Pausenbrot

Die ersten zwei Schulwochen sind schon fast vorbei.
Die ersten Elternabende – check. Stundenpläne in der Küche aufgehängt – check. Sämtliche Hefte und Ordner und Umschläge besorgt – check. Supergeniale Pausenbrotidee in die Tat umgesetzt – CHECK!

Auf Facebook habe ich es schon angekündigt: ich werde dieses Schuljahr nicht mehr jeden Tag Pausenbrote schmieren müssen. Was zu gut klingt, um wahr zu sein, ist tatsächlich möglich – wie ich jetzt erfolgreich getestet habe.

Was habe ich in den frühen Morgenstunden Semmeln belegt und bestrichen, nur um von meinen Kindern davon in Kenntnis gesetzt zu werden, dass sie seit gestern Abend keine Salami mehr essen. Oder plötzlich keine Lust mehr auf Butter haben. Oder ich habe am Abend vorher während des Abendessens die Pausenbrote hergerichtet. Die dann aber am nächsten Tag einfach nicht mehr gut geschmeckt haben und mir von den Kids nur halb aufgegessen wieder in der Tupperdose mit nach Hause gebracht wurden.

Das gehört jetzt der Vergangenheit an. Und alles begann mit einem Tipp von einer Freundin, die irgendwo gelesen hatte, dass man am Wochenende einfach alle Pausenbrote auf einmal schmieren kann und sie dann einfriert. Wenn sich das Kind dann vor der Schule das Brot oder die Semmel aus der Gefriertruhe herausholt, ist das Ganze dann pünktlich bis zur ersten Pause aufgetaut und schmeckt frisch.

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Wir haben das ausprobiert und es funktioniert! Ich habe die vergangenen zwei Wochen kein einziges Brot in den Mülleimer entsorgen müssen. Die Kids sagen mir einfach auf welche Brotbelege sie Lust haben, ich richte alles her, stecke es in Brotzeittüten, schreibe den Namen drauf und den jeweiligen Belag – und ab in die Gefriertruhe damit. Das mit den Brotzeittüten soll keine Dauerlösung sein; ich möchte mir für die Zukunft passende Behälter kaufen, wo die Pausenbrote dann müllvermeidend aufbewahrt werden können. Belegtechnisch müsste eigentlich alles gehen, worauf die Kinder Lust und Laune haben. Ich habe auch Erdnussbutter mit Marmelade oder Honig eingefroren und meine Töchter meinten, das hat aufgetaut ganz normal geschmeckt.

Dazu habe ich eine große Kiste mit ‚Snacks‘ gefüllt. Zum Jahresanfang gab es da das ein oder andere Schmankerl, was ich sonst nicht kaufe – irgendwie muss man den Schulanfang ja versüßen. Da kann jeder für sich entscheiden, was man anbieten kann. Ich gebe zum normalen Pausenbrot mal einen Kakao, einen Müsliriegel, Reiswaffeln, kleine Brezeln usw. mit. Die Kinder finden es toll, sich für die Schule und den Kindergarten ihren ganz eigenen ‚Snack‘ aus dieser Kiste herauszusuchen.

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Neben die Kiste stelle ich in der Früh dann noch unseren Obstkorb. Sämtliche Obstsorten sind mitnahmefertig – d.h. die Äpfel, Pfirsiche, Trauben etc. sind bereits gewaschen. Meinen zwei ‚Kleinen‘ schnippel ich das Obst noch zurecht.

Dazu gibt es noch eine Flasche Wasser und fertig ist ein halbwegs gesundes, aber auf alle Fälle ohne viel Mühen und Motzen zubereitetes Pausenbrot!

Welche Tipps und Tricks kennt ihr beim Pausenbrot zubereiten? Ich freu mich über euer Wissen und eure Erfahrungen!

