Kastaniensegen

Auf dem Schulhof stehen Kastanienbäume und meine Kinder kommen nun jeden Tag mit Taschen voller Kastanien nach Hause. Voller Freude laden sie ihre Schätze auf dem Küchentisch ab – und lassen sie dann auch da liegen.

chestnut-1710430_1920

Wir haben mit Kastanien in den letzten Jahren schon alles mögliche gebastelt: Kastanienketten, Kastanienkränze, Kastanienmännchen. Aber so langsam gehen mir die Ideen und auch die Stauräume aus. Denn die gebastelten Kunstwerke darf ich ja auf keinen Fall entsorgen!

Ich liebe Kastanien. Ich liebe es, die harte, stachelige Schale auseinander zu brechen und dann die Kastanie perfekt eingeschmiegt vorzufinden. Ich liebe die dunkelbraune Oberfläche, so glänzend wie fein poliertes Edelholz. Ich liebe es, wie sich die Kastanie in meiner Hand anfühlt, glatt und kühl. Kastanien sind außergewöhnlich schön.

chestnut-1698730_1920

Aber zu viele Kastanien nerven, ehrlich gesagt.

Ich weiß nicht mehr, wohin damit. Wir haben mittlerweile mehrere Tüten und Taschen vollgepackt und nach einiger Zeit sehen die Kastanien auch nicht mehr schön aus. Sie werden schrumpelig, der Glanz geht verloren.

Ich muss knallhart Kastanien aus unserem Haus verbannen!

Das fällt mir schwer. Ich überlege, was ich vielleicht doch noch basteln könnte. Aber nein, dieses Jahr fehlt die Zeit, die Energie und die Ideen. Ich muss aussortieren, was dran ist, was in unser Familienleben gerade reinpasst. Ich muss das Gute vom Besten trennen.

chestnut-1761700_1920

Es gibt noch mehrere solche Bereiche in meinem Leben, wo Kastaniensegen herrscht: viele gute Dinge, die aber Zeiträuber und Platzräuber für das Beste geworden sind. Ich muss lernen, ’nein‘ zu sagen und neu gewonnenen Freiraum nicht gleich wieder zuzumüllen.

Gott stellt meine Füße auf weiten Raum. Er möchte, dass ich in meinem Alltag durchatmen kann. Sobald ich das Gefühl habe, es wird mir alles zuviel, so als würde ein Elefant auf meinem Brustkorb sitzen, gehen die innerlichen Alarmglocken los. Was kann weg? Was ist nicht notwendig? Was ist nicht dran?

Gott ist kein Gott, der hetzt. Gott ist ein Gott der Ruhe.

Vielleicht behalten wir eine handvoll Kastanien. Die fülle ich in ein Glas und stelle ein Teelicht drauf. Die Idee kam mir gerade.

Und der Rest kommt weg.

 

 

(Fotos von pixabay.com)

Advertisements

Herbstzeit ist Bastelzeit

Wie versprochen gebe ich euch heute mal einen Basteltipp. Ich hab mit meinen Mädels einen Herbstkranz dekoriert:

Gestern sind wir im strömenden Regen auf die Suche nach Herbstschätzen gegangen. =)

Unsere 'Herbstschätze' - Hagebutten, kleine Stöcke, Kastanien, Disteln, Walnüsse, Tannenzapfen

Unsere ‚Herbstschätze‘ – Hagebutten, kleine Stöcke, Kastanien, Disteln, Walnüsse, Tannenzapfen

Auf dicker Pappe haben wir dann mit Hilfe eines Plastiktellers Kreise aufgezeichnet.

herbstdeko 002

Die Kreise haben wir ausgeschnitten, so dass wir am Ende die Vorlage für unseren Kranz hatten:

herbstdeko 008Dann wurde die Heißkleberpistole angeschlossen und los ging es: ich habe den Kleber aufgetragen und die Kinder haben den Kranz nach Lust und Laune gestaltet:

herbstdeko 010Am Ende noch ein Band ranbinden und schon hat man eine wunderschöne Herbstdeko:

herbstdeko 013herbstdeko 011Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen!