Liebevolle Erinnerung

Da berührt Gott mein Herz so tief und ein paar Wochen später habe es schon wieder vergessen…Den Kopf voller to-do’s, das Herz voller Fragen. Der Alltag schafft es immer wieder, mich in meine Knie zu zwingen und lässt mich vergessen, welch großer Segen am Wegesrand zu finden ist. Und so brauche ich Gottes liebevolle Erinnerungen. Es ist ja kaum zu fassen, dass er nicht die Geduld mit mir verliert. Ein Gedächtnis wie ein Sieb hab ich, wenn es um seine Wunder und Wohltaten geht, die er an mir getan hat.

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Vor ein paar Tagen habe ich ein Buch aus dem Regal gezogen, dass ich schon eine kleine Ewigkeit nicht mehr gelesen habe. ‚Poesie für jeden Tag‘ heißt es und ist so romantisch, wie der Titel verspricht. Ich liebe Gedichte, habe sie schon immer geliebt und auch selbst geschrieben. Seit unser viertes Kind auf der Welt ist, war mein Leben zu hektisch, ich chronisch übermüdet, so dass ‚Poesie‘ kaum Platz fand zwischen Windeleimer und Milchreistöpfen. Und vor ein paar Tagen eben, war mein Impuls es sei höchste Zeit mal wieder für ein bißchen Bildung für meine Seele. Ein paar schöne, kunstvolle Sätze, wie ich sie nie verwende, wenn ich mit meinen Kindern diskutiere, wer mit Tischdecken dran ist. Ein bißchen Träumen und Schwelgen in meiner kleinen Welt, die auf der einen Seite so übersichtlich begrenzt ist und doch so viel Chaos bergen kann.

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Ich öffnete das Buch, blätterte, bis ich das richtige Datum fand und las das Gedicht für diesen Tag. Und Gott sprach in mein Herz, wieder einmal:

‚Herz, mein Herz, sei nicht beklommen
Und ertrage dein Geschick,
Neuer Frühling gibt zurück,
Was der Winter dir genommen

Und wie viel ist Dir geblieben!
Und wie schön ist noch die Welt!
Und, mein Herz, was Dir gefällt,
Alles, alles darfst Du lieben!‘

(Heinrich Heine)

Mit Tränen in den Augen dachte ich an jenen eiskalten Tag im Park, wo Gott mir auch schon den Frühling für meine Seele verheißen hat. Und nun erinnerte er mich liebevoll durch ein altes Gedicht an seine Verheißung, als ich gerade dabei war, zu vergessen und zu verzweifeln.

Nur Mut, mein Herz. Und Mut für Dein Herz, liebe Mama! Lass dich heute liebevoll von Gott an verborgene, verschüttete Versprechen erinnern. Der Herr sieht Dich und geht seinen Weg mit Dir. Vielleicht gefällt Dir die ein oder andere Abzweigung nicht. Vielleicht gehst Du einen einsamen Weg, vielleicht musst Du gerade durch einen dunklen Wald und Angst will sich breit machen in Dir. Vielleicht geht es schon lange steil bergauf und Du denkst, Du schaffst keinen weiteren Schritt.

Lass Dich heute ermutigen und erinnern. Der Herr ist mit Dir.

Viel Segen

Meine 5jährige Tochter drückte mir vorhin einen Zettel in die Hand. Sie hat ihre ältere Schwester beauftragt mit der uralten Schreibmaschine folgenden Satz zu schreiben:

liebe mama ich wünsche dir fil seggen

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Dieser mit viel Sorgfalt ausgeschnittene Zettel und dem durchgestrichenen ‚g‘ liegt gerade neben dem Computer und mein Blick fällt immer wieder auf die akkurate, getippte Schrift, die so gar nicht zur Grammatik passen will. Ich bin so gerührt von der Aufmerksamkeit meines kleinen Mädchens und mein Herz wird ganz warm.

Doch -hab ich das verdient?

Gestern erst waren meine Nerven zum zerreißen angespannt, ich wurde zu schnell laut, hab zur Eile gedrängelt, hab nicht aufmerksam zugehört. Am Abend hab ich halbherzig das Gute-Nacht-Lied gesungen und war froh, als ich endlich -allein- auf der Couch saß.

Und dann in der Ruhe des Abends kam das schlechte Gewissen. Das Gefühl – mal wieder -versagt zu haben. Mir tat jedes zu laute Wort leid. Jede verpasste Umarmung. Ich tat all das, was meine Kinder nicht tun sollen.

Dieser Zettel ist ein großer Hoffnungsschimmer für mich. Ja, ich mache Fehler. Jeden Tag. Oft könnte ich daran verzweifeln, dass ich wieder in dieses Fettnäpfchen getreten bin. Aber der Herr ist treu. Seine Güte ist jeden Morgen neu. Meine leeren Hände füllen sich mit seinem Segen. Die Vergebung für meine Fehltritte ist purer Segen, reine Gnade.
Meine Tochter wünscht mir das, was ich am meisten brauche:

den Segen, das Wohlwollen, das ‚Ja‘ Gottes über mir. Auch wenn zum tausendsten Mal schief läuft.

