Freiheit

 

Zur Freiheit hat Jesus uns befreit.
(Galater 5, 1)

Das ist eine atemberaubende Einladung für ein Leben in Fülle, ohne Angst, ohne Sorge, ohne Abhängigkeiten, ohne Süchte, ohne Sünde. Frei eben!

Ich weiß von mir selber, wie schwierig es ist, das anzunehmen. Mein Leben scheint auf anderen Zeilen zu schreiben. Schmerzhafte Erfahrungen scheinen mir etwas anderes zu lehren. Freiheit? Viel zu oft fühle ich mich wie ein Vogel, gefangen in einem Käfig. Ein großer Käfig vielleicht, mit Annehmlichkeiten, einer schönen Aussicht, vielleicht sogar einer offenen Tür – ich darf hinaus fliegen, wann ich will. Mach ich aber nicht, denn hier drinnen ist es übersichtlich. Klein, aber eben sicher. Überschaubar.

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Aber Jesus ruft uns hinaus in die weite Welt. In unser verheißenes Land. Dafür müssen, dürfen wir Bekanntes, Erprobtes hinter uns lassen und uns auf das Abenteuer Leben mit allen Sinnen einlassen.

Ich bin so dankbar, dass mein Mann und ich die Möglichkeit bekommen haben, genau das vorzuleben. Als Jeremy vor ungefähr 3 Jahren seine sichere Arbeitsstelle kündigte, um von Spenden zu leben und im Gebetshaus Augsburg zu arbeiten, da flogen wir aus dem Käfig der Sicherheit hinaus. Es war herausfordernd, es war wunderschön.

Als mein Mann seiner Sucht nach Pornografie den Kampf ansagte, da betrat er Neuland, stellte sich gegen jahrelang antrainierte Verhaltensweisen und gab die Kontrolle über sein Leben an Jesus ab. Das war nicht einfach, aber rettete unsere Ehe, unsere Familie und katapultierte uns in einen Abschnitt, eine neue Ära, die schöner und farbenfroher ist, als alles, was wir zuvor erlebt hatten.

Als die Angst mein Leben bestimmte und ich mich teilweise nicht mehr traute, alleine aus dem Haus zu gehen, da traf ich eine mutige Entscheidung, die mein Leben veränderte: ich weigerte mich ein Leben zu leben, das nicht mit Gottes Wort übereinstimmte. Ich ging auf eine mühsame, schmerzhafte Spurensuche nach der Wurzel meiner Ängste, arbeitete mich durch anstregende Therapiestunden und ließ nicht zu, dass die Angst mein Leben beherrschte. Ich ließ los, flog los und fand Leben in Fülle.

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Hätten mein Mann und ich das alles im Alleingang geschafft? Braucht man dafür Jesus, um in ein Leben zu kommen, das echt ist? Jeder Mensch, gläubig oder nicht, kann doch eine Therapie machen und sich von einer Sucht loskämpfen oder zum Aussteiger aus dem System werden, oder?

Egal welchen Herausforderungen wir uns in diesem Leben stellen müssen oder wollen – im Alleingang werden wir nicht erfolgreich sein. Wir brauchen eine Stütze, Hilfe, Ansporn. Ein Ziel. Trost, wenn es mal nicht gut läuft. Viele suchen genau das in anderen Menschen oder in einer Philosophie oder Religion.

Ich suche und finde diesen Halt, dieses Ziel, diesen Trost, diesen Ansporn in einer Person. In Jesus. Es ist genau dieser Jesus, der mich zur Freiheit befreit hat. Dieser Jesus, der einen unglaublich schmerzhaften Tod auf sich nahm, dass ich frei sein kann. Dieser Jesus, der am dritten Tag nach seinem Tod wieder lebendig wurde und der eines Tages wieder auf diese Erde kommen wird. Dieser Jesus hat mein Leben verändert, befreit mich von Ängsten, stellte meine Ehe wieder her, gibt mir Freude mitten im Leid, schenkt mir ein Leben, das von Echtheit und Tiefe vibriert.

Ich weiß nicht, wo du gerade stehst. Was dich bewegt. Was dich einengt. Was dich quält. Aber ich weiß, dass – was es immer es ist – Jesus die Antwort darauf ist.

Im folgenden Video rede ich über Freiheit, über ein ganz besonderes Buch und wie mein Mann und ich erlebt haben, dass Jesus tatsächlich frei macht. Viel Freude beim Anhören! Und ich freue mich, wenn du meinen Youtube Kanal abonnierst! 

 

 

 

 

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Auf sein Wort hin

Ein Leben mit Gott wird nie, nie langweilig.

So erlebe ich das und so erleben wir das als Familie.

Es fängt mit bedingungsloser Hingabe an, mit unserem schwachen, zittrigen ‚Ja‘, mit einem ersten kleinen Schritt.

Es fängt an mit absolutem Vertrauen, kompromisslosem Glauben und großen Träumen.

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Heute morgen wurde ich an die Begebenheit erinnert, wo Jesus den Fischer Simon nach einer durcharbeiteten Nacht und einem leeren Fischernetz dazu auffordert nochmals auf den See zu fahren und die Netze erneut auszuwerfen. Am hellichten Tag. Jeder Fischer weiß, das bringt nichts.

Aber Simon, der raubeinige Mann macht, was Jesus sagt. Mich beeindruckt seine Reaktion: ‚Auf dein Wort hin.‘

Und das Netz wurde übervoll.

Wenn wir es wagen unseren Erfahrungsschatz, unsere Klugheit, unsere Besserwisserei, unseren Stolz, unser Self-made Image über Bord zu werfen – auf sein Wort hin – dann werden wir überrascht mit Erfolg in anderen Dimensionen, mit tieferen Begegnungen mit unserem Erlöser, mit Neuland.

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Simon, der Fischer, wird später von Jesus den Namen ‚Petrus‘ bekommen. ‚Der Fels‘. Unser unerschütterlicher Glaube, unsere bedingungslose Nachfolge machen uns zu Felsen in der Brandung, für andere. Zu Lichtern in der Nacht, zu Leuchttürmen in Stürmen. Zu verlässlichen Vorbildern, zu authentischen Leitern, zu einfühlsamen Wegbegleitern.

So will ich sein. Auf sein Wort hin gehen, auch wenn es verrückt erscheint. Auf sein Wort hin das Netz auswerfen, auch wenn mir meine Lebenserfahrung sagt, das ist nutzlos.

Auf sein Wort hin, das tun, was er sagt.

Auf sein Wort hin hat mein Mann ein Buch herausgegeben. Am Anfang eine verrückte Idee, ein gewagtes Unterfangen. Jetzt halten wir es in Händen und können es kaum fassen. Ein wunderschöner Einband, ein klarer, ehrlicher Inhalt. Absolutes Neuland. Für uns alle. Morgen beginnt der offizielle Verkaufsstart. Wir sind aufgeregt und fühlen uns ein bisschen wie Simon damals. Überfordert, verunsichert. Aber auf sein Wort hin gehen wir diesen Weg. Er wird seinen Segen dazu tun.

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Vor ein paar Wochen habe ich mein Manuskript für mein erstes, eigenes Buch eingesendet. Zum selben Verlag, wie mein Mann. Irgendwie hat Gott es so konstruiert, dass mein Mann und ich gleichzeitig an einem Buch geschrieben haben. Manchmal haben wir gelacht, so unwirklich kam uns das vor. Und auch ich hab mein Herz nach außen gestülpt – auf sein Wort hin. Hab mich verletzbar gemacht auf diesen vielen Seiten, abgespeichert in einem Word Dokument, dass nun umgestaltet wird in ein wunderschönes, reiches, authentisches Buch.

Ich staune. Viel kann passieren, wenn wir uns aufmachen, auf sein Wort hin. Viel mehr, als wir uns je träumen und erhoffen könnten.

Wo ruft dich sein Wort hin? Wirst du gehen? Wirst du es tun?

Das Buch ‚Frei. Mann. Sein.‘ kannst du bei www.free-indeed.de bestellen, beim SCM Online Shop oder bei Amazon.
Das Kursbuch trainiert Männer im geistlichen Kampf gegen ihre Pornografiesucht und gibt praktische Werkzeuge an die Hand: Männer lernen, die Bibel gezielt bei Anfechtungen einzusetzen, verbindliche Beziehungen aufzubauen, Auslöser der Sucht aus dem Alltag zu räumen und vor sich selbst und Gott ehrlich werden.

15 Einheiten voller authentischer Lebensberichte von Männern, die schon frei wurden, voller Kampfgeist und geistlichem Tiefgang.

Mein Buch wird im Januar 2019 erscheinen. Bis dahin ist es noch ein bisschen hin, aber ich werde in der nächsten Zeit euch Stück für Stück ein wenig mehr darüber erzählen…es bleibt spannend! 

 

 

 

Bild 1 und 2 von unsplash.com, Bild 3 copyright Hammond.

 

 

Video Blog – Willst du Wunder erleben?

Heute möchte ich euch wieder eine Videobotschaft ans Herz legen. Wir als Familie haben in den letzten Jahren viel mit Gott erlebt – viel mehr, als je zuvor in unserem Leben. Ich glaube, ich habe herausgefunden, woran das liegt! Darüber erzähle ich in diesem Video.

Macht’s euch gemütlich, holt euch einen Kaffee und lasst eure Seele baumeln. Jesus möchte dir jetzt, mitten im Alltag begegnen, dich ermutigen, herausfordern und ganz einfach lieb haben.

Muttertagsgedanken

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Oh, ihr wunderbaren, starken, mutigen Frauen, die ihr Mütter heißt. Ihr geduldigen, hoffnungsvollen, liebevollen Frauen, die ihr eure Kinder unter Schmerzen auf die Welt bringt und mit zärtlichster Hingabe groß zieht. Ihr Heldinnen, ihr Kämpferinnen. Mit tiefster Hingabe schenkt ihr Jahre, Nächte und Tage, euren Kindern. Ihr liebt, wenn es weh tut. Ihr hofft, wenn es schwer ist, Ihr geht weiter, wenn die Beine nicht mehr tragen. Ihr feiert die kleinen und die großen Erfolge. Den ersten Schritt, das erste Wort, den ersten Schultag. Ihr bastelt und singt und lest vor. Ihr baut Sandkuchen und backt Geburtstagskuchen. Ihr tröstet und ermutigt, ihr helft bei den Hausaufgaben und ihr helft eurem Kind groß zu träumen. Und egal wie kurz die Nacht war, am nächsten Tag seid ihr wieder da um zu lieben. Ein Leben lang. Ihr seid wahrhaftig Heldinnen. Unsere Welt braucht Mütter, die lieben, die hoffen und die beten. Mütter, die wissen, dass sie dieses Kind, das sie in ihren Armen halten, geschenkt bekommen haben, vom Schöpfer allen Lebens, vom Vater des Lichts. Wunderbarstes Geschenk, wertvollste Leihgabe. Wir brauchen Mütter, die wissen, dass ihr Gebet das wichtigste und tragfähigste Fundament ist, auf das sie ihr Kind stellen können. Eure Kinder sind die Politiker, die Lehrer, die Missionare, die Weltveränderer von morgen. Heute lernen sie in euren Wohnzimmern, in euren Küchen, in euren Armen, worum es im Leben wirklich geht. Morgen gehen sie hinaus und bringen die Liebe, die ihr in sie hinein gepflanzt habt, zu einer Welt, die sich danach sehnt anzukommen und zu Hause zu sein. Oh, ihr wunderbaren, starken, mutigen Frauen, die ihr Mütter heißt! Lasst uns unsere Kinder zu Jesus hin lieben. Mögen unsere Gebete, möge unsere Liebe unsere Kinder heranreifen lassen zu wunderbaren, starken und mutigen Menschen.

Video Blog

Ich komme in letzter Zeit nicht ganz so zum Schreiben hier bei Alltagsliebe, wie ich gerne möchte, was einen ganz wunderbaren Grund hat – den ich euch aber jetzt noch nicht verraten kann. Aber bald! =) Stay tuned…

Und dann hab ich seit einiger Zeit entdeckt, dass es mir total großen Spaß macht, kleine Video Inputs aufzunehmen. Die hatte ich bis jetzt nur auf meiner Alltagsliebe Facebookseite zeigen können, aber seit heute verwende ich auch meinen Youtube Kanal, um die Videos zu präsentieren. Dadurch kann ich sie nun auch hier auf Alltagsliebe verlinken und ich hoffe, dass ihr auch in gesprochener Form von Jesus durch mich ermutigt werdet!

Lasst mich wissen, was ihr davon haltet und wenn ihr mögt, dann könnt ihr gerne meinen Youtube Kanal abonnieren. Lieben Dank! Und wie schön, dass ihr hier bei Alltagsliebe seid…

Von Herzen,

eure Inka

Jesus will dir heute begegnen

Jesus

Mittendrin im Alltag gibt es unzählige Möglichkeiten Jesus zu begegnen. Seine Gegenwart ist näher, als wir glauben. Jesus ist die Antwort auf unsere Fragen. Er stillt die Stürme in unserer Seele. Er beruhigt unser aufgewühltes Herz. Er ist unser Fundament, wenn alles andere in sich zusammen zu fallen droht. Halte heute deine Augen offen, spitze deine Ohren, strecke deine Hände aus. Der Herr der Herrlichkeit will bei dir einziehen. In dein Zuhause, in deine Gedanken, in dein Herz. Er ist da.

‚Wenn ich sitze oder wenn ich aufstehe, du weißt es. Du kennst alle meine Gedanken. Wenn ich gehe oder wenn ich ausruhe, du siehst es und bist mit allem, was ich tue vertraut. Und du, Herr, weißt, was ich sagen möchte, noch bevor ich es ausspreche. Du bist vor mir und hinter mir und legst deine schützende Hand auf mich. Dieses Wissen ist zu wunderbar für mich, zu groß, als dass ich es begreifen könnte!‘
Psalm 139, 1-6 

 

 

Foto: unsplash.com

Ein sorgenfreies Leben

Gott meint es gut mit dir. Seine Pläne mit deinem Leben sind voller Hoffnung und Zuversicht.

Viel zu oft lasse ich die Sorgen in meinen Kopf kreisen, bis mir ganz schwindelig ist und ich alle Orientierung verloren habe. Ich meditiere meine Sorgen geradezu, gehe alles zehn Mal durch, bis mein Herz ganz schwer und traurig und düster ist.

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Als Kind Gottes bin ich dazu herausgefordert meine Gedanken zu sammeln und sie der Herrschaft Jesu zu unterstellen (2. Korinther 10,5). Der Kampf um mein Herz beginnt in meinem Kopf. Wenn ich mehr und mehr lerne, meine Gedanken sofort im Licht des Vaters zu prüfen und ohne Kompromisse aussortiere, was nicht in den Heilsplan für mein Leben passt, dann kann ich viel leichter und fröhlicher leben.

