….und gewonnen hat…

Ich war hin und weg von euren wunderschönen Interpretationen der Worte ‚Sonne im Haus’…ihr habt so schöne, poetische Begriffe gefunden und habt mit euren Worten die wundervollsten Bilder gemalt! Lauter zauberhafte Sonnenstrahlen…danke für euer Mitmachen und eure Kreativität! Ihr seid wunderbar!

Ich freue mich total, die Gewinnerin vom Jahresabo der Zeitschrift ‚Sonne im Haus‘ bekannt zu geben!!

Gewonnen hat….*Trommelwirbel*….

Steffi Zimmer mann.png

Yippieh! Herzlichen Glückwunsch, liebe Steffi! Schreib mir (inkahammond@gmail.com) so bald wie möglich deine Postadresse. Die leite ich dann an ‚Sonne im Haus‘ weiter, dass du ganz bald die Zeitschriften genießen kannst.

Für alle anderen, die nun leider nicht gewonnen haben, möchte ich nochmal die Webadresse von ‚Sonne im Haus‘ hier vermerken…vielleicht gibt es ja jemanden, der euch ein Abo schenken würde…oder ihr gönnt es euch selber! www.sonneimhaus.at

Viel Sonne im Herzen
wünscht euch eure Inka

Advertisements

Sonne im Haus

Ich liebe den Klang dieser drei Worte: Sonne. Im. Haus.

Was kommt dir da als erstes in den Sinn? Wärme? Sonnenschein durchs Fenster? Gemütlichkeit? Frieden?

Ich sehe mich bei dem Klang dieser Worte auf unserer Couch sitzen, einen dampfenden Tee in einen Hand und in der anderen eine gute Lektüre.

Das Magazin ‚Sonne im Haus‘ zum Beispiel! Denn was so wunderbar klingt, gibt es wirklich zum anfassen, zum lesen, zum genießen. Zwei Mütter aus Österreich hatten es auf dem Herzen die Werte der Mutterschaft wieder in das Zentrum der Gesellschaft zu rücken und Müttern Wertschätzung auszusprechen. Herausgekommen ist dieses wunderbare Magazin, das vier Mal im Jahr erscheint und in Österreich, der Schweiz und Deutschland gelesen wird.

ausgabe_1_4_werbung.

Manuela und Tatjana sind Vorbilder und Vorreiterinnen. Mit einer wunderbaren Vision ermutigen sie Mütter und zeigen auf, wie wertvoll Mamasein ist.
Hier stellen die beiden ihr Projekt kurz vor:

‚Der Alltag mit Kind und Kegel ist erfüllend und fordernd, wunderschön und zugleich
anstrengend, deshalb brauchen Mütter immer wieder frischen Wind in den Segeln. Das
tägliche Leben mit seinen kleinen und großen Herausforderungen ist kein leichter
Spaziergang, er gleicht wohl eher einer Gebirgswanderung.
Wir, Tatjana Schnegg und Manuela Fletschberger, selbst Mütter von insgesamt sieben
Kindern, haben das Müttermagazin SONNE IM HAUS ins Leben gerufen. Wir wollen Ihnen, liebe Mutter, für Ihre Berufung Rückenwind geben und zwar auf ganz neue Art und Weise.
Durch das Lesen in unserem Magazin bekommen Sie frischen Wind in die Segel und jede
Menge Werkzeug in die Hand, wie man sich erfolgreich dem Familienalltag stellt. Das ist
aber nur der Anfang, denn im Zentrum unserer Texte stehen SIE! Wissen Sie, wie unendlich wertvoll Sie sind? Wissen Sie, dass Sie das Herz der Familie sind?
Ohne störende Werbeeinschaltungen bietet das wertorientierte Müttermagazin SONNE IM HAUS Platz für gehaltvolle und vor allem lebensnahe Erfahrungsberichte, sowie
praxiserprobte Anregungen. Texte mit Tiefgang und echter Herzensstärke zeichnen den Inhalt aus. Mitten aus dem Leben treffen sie mitten ins Herz und geben neuen Schwung für die mütterliche Berufung.‘

Ich habe schon einige Zeitschriften durchgelesen und bin einfach begeistert und berührt, was die beiden da auf die Beine stellen. Weitere Infos findet ihr auf http://www.sonneimhaus.at

Und eine glückliche Alltagsliebe Leserin kann nun hier ein Ganzjahres Abo von Sonne im Haus gewinnen! Alles was du machen musst, ist hier oder auf der Alltagsliebe Facebook Seite einen Kommentar hinterlassen und schreiben, welches Bild, Gefühl, Gedanke…dir in den Sinn kommt, wenn du ‚Sonne im Haus‘ hörst. Das Gewinnspiel geht bis Sonntag, den 14.1.2018, 12:00 Uhr. Unter allen Kommentaren wird die Gewinnerin ausgelost und der Name auf Alltagsliebe veröffentlicht.  Viel Freude beim Nachdenken, mitmachen und hoffentlich gewinnen!

Danke, liebe Manuela und Tatjana, das ihr das Abo zur Verfügung gestellt habt!

