Frühlingsbote

Joela brachte heute von ihrem Schulweg eine kleine Frühlingsblume mit nach Hause. Der Krokus hatte seine Blütenblätter fest zusammen gedrückt – ich konnte ihm das nicht verübeln. Welche Blume hat bei diesem Wetter schon Lust zu blühen?! Ich holte eine kleine Vase, füllte Wasser hinein und stellte die Blume auf den Tisch. Und traute meinen Augen kaum: sofort fingen die Blütenblätter das Zucken an und gingen auseinander. Sowas hatte ich bisher nur im Zeitraffer im Fernsehen gesehen! Das Wasser, die Wärme und das Licht animierten diese Blume sofort zum Blühen. Erstaunlich.

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Mit meinem Herzen und Gottes Gegenwart ist das ganz ähnlich. Die Kälte der Welt bringt mich oft dazu, mein Herz vor Verletzungen schützen zu wollen, ich verschließe mich, teile mich nicht mit, behalte Gedanken und Gefühle für mich. Und wenn ich dann in Gottes Gegenwart komme, dann fühlt sich das an wie die wärmende Frühlingssonne. Ich kann gar nicht anders, als ‚aufzugehen‘, ‚aufzublühen‘ – mich Gott gegenüber zu öffnen.

Gott erwärmt mein Herz und macht es mir möglich zu lieben, zu vergeben…ein ‚Frühlingsbote‘ zu sein – auch wenn es schneit.

Foto: Inka H.

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