Jesus sagt, wir sollen uns nicht sorgen. Unsere Ängste und Sorgen sind ihm nicht gleichgültig (Psalm 31, 8).

– Er selbst sorgt für uns (1. Petrus 5,7).
– Unser Vater im Himmel gibt uns jeden Tag alles Nötige, was wir brauchen – wenn wir Gottes Reich als unsere Priorität ansehen. (Lukas 12, 31)
– Unsere Sorgen bewirken überhaupt gar nichts (Lukas 12, 25)
– Der Friede Gottes kann uns so einhüllen, dass Sorgen keinen Platz mehr haben. (Philipper 4, 6-7)
– Die Sorgen um morgen, rauben mir die Kraft für heute (Matthäus 6,34).

Wenn ich mich sorge, dann vertraue ich Gott nicht. Dann will ich die Dinge selbst in die Hand nehmen. Sorgen ist Kontrollieren. Wenn ich Gott vertraue, dann lasse ich die Kontrolle los. Ich gebe mich hin, wie ein kleines Kind.

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Die tägliche Herausforderung für uns ist, die Sorgen los zu lassen. Das ist einfacher gesagt, als getan – das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich bin ein Mensch, der sich viel und oft um alles mögliche sorgt. Aber ich lerne, dem Wort Gottes mehr zu vertrauen, als der kleine Stimme in meinem Kopf, die mir die Zukunft düster und unsicher ausmalen will. Für jede Sorge, gibt es als Kontrast dazu das Wort Gottes. Wenn dich eine Angst plagt, dann finde heraus, was Gott zu dieser Angst sagt.

Hast du Angst vor Krankheit?
‚Er nahm unsere Krankheit und trug unsere Schmerzen.‘ (Jesaja 53,4),
‚Mein Plan ist euch Heil zu geben und kein Leid.‘ (Jeremia 29,11)

Hast du Angst vor finanziellem Mangel?
‚Herr, du allein bist mein Besitz, mein Becher, angefüllt mit Segen. Du bewahrst mein Erbe.‘ (Psalm 16, 5),
‚Der Herr ist mein Hirte, ich habe alles, was ich brauche.‘ (Psalm 23,1)

Hast du Angst vor Einsamkeit?
‚Gott hat gesagt: ich werde dich nicht verlassen und dich nicht im Stich lassen.‘ (Hebräer 13,5),
‚Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir.‘ (Jesaja 41,10)

Hast du Angst vor Erschöpfung und Burn-out?
‚Er gibt den Erschöpften neue Kraft; er gibt den Kraftlosen reichlich Stärke.‘ (Jesaja 40, 29),
‚Ich werde auf kahlen Höhen Flüsse entspringen lassen und in den Tälern Quellen öffnen.‘ (Jesaja 41, 18)

Hast du Angst vor Tod und Sterben?
‚Der Tod wurde verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?‘ (1. Korinther 15,54-55),
‚Da Gottes Kinder Menschen aus Fleisch und Blut sind, wurde auch Jesus als Mensch geboren. Denn nur so konnte er durch seinen Tod die Macht des Teufels brechen, der Macht über den Tod hatte. Nur so konnte er die befreien, die ihr Leben lang Sklaven ihrer Angst vor dem Tod waren.‘ (Hebräer 2, 14-15)

Hast du Angst etwas im Leben zu verpassen?
‚Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken.‘ (Johannes 10,10),
‚Denn wer mich findet, der findet das Leben.‘ (Sprüche 8,35)

Ich liebe das Wort Gottes. Es ist das pure Leben und je mehr wir unsere Wurzeln tief hinein wachsen lassen, desto erfüllter, friedlicher, gesünder und erfolgreicher wird unser Leben sein. Das Geheimnis eines sorgenfreien Lebens, ist, meine negativen, menschlichen Gedanken mit Gottes guten, heilbringenden Gedanken zu ersetzen.

Deshalb möchte ich dich in dieser neuen Woche zu folgendem herausfordern: sobald du merkst, es schleicht sich eine Sorge in deinen Kopf ein oder ein negativer, pessimistischer Gedanke – dann ersetze diese Lüge SOFORT mit Gottes Wahrheit! Meistens wissen wir ja schon im vorneherein, wo wir besonders anfällig sind, auf welche Lügen wir besonders schnell hereinfallen. Dann sei schlau und suche dir bereits im Vorfeld Bibelverse heraus, die diese Lügen widerlegen. Sprich Gottes Wahrheit am besten laut aus. Du wirst sehr schnell merken und erfahren, dass Gottes Wort enorme Macht und Durchschlagskraft hat, denn ‚das Wort Gottes ist lebendig und wirksam. Es ist schärfer als das schärfste Schwert und durchdringt unsere innersten Gedanken und Wünsche.‘ (Hebräer 4,12).

Wir dürfen voller Zuversicht und Hoffnung in die Zukunft sehen. Wir brauchen uns von keiner Angst knechten zu lassen, denn Jesus hat uns zur Freiheit befreit (Galater 5,1).

Ich bete, dass alle Lügen, alle Ängste, alle Sorgen jetzt im Namen von Jesus aus deinem Herzen weichen müssen! Du darfst als Kind Gottes, ein sorgenfreies Leben genießen.

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Im Verborgenen

Manchmal läuft das Leben ganz anders, als wir uns das vorstellen.

Ganz unerwartet gehe ich gerade durch eine Zeit, wo Gott mich ganz tief ins Verborgene hineinzieht. Eigentlich war mein Plan, dass ich ‚Alltagsliebe‘ weiter ausbaue , Live Videos mache, ein paar Podcasts aufnehme. Eigentlich wollte ich ganz viel davon erzählen, was ich in den vergangenen zwei Jahren gelernt habe und wo ich gewachsen bin in meinem Glauben. Und gerade jetzt spüre ich, wie ich meinen Blick wieder ganz neu auf Jesus ausrichten muss. Wie ich wieder loslassen muss von meinen Plänen, meinen Vorstellungen. Wie ich wieder ganz neu Vertrauen lernen muss.

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Ich darf gerade an einem Online Mentoring Programm teilnehmen, dass sich ‚Grow‘ nennt und von einem australischen Ehepaar, Nate und Christy Johnston, geleitet wird. Von Montag bis Freitag gehe ich durch ein Workbook, bin Teil einer Facebookgruppe und werde herausgefordert meine festgefahrenen Vorstellungen von Gott, dem Vater, abzugeben und ganz neu zu empfangen.
Ich dachte, das passt ja perfekt zu dem, was ich auch machen möchte. Wie toll, da kann ich gleich auf meinen Erfahrungen aufbauen. Als ich vor 5 Tagen anfing das Workbook durchzulesen, war mir ganz schnell klar, dass Gott sich das etwas anders gedacht hat. Ich gehe wieder zurück zu den Basics meines Glaubens. Nichts da mit großem Erfahrungsschatz und festen Fundamenten. Der Heilige Geist zeigt mir gerade, dass vieles an meinem Gottesbild nicht passt und dass ich da an so einigem arbeiten muss, bzw. den Heiligen Geist dran lassen muss. Das ist schmerzhaft, erfordert Demut und ein offenes, weiches Herz. Wenn man, so wie ich, erst gerade noch voller Tatendrang war, ist das nicht einfach auszuhalten, wenn man kurz vorm Durchstarten ausgebremst wird.

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Aber ich spüre ganz deutlich: ja, es ist gut und wichtig, dass ich diese Baustellen in meinem Herzen ansehe und mich verändern lasse. Dass ich die Lügen, die ich nun schon so lange glaube, ablege und mich mit der Wahrheit konfrontieren lasse. Dass ich die notwendige Hingabe finde und ruhig bleiben kann, obwohl ich doch so gerne ‚was auf die Beine stellen möchte‘.

So bin ich also gerade an diesem verborgenen Ort, wo mir Jesus begegnen will, wo Herzenswunden offen gelegt werden und ich dazu herausgefordert bin, einfach zu sein. Gott ist nicht so sehr an meiner Leistung interessiert, vielmehr sieht er mein Herz. Gott will keine großartige ‚Ministry‘, die zwar funkelt und glänzt, die Fundamente darunter aber wackeln. Er fängt mit mir ganz von vorne an. Wieder einmal. Ganz unten, bei den Wurzeln meiner Identität, meines Charakters. Da, wo oft keiner hin darf, wo es schmerzt.

Was ich gerade erlebe in diesem Kurs, empfinde ich als so gewaltig, dass ich dankbar bin, für diese ungeplante Pause. Meine Prioritäten werden wieder gerade gerückt. Ich werde wieder an diese Herzenshaltung heran geführt, wo ich sagen kann: ‚Ich will nur dich, Jesus. Sonst nichts.‘ Wie schnell geht mir diese Sehnsucht im Alltag verloren. Und wie schön ist es, dass der Heilige Geist mich immer wieder sanft korrigiert, bis ich wieder voller Hingabe und Leidenschaft für Jesus bin. Denn das ist das einzige, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Da passiert also gerade viel ganz tief in mir drin. Und dann passiert auch ganz viel außen, um mich herum. Mein Mann und ich werden ab dem 1. März vollzeitig den Dienst ‚Free Indeed‘ leiten. Bisher war Jeremy als Gebetshausmissionar im Gebetshaus Augsburg angestellt. In den vergangenen Monaten hat Gott sehr deutlich gesprochen und uns auf diesen neuen Weg geführt. Das war und ist ein spannender und herausfordernder Prozess. Wieder heißt es loslassen und auf dem Wasser gehen. Der Dienst ‚Free Indeed‘ (www.free-indeed.de) hat Onlinekurse entwickelt, wo Männer und Frauen in die Freiheit von ihrer Abhängigkeit zu Pornografie geführt werden. Mein Mann hat das selbst erlebt, wie Jesus ihn von einer 20 Jahre dauernden Sucht befreit hat. Ich habe vor kurzem einen Kurs für Ehefrauen geschrieben (Geheiltes Herz), die darunter leiden, dass ihr Partner Pornografie konsumiert hat. Wir haben in unserer Ehe Wiederherstellung erlebt, Vergebung und einen Neuanfang. Diesen Schatz wollen wir mit anderen teilen und wir staunen über all das, was in nur einem Jahr (Free Indeed gibt es seit Dezember 2016) entstanden ist.

Wir von Free Indeedstehen dafür,dass Männer und frauenin ihre gottgegebene

Aber es ist keine einfacher Weg. Es ist eine finanzielle Gradwanderung (wir leben zu 100% von Spenden), wir spüren den geistlichen Kampf um dieses Thema toben und es ist immer wieder ein ‚Opfer‘ so offen über die dunkelste Zeit unserer Ehe zu sprechen. Gleichzeitig ist das für uns ein Traum, der Wirklichkeit wird. Seit mein Mann und ich uns kennen, haben wir uns gewünscht, gemeinsam einen christlichen Dienst aufzubauen, der den Status Quo durcheinander rüttelt. Wir haben immer davon geträumt, etwas zu machen, was in kein Konzept passt, was andere dazu herausfordert ihr eigenes Leben zu überdenken und sie näher an Jesus zieht. Gestern Abend saßen mein Mann und ich auf der Couch, etwas müde, etwas überfordert, aber auch voller Freude über das riesige Abenteuer, das vor uns liegt.

Es ist unsere Herzenssehnsucht, dass Menschen in ihre gottgegebene Freiheit finden, dass Ketten gesprengt werden, dass Berufungen ergriffen und erfüllt werden (Jesaja 61). Viel zu lange haben wir es uns bequem gemacht in unseren Abhängigkeiten, unseren selbstgesteckten Grenzen. Jesus ist gekommen, dass wir Leben haben, Leben im Überfluss (Johannes 10, 10). Er hat uns zur Freiheit befreit, dass wir nicht länger wie Sklaven leben müssen (Galater 5,1; Johannes 8,36). Er will uns in ein weites Land führen (2. Mose 3, 14) , er will uns überfließende Freude schenken (1. Petrus 1, 8), bei ihm gibt es immer mehr, als genug (Psalm 16,5). Das sind die Wahrheiten unseres Glaubens – und trotzdem geben wir uns mit soviel weniger zufrieden.

Und deswegen ist es so gut, dass ich gerade an diesem Ort sein kann, wo der Heilige Geist mir meinen Glauben wieder ganz neu durch buchstabiert. Es tut uns gut, wenn wir ab und zu zurück den Basics des Evangeliums kommen: Gott ist gut und er liebt mich.

Vielleicht stehst du an einem ähnlichen Punkt in deinem Leben. Du spürst, da ist so viel mehr für dich. Du bist unzufrieden mit deinem geistlichen Leben. Vielleicht kennst du Jesus noch gar nicht und bist dir unsicher, was du tun musst, um ihm zu begegnen.
Lass dich vom Heiligen Geist in das hineinführen, was du brauchst. Vielleicht ist es ein ‚back to the roots‘, wie bei mir gerade. Vielleicht musst du dein Gottesbild einem Prüfstand unterstellen, den Maßstab der Bibel anlegen. Vielleicht musst du Dinge loslassen, auch gute Dinge, die aber für dich gerade jetzt nicht dran sind. Vielleicht musst du anfangen gegen diese Sucht, diese Abhängigkeit, diese schlechte Angewohnheit zu kämpfen. Vielleicht musst du einfach nur ‚Ja‘ sagen und Jesus in dein Leben, in dein Herz einladen.

Manchmal läuft das Leben ganz anders, als wir es uns vorstellen. Aber eines ändert sich nie: die Liebe unseres himmlischen Papas. Er sagt über deinem Leben:

‚Ich weiß, welche Gedanken ich über dich habe. Gedanken des Heils und nicht des Unheils. Ich will dir eine Zukunft und eine Hoffnung geben.‘ (Jeremia 29,11).

Das ist übrigens der Trauspruch von Jeremy und mir. Vor fast 15 Jahren standen wir vor dem Altar in der schön geschmückten Kirche und wir hatten keine Ahnung, wie schwer und wie gut alles werden würde. Alles lief anders, als wir es uns erträumt hatten. Aber am Ende steht Jesus und sein guter Plan mit uns. Nichts ist verloren, wenn wir das glauben.

Sing dein Lied!

Heute habe ich ein Video auf Youtube entdeckt. Mich hat das auf so vielen Levels getroffen, als ich es angesehen hab.

Das Video ist ein Ausschnitt aus einer Probe für den Film ‚The greatest Showman‘ mit Hugh Jackman. Die Einleitung für das Video machen der Regisseur und eine Schauspielerin, die das Themenlied für den Film singt.

Diese Frau wirkt auf den ersten Blick unsicher und wackelig. Gar nicht wie eine selbstbewusste, strahlende Schauspielerin. Sie erzählt, dass sie während des Liedes Hugh Jackman’s Hand halten musste, weil sie so Angst hatte. Dann erwähnt sie, dass das Singen dieses Liedes wie eine ‚außerweltliche‘ Erfahrung war.

Mein Herz vibriert da förmlich, weil ich wieder einmal erkenne, wie Jesus in solchen emotionalen Momenten da ist – zweitrangig, ob die Personen involviert das erkennen oder nicht. Diese Frau ist ein Beispiel wie ich mich oft fühle und wie sich viele, viele andere Menschen fühlen: ängstlich, unsicher, ohne großes Selbstwertgefühl, verloren. Aber Jesus ist an unserer Seite und hält unsere Hand und er gibt uns diese Bühne, wo wir uns entfalten und wachsen und blühen können. Er schreibt ein Lied, das genau wir singen können, dessen Töne wir treffen können und das uns in unsere Berufung katapultiert. Wenn wir es wagen, dieses Lied zu singen, dann passiert etwas mit unserer Identität. Sie wird gefestigt, wir bekommen eine Stimme, die gehört werden MUSS, wir fügen uns ein in ein großes Ganzes, in eine wunderschöne Harmonie mit anderen, die genau auch diesen Weg gehen. Das ist ein Abenteuer, das kostet Überwindung hinter unserem Notenständer hervor zu kommen (wie das die Frau im Video so schön erzählt und deutlich macht), aber was passieren kann, wenn wir uns trauen aufs Wasser zu steigen, voller Vertrauen auf den Regisseur unseres Lebens, der uns diese Rolle zutraut, der sie für uns ganz persönlich geschrieben hat – was da passieren kann, sieht man in diesem Video.
Da kommt ein wunderbares Crescendo zustande, ein Durchbruch der schönsten Art, eine Geburt von einem Menschen, der endlich begriffen hat, wofür er geschaffen wurde. Das macht Jesus! Und er tanzt, ganz wie Hugh Jackman, im Hintergrund mit und freut sich mit und für uns! Jesus bringt mich zum Blühen, zum Leben, zum Singen, zum Tanzen. Oft ist das außerhalb meiner Komfortzone, aber da fällt mir dieses Zitat ein, dass ich erst gestern gelesen habe: ‚Großartige Dinge passieren nie in Komfortzonen‘.

Also dann:  sing dein Lied!

Einsames Herz

Ich gebe zu, dass ich schnell entmutigt bin. Ein schiefer Blick, eine unangenehme Situation – es braucht nicht viel um mich sensibles Wesen aus der Bahn zu werfen. Es hat lange gedauert, bis ich verstanden habe, dass ich als hochsensibler Mensch Stimmungen, Wortklang, Mimik und Gestik ganz anders wahrnehme, als ein normal gefühlsbetonter Mensch. Lange dachte ich, mit mir stimmt etwas nicht – dass ich zum Beispiel Telefongespräche oder einen Small Talk mit der Nachbarin im Nachhinein ganz oft gedanklich durchgehe und mich frage, ob ich auch alles richtig gemacht habe. Lange Zeit habe ich auch nicht verstanden, warum Menschenmassen, ein lauter Geräuschpegel, viele Gerüche und grelles Licht mir unangenehm sind. Viel lieber sitze ich zu Hause auf meiner Couch, lese ein gutes Buch oder höre leise Musik, als dass ich raus muss in die wilde Welt da draußen. Als Teenager war ich nicht oft in Diskos oder Kneipen, einfach weil es mir zu viel war. Und fühlte mich deswegen ganz oft ins Abseits katapultiert.

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Dagegen liebe ich gute, tiefgehende Gespräche. Ich genieße es, wenn die Masken fallen und das echte Gegenüber zum Vorschein kommt – mit Tränen und allem drum und dran. Ich bin begeistert von Authentizität, von diesen feinen zwischenmenschlichen Momenten, wo plötzlich ein Gefühl von Verbundenheit entsteht. Es macht mich lebendig, wenn ich mitfühlen kann, wenn ich merke, mein Zuhören tut dem anderen gut, mein Dasein ist Balsam für eine wunde Seele.

Aber in einem hektischen, stressigen, durchgetakteten Alltag kommt es eher selten zu solchen kostbaren Augenblicken. Kein Wunder, dass ich mich oft einsam und übersehen und vergessen fühle. Das schnelle ‚Hallo‘ zwischen Tür und Angel füllt meinen Liebestank nicht auf und mehr ist oft nicht drin. Eine tiefe Begegnung passiert nicht einfach so. Da muss Zeit sein und der richtige Raum. Nähe muss da sein, Vertrauen, Ruhe.

Die vergangenen Wochen waren für mich nicht einfach, eben aus diesen Gründen. Meine Seele sehnt sich nach echter Verbundenheit, nach einem Gegenüber auf Herzenshöhe, nach offenen Ohren und aufmerksamen Augen. Wer sieht mich? Wer nimmt mich wahr? Wer bleibt stehen und will wirklich wissen, wie es mir geht?

Geht das nur mir so? Ich glaube nicht. Inmitten unseres geschäftigen Alltags, wo es ja an zwischenmenschlichen Kontakten nicht mangelt, sind doch viele alleine – oder fühlen sich zumindest so. ‚Alleine‘ in dem Sinn bin ich ja gar nicht! Ich habe vier Kinder, einen wunderbaren Mann und Freundinnen, auf die ich zählen kann. Aber so ein Tag kann lang werden und eine Woche oder gar ein Monat noch länger, wenn ich zwar reden und mich mitteilen kann, aber am Ende so vieles ungesagt und ungehört bleibt.

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Mein Herz schlägt leidenschaftlich für die echten, tiefen, rauhen, kantigen Begegnungen. Das echte Leben, das zum Vorschein kommt, das sich durchkämpft zur Oberfläche wie eine zarte Blume durch den Asphalt. Wenn die Tränen fließen können ohne Scham, wenn Verletzungen endlich offen gelegt werden, wenn Fragen gestellt werden dürfen und Zweifel formuliert. Wenn Sorgen in Worte gekleidet werden dürfen, ohne Anklage, ohne ein ‚jetzt hab dich doch nicht so‘. Wenn ich einfach sein darf, als Mensch, als Frau, als kleines Mädchen, das ja auch noch irgendwo in mir wohnt. Wenn ich herzhaft lachen kann, nicht über irgendeinen blöden Witz, sondern über das Leben, eine Begebenheit, einen Fehler – auch das braucht einen Rahmen.

Wenn ich mich in meinem Alltag so einsam fühle, dann spüre ich besonders stark wie der Heilige Geist mich hin zu Jesus führt. Jesus schafft diesen Rahmen, diesen Raum wo mein Herz, das sich nach echter, tiefer, lebendiger Begegnung sehnt, ankommen kann.

Ich denke an die Begebenheit, wo Jesus die Samariterin am Brunnen trifft. Diese Frau war einsam. Sie kam zum Brunnen in der Mittagszeit, in der größten Hitze des Tages und konnte so sicher sein, dass sie den anderen Frauen aus dem Weg gehen konnte. Als Jesus sie anspricht, ist sie überrascht: von einem Mann und noch dazu von einem Juden angesprochen zu werden, war absolut gegen jeden gesellschaftlichen Konsens jener Zeit. Ich liebe es, das Gespräch in Johannes 4 zu verfolgen. Jesus geht auf diese Frau ein, er weiß sofort um ihre Bedürfnisse und obwohl er selbst erschöpft war (Vers 6) ließ er sich auf diese Begegnung ein. Und er redet nicht um den heißen Brei – er sucht das verwundete Herz dieser Frau und legt den Finger in die Wunde: er spricht sie auf ihren Mann an und sie bekennt, dass sie keinen hat. Jesus sagt daraufhin: ‚Das stimmt! Du hast keinen Mann. Du hattest fünf Ehemänner, und mit dem Mann, mit dem du jetzt zusammenlebst, bist du nicht verheiratet. Das hast du richtig gesagt.‘ Jesus legt alle Karten auf den Tisch, er begegnet dieser Frau mit einer umwerfenden Offenheit mitten im Alltag, mitten in ihrer Einsamkeit.
Jesus weiß um unser zerbrochenes, einsames, oft unverstandenes Herz. Diese Frau suchte verzweifelt nach Nähe und wurde doch nur immer leerer. Ihre Seele war durstig nach wahrer Begegnung, echter Intimität, bedingungslose Hingabe. Sie hat nach authentischer Beziehung gesucht, sich nach Annahme gesehnt.

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Jesus will ihr genau das geben. Er bietet dieser Frau lebendiges Wasser an. ‚Das Wasser, das ich gebe, wird zu einer nie versiegenden Quelle, die unaufhörlich bis ins ewige Leben fließt.‘

Jesus gab dieser Frau, wonach sie sich am meisten sehnte: eine echte, lebensverändernde Begegnung. Nahrung für ihre Seele. Hoffnung für dieses Leben. Diese Frau war so sehr erfüllt, dass sie ihre Scham überwand und das Zusammentreffen mit den anderen Menschen in ihrem Dorf nicht länger vermied. Voller Begeisterung rief sie alle zusammen, zu diesem Mann, ‚der ihr alles ins Gesicht gesagt hatte, was sie jemals getan hat.‘ (Vers 29).

Jesus hat Begegnung bereit für mich und für dich. Meine Sehnsucht nach Echtheit, nach tiefem Zusammentreffen, nach einem offenem Herzen ohne Scham findet nirgendwo so eine überfließende Erfüllung als in der Gegenwart Jesu. Bei ihm wird mein Innerstes offen gelegt, nicht um Verdammung zu erfahren, sondern Verständnis und Erlösung. Es sind seine Worte, seine offenen Ohren und seine aufmerksamen Augen, die mein Leben in die Fülle bringen. Auch, oder gerade wenn ich mit Einsamkeit kämpfe. Sein Hineinkommen in meinen Alltag, da wo ich es oft am wenigsten erwarte, erfüllt mein Herz mit der Nähe, nach der ich mich so sehr sehne.

 

 

 

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