Sing dein Lied!

Heute habe ich ein Video auf Youtube entdeckt. Mich hat das auf so vielen Levels getroffen, als ich es angesehen hab.

Das Video ist ein Ausschnitt aus einer Probe für den Film ‚The greatest Showman‘ mit Hugh Jackman. Die Einleitung für das Video machen der Regisseur und eine Schauspielerin, die das Themenlied für den Film singt.

Diese Frau wirkt auf den ersten Blick unsicher und wackelig. Gar nicht wie eine selbstbewusste, strahlende Schauspielerin. Sie erzählt, dass sie während des Liedes Hugh Jackman’s Hand halten musste, weil sie so Angst hatte. Dann erwähnt sie, dass das Singen dieses Liedes wie eine ‚außerweltliche‘ Erfahrung war.

Mein Herz vibriert da förmlich, weil ich wieder einmal erkenne, wie Jesus in solchen emotionalen Momenten da ist – zweitrangig, ob die Personen involviert das erkennen oder nicht. Diese Frau ist ein Beispiel wie ich mich oft fühle und wie sich viele, viele andere Menschen fühlen: ängstlich, unsicher, ohne großes Selbstwertgefühl, verloren. Aber Jesus ist an unserer Seite und hält unsere Hand und er gibt uns diese Bühne, wo wir uns entfalten und wachsen und blühen können. Er schreibt ein Lied, das genau wir singen können, dessen Töne wir treffen können und das uns in unsere Berufung katapultiert. Wenn wir es wagen, dieses Lied zu singen, dann passiert etwas mit unserer Identität. Sie wird gefestigt, wir bekommen eine Stimme, die gehört werden MUSS, wir fügen uns ein in ein großes Ganzes, in eine wunderschöne Harmonie mit anderen, die genau auch diesen Weg gehen. Das ist ein Abenteuer, das kostet Überwindung hinter unserem Notenständer hervor zu kommen (wie das die Frau im Video so schön erzählt und deutlich macht), aber was passieren kann, wenn wir uns trauen aufs Wasser zu steigen, voller Vertrauen auf den Regisseur unseres Lebens, der uns diese Rolle zutraut, der sie für uns ganz persönlich geschrieben hat – was da passieren kann, sieht man in diesem Video.
Da kommt ein wunderbares Crescendo zustande, ein Durchbruch der schönsten Art, eine Geburt von einem Menschen, der endlich begriffen hat, wofür er geschaffen wurde. Das macht Jesus! Und er tanzt, ganz wie Hugh Jackman, im Hintergrund mit und freut sich mit und für uns! Jesus bringt mich zum Blühen, zum Leben, zum Singen, zum Tanzen. Oft ist das außerhalb meiner Komfortzone, aber da fällt mir dieses Zitat ein, dass ich erst gestern gelesen habe: ‚Großartige Dinge passieren nie in Komfortzonen‘.

Also dann:  sing dein Lied!

Advertisements

Leben in Fülle

Ab und zu gehe ich abends spazieren. Ich habe meine festgelegte Runde und komme immer an einem Schotterplatz vorbei. An einem Abend war auf dem Schotterplatz eine große Pfütze und ein Entenpaar watschelte durch das seichte, schlammige Wasser. Nicht weit von diesem Platz ist ein großer See. Ich habe mir noch überlegt, warum die Enten hier auf diesem ungemütlichen Schotterplatz baden gehen, anstatt in dem nahegelegenem Entenparadies.

Und plötzlich war mir so, als würde Gott mir zuflüstern: ‚So verhälst du dich auch oft. Du gibst dich mit dem zweit- oder drittbesten zufrieden – und ich habe doch so viel mehr für dich!‘

Die Enten müssten sich auf eine kleine Wanderschaft begeben um an dem See anzukommen. Sie müssten eine vielbefahrene Straße überqueren, was gefährlich ist. Sie müssten ihren kleinen, umzäunten Schotterplatz verlassen und sich erstmal ins Ungewisse aufmachen. Aber wenn ihr Abenteuer erfolgreich verläuft, dann könnten sie nach Herzenlust ihr Entenleben genießen, das tun wozu sie bestimmt sind.

Ich will nicht in den vermeintlich sicheren Grenzen meines Schotterplatzes bleiben. Ich will mich nicht mit kleinen, dreckigen Pfützen zufriedengeben, wenn Gott mir einen ganzen See voll frischen, klaren Wassers verheißt. Ich will mutig sein, weil Jesus mit mir geht, und das Abenteuer wagen.

Ich will mehr vom Leben! Ich will Leben in Fülle!

‚Ich sage dir: Sei stark und mutig! Hab keine Angst und verzweifle nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir wohin du auch gehst.‘
Josua 1,9