Ohne den Segen Gottes meinen Alltag meistern  – das ist wie ein Auto ohne Benzin, ein Fahrrad ohne Reifen, ein Hefezopf ohne Hefe. Ich brauche diese Bestätigung, das Wissen, dass ich jederzeit von vorne anfangen darf.
Ich pflanze, aber der Herr schenkt den Regen, damit der Samen keimen und wachsen kann. Ich investiere, aber der Herr arbeitet im Verborgenen in den Herzen meiner Kinder und schenkt Vorankommen. Ich erziehe, aber der Herr schenkt meinen Kindern Einsicht. Ich putze und räume auf, aber der Herr füllt die Räume unseres Zuhauses erst mit Wärme und Geborgenheit.

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Ja, meine kleine Tochter: ich brauche den Segen Gottes. Das hast du absolut richtig erkannt. Wenn Mama schlecht gelaunt ist, braucht sie den Segen Gottes. Wenn Mama die Muffins für den Geburtstag backt, braucht sie den Segen Gottes. Mama ohne den Segen Gottes – das geht nicht, das funktioniert nicht. Danke, dass du mich daran erinnert hast!

Jeder noch so kleine Handgriff bekommt erst Sinn und Tiefe, wenn der Segen Gottes darauf ruht. Wenn mein Herz dem Einen zugewendet ist, der die Arbeit meiner Hände segnet.

Ohne Sein Zutun, ist mein Tun nichts. (Psalm 127)

 

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Wertvoll

Vor kurzem war ich mit einer lieben Freundin in Stuttgart auf der Wertvoll Frauenkonferenz des Gospel Forums. Und so habe ich mich dort auch gefühlt: wertvoll, wertgeachtet, wertgeschätzt.

Meine Frauenseele atmete beim Betrachten der liebevollen Dekoration auf. Ich durfte eine Massage genießen. Ich hatte Zeit im schönen Bücherladen zu stöbern. Ich habe tiefgehenden Lobpreis genossen. Es wurde für mich gebetet, ich wurde gesegnet. Durch die Vorträge von Havilah Cunnington und Carol Hall wurde ich ermutigt. Ich hoffe, dieser Link funktioniert und ihr könnt ein paar Bilder sehen!

Die Konferenz begann Freitag Abend und ging bis Samstag Abend. Am Freitag, kurz vor dem zu Bett gehen, machte sich in mir eine seltsame Schwermut breit. Am nächsten Morgen hatte ich ständig Tränen in den Augen; mir wurde plötzlich bewusst wie ausgezehrt und müde ich mich fühlte. Als Mama ist man soviel am Geben, am Investieren und bleibt oft leer zurück. Als dann die Musik die Konferenz am Samstag Morgen eröffnete, liefen bei mir die Tränen; ich konnte gar nicht mehr aufhören zu weinen. Es war als würde sich in mir eine Quelle von ungeweinten Tränen öffnen und es war so heilsam sie fließen zu lassen. Dieses Lied hat mich dabei besonders berührt:

Mir ist während der Konferenz wieder ganz neu bewusst geworden, wie wunderbar Frauen sind! Und wie oft wir geknechtet sind unter zu hohen Vorstellungen und versklavt werden vom Zeitgeist. Jesus sieht auf uns mit so viel Liebe und Wertschätzung und will uns in unsere Berufung führen. Wir Frauen dürfen in unserer Weiblichkeit erblühen und Gottes Reich bauen: mit unserer Sanftheit, unserer zärtlichen, ausdauernden Kraft, unserem Blick für Kleinigkeiten, für die versteckten Wunder am Wegesrand, mit unserer Liebe für die Schönheit, unserer Fähigkeit mitzufühlen, zuzuhören und mit der uns einzigartigen Gabe Leben zu schenken.

Havilah Cunnington hatte ein schönes prophetisches Wort für die Frauen Deutschlands: sie sagte, sie sieht uns in einem Kreißsaal und wir gebären Neues.
Gott tut tatsächlich etwas Neues in unserem Land und wir Frauen sind dabei so unendlich wichtig. Keiner kann so lieben wie wir. Keiner kann so schenken wie wir. Keiner kann so fühlen wie wir. Wir Frauen sind einzigartig, besonders. Und wir dürfen bedeckt von der Vaterliebe Gottes uns aus dem Staub erheben und mit Maria sagen: ‚Der Herr hat Großes an mir getan…‘

Mein Herz ist noch ganz bewegt von diesen Tagen und von diesem Wort ‚Wertvoll’… Auf der einen Seite ist mir schmerzlich bewusst geworden, dass ich mich eben die meiste Zeit meines Lebens nicht als ‚wertvoll‘ achte. Und wenn ich um mich sehe, dann sehe ich Frauen, alte und junge, die ihren Wert nicht kennen, die sich als billig hergeben, die nicht blühen und strahlen. Auf der anderen Seite bin ich so dankbar für die Liebe Jesu, die jeden dieser versteckten Diamanten sieht und erkannt hat und zum Leuchten bringen kann. Jesus kann all diese verlorenen Edelsteine in ihre Fassung setzen und zum wertvollen, unbezahlbaren, einzigartigen Schmuckstück machen.

