wissen, wie es dir wirklich geht.

Begeisterung zeigen. Die ordentlichen Hausaufgaben. Das selbstständige Anziehen. Das Mithelfen beim Tischdecken. Dem Kind zeigen: ohne dich würde das gar nicht so toll funktionieren. Du bist wichtig und unersetzlich!

Kuscheln. In den Arm nehmen. Einfach so zwischendurch einen Kuss auf die Wange drücken. Übers Haar streicheln. Den Rücken massieren. 

Gemeinsame Aktivitäten. Nicht immer ’nein‘ sagen, wenn das Kind mit einer Spielidee kommt. Nachdem ich zig Mal versucht habe meinen Kindern zu erklären ‚Topf klopfen‘ ist ein Geburtstagsspiel, das wird nicht einfach mal so gespielt, hab ich doch einmal nachgegeben. Wir hatten so viel Spaß! Also: nicht stöhnen, wenn die Fingerfarben rausgekramt werden. Oder Kleber und Schere. Mitmachen ist angesagt!

Komplimente machen. VIELE Komplimente! 

Was habt ihr für Ideen? Wie können wir als Mütter die Herzen unserer Kinder erobern?

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3 Gedanken zu „Herzen erobern

  1. Mein heute 30jähriger Sohn sagte mal zu mir, als wir uns unterhielten ob wir wohl gute Eltern waren: Das richtige Maß an Lob, Kritik und Grenzen aufzeigen, gab Ihm das Gefühl geborgen und geliebt zu sein.

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