Wenn Mama krank ist…

Mich hat es ziemlich erwischt. Ein fieser Husten quält mich jetzt schon seit über einer Woche. Meine Hausärztin war ganz verzweifelt, dass sie ich keinen Job habe, von dem sie mich krank schreiben konnte. ‚Und Sie haben auch keinen Nebenjob?‘ Nein, ich bin einfach nur zu Hause. Das ist mein Fulltime Job. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und nein, Bettruhe und ‚Klappe halten‘, wie Sie es so nett ausgedrückt haben, funktioniert leider nicht. Vielleicht sollte ich mal den Arzt wechseln…

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Und so hab ich mich die letzten Tage durch meinen Alltag gemogelt. Wenn schon keine Bettruhe, dann Couchruhe mitten im Chaos, wenn ich mir die Zeit stehlen konnte und der (absolut nicht geglückte) Versuch mit meinen Kindern im Flüsterton zu kommunizieren. Unzufriedenheit machte sich in meinem Herzen breit. Die Wäsche hing tagelang im Schlafzimmer. Das Essen wurde zweckmäßig, was ich gar nicht mag und mir irgendwie immer vermittelt, dass alles auseinander fällt. Ich meine, Nudeln mit Fertigsoße. Bäh. Meine Welt, die ich zusammen halte, geht langsam aber sicher unter, wenn das Kräuterbaguette aus dem Kühlregal das Abendbrot sein will. Oder wenn die Jacke in der Garderobe auf dem Boden liegen bleibt, weil Mama einfach keine Kraft hat zum millionsten Mal den Sohnemann daran zu erinnern, wo die Jacke denn hinkommt. An den Haken nämlich. Und die Schuhe bleiben auch alle kreuz und quer liegen. Ach Mensch…

Ich huste immer noch. Nicht mehr so schlimm. Endlich zeigt der grausliche Thymiantee seine Wirkung. Aber jetzt fühle ich mich irgendwie … so leer. Ich hab nix geschafft, war oft launisch und unfair, ich war eine ganz miserable, kranke, müde Mama. Alles ist durcheinander und ich weiß schon, dass das jetzt wieder eine Weile dauern wird, bis alles wieder an seinem Platz ist. Und ich mich wieder im geordneten Chaos wohl fühlen kann. Dann fällt mir ein, dass die Weihnachtsdeko bald aus dem Keller geholt werden will. Die Nachbarn haben schon ihre Weihnachtssterne am Fenster hängen. Die vorweihnachtliche Panik macht sich breit.

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Vorhin las ich diesen einen Satz: ‚Sei dir selbst gegenüber gnädig. Sonst kannst du deinen Kindern keine Gnade geben.‘ (Seth Dahl) Und es trifft mein Herz ganz tief. Das hatte ich vergessen in dieser Krankheitsphase. Das gnädig sein. Das ruhen dürfen. Das loslassen dürfen. Das okay sein mit dem nicht perfekten. Mit dem nicht erledigten. Mit dem Kräuterbaguette zum Abendessen.

Ich habe vergessen, dass Jesus mich nicht hetzt. Dass es für alles eine Zeit gibt, auch für fiesen Reizhusten und dass es dann okay ist, einfach nur krank zu sein.

Das nächste Mal (das gerne lange auf sich warten lassen kann…), will ich besser gewappnet sein für diese Hilflosigkeit, die sich bei mir breit macht, wenn ich mal ausfalle. Wenn ich mal nicht so einsetzbar bin, wie ich es gerne hätte.

Ich will mich daran erinnern, dass Jesus immer genug ist. Immer. Auch wenn Mama krank ist…

 

 

Fotos pixabay.com

 

 

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Mal ehrlich!

Das passiert….

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…wenn man sich an einem Samstag vornimmt,…

january14 058absolut nichts aufzuräumen!

january14 060Egal wie das Wohnzimmer aussieht – es war einer der schönsten Samstage seit langem! =)

Mal ehrlich!

Ich hatte heute einen ‚Bad Mittagessen Day‘.  Es fing mit einer guten Idee an und endete so:

november2013 029Verpeiltes Timing, angebrannte Soße, eine Menge ‚Igitt’s‘ (mir hat es übrigens auch nicht geschmeckt) und zur Krönung eine blutende Lippe, weil Lilian vom Stuhl runtergefallen ist. (Keine Ahnung, was an dem Satz ‚Bleib bitte ruhig sitzen‘ nicht zu verstehen war)

Der Tag kann nur noch besser werden.