Wo ist dein Herz, du Schöne? Weißt du, dass du geliebt und gewollt bist? Dass auf deinem Leben eine hohe Berufung liegt? Dass der König der Welt dir nachgeht und um dich wirbt? Dass du unendlich …. wertvoll….bist?

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‚Steh auf meine Freundin, meine Schöne, so komm doch! Meine Taube im Felsennest, versteckt an der Steilwand, dein Gesicht lass mich sehen, deine Stimme hören! Denn süß ist deine Stimme, lieblich dein Gesicht.‘ (Hoheslied 2, 13b+14)

Die nächste Wertvoll Frauenkonferenz findet vom 30.6. – 1.7.2017 in Stuttgart statt.

 

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Kraft in meiner Schwachheit

Diese Woche war sehr herausfordernd für mich. Mein dreijähriger Sohn wachte mehrmals nachts auf und weinte, ohne mir sagen zu können, was ihn stört. Tim ist kein guter Schläfer, seine ersten zwei Lebensjahre hat er überhaupt nicht durch geschlafen, seit einem Jahr schläft er phasenweise durch, nur um dann wieder die Nacht zum Tag zu machen. Das zehrt an den Kräften und an den Nerven. Nachts, wenn die Müdigkeit wie Blei im Körper hängt und jede Bewegung, jedes Wort Anstrengung pur bedeutet. Wenn man kaum die Augen aufhalten kann und einfach nur weiter schlafen will…

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Wenn mein Kind im Halbschlaf vor sich hin motzt und mir keinen Grund nennen kann, warum es mich aus dem Bett geholt hat, dann kann ich schon mal verzweifeln. Bis zu einer Stunde kann es dann dauern, bis mein Sohn sich wieder beruhigt hat und meistens wollte er dann eigentlich nur einen Schluck trinken oder wieder richtig zugedeckt werden (was ich natürlich alles schon ausprobiert habe…).

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Der Wecker am nächsten Morgen ist dann mein größter Feind. Der Tag liegt wie ein riesengroßer Berg vor mir, jede alltägliche Kleinigkeit wird zur Mammutaufgabe. Ich bin gereizt und genervt. Die größeren Geschwister kriegen viel von Mamas schlechter Laune ab, obwohl sie überhaupt nichts für die nächtlichen Eskapaden ihres Bruders können.

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie schwach ich mich an solchen Tagen und in solchen Nächten fühle. Schwach und leer und überfordert.

Seit ich Mutter bin, ist mir ein Vers ein ständiger Begleiter: ‚Lass dir an meiner Gnade genügen, denn  meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.‘ 2. Korinther 12, 9

Und je länger ich Mama bin und je öfter ich auch über meine Schwachheit nachgedacht und geschrieben habe – desto vielschichtiger und tiefer wird diese Wahrheit, dass Gottes Kraft in meiner Schwachheit mächtig ist. Hier ein paar meiner Gedanken dazu:

Erstmal muss ich mir überhaupt eingestehen, dass ich schwach bin, dass ich das alles überhaupt nicht alleine schaffen kann. Dass dieses Alltagsmonster mich auffressen wird, wenn ich nicht mir eingestehe, dass ich Hilfe und Unterstützung brauche. Dass ich keine Supermama sein muss, die perfekt gestylt das Frühstück auf den Tisch stellt. Dieses ‚ja‘ zu meiner Schwachheit, meinem Unvermögen, diese Bankrotterklärung vor Jesus – das ist der erste Schritt. Und den zu gehen, ist schwierig und kostet Stolz.

Wenn dann meine Schwachheit und mein Mangel als offene Karte auf dem Tisch liegen, dann erst kann Jesus mit seiner Kraft da rein kommen. Und das schaut oft anders aus, als ich es mir erwarte. Die Kraft Jesu in mir? Warum laufe ich dann trotzdem mit Augenringen durch die Gegend? Warum wache ich trotzdem früh auf und könnte sofort wieder ins Bett gehen? Warum quäle ich mich trotzdem mühsam durch den Tag und empfinde meine Aufgaben als Last?

Ich glaube, dass Jesus ein ganz anderes Verständnis von ‚Kraft‘ hat als ich. Und wenn er mit seiner Kraft in meine Schwachheit reinkommt, dann bedeutet das nicht, dass ich so weiter machen kann, wie bisher oder sogar noch mehr ‚bringen‘ kann. Vielleicht bewirkt seine Kraft in mir, dass ich den Mut habe, ‚nein‘ zu sagen. Aufgaben abzugeben. Mir Hilfe zu holen. Mich mitzuteilen. Vielleicht macht mich seine Kraft dazu fähig, in meinen stressigen Tagesablauf einen Mittagsschlaf einzuplanen. Vielleicht zieht mich seine Kraft ins Gebet und anstatt den Boden zu wischen, suche ich dann seine Gegenwart. Ich denke, die Kraft Jesu in meiner Schwachheit bewirkt nicht, dass ich mit fliegenden Fahnen durch meinen Alltag renne, sondern sie macht mich innerlich stark, festigt meinen Geist, bringt mich auf meine Knie und hebt meinen Blick auf Jesus.

