Pausenbrot

Die ersten zwei Schulwochen sind schon fast vorbei.
Die ersten Elternabende – check. Stundenpläne in der Küche aufgehängt – check. Sämtliche Hefte und Ordner und Umschläge besorgt – check. Supergeniale Pausenbrotidee in die Tat umgesetzt – CHECK!

Auf Facebook habe ich es schon angekündigt: ich werde dieses Schuljahr nicht mehr jeden Tag Pausenbrote schmieren müssen. Was zu gut klingt, um wahr zu sein, ist tatsächlich möglich – wie ich jetzt erfolgreich getestet habe.

Was habe ich in den frühen Morgenstunden Semmeln belegt und bestrichen, nur um von meinen Kindern davon in Kenntnis gesetzt zu werden, dass sie seit gestern Abend keine Salami mehr essen. Oder plötzlich keine Lust mehr auf Butter haben. Oder ich habe am Abend vorher während des Abendessens die Pausenbrote hergerichtet. Die dann aber am nächsten Tag einfach nicht mehr gut geschmeckt haben und mir von den Kids nur halb aufgegessen wieder in der Tupperdose mit nach Hause gebracht wurden.

Das gehört jetzt der Vergangenheit an. Und alles begann mit einem Tipp von einer Freundin, die irgendwo gelesen hatte, dass man am Wochenende einfach alle Pausenbrote auf einmal schmieren kann und sie dann einfriert. Wenn sich das Kind dann vor der Schule das Brot oder die Semmel aus der Gefriertruhe herausholt, ist das Ganze dann pünktlich bis zur ersten Pause aufgetaut und schmeckt frisch.

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Wir haben das ausprobiert und es funktioniert! Ich habe die vergangenen zwei Wochen kein einziges Brot in den Mülleimer entsorgen müssen. Die Kids sagen mir einfach auf welche Brotbelege sie Lust haben, ich richte alles her, stecke es in Brotzeittüten, schreibe den Namen drauf und den jeweiligen Belag – und ab in die Gefriertruhe damit. Das mit den Brotzeittüten soll keine Dauerlösung sein; ich möchte mir für die Zukunft passende Behälter kaufen, wo die Pausenbrote dann müllvermeidend aufbewahrt werden können. Belegtechnisch müsste eigentlich alles gehen, worauf die Kinder Lust und Laune haben. Ich habe auch Erdnussbutter mit Marmelade oder Honig eingefroren und meine Töchter meinten, das hat aufgetaut ganz normal geschmeckt.

Dazu habe ich eine große Kiste mit ‚Snacks‘ gefüllt. Zum Jahresanfang gab es da das ein oder andere Schmankerl, was ich sonst nicht kaufe – irgendwie muss man den Schulanfang ja versüßen. Da kann jeder für sich entscheiden, was man anbieten kann. Ich gebe zum normalen Pausenbrot mal einen Kakao, einen Müsliriegel, Reiswaffeln, kleine Brezeln usw. mit. Die Kinder finden es toll, sich für die Schule und den Kindergarten ihren ganz eigenen ‚Snack‘ aus dieser Kiste herauszusuchen.

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Neben die Kiste stelle ich in der Früh dann noch unseren Obstkorb. Sämtliche Obstsorten sind mitnahmefertig – d.h. die Äpfel, Pfirsiche, Trauben etc. sind bereits gewaschen. Meinen zwei ‚Kleinen‘ schnippel ich das Obst noch zurecht.

Dazu gibt es noch eine Flasche Wasser und fertig ist ein halbwegs gesundes, aber auf alle Fälle ohne viel Mühen und Motzen zubereitetes Pausenbrot!

Welche Tipps und Tricks kennt ihr beim Pausenbrot zubereiten? Ich freu mich über euer Wissen und eure Erfahrungen!

 

 

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Bruchstücke

2016 war ein sehr schwieriges Jahr für mich. Mich quälten Panikattacken, Angstzustände, depressive Gedanken. Ich habe eine Traumatherapie begonnen und so arbeite ich nun Stück für Stück an meiner kranken Seele. Trage Stein für Stein den großen Berg ab, der sich in meinem Herzen angehäuft hat. Das ist ein schmerzhafter, anstrengender Prozess. Mein Mann hat mich gestern Abend gefragt, was mein Highlight im vergangenen Jahr war. Ich musste lange nachdenken. Es gab viele schöne Momente, aber alle waren überschattet von meinem Kampf gegen die Angst. Aber: es gab schöne Momente. Jeder schöne Moment konnte entstehen, weil ich mich bewusst dazu entschlossen hatte. Ich stieg in die Seilbahngondel, ich hielt die Enge in der U-Bahn aus, ich konzentrierte mich auf mein Atmen in der Menschenmenge. Es war ein anstrengendes Jahr. Aber ich habe nicht klein beigegeben und beharrlich das Schöne gesucht.

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Vor ein paar Wochen habe ich eine sehr ermutigende Predigt gehört. Es ging über die Phasen im Leben, wo wir im Feuerofen sind. Wo unser Glaube getestet wird. Wo die Umstände schlimm sind. Wo wir das Gefühl haben, es keine Sekunde länger aushalten zu können. Im Buch Daniel (Kapitel 3) wird beschrieben, wie Daniels Freunde in den Feuerofen geworfen werden, weil sie sich weigerten König Nebukadnezar anzubeten. Das Feuer war so heiß, dass die Wachen, die die drei Männer in das Feuer schmeißen sollten, umkamen. Schadrach, Meschach und Abed-Nego aber überlebten das Feuer. Das Einzige, das verbrannte, waren ihre Fesseln. Und sie waren im Feuer nicht allein: Jesus war bei ihnen. Und so ist das bei mir. Weil ich weiß, dass Jesus bei mir ist, kann ich dieses Feuer aushalten. Das Einzige, was verbrennt, sind meine Fesseln. Ich weiß, dass ich aus diesem Feuer lebend herauskommen werde, bestärkt in meinem Glauben, tiefer verwurzelt in meiner Liebe zu Jesus. Ja, soll das Feuer nur wüten – mein Herr ist bei mir!

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Und so gehe ich mit etwas wackeligen Beinen in das neue Jahr. Noch nie war mir so sehr bewusst, dass ich Jesus so sehr brauche. Jeden Tag. Aber das ist okay, denn genau da will ich sein: in der totalen Abhängigkeit. Heute morgen hatte ich die Gelegenheit im Gebetsraum des Gebetshauses Augsburg zu sein. Ich bin so dankbar für diese Zeit, denn gibt es etwas besseres, als ein neues Jahr zu den Füßen Jesu zu beginnen? Der Livestream vom Gebetshaus in Kansas City lief im Hintergrund. Kurz bevor