 

Mal ehrlich!

Unser armer Tim muss seinen Karottenbrei im schicken rosa Lätzchen einnehmen. Nur weil seine Mama es noch nicht auf die Reihe gekriegt hat, blaue Lätzchen zu besorgen. Nachdem Lilian schon angeboten hat mit ihrem Taschengeld Lätzchen zu kaufen, sollte ich mich langsam aber sicher mal darum kümmern. =)

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Oh nein....ROSA!

Oh nein….ROSA!

Mal ehrlich!

Manchmal bringt Papa eine kleine Überraschung für seine Mädels mit nach Hause. Sie müssen dann die Augen zumachen und warten bis sie ihr kleines Geschenk bekommen. Allerdings trifft Papa nicht immer den Geschmack…

Lilian vor der Überraschung...

Lilian vor der Überraschung…

...und danach!

…und danach!

 

Fotos: Inka H.

Was ich nicht vermissen werde…

Schwangersein ist schön und auch schön nervig. Vor allem die letzten Wochen sind (für mich zumindest) nicht so prickelnd. Was ich auf gar keinen Fall vermissen werde:

– mich wie eine Bowlingkugel auf zwei Beinen zu fühlen (und mich auch so zu bewegen)
– Tritte gegen die Rippen und gegen den Magen zu bekommen. Wie im Boxring. Allerdings soll das in meinem Fall liebevolle Muttergefühle hervorrufen.
– Sodbrennen
– absolut lächerliche Bewegungen zu vollführen um vom Boden wieder aufstehen zu können
– 20 Kilo
– Gelüste nach genau der Schokolade, die ich gerade nicht zu Hause habe
– überhaupt Gelüste. Mindestens 10 Kilo gehen auf deren Kappe.
– keine bequeme Schlafposition zu finden
– Sodbrennen
– zu enge Schuhe
– ziemlich unattraktiver Watschelgang (siehe Bowlingkugel)
– nur zwei passende Hosen zu haben
– gefühlt alle zwei Minuten auf’s Klo zu müssen
– gefühlt zwei Monate nicht auf’s Klo müssen
– die großen Brüste, die mich vorzeitig zur Milchbar degradieren
– Sodbrennen
– tausend Mal die Frage zu beantworten: ‚Wann ist es denn soweit?‘
– die erstaunten Blicke, wenn ich sage, wie lang ich tatsächlich noch habe
– 9 Monate zu wissen, das der eigentliche Kraftakt mir noch bevorsteht
– alle naselang Blut abgenommen zu bekommen
– Sodbrennen
– wie ein Schlafwandler nachts zur Toilette zu wanken
– Vorwehen
– schlaflose Nächte, obwohl ich noch gar kein Baby stillen muss
– Geburtsalpträume. Hab gehört, die hat jede Schwangere. Aber bestimmt träumt keiner so wirr wie ich.
– Sodbrennen
– meiner zweijährigen Tochter nicht hinterherzukommen
– wie ein Nilpferd zu schnaufen, wenn ich zwei Treppen hochgehe
– Sodbrennen
– zwei Mal zu überlegen, ob es dieses Spielzeug wert ist, dass ich mich jetzt bücke und es  aufräume. Und mich in den allermeisten Fällen dafür zu entscheiden, es liegen zu lassen.
– Kissenbarrikade im Ehebett (eins für zwischen die Knie, eins für den Bauch, eins für unter das Kopfkissen, eins für die Füße)
– Kommentare wie: ‚Du siehst aber fertig aus.‘
– Haare, die sich nicht bändigen lassen.
– äußerst umständliche Versuche wieder aus der Badewanne zu kommen
– Zeugen, die das beobachten (meine Kinder)
– Sodbrennen
– die Phase wo man denkt, man bleibt bis an sein Lebensende schwanger
– Wassereinlagerungen. Klingt so harmlos. Ist so schrecklich.
– Stützstrümpfe. Noch schlimmer.
– Krampfadern.
– Hab ich Sodbrennen schon erwähnt???