Wir Mamas, die wir Jesus lieben, dürfen anders sein. Wir dürfen zu unserem Mangel stehen, wir müssen uns nicht unter das Diktat der Gesellschaft stellen und jeden Trend mitmachen.
Wir dürfen Mut zur Lücke haben und dürfen ganz gelassen mit unserer Schwachheit in den Alltag gehen.

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Für mich persönlich hat das vergangene Woche bedeutet, dass ich es ganz bewusst genossen habe, Zeit mit anderen Mamas zu verbringen. Ich habe versucht, mir vormittags keinen Druck zu machen, sondern habe mir z.B. einmal auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten eine leckere Semmel vom Bäcker geholt und dann zu Hause ein gemütliches zweites Frühstück gemacht. Mein Mann hat mir eine Stunde im Gebetsraum geschenkt und so lange auf die Kinder aufgepasst. Normalerweise hätte ich dieses Angebot wahrscheinlich abgelehnt, weil es ja so viel zu tun gibt, aber ich wusste, dass meine müde, überreizte Seele diese intensive Zeit mit Jesus braucht.

Und so will ich dir, liebe Mama, Mut machen. Mut zu deiner Schwachheit zu stehen. Mut deinen Mangel zuzugeben. Und ich wünsche dir Offenheit für die Kraft Jesu in dir. Die Kraft, die dich nicht aufputscht, wie eine billige Droge, sondern dich in die Ruhe führt. In den Frieden. Frieden mit dir selber, Frieden mit deinem Umfeld, Frieden mit deinen Herausforderungen.

Ich habe die Kraft Jesus in meinem Alltag wie eine warme, weiche Decke erlebt. Ich darf mich in dieser Decke einhüllen und dort ausruhen. Ich darf unter dieser Decke weinen. Ich darf alles, was mich belastet, unter dieser Decke lassen. Die Kraft Jesu hüllt mich ein, leise und leicht, sie beschützt mich vor dem aggressiven Fordern dieser Welt und lehrt mich, dass er allein genügt.

Jesus genügt.

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Wieder so ein Tag

 

Ist es wieder so ein Tag, wo alles schief geht? Ein Tag, wo du nah am Wasser gebaut bist und dich am liebsten verkriechen würdest? Ein Tag, wo die Hose zu eng sitzt (trotz Salat am Abend…), die Kinder nur ’nein‘ sagen, die Wäsche sich nicht von selber aufhängt, du keine Lust zum Kochen hast?

Ist es wieder so ein  Tag, wo dein Versagen wie Neonreklame über dir hängt und du dich selbst verklagst?

Lass diesen Tag nicht einfach vorüber ziehen. Sehne dich nicht nach dem Moment, wo endlich Ruhe herrscht. Erhebe deinen Blick, steh auf aus dem Staub! Du bist für mehr geschaffen, als nur zu überleben. Du bist für mehr gemacht, als immer nur am Limit zu sein.

‚Du bist wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt.‘ Jesaja 58,11

Nimm alles, was du nicht bist. Nimm alles, was du sein willst. Nimm all deinen Mangel, deine unerreichten Ziele, deine tiefen Abgründe und gebe sie Jesus. Und dann steh vor ihm mit deinen leeren Händen und empfange, was er für dich hat.
Ehre, Würde, Kraft, Freude, Stärke, Schönheit, Ausdauer, Geduld. Und noch so viel mehr.

Dein Nichtkönnen an diesem Tag, wird erfüllt von seinem Können. Deine Schwachheit wird erfüllt von seiner Stärke. Deine Kraftlosigkeit darf in seiner Gegenwart wieder zu Kraft werden…und du sollst laufen und nicht müde werden.

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(Copyright Inka Hammond)

Blicke auf, liebe Mama! Erhebe dich, Königstochter. Sieh, welches Land dir der König schenken will…

Aufblicken

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Meine Vorbereitungen auf den Input…(copyright Inka Hammond)

Gestern fand das zweite ‚Aufblicken‘ im Gebetshaus in Augsburg statt. Vor ungefähr zwei Jahren hat mir Gott eine Sehnsucht ins Herz gelegt, dass es Treffen geben soll, wo Mamas Ermutigung und Wertschätzung erfahren. Ich bin immer noch so erstaunt, wie Gott den Weg bereitet hat, dass dieser Traum nun Wirklichkeit geworden ist. Nachdem ich eine Mama aus Würzburg kennengelernt habe, die ein solches Treffen bereits gestartet hat und ich dort einmal dabei sein konnte, hab ich voller Tatendrang (und ein wenig zitternden Knien) hier in Augsburg angefangen nach Mamas zu suchen, die diese Vision teilen. Mittlerweile sind wir ein Team aus 6 wunderbaren Müttern! Und gestern fand nun das zweite ‚Aufblicken – Mama-Zeit mit Gott‘ statt und mein Herz ist voll Dankbarkeit…Ich durfte den Input gestern geben und möchte euch hier meine Gedanken aufschreiben. Ich hoffe, sie ermutigen euch! 