Von Herzen,
Eure Inka

 

Ein neues Jahr

Ich liebe den Anfang eines neuen Jahres. Es fühlt sich alles so rein an, so unbeschwert. Alles scheint möglich!
Wenn wir mit Jesus in ein neues Jahr hineingehen, dann ist das auch tatsächlich so. Mit Gott ist NICHTS unmöglich. Mit ihm können wir über alle Mauern springen. Die Mauer der Unsicherheit, der Abhängigkeit, der Angst und Sorge, der Zweifel, der finanziellen Last – keine Mauer hält vor unserem Gott stand, der uns frei machen will und in neues Land führt.

adi-goldstein-379630.jpg

Wie gehst du in das neue Jahr? Ich will dich dazu herausfordern, dass du jeden einzelnen Tag von 2018 vor den Thron Gottes legst. Dass du dich Jesus ganz neu auslieferst, mit allem was dich beschwert und beschäftigt. Jesus hat dich ganz im Blick, er weiß, was du brauchst und er sehnt sich nach dir. Hier ein paar ganz konkrete Tipps, wie du dich geistlich auf das neue Jahr einstellen kannst:

  • im vergangenen Blogpost habe ich den Vorschlag gemacht, sich ein Wort von Gott für das neue Jahr schenken zu lassen. Wenn du das noch nicht getan hast, ist jetzt ein guter Zeitpunkt! Bete, dass der Heilige Geist dir ein Wort zeigt und nimm das erste, das dir in den Sinn kommt. Bete dieses Wort über dem neuen Jahr aus und markiere es in deiner Bibel, wann immer es dir ‚über den Weg läuft‘.
  • Suche dir einen Bibelvers, den du über dem neuen Jahr ausbeten kannst. Z.B. Jeremia 29,11 – ‚Denn ich weiß, welche Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR. Gedanken des Heils und nicht des Unheils, ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.‘ Bete in etwa so: ‚Jesus, du sagst, dass du gute Gedanken über mir hast. Ich bete, dass dieses Jahr ein Jahr der Hoffnung wird. Dein Wort sagt, du hast Gedanken des Heils – dieses Jahr soll ein heilbringendes Jahr werden!‘
  • Schreibe dir konsequent auf, wenn Gott zu dir durch sein Wort oder durch andere Menschen spricht. Lege dir ein extra Büchlein zu, in dem du diese kostbaren Begegnungen festhalten kannst. Lese dir das immer wieder durch und sei neu ermutigt und erinnere dich an Gottes Verheißungen über dir und deinem Leben. Das hilft dir, in der Wahrheit verwurzelt zu bleiben.
  • Suche dir Menschen, mit denen du regelmäßig beten kannst! Ich empfinde das für mein eigenes Leben als so wichtig, dass ich Freundinnen habe, mit denen ich beten kann und die für mich im Gebet eintreten, wenn mir selbst die Worte und die Kraft fehlen. Wir können unser Leben nicht ohne die geistliche Unterstützung anderer erfolgreich bestreiten. Wir BRAUCHEN einander!! Und damit meine ich nicht den oft anonymen, oberflächlichen, (mit Kindern oft hektischen) Gottedienstbesuch am Sonntag, damit meine ich das intensive, kantige, rauhe, ehrliche, tiefe Miteinander im Alltag.
  • Überlege dir, in welchem Bereich du wachsen möchtest. Oder noch besser: frage den heiligen Geist, wo er dich herausfordern möchte. Und dann suche dir ein Buch zu diesem Thema oder einen Onlinekurs oder eine DVD Serie zum tiefer gehen und dazulernen. Sobald wir in unserem Glaubensleben stehen bleiben, driften wir ab. Es gibt keinen Stillstand – es gibt nur vorwärts oder rück-oder seitwärts. Unsere Devise soll aber stetig vorwärts sein, immer näher zu Jesus. Das geht oft so langsam, dass wir es als Stillstand empfinden, aber besser im Schneckentempo voran, als ohne Fokus orientierungslos herumirren. Sei geradlinig und kümmere dich aktiv um die Bereiche, wo du wachsen und reifen möchtest.
  • Setze dir klare Ziele. Wenn du weißt, wo du dazulernen musst, dann mach Nägeln mit Köpfen. Melde dich bei diesem Kurs an, gehe in die Seelsorge, lese dieses Buch, lerne diesen Bibelvers auswendig. Nimm es in die Hand, gestalte dein (Glaubens-)Leben, lass nicht zu, dass alles mögliche an dir zieht und zerrt. Sei klar fokussiert.
  • Setze Prioritäten. Unsere To-Do-Liste ist oft unser größter Feind. Lerne Dinge durchzustreichen. Sortiere aus: was ist wirklich dran? Was kann warten? Wo musst du lernen, nein zu sagen? Setze klare Grenzen, die dir neuen Freiraum schaffen.
  • Tue dir Gutes! Gehe achtsam mit dir selber um. Ich weiß von mir selber, dass dieser Punkt immer erst ganz unten auf der Liste steht und eher hinten runter fällt, als dass ich es umsetze. Dabei ist es so, so, so wichtig, dass wir respektvoll und liebevoll mit uns selber umgehen. Überlege dir, was deiner Seele gut tut…regelmäßige Spaziergänge? Malen? Schreiben? Dekorieren? Endlich diesen Roman lesen? Schaffe dir ganz bewusst Auszeiten in deinem Alltag, lass deine Seele baumeln, atme tief durch.
  • Und last but not least: mach es zu einer absoluten Priorität Jesus zu begegnen. Mach ihn zum Zentrum von allem was du tust und denkst und redest. Erinnere dich daran, dass sein Wunsch dir zu begegnen immer soviel größer ist, als deine Sehnsucht nach ihm! Er wartet bereits auf dich. Gehe zu diesem geheimen Ort, der nur dir und ihm gehört. Lass dich erfrischen und aufbauen und stärken von dem einen, der dein Leben in seiner Hand hält und der dich unendlich liebt. Ich denke so oft an die Begebenheit, wo Petrus aus dem Boot auf das Wasser steigt, um Jesus entgegen zu gehen. Alles geht gut, solange er seinen Blick auf Jesus gerichtet hält. In dem Moment, wo sein Fokus unsicher wird und er auf die Wellen sieht, wächst die Angst in ihm und er geht unter. Nur wenn wir unseren Blick fest auf Jesus gerichtet halten, können wir gut durch das neue Jahr kommen. Er ist der Fixpunkt, unser Anker, die Hand, die uns wieder hochzieht, wenn wir untergegangen sind.