 

 

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13 Gedanken zu „Pausenbrot

  1. Hallo Inka, wie schön, wieder von dir zu hören. Meine Erfahrungen sind leider ganz simpel und unkreativ. Seit der 2. Klasse schmieren sich die Kinder, nachdem ich haarscharf genau die gleichen Erfahrungen gemacht habe wie du, einfach ihr Pausenbrot selber. Damit können sie 100 % selbst bestimmen, was sie drauf haben wollen, und ich habe nie mehr Gemotze über das unpassende Pausenbrot gehabt. Und sie sind inzwischen richtig routiniert geworden im Schmieren und vorbereiten. Snacks sind mir für jeden Tag zu teuer und zu ungesund, mit dem Obst mache ich es genauso wie du, nur dass ich es nicht vorher wasche sondern sich die Kinder einfach überlegen, was sie mitnehmen wollen und es sich selbst herrichten. Soweit zum Pausenbrot, ich hoffe, das schockt dich nicht zu sehr, meine Servicequalität als Mutter ist da nicht so hoch, zumal ich ja selbst auch um 7.15 Uhr zusammen mit den Kinder aus dem Haus muss und froh bin, wenn ich mein eigenes noch gebacken bekomme….

    Wie geht es euch denn ansonsten? Die ersten zwei Wochen sind immer der Supergau, oder? Aber dann geht es wieder, und bei uns sind nächste Woche schon HERBSTFERIEN!!! Und ich freu mich so, denn ich fahre für 10 Tage auf Exerzitien 😀.

    Liebe Grüße Ursula

    Von meinem iPad gesendet

    >

    • Hey liebe Ursula! Schön auch von dir zu hören!! =) Danke für dein Erfahrungsbericht in Sachen Pausenbrot. Uns geht es gut, wir melden uns bald wieder per Rundbrief! Alles Liebe für dich! Deine Inka

  2. Ich finde die Idee super, hab das auch schon mal gehört/ gelesen, aber noch nie probiert… Cool, dass das für euch passt! Weiß aber nicht, ob das bei uns geht… Das erste Problem *räusper* – die Gefiertruhe ist randvoll. Ich hab es im Zuge meines Ordnung-für-Chaoten-Projekts https://familienlebenmitgott.wordpress.com/2017/03/29/ordnung-fuer-chaoten-lektion-1/ endlich geschafft, alles in Boxen zu sortieren und einen Zettel mit dem aktuellen Inhalt neben die Truhe zu hängen. Trotzdem… Ich hatte vor, jetzt damit zu beginnen, einmal in der Woche ein einfriergeeignetes Gericht in doppelter Menge zu kochen (Suppe/ Soße/ Auflauf), weil mich das Kochen eigentlich mehr nervt. (Ich muss 10.30 Uhr damit anfangen, damit ich pünktlich zu Schule und Kiga komme…) Aber ich weiß nicht wohin… Aber zurück zum Frühstücksthema… Ich hatte auch vor, die größeren selbst schmieren zu lassen. Führte bei meinem Sohn dazu, dass er nix mehr mitnahm. Er aß auch früh nichts und ich machte mir echt Sorgen, wenn dauerhaft die erste Mahlzeit gegen 14 Uhr stattfindet. Es kamen bei ihm einfach noch mehr Probleme dazu, so dass ich das Essen unterstützen wollte, wenn es ging. Nun backe ich ihm (mittlerweile 16 Jahre) früh Brötchen auf und er schmiert sie. Hat den Vorteil, dass ich sie – falls er mal wieder nix mitnimmt – anderweitig verwenden kann (Teil-Veggie-Familie). Wenn er zeitlich (mal wieder) zu knapp dran ist, muss er mich fragen, ob ich ihm Brote schmieren kann. Fragt er nicht, geh ich davno aus, er macht es… Klappt ganz gut im Moment. Die anderen Kids sind *schäääm* Toasbrotkinder (aber Vollkorntoast), ich müsste mal probieren, was die zu Einfrierbrot sagen… Snacks gibt es bei uns auch nur gelegentlich, hauptsächlich an Wandertagen usw. Manchmal ja auch von der Schule nicth so erwünscht…. Wobei eine neue Lehrerin jetzt ganz cool meinte: „Mal ein Schokoriegel ist okay. Nur bitte keine ganzen Schokotafeln oder Chipstüten. Und wenn es geht keine Cola oder Red Bull!“ Übrigens erste Klasse… Aber sie kommt eben von einer Brennpunktschule. Die Stadtrandeltern hier haben nur entsetzt geschaut 🙂 Ich glaub, keine Cola und kein Red Bull, das sollten wir schaffen… Liebe Grüße, Martha

    • Hallo liebe Martha, danke für deinen ausführlichen Kommentar! Ich finde es voll interessant wie das Ganze in den anderen Familien funktioniert. Und es tut gut zu lesen, dass auch andere Kinder Toastbrot einem ordentlichen Vollkornbrot vorziehen. =) Und der Kommentar der Lehrerin ist ja auch ein Hit. Da fühlt man sich ja gleich besser…Sei gesegnet! Deine Inka

  3. 🙂
    Das mit dem einfrieren ist eine geniale Idee! Der Große (13) muss aber schon seit ca. 1 1/2 Jahren selbst seine Brote schmieren, um selbstständiger zu werden und einfach das zu belegen, was ihm schmeckt!
    Die 9-jährige frühstückt zu Hause so gut und reichhaltig (Haferflockrn mit Honig und Nüssen), dass sie in der Schule garkeinen Hunger hat und lieber einen Snack (Reiswaffeln, Nusstüte (diese 5er Abreißpäckchen im Lidl oder Aldi) oder Apfel).
    Aber dem Sohnemann werde ich den Einfriertrick erklären! Das wird ihn sicher reizen!
    Liebe GRüße,
    Tina

  4. Liebe Inka,
    Musste echt schmunzeln, dass das so klappt und auch noch gut schmeckt… Cool!!
    Ich werde es mir auf alle Fälle merken. Muss erst seit einer Woche ein kleines Pausenbrot pro Tag für meine Schulanfängerin schmieren. Das ist überschau- und machbar (im Kindi gab’s Frühstück vom Buffet… Total super… Mussten dafür natürlich zahlen, aber das hielt sich im guten Rahmen).
    Wenn dann mal alle drei in der Schule sein werden, könnte ich mir vorstellen, dass ich auf deinen Tipp zurückgreifen werde 😀 !
    Alles Liebe euch!!
    Grüßle Jessi

    • Hallo liebe Jessi, voll schön von dir zu hören! Das mit dem Pausenbrot ist bei uns echt erst zur Herausforderung geworden, als wir alle vier für den Vormittag versorgen mussten. Von daher ist es für euch vielleicht ein guter Tipp für später! Alles Liebe! Deine Inka

  5. Hallo Inka,
    Ich habe deinen Tipp sofort umgesetzt und meine Kinder sind begeistert. Seither kein Gemecker mehr. Vielen Dank fürs Teilen
    Gott mit euch

  6. Wow, was für eine tolle Idee! Das werde ich auch testen! Habt ihr zufällig auch Weichkäse/Brie getestet? Und Frischkäse?

    Ich mache immer Mal wieder „hot dogs“: Kleine Wienerle, gern auch mit Käse, in Brotteig wickeln (Vollkorn ;-)) und nach dem auskühlen einfrieren.
    Ebenfalls Toll zum Vorbereiten: Brotteig ca 3 cm dick auf Backblech ausbreiten, wahlweise mit Lauge bestreichen, Körner oder Käse drüber oder auch Reibekäse in den Teig und dann bereits VOR dem Backen mit dem pizzaroller portionieren. mögen meine Kids leider nicht 😔.
    Jeweils auch TK in die Vesperdosen.
    Milchbrötchen geht auch immer.

    Äpfel, Paprika, Gurke schnitzel ich oft Abends schon.
    Evtl. Noch Joghurt oder Babybell oder Salami Sticks. Süßes war/ist im kindi unerwünscht und diese Prägung hält bisher noch :-).

    Unbekannte Grüße,
    Daniela aus Stuttgart

    • Hallo liebe Daniela! Danke für deinen Kommentar und die Einblicke in eure Pausenbrotkultur! =) Frischkäse oder Brie hab ich jetzt noch nicht probiert, denke aber, dass das auch gehen würde. Einfach mal testen! Das mit den Hot Dogs und dem Brotteig finde ich auch interessant…da nimmst du ganz normalen Teig, der sonst in eine Kastenform gegeben wird? Liebe Grüße nach Stuttgart! Inka

      • Genau, Hefeteig nach Gusto. Weißmehl, Vollkornmehl,… Nur sollte er nicht zu feucht sein (wie pizzateig, der natürlich auch gut funktioniert).
        Liebe Grüße Daniela
        mit Maxi, Midi, Mini und Baby 🙂

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