 

Das Thema des Abends lautet ‚Jesus, ich sehe nur auf dich‘. Ich persönlich erfahre oft, dass genau dieser Anspruch ganz schnell zu Druck wird, zu einem weiteren Punkt auf meiner langen ‚To-Do-Liste‘. Und wie so vieles auf dieser Liste, bleibt dann auch mein Blick auf Jesus ‚unerledigt‘. Als ich mich innerlich auf heute Abend vorbereitet habe, hat Jesus mir ganz neu gezeigt, dass mein Blick auf Ihn nur deshalb möglich ist, weil SEIN BLICK BEREITS AUF MIR RUHT. Wenn ich auf Jesus schaue, habe ich sofort seine ganze Aufmerksamkeit. Beim ihm kann ich zur Ruhe kommen und unter seinem Blick Frieden finden.
Stell dir vor, du bist in einem Raum voller Menschen. Eine Person schaut dich die ganze Zeit intensiv an. Du spürst diesen Blick automatisch und deine Reaktion wird sehr wahrscheinlich sein, dass du dich zu dieser Person hindrehst und schaust, wer dir diesen Blick die ganze Zeit zuwirft. So ist das mit Jesus. Sein Blick ruht auf dir und die Aufmerksamkeit die er dir schenkt, lenkt deinen Blick auf ihn. Es ist nichts was du erzwingen musst, lass es einfach geschehen.
Das ist jetzt alles schön und gut, denkst du vielleicht, aber wie soll das in meinem geschäftigen, durchgetakteten Alltag funktionieren? Wie kann ich als Mama sagen: ‚Jesus, ich sehe nur auf dich?‘

Sicherlich ist dir die Geschichte von Maria und Marta bekannt. Marta, die Jesus und seine Jünger bewirtet hat und Maria, die zu den Füßen Jesu saß und ihm zuhörte. Marta war sehr beschäftigt, hatte viel zu tun und war mit Sicherheit müde und ausgelaugt. Ich glaube, das erklärt auch den Seitenhieb auf Maria. Marta beschwerte sich, dass ihre Schwester nicht aushalf und sie die ganze Arbeit alleine machen ließ. Jesu Reaktion auf Martas Beschwerde trifft mich tief in mein eigenes Mamaherz. Ich glaube ja, dass wir Mamas Marta sehr ähnlich sind: auch immer am Tun, am Arbeiten, am Aufgaben erledigen, oft unter Zeitdruck, müde und ausgelaugt. Jesus sieht Marta, er erkennt ihr Herz und das ist seine Reaktion: ‚Meine liebe Marta, du sorgst dich um so viele Kleinigkeiten. Maria hat erkannt, was wirklich wichtig ist und ich werde es ihr nicht nehmen.‘ (Lukas 10,41)
Besonders berührt mich der Satz: ‚Du sorgst dich um so viele Kleinigkeiten.‘ In anderen Bibelübersetzungen wird das auch so formuliert:

‚Du hast viel Sorge und Mühe.‘ (Luther)
‚Du hast viel Sorge und Mühe und verlierst dich an vielerlei.‘ (Gute Nachricht)
‚Du machst dir ständig voll den Kopf um alle möglichen Sachen.‘ (Volxbibel)

Jesus sieht die Müdigkeit und die Frustration in unseren Herzen und er sagt uns: ‚LASS LOS.‘ Mach dir nicht so einen Kopf. Relax. Lehn dich zurück. Lass die Kleinigkeiten Kleinigkeiten sein und habe den Mut zur Lücke. Verabschiede dich von deinem Perfektionismus und nimm deinen Mangel an. In Jesu Gegenwart müssen wir nichts leisten. In Jesu Gegenwart werden die Brösel auf dem Boden, der nicht erledigte Wäscheberg und der Staub auf dem Regal unwichtig. Sein Blick auf dir macht dich frei, loszulassen. Unperfekt zu sein. Und im Loslassen schaffst du Raum für den Blick auf Jesus. Es gibt diesen wunderschönen Vers in Jesaja 40,11: ‚Gott führt die Mutterschafe behutsam.‘

Jesus ist nicht in deinem Leben, dass du noch einen weiteren Punkt auf deiner To-Do-Liste hast; Jesus ist in deinem Leben, dass du frei wirst von deiner To-Do-Liste!