karsten-wurth-inf1783-98124

2018 wird auch für Alltagsliebe einige Veränderungen bereithalten. Ich blogge nun schon seit fast 7 Jahren und als ich anfing, war ich eine junge Mama, die es auf dem Herzen hatte aus ihrem Alltag zu berichten. Ich bin immer noch Mama, aber nicht mehr so jung =) und meine Kinder sind auch nicht mehr so klein und es fällt mir immer schwerer, über sie zu schreiben. Sie werden mehr und mehr zu eigenen Persönlichkeiten und ich empfinde die Momente mit ihnen als zu persönlich, als dass ich sie im Internet veröffentlichen möchte. Fragen wie Erziehungssstil und was koche ich heute und wann putze ich bloß, stehen nicht mehr so sehr im Mittelpunkt.
Mehr und mehr hat sich Alltagsliebe zu einem Blog entwickelt, wo ich über mein eigenes Leben reflektiere und über meinen Glauben schreibe. Die vergangenen Jahre bin ich durch ein sehr tiefes Tal gegangen und habe Jesus nochmal ganz anders kennengelernt. Mein Glaube ist gereift und in die Tiefe gewachsen. Ich spüre mehr und mehr, dass mich der heilige Geist dazu herausfordert, dass ich das, was ich gelernt habe, an andere weitergebe. Dass ich ermutige, herausfordere, ansporne. Themen wie Familie, Kinder, Mamasein bleiben natürlich weiterhin im Repertoire, einfach weil es mein Leben ist und mein Alltag. Aber es kommt viel Neues dazu.

eduard-militaru-133851

Und so nehme ich nun ganz offiziell Abschied von Alltagliebe, wie sie einmal war: ein Blog hauptsächlich für Mamas, wo ich über Alltag und Windeln und Wäscheberge schrieb. Und ich heiße die neue Alltagsliebe willkommen, wo es hauptsächlich um mein und dein Glaubensleben gehen soll und wie wir Jesus besser kennenlernen können.

Ich habe hin und her überlegt, ob das Ganze auch weiter Alltagsliebe heißen soll, aber weil mir kein anderer Name einfallen wollte, bleibt das erstmal so. Allerdings mit einer anderen Interpretation:

Alltagsliebe – Jeden Tag mit Jesus (er)leben.

Die Herausforderung für jeden Christen steckt ja im Alltag, im Einerlei, im Aus- und Durchhalten. Da, wo es oft trocken und einsam ist, wo wir unsere Kämpfe ausfechten. Aber genau da trifft uns die Liebe Jesu. Die Liebe Jesu ist für jeden (All)Tag, sie ist alltäglich – nicht im Sinne von langweilig und vorhersehbar, sondern im Sinne von tragend im Alltag, verlässlich, immer da.

Und so mache ich mich auf in eine neues Schreibkapitel und ich bin sehr gespannt! Ihr dürft euch auf viel Neues und Schönes freuen: Verlosungen, Videoinputs, ehrliche, tiefgehende Blogposts und mal sehen, was mir noch so alles einfällt. An dieser Stelle möchte ich dich ganz herzlich einladen, meiner Facebookseite ein Like zu schenken – denn dort schreibe und poste ich auch so einiges, was dich ermutigen kann: Klicke HIER.

Also, 2018! Herzlich Willkommen! Herzlich Willkommen neue, alte Alltagsliebe! Herzlich Willkommen auf diesem Blog, wenn du das erste Mal und auch wenn du schon ganze lange hier vorbei schaust! Möge hier mehr und mehr ein Ort entstehen, wo dein Glaube an Jesus sich in der Tiefe verankert und wo deine Seele sich in neue Höhen schwingen kann. Wir sind alle unterwegs zu der Liebe unseres Lebens: Jesus. Ich lade dich ein mitzukommen, mitzuhoffen – und dich mitzuteilen! Ich freue mich so, wenn ich von DIR höre!

Von Herzen,

deine Inka

 

 

 

 

 

 

 

Foto Credits: unsplash.com

Zwischen den Jahren

Weihnachten ist vorbei. Viel zu schnell. Mal wieder.

annie-spratt-481261

Wie gut, dass Weihnachten erst der Anfang ist. Vor uns liegt Ostern. Und Pfingsten! An Weihnachten fängt die Geschichte erst an. Weihnachten wird oft als Ausrufezeichen verstanden, als Höhepunkt, dabei ist es vielmehr ein Doppelpunkt, ein Vorwort, das viel Größeres verspricht und Hoffnung schenkt.