Das ist so ein starker Gegensatz zu dem was die Gesellschaft sagt. ‚Wie, du bist nur zu Hause?‘ ‚Was machst du den ganzen Tag??‘ Der Zeitgeist treibt uns Mamas an, als wäre Muttersein und Hausarbeit keine ‚wirkliche‘ Arbeit. Jesus stellt sich dagegen und sagt uns: ‚Du darfst loslassen. Du darfst ’nein‘ sagen. Sorg dich nicht um zu viele Kleinigkeiten.‘ Jesus will uns Mamas entlasten, frei machen für den Blick auf ihn!
An dieser Stelle möchte ich euch ermutigen, dass ihr im Alltag ganz bewusst Ausschau haltet nach der Liebe Jesu. Er möchte dich ganz persönlich mit seiner Liebe beschenken. Als meine Tochter auf die Welt kam, war ich ziemlich überfordert. Ich war müde und erschöpft und ich bat Jesus, dass er mir zeigt, wie sehr er mich liebt, dass er mich sieht und dass ich kostbar in seinen Augen bin. Eines Tages bin ich mit dem Kinderwagen spazieren gegangen und ich kam an Blütenbäumen vorbei. Es war Frühling und als ich so auf diesem Weg entlang ging, kam ein Windstoß und es regnete tausende und abertausende Blütenblätter auf mich herab. Das war so ein feierlicher, heiliger Moment, dass ich mir vorkam wie eine Braut auf dem Weg zum Altar! Das kann nur Jesus – mir mitten im Alltagstrott, trotz meiner Zweifel an mir selber, so ein Hochgefühl zu schenken. Heute noch ist mein Herz tief angerührt, wenn ich Blütenblätter fallen sehe. Es ist wie ein geheimer Liebesbrief Jesu an mich, ein Zeichen seiner Zuneigung. Jesus will dir auch so ein Zeichen schenken. Etwas kleines, verborgenes, das nur du erkennst und dir die Welt bedeutet.

Nun ist es auch so, dass es uns Mamas – besonders wenn wir kleine Kinder haben – nicht wirklich möglich ist, uns tatsächlich auf den Boden zu setzen und ungestörte Zeit mit Jesus zu verbringen. Wenn ich mich auf den Boden setze, denkt mein Sohn, ich würde Pferd mit ihm spielen wollen =)! Ich glaube, es geht hier vor allem um eine Herzenshaltung. Wir können im Herzen zu den Füßen Jesu sitzen. Die Begegnung mit Jesus ist nicht limitiert auf eine bestimmte Zeit am Tag, wo du gerade ungestört bist. Du kannst deinem Kind die Windeln wechseln und dabei auf Jesus schauen. Du kannst Mittagessen kochen und dabei auf Jesus schauen.
Teresa von Avila hat gesagt: ‚Du kannst Gott inmitten von Kochtöpfen finden.‘
Ich habe einmal eine sehr schöne Geschichte gelesen über eine Frau, die Gattin eines amerikanischen Präsidenten war. Das Ehepaar hatte viele Kinder, 10 oder 11. Wenn es der Frau zuviel wurde, sie mit einer Alltagssituation überwältigt war, dann nahm sie ihre Schürze und bedeckte ihren Kopf damit und verbrachte ein paar Minuten damit, auf Jesus zu schauen. Die Kinder wussten genau, dass Mama jetzt nicht gestört werden darf. Unser Glaube ist absolut alltagstauglich!

Ich habe vor kurzem auf Facebook ein bewegendes Video gesehen. Und zwar hat man Europäer und Flüchtlinge gegenüber gesetzt und die mussten sich 4 Minuten in die Augen sehen. Man braucht ca. 4 Minuten Augenkontakt, um eine Beziehung entstehen zu lassen. Wenn du jemandem Fremden 4 Minuten in die Augen schaust, ist dir das Gegenüber nicht mehr egal, du entwickelst Empathie und Neugier. Es war sehr bewegend, das in dem Video zu sehen, wie sich die Augen mit Tränen füllten und Beziehung entstand – trotz unterschiedlicher Kulturen und Sprachbarrieren.

Wie viel mehr, gilt das für den Blickkontakt mit Jesus!

Er, der meine Herzenssprache spricht, dessen Blick schon immer auf mir ruht! Wie viel mehr kann der Blick in die Augen von Jesus mein Herz weich machen und verändern?
Blickkontakt lässt Beziehung wachsen und öffnet dein Herz.

Und Blickkontakt lässt dich auf dem Wasser gehen. So wie Petrus das Wunder erleben konnte, weil er den Blick fest auf Jesus gerichtet hielt, können wir Mamas in unserem Alltag fest gegründet sein, wenn wir auf Jesus fokussiert sind. Als Petrus auf die Wellen um sich herum blickte, ging er unter. Und das passiert auch mit uns, wenn wir von Jesus wegsehen und unsere alltäglichen Umstände uns manchmal schier überrollen. Aber da hört es nicht auf. Jesus hat Petrus aus dem Wasser gezogen und Jesus zieht auch uns Mamas immer wieder aus unserem Schlamassel, aus unserer Angst und unserer Sorge. Ich verliere jeden Tag so oft den Blick auf Jesus. Aber sein Blick hält mich fest. Seine Hand zieht mich heraus. Und ich darf meinen Blick immer, immer, immer wieder neu auf ihn richten!

Es ist mein Gebet, dass wir Mamas immer mehr zu Marias werden, die erkannt haben, was wirklich wichtig ist. Mamas, die gelassen in den Alltag gehen, weil sie gelernt haben loszulassen und mit ihrem Mangel zu Jesus zu gehen. Mamas, die auf dem Wasser gehen und mutig ihren Blick immer wieder neu auf Jesus richten. Egal, wie hoch die Wellen um uns schlagen!

 

Ermutigung

Gestern Abend war ich auf einer Veranstaltung für Mamas im Gebetshaus Augsburg. Es war eine wunderschöne Zeit: intensiver, tiefgehender Lobpreis und eine aufbauende, herausfordernde Lehre. Ich möchte ein paar Eindrücke aufschreiben, die mir gestern wichtig geworden sind:

Während des Lobpreises sangen wir folgenden Satz mehrmals hintereinander: ‚Du bist mein alles, Jesus, Du allein bist mein Lohn.‘ Das ging mir sehr nah…wie oft ärgere ich mich darüber, dass ‚die Welt‘ meine Leistung als Mutter nicht anerkennt. Dass es belächelt, ignoriert oder gering geachtet wird, was ich mache. Dieser Satz hat meine Perspektive wieder gerade gerückt. Ich arbeite nicht für irdische Anerkennung – als Mama  investiere ich in die Ewigkeit, mein Lohn ist nicht von dieser Welt!

Gott verwendet diese intensive Zeit als Mama von kleinen Kindern, dich zu trainieren. Deine geistlichen Muskeln werden beansprucht, du wirst konfrontiert mit deiner Schwachheit, alte Verletzungen treten plötzlich wieder zutage. Diese Phase ist eine wunderbare Gelegenheit, dich von Jesus zurüsten zu lassen, für alles, was Er noch für dich vorbereitet hat. Lass dich auf dieses geistliche Fitness Training ein! Du wirst sehen, in 5 Jahren bist du stärker und was dich heute aus der Bahn wirft, schaffst du morgen mit links.

Elke Mölle, die den Vortrag hielt, gab uns eine wunderschöne Bibelstelle weiter, die ich bisher immer überlesen hatte: ‚Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide, er sammelt sie mit starker Hand. Die Lämmer trägt er auf dem Arm, die Mutterschafe führt er behutsam. Jesaja 40,11 Wir Mamas treiben uns unablässlich an, sind uns gegenüber ungnädig, lassen kein gutes Haar an uns. Wir sind ständig konfrontiert mit unserem Mangel, denken oft, wir versagen auf ganzer Linie…aber Gott sieht uns nicht so! Er weiß um die Lasten, die wir tragen und Er führt uns behutsam. Das nächste Mal, wenn du dich wieder anklagst und meinst, du bist keine gute Mutter und überhaupt, wann hast du das letzte Mal in der Bibel gelesen – dann denk an diesen Vers. Gott führt dich sanft und behutsam durch diese Phase deines Lebens.

Als Mama von kleinen Kindern arbeitest du ‚hinter den Kulissen‘. Sag ‚ja‘ zu dieser Zeit im Verborgenen. Finde Ruhe im Hier und Jetzt. Träume nicht davon, wie in ein paar Jahren endlich alles einfacher sein wird. Das Kostbarste und Geistlichste was du jetzt tun kannst, ist deine Kinder zu lieben! Das ist deine Berufung! Gebe dich hin, so wie Jesus sich für uns hingegeben hast. Es ist nicht immer einfach und oft tut es weh. Es ist anstrengend und mühsam. Aber Gott sieht, was du leistest. Er würdigt dein Tun! Und die Liebe, die du säst, wird große, wunderbare Frucht bringen.

 

 

 

Ermutigung

Es gibt Tage in meinem Mama-Dasein – da fühle ich mich allein. Isoliert. Abgeschnitten vom wirklichen Leben. Ich drehe mich nur um mich selbst und um meine Kinder. Ich habe Sorgen, ob ich auch alles richtig mache. Der Milchreis ist angebrannt. Der Alltagstrubel fühlt sich an wie dicker, zäher Nebel.

Ich bin oft wie ein Einzelkämpfer. Mein Mein ist eingespannt mit seiner Arbeit, meine Eltern wohnen 3 Stunden entfernt. Die Nachbarn sind alle berufstätig…meine Vormittage verbringe ich oft zwischen Wäschebergen und meinem kleinen Sohn, der sich gern an mein Bein ranhängt. Wenn meine Kinder krank sind, bin ich oft tagelang an zu Hause ‚gefesselt‘.