‚Zwischen den Jahren‘ – also die Tage nach Weihnachten und vor Silvester – ist für mich immer eine besondere Zeit. Eine Zeit des Rückblicks und des Ausblicks. Des Innehaltens. Des ‚Verdauens‘ (nicht nur des reichhaltigen Weihnachtsessens, sondern auch der vielen Erfahrungen und Erlebnisse des vergangenen Jahres). Irgendwie sind diese Tage ein Niemandsland. Eine Zeit ‚zwischen den Stühlen‘.

alessio-lin-236488.jpg

Ich glaube, es ist eine heilige Zeit. Eine Zeit, die sich perfekt dazu eignet einen einen Altar zu bauen. So wie Mose und Abraham und viele andere biblische Glaubenshelden Altäre bauten, um sich an etwas Großes zu erinnern, das Gott tat. Sie schichteten Steine auf, um Gott zu loben und ihn zu danken. Auf dem Altar wurde ein Opfer dargebracht. Und sie kehrten immer wieder an diesen Altar zurück und so wurde ein unscheinbarer Steinhaufen zu einem Meilenstein des Glaubens – auch für kommende Generationen. Altäre erhielten auch Namen, so wie ‚Beth- El‘ (Haus Gottes) oder ‚Der Herr ist mein Kriegsbanner‘ (1. Mose 17,15).

Lass diese kommenden Tage vor Silvester nicht einfach nur an dir vorbeiziehen. Nimm dieses Niemandsland ein und errichte einen Altar. Denk an das Vergangene. Schreib auf, was du gelernt hast, wem du begegnet bist, was dich näher an Jesus gebracht hat. Feiere die Siege, die du mit Gott errungen hast, gib ihm die Niederlagen, den Schmerz und die Enttäuschung. Schichte Stein auf Stein und dann gebe diesem Altar, den du mit deinen Gedanken, deinem Lob und deinem Schmerz gebaut hast, einen Namen. Hier ein paar Beispiele:

‚Der Herr ist mächtig zu helfen.‘

‚Bei ihm bin ich geborgen.‘

‚Der Herr ist mein Schild und mein Heil.‘

‚Vor wem sollte ich mich fürchten?‘

danielle-macinnes-222441.jpg

Ich will ganz bewusst in das neue Jahr gehen. Es als Geschenk, als Neuanfang, als Schatzkiste ungeahnter Möglichkeiten begreifen. Ich will nicht am Ende des alten Jahres mit vollem Bauch und trägen Gedanken irgendwie ins neue Jahr rutschen. Ich will gefestigt sein im Glauben, mit klarem Blick und einer gottgegebenen Vision 2018 gegenüber treten. Ohne Furcht, ohne Sorgen – voller Vertrauen und voller Freude.

Und wenn ich schon dabei bin, einen Altar zu benennen, der Gott Lob und Ehre für das vergangene Jahr bringt, will ich auch ein Wort über das neue Jahr aussprechen. Vorhin, während eines Regenspaziergangs mit meiner 9jährigen Tochter, ermutigte ich sie, sich vom Heiligen Geist ein Wort für 2018 schenken zu lassen. Sie sollte Gott fragen, welches Wort sich wie ein Schirm über die kommenden Monate spannen soll. Sie hielt kurz inne und sagte dann mit einem Lächeln: ‚Frieden!‘. Das berührt mein Herz so sehr, weiß ich doch, dass sie den Frieden, der allen Verstand übersteigt, brauchen wird – denn es steht ein Schulwechsel bevor, der ihr jetzt schon Bauchschmerzen bereitet.

Die Geschenke unter dem Tannenbaum mögen alle ausgepackt sein, aber unser himmlischer Vater will uns jeden Tag neu beschenken. Er hat soviel Gutes für uns – wir müssen nur unser Herz und unsere Hände öffnen und empfangen. Staunend wie ein Kind.

kira-auf-der-heide-475626.jpg

Gott weiß, was wir brauchen. Er hat auch ein Wort für dich. Frage ihn in den nächsten Tagen nach einem aussagekräftigen Begriff, den du mit in das neue Jahr hineinnehmen kannst.

Und wenn du dieses Wort empfangen hast, dann mach es wie Maria und bewege es in deinem Herzen.

  • Danke Gott, dass dieses Wort dich begleiten darf.
  • Suche nach Bibelstellen, wo dieses Wort vorkommt.
  • Bete dieses Wort über dem neuen Jahr aus – spreche Frieden, Freude, Geborgenheit, Sieg – was immer es ist – über jedem einzelnen Tag aus.
  • Schreibe dieses Wort auf und hänge es an Badezimmerspiegel, Kühlschrank und ins Auto. Lass dich immer wieder an Gottes Zusagen erinnern!

Ich bin davon überzeugt, dass diese Wortreise dich näher an das Vaterherz  bringen wird. Dein Glaube wird tiefer wachsen und sich fester im Wort Gottes verwurzeln. Du wirst positiver eingestellt sein und Gutes von Gott erwarten! Denn er ist der Vater des Lichts und alle guten Gaben kommen von ihm! (Jakobus 1,17)

Und so wird dieses Niemandsland zu einem Ort der Verheißung. Die Tage zwischen den Jahren werden zu einem strategischen, visionären, dankbaren und hoffnungsvollen Meilenstein. Voller Erwartung stehen wir an der Schwelle eines neues Jahres, das der Herr uns schenkt.

paul-green-58111.jpg

 

 

 

 

 

 

 

Alle Fotos von unsplash.com

 

Ein Weihnachtsgedicht

Unsere 9jährige Tochter durfte sich ein Gedicht für die Weihnachtsfeier in ihrer Schule raussuchen. Irgendwie fanden wir keines, das ihr gefiel und so hab ich eines für sie geschrieben, das ihr auch zusagte und das sie nächste Woche in ihrer Klasse aufsagen wird.

Das hat mich so gefreut und deshalb möchte ich es auch mit euch teilen. Ich wünsche euch noch eine wunderschöne Adventswoche. Lasst euer Herz ganz fest verankert sein in dem Wissen, dass Jesus für dich kam.

wesley-tingey-182283

Weihnachtswunder

Weihnachtshoffnung, still versteckt
inmitten allen Glanzes
öffnet sich das Herz ganz sacht
und hofft auf heiles Ganzes.