Und wenn ich dann kurz davor bin die Hoffnung zu verlieren, an meinen Fähigkeiten als Mutter zu zweifeln, dann brauche ich vor allem eins: Ermutigung! Ein nettes Wort. Ein kurzes ‚Ich denk an dich‘, ein ehrliches ‚Mir geht’s genauso.‘ Ein Lächeln, eine schöne Karte, eine aufbauende SMS, ein lieber Kommentar hier auf Alltagsliebe oder bei Facebook. Mamas brauchen Ermutigung! Wir brauchen einander. Gelebte Schwesternschaft – wir sitzen doch alle im gleichen Boot! Wir brauchen Ehrlichkeit, Transparenz. Erzähl mir nicht, wie toll du alles alleine schaffst, erzähl mir von deinen Mißerfolgen. Erzähl mir von deinen Tränen gestern Abend, weil dein Baby wieder geschrieen hat. Erzähl mir von deinem Frust über den hartnäckigen Babyspeck. Weg mit der Fassade der perfekten Mutter.
Lass uns über unseren chaotischen Alltag lachen. Lass uns mit Humor den Alltag bewältigen. Gemeinsam.

Ich bin jetzt seit 9 Jahren Mama. Und etwas beobachte ich immer wieder: Mamas scheint es schwer zu fallen, sich zu öffnen. Schlicht ehrlich zu sein. Sich mitzuteilen. Ich weiß nicht genau woran es liegt und  es betrifft bei weitem nicht jede Mutter. Aber es kommt mir wie ein bittere Beigeschmack des Mamaseins vor, dass Mütter meinen, es irgendwie alleine schaffen zu müssen, dabei noch ganz toll auszusehen und sich bloss keine Blöße zu geben.

Ich entdecke das auch immer wieder an mir selbst. Und ich bin sehr dankbar, dass Gott mich mit Freundinnen gesegnet hat, die nachfragen, denen ich ehrlich von meinen Alltagssorgen erzählen kann. Aber ich muss schon aus meinem Schneckenhaus herauskommen und mich öffnen. Das fällt mir oft schwer. Da muss oft schöne Fassade abgetragen werden…

Ich will dich ermutigen, liebe Mama, deinen Alltag mit anderen Mamas zu teilen. Das Gute und das Schlechte. Das Schöne und das Hässliche. Die Hochs und die Tiefs. Und dann will ich dich ermutigen, andere zu ermutigen. Auch wenn du meinst, du hast nicht viel zu geben – ein Lächeln kann einen ganzen Tag erhellen.

Sehe in der anderen Mama nicht die Konkurrentin, sondern eine Weggefährtin.

Sonntagsgedanke

Heute war nicht so mein Tag. Das kann ich auf die Hormone schieben. Oder auf das Wetter. Oder auf die 5 Waschmaschinenladungen.

Vorhin saß ich am Klavier und habe ein Lied gesungen. Hier der Text:

Du bist gut, du bist gut, wenn in mir nichts Gutes ist.
Voller Liebe bist du, wie für alle sichtbar ist.
Du bist Licht, du bist Licht, wenn es dunkel in mir ist.
Deine Hoffnung verdeckt, wo noch Sünde in mir ist.

Deinen Frieden gibst du, alle meine Angst vergeht.
Du bist wahr, du bist wahr, wo auch immer ich grad steh.
Deine Freude erfüllt mein Herz, so dass es singt.
Ja, du lebst, ja, du lebst und du hast den Tod besiegt.

Oh, ich lauf in deinen Arm, ich lauf in deinen Arm.
Die Freude, die du hast, ist alles, was ich brauch.
Von deiner Nähe will ich mehr;
Licht dieser Welt, für immer Herr.

Du bist mehr, du bist mehr, als ich je beschreiben kann.
Du bist Herr, du bist Herr, alle Schöpfung betet an.
Du bist hier, du bist hier, stellst mich völlig wieder her.
Du bist Gott, du bist Gott, alles andre lass ich los.

Dieses Lied hat mich total ermutigt.

Ich dreh mich so schnell um mich. Um meine Sorgen. Um meine Ängste. Meine Verletzungen. Dann verliere ich meinen Blick auf Jesus. Und das ist das Schlimmste, was mir passieren kann. Jesus nicht mehr im Blickfeld zu haben! Das beeinflusst alles: mein Denken, mein Handeln und die Menschen um mich herum. Ich werde launisch, mutlos und müde. Ich muss Jesus im Blickfeld haben! Mein Leben macht keinen Sinn, wenn Jesus nicht im Mittelpunkt steht. Mein Alltag fühlt sich leer und bedeutungslos an, wenn ich mich nicht an Jesus festhalte. Er ist mein Zentrum. Mein Anker. Mein fester Grund. Mein Fels. Meine Burg. Ich brauche Jesus.

Ich wünsche dir für die neue Woche Jesus im Blickfeld zu haben. Dass du ihn nicht nur aus dem Augenwinkel ansiehst, sondern deinen ganzen Blick auf ihn richtest. Und dann wirst du selbst an einem nicht so guten Tag, seinen Frieden spüren.

Sei gesegnet, du liebe Mama!