Weihnachtsfreude, übersprudelnd
leuchtend hell und warm.
Das Herz tanzt bunte Freudenkreise,
es flieht der kalte Harm.

Weihnachtsschmerz, leise Tränen
fließen einsam vor sich hin.
Für manche pocht das Herz verlassen
und das Fest macht keinen Sinn.

Weihnachtswunder, Neuanfang.
trotz Trauer: Frieden, helles Licht,
es staunt groß mein kleines Herz:
Jesus kam für mich.

greyson-joralemon-171172

 

Wenn Mama krank ist…

Mich hat es ziemlich erwischt. Ein fieser Husten quält mich jetzt schon seit über einer Woche. Meine Hausärztin war ganz verzweifelt, dass sie ich keinen Job habe, von dem sie mich krank schreiben konnte. ‚Und Sie haben auch keinen Nebenjob?‘ Nein, ich bin einfach nur zu Hause. Das ist mein Fulltime Job. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und nein, Bettruhe und ‚Klappe halten‘, wie Sie es so nett ausgedrückt haben, funktioniert leider nicht. Vielleicht sollte ich mal den Arzt wechseln…

cough-syrup-2557629_1920.jpg

Und so hab ich mich die letzten Tage durch meinen Alltag gemogelt. Wenn schon keine Bettruhe, dann Couchruhe mitten im Chaos, wenn ich mir die Zeit stehlen konnte und der (absolut nicht geglückte) Versuch mit meinen Kindern im Flüsterton zu kommunizieren. Unzufriedenheit machte sich in meinem Herzen breit. Die Wäsche hing tagelang im Schlafzimmer. Das Essen wurde zweckmäßig, was ich gar nicht mag und mir irgendwie immer vermittelt, dass alles auseinander fällt. Ich meine, Nudeln mit Fertigsoße. Bäh. Meine Welt, die ich zusammen halte, geht langsam aber sicher unter, wenn das Kräuterbaguette aus dem Kühlregal das Abendbrot sein will. Oder wenn die Jacke in der Garderobe auf dem Boden liegen bleibt, weil Mama einfach keine Kraft hat zum millionsten Mal den Sohnemann daran zu erinnern, wo die Jacke denn hinkommt. An den Haken nämlich. Und die Schuhe bleiben auch alle kreuz und quer liegen. Ach Mensch…

Ich huste immer noch. Nicht mehr so schlimm. Endlich zeigt der grausliche Thymiantee seine Wirkung. Aber jetzt fühle ich mich irgendwie … so leer. Ich hab nix geschafft, war oft launisch und unfair, ich war eine ganz miserable, kranke, müde Mama. Alles ist durcheinander und ich weiß schon, dass das jetzt wieder eine Weile dauern wird, bis alles wieder an seinem Platz ist. Und ich mich wieder im geordneten Chaos wohl fühlen kann. Dann fällt mir ein, dass die Weihnachtsdeko bald aus dem Keller geholt werden will. Die Nachbarn haben schon ihre Weihnachtssterne am Fenster hängen. Die vorweihnachtliche Panik macht sich breit.

ginger-1918107_1920

Vorhin las ich diesen einen Satz: ‚Sei dir selbst gegenüber gnädig. Sonst kannst du deinen Kindern keine Gnade geben.‘ (Seth Dahl) Und es trifft mein Herz ganz tief. Das hatte ich vergessen in dieser Krankheitsphase. Das gnädig sein. Das ruhen dürfen. Das loslassen dürfen. Das okay sein mit dem nicht perfekten. Mit dem nicht erledigten. Mit dem Kräuterbaguette zum Abendessen.

Ich habe vergessen, dass Jesus mich nicht hetzt. Dass es für alles eine Zeit gibt, auch für fiesen Reizhusten und dass es dann okay ist, einfach nur krank zu sein.

Das nächste Mal (das gerne lange auf sich warten lassen kann…), will ich besser gewappnet sein für diese Hilflosigkeit, die sich bei mir breit macht, wenn ich mal ausfalle. Wenn ich mal nicht so einsetzbar bin, wie ich es gerne hätte.

Ich will mich daran erinnern, dass Jesus immer genug ist. Immer. Auch wenn Mama krank ist…

 

 

Fotos pixabay.com

 

 

Mein Haus ist eine Kapelle

Am Wochenende waren wir wandern.

Wir wohnen nicht weit weg vom Allgäu und wir genießen unsere Tagesausflüge in diesen wunderschöne Ecke Bayerns sehr.

Dieses Mal haben wir uns einen leichten Rundweg herausgesucht, bei dem man an zwei Ruinen vorbeikommt. Die Ruinen waren erstaunlich gut erhalten und ich entdeckte einen Raum, den ein Metallschild als ‚Kapelle‘ auswies. Vorher habe ich schon im grasüberwucherten Lagerraum gestanden, bei den alten Backöfen und im Wohn- und Mannschaftsraum. Wenn diese Steine nur reden könnten…

Als ich dann in die Kapelle ging, spürte ich sofort eine andere Atmosphäre. Genau wie in den anderen verfallenen, ehemaligen Räumen fehlte hier die Zimmerdecke und die rauhen Mauern ragten uneben in den Himmel. Aber irgendetwas war hier anders…

IMG_1563

Ich fragte mich, wie viele Jahrhunderte hier wohl Gottesdienst gefeiert wurde. Wie oft hier kostbare Kerzen angezündet wurden und eine uralte Liturgie angestimmt wurde. Wie oft wurde sich hier niedergekniet, wie viele Ritter harrten hier aus in der Nacht vor ihrem Ritterschlag. Wie oft wurde hier der Name Gottes angerufen – aus Verzweiflung und Not und aus Dankbarkeit und Freude.

Die heiligen Gebete scheinen das Gemäuer in diesem Teil der Ruine zu überziehen, wie die Spinnweben. Und so wie das Moos sich festhält zwischen den Steinritzen, so hängt hier noch himmlische Ruhe in der Luft. Die Heiligkeit Gottes erfüllt noch immer diese kleine, unscheinbare Kapelle.

Ich habe das als Ermutigung für meinen Alltag mitgenommen. Meine Versuche, meine Kinder in der Liebe Jesu zu erziehen, sie immer wieder auf Gottes Wort hinzuweisen, mit ihnen zu beten – das alles sind Samen, die ich säe und die in den kommenden Generationen aufgehen werden. Ich baue eine kleine Kapelle und in dieser Kapelle, meiner Familie, ringe ich mit Gott, ich bete ihn an, ich klage ihn an, ich weine und tanze vor ihm. Mein Haus soll ein Ort des Gebetes sein, ein Ort, wo der Heilige Geist sich wohlfühlt und sich ausbreiten kann. Und ich glaube, dass ich damit als Mutter ein Fundament baue, auf dem meine Kinder und ihre Kinder und die kommenden Generationen wachsen und gedeihen können.

Verachte nicht die Möglichkeiten, liebe Mama, die Gott dir gegeben hat. Du kannst die Welt verändern, indem du dein Zuhause zu einer Kapelle werden lässt. Menschen, die jetzt bei dir ein und aus gehen, können die wunderbare Gegenwart Jesu in deinen vier Wänden erfahren. Deine Kinder wachsen auf mit einer himmlischen Gesetzmäßigkeit.

Ich glaube, dass die Zeit da ist, wo Familien Erweckungsträger sein sollen. In unserem Zuhause, in unserem Alltag will sich Gott verherrlichen und der Welt seine Liebe demonstrieren. Es ist soviel mehr als nur Alltag. Es ist ein heiliger Grund und Boden.

Wir sind die Ecksteine für eine neue Reformation.

Inmitten von Töpfen und Pfannen, von Legosteinen und Malkästen, von kindlichen Handabdrücken am Fenster und ungemachten Betten – da will Jesus wohnen und sich verherrlichen. Im ewigen Wiederholen von Regeln, im liebevollen Trösten, beim Pflaster aufkleben und Geschirr abwaschen – genau da, wo unser Mangel und unsere Menschlichkeit so oft zum Tragen kommt, da will er fließen mit seiner Fülle. Dort will er sich zeigen als Vater aller Vaterschaft.

Mein Haus ist eine kleine Kapelle, wo Gottes Lob immerwährend zum Himmel steigen soll. Zum Segen für die kommenden Generationen.

Halleluja! Glücklich ist der Mensch, der Ehrfurcht hat vor dem Herrn. Ja, glücklich ist, der sich über seine Gebote freut. Ihre Nachkommen werden zu Macht und Ansehen gelangen, die Kinder der Gottesfürchtigen werden gesegnet werden.‘ Psalm 112, 1-2
‚Sicher ist, dass böse Menschen bestraft werden, die Nachkommen der Gottesfürchtigen aber werden gerettet.‘ Sprüche 11,21
‚Und dies ist mein Bund mit ihnen«, verkündet der Herr: »Mein Geist und die Worte, die ich euch gegeben habe, werden bei euch bleiben. Sie werden immer auf euren Lippen und den Lippen eurer Kinder und Enkel sein, von nun an bis in Ewigkeit«, spricht der Herr.‘ Jesaja 59, 21
‚Wie steht es mit dem Menschen, der den Herrn ernst nimmt? Der Herr wird ihm den Weg zeigen, den er gehen soll. Es wird ihm gut gehen und seine Kinder werden das ganze Land besitzen.‘ Psalm 25, 12-13

 

 

 

 

 

Fotocredit: Inka Hammond

Herbstgedanken

autumn-leave-1415541_1920

die Blätter
segeln sanft schwingend
auf den braunen Boden

Herbst
in all seiner schönen Vergänglichkeit
zeigt sich der Verfall in leuchtenden Farben

bench-560435_1920

den Sommer huldigend
im Ende ruhend
den Winter erwartend
trotz allem ein Fest
in tausend Schattierungen

Trost
wenn ein Ende naht
wenn Abschied das Leben einfordert
und Erinnerungen verblassen

autumn-1072827_1920

im Ende liegt ein Anfang
im Sterben das Leben
im Blindsein die Hoffnung

und so tanze ich durch den Herbst
wie die Blätter

 

 

 

Fotocredits: pixabay.com

 

 

Tanzkurs für die Ehe

Mein Mann und ich machen seit ein paar Wochen einen Tanzkurs. Unser Tanzlehrer sagte gleich am Anfang folgenden Satz, den ich nicht mehr aus meinem Kopf herauskriege:

‚Wenn der Mann weiß, wo er hin will und die Frau führt, dann bekommt die Frau den Freiraum kreativ zu werden.‘

Das ist für mich die neue Lieblingsdefinition von Ehe.

Es ging bei diesem Satz um eine Tanzfigur, wo der Mann die Richtung vorgeben soll und gleichzeitig seiner Frau einen kleinen Schubs gibt und sie so eine Drehung vollführen kann, während der Mann im Tanzschritt bleibt. Klingt kompliziert und ist es auch.

dance-689609_1920

Im Leben sowieso. Unsere Ehe war lange davon geprägt, dass mein Mann sich der Norm dieser Welt angepasst hat und meine Sehnsucht nach Abenteuer, nach Freiraum mehr oder weniger übergangen wurde. Wie vielen Frauen geht es noch so? Und wie viele Männer dümpeln in ihren Jobs herum und wissen überhaupt nicht, wie das funktionieren soll, seine Frau anzuleiten, als ‚Herr des Hauses‘ die Richtung für die Familie vorzugeben?

Es klingt so angestaubt, so altbacken und es ist doch Gottes wunderbares, frisches Design für jede Ehe: ‚Deshalb sage ich noch einmal, dass jeder Ehemann seine Frau so lieben soll, wie er sich selbst liebt, und dass die Ehefrau ihren Mann achten und respektieren soll.‘ (Epheser 5, 33)
Was in unseren Ohren wie eine Beschneidung unserer Rechte klingt, wie ein autoritäres Gefängnis, ist purer Segen für eine Ehe. Denn was Paulus hier schreibt, ist ein wunderschönes Abbild der Beziehung Jesu zu uns, seiner Kirche. Es ist ein Kreislauf der Liebe, eine perfekt auf einander abgestimmte Tanzfigur. Jesus gab sein Leben hin für uns, auf dass wir Leben haben können. Der Ehemann soll sein Leben für seine Frau hinlegen, dass sie leben kann. Die Ehefrau reagiert mit tiefer Liebe und Vertrauen und so beginnt ein sinnlicher Tango.

argentine-tango-2079964_1920

Kein Tänzerpaar würde je auf die Idee kommen, zwei unterschiedliche Tänze gleichzeitig zu tanzen. Die Tanzschritte müssen aufeinander abgestimmt sein, sonst endet alles im Chaos. Es braucht einen Lehrer, der die Schritte beobachtet und immer wieder korrigiert. Oft muss man von vorne beginnen, neu zählen. 1,2,3,4 … und los. In einer christlichen Ehe ist dieser Tanzlehrer der Heilige Geist. Er hilft uns, uns aufeinander einzustimmen, er sensibilisiert unsere Ohren auf die Himmelsmusik, nach der wir tanzen sollen. Manchmal ist es ein quirliger Foxtrott, manchmal ein langsamer Walzer oder ein schneller Cha cha cha. In jeder Lebenssituation aber gilt es, dass der Mann fest steht, die Schritte kennt und die Frau führen kann. Die Frau darf sich sicher fühlen, den Schritten folgen lernen und immer wieder unerwartete, lebenslustige Drehungen einbauen. Und es geht nie gegeneinander, sondern immer nur miteinander. Es ist ein aneinander Festhalten, ein sich durch die Wendungen des Lebens gemeinsam durchnavigieren. Nie ist es ein Solotanz, nie ein sich vor den anderen drängen, um alleine das Rampenlicht zu genießen. Es ist ein aufeinander zugehen, den anderen im Blick haben.

Und es hat etwas damit zu tun, eigene Vorstellungen nieder zu legen. Will ich mich rechts drehen, aber der Mann links vorgibt, treten wir uns gegenseitig auf die Füße. Im gemeinsamen Gebet, können Mann und Frau die Richtung für die Ehe und die Familie empfangen.

Wer nicht miteinander betet, kann auch nicht gemeinsam durchs Leben tanzen.

Dann ist es vielleicht eher ein Line Dance, nebeneinander her. Gott hat für jede Ehe, für jede Familie eine Berufung, ein Ziel. Es ist soviel mehr, als Geld herein bringen, ein Haus abzahlen, die Großeltern stolz machen. Wir haben vergessen, in was für einen grandiosen Ballsaal wir stehen, welch unglaubliche Weiten uns zum Tanzen zur Verfügung stehen. Wir haben uns auf einen Tanz beschränkt, weil der bequem ist und vorhersehbar. Wir drehen uns nur im Kreis. Wir hören nur noch die eine Musik, weil wir den Takt kennen und keine unvorhersehbaren Wendungen passieren.

hamburg-1508779_1920

Aber Gott möchte, er sehnt sich danach, dass wir als Ehepaar lernen, aus unserer Komfortzone herauszutanzen. Eine eigene Symphonie wurde für deine Ehe, für deine Familie komponiert, Tanzschritte erfunden, die nur ihr tanzen könnt. Es geht um so viel mehr. So viel mehr Leben, so viel mehr Musik, so viel mehr Abenteuer.

Und so möchte ich die Ehemänner dazu herausfordern, einen neuen Tanz zu erlernen. Welchen Traum hat Gott dir ins Herz gelegt? Welche Berufung liegt auf dir, auf deiner Ehe, auf deiner Familie? Und ihr Ehefrauen: lasst euch führen. Lasst euch fallen. Gebt euch dem Takt des Himmels hin, schließt die Augen, genießt und lebt.

Im Geist sehe ich, wie Ehepaare neu das Tanzen lernen. Am Anfang ist es schwierig und holprig. Dicke Eisenketten, die sie an das Alte, das Vertraute ketten, beschweren die Bewegungen. Aber die Musik schwillt an, die Kristalleuchter des Ballsaales werden entzündet und die Ketten lösen sich in Staub auf. Mit jeder kühnen Drehung kommt neue Freiheit, neue Liebe, entstehen neue Visionen, neue Ziele. Der Mann steht aufrechter als je zuvor und die Frau strahlt vor Lebenslust.

Gott tut etwas Neues in den Familien. Es ist nicht mehr nur ein dahin existieren, ein sich nicht abheben von der Welt. Wir tanzen unser Leben und im Tanz wird eine Freude freigesetzt, die durch nichts zu erklären ist, außer durch Jesus – der König, vor dem wir tanzen. Der auf dem Thron sitzt und lachend im Takt klatscht. Im mutigen Tanzen, im Ausprobieren neuer Tanzschritte, im Vertrauen auf den Heiligen Geist, nehmen wir neues Land ein. Wir ‚ertanzen‘ neues Territorium.

Und die Musik wird schneller und wir wirbeln und lachen und lieben.

 

3.Oktober

 

Ich erinnere mich an einen Spaziergang. Da war ich 10 oder 11 Jahre alt. Ganz in der Nähe unseres Wohnortes lag das Dorf Mödlareuth. Die Mauer, die Deutschland in Ost und West trennte, führte mitten durch dieses Dorf. Freunde und Familie wurden so gewaltsam getrennt. Heute ist das Dorf ein äußerst sehenswertes Freilichtmuseum.

border-2232996_1920.jpg

Ich erinnere mich, dass wir an dieser Mauer entlang gegangen sind. Es war das erste und einzige Mal, dass ich diese Mauer, diese bedrohliche, graue Betonwand intensiv wahrnahm. Auf der Ostseite beobachteten uns Grenzsoldaten durch ein Fernrohr, sie ließen uns nicht aus den Augen. Es war für mich als Kind eine eigenartige Erfahrung, die sich tief in mein Gedächtnis gebrannt hat.

Ein paar Wochen später fiel diese Mauer.

Ich erinnere mich an kilometerlangen Stau. Auf der Bundesstraße Richtung Hof an der Saale, wo ich damals wohnte, reihte sich Trabant an Trabant. Es stank fürchterlich. Und es war laut. Ich stand am Wohnzimmerfenster und beobachtete diese langsame Lawine aus Blech, wie sie sich unaufhaltsam und ungeduldig in Richtung Westen und Freiheit rollte. Ich wusste, es ging um Bananen und Willkommensgeld und irgendwie um so viel mehr.

berlin-1816944_1920.jpg

Ich weiß auch noch, als wir das erste Mal als Familie in den Osten fuhren. Einfach so, ohne Grenzkontrolle. Wir fuhren übers Land, die Luft roch nach Kohle. Die Häuser schienen alle grau zu sein, grau und baufällig. Es war nur ein paar Kilometer von unserem Zuhause entfernt und doch war alles wie ein fremdes Land.

Meine Mutter arbeitete damals in einem Kaufhaus in der Spielzeugabteilung. Die Regale waren leer geräumt. Da kam ein Mädchen und wollte unbedingt eine Barbiepuppe haben. Meine Mutter musste sie leider enttäuschen, alles ausverkauft. Da kam ihr die Idee, diesem Mädchen eine meiner Barbiepuppen anzubieten. Ich hatte ja so viele. Als ich am Abend davon erfuhr, suchte ich meine schönste Barbie heraus. Zog ihr ein extra schönes Kleid an. Kämmte und frisierte die Haare. Und das Mädchen kam tatsächlich mit seiner Mutter vorbei und ich gab ihr die Puppe. Dieser Moment berührt mich noch heute.

german-democratic-republic-700256_1920

Damals ist ein Wunder passiert vor unserer Haustüre. Die Mauer, die eine ewige Bastion zu sein schien, fiel. Einfach so. Ohne Gewalt, ohne Krieg. Diesem Wunder gingen viele Gebete voraus. Tausende von Christen trafen sich in den Jahren zuvor zu Friedensgebeten in ostdeutschen Kirchen. Ich bin davon überzeugt, dass diese Gebete den Weg für das Wunder bahnten.

Was für eine Gnade, die Gott Deutschland dadurch erwiesen hat. Eine meiner Großtanten saß weinend vor dem Fernseher, als die Bilder aus Berlin übertragen wurden. Tanzende Menschen vor dem Brandenburger Tor. Sie erinnerte sich noch allzu gut an den Bau der Grenze. Den Schmerz über eine geteilte, gebrochene Hauptstadt. Die Scham des Krieges. Die Schuld, die Hoffnungslosigkeit. Dass diese Mauer 40 Jahre später fiel, ist unverdiente Gnade. Gott liebt Deutschland und hat einen Plan mit diesem Land, diesem Vaterland.

fall-of-the-wall-2743844_1920.jpg

Heute habe ich meinen Kindern von meinen Erinnerungen erzählt, wieder einmal. ‚Mama, das wissen wir doch schon!‘ Aber dann wollen sie es doch hören wie das damals war, mit dieser Mauer. Heute absolut unvorstellbar! Eine Mauer durch ein Dorf! Familien, Freunde getrennt! Mitten in Deutschland!

Diese Mauer hat Wunden hinterlassen, einen tiefen Graben in Menschenherzen. Ich erzähle meinen Kindern von jenen Tagen, weil sie dazu beitragen sollen, unser Land zu heilen. Sie sollen verstehen, wo wir herkommen, wo wir gerade stehen und wie sehr Gott unser Land liebt. Meine Kinder sollen Brückenbauer sein und keine Mauernhochzieher.

Und so bin ich wie jedes Jahr am dritten Oktober tief berührt. Ich frage mich, ob jetzt die Kinder von dem Mädchen aus dem Kaufhaus mit dieser Barbiepuppe spielen, so wie meine Mädels mit meinen spielen. Irgendwie wünsche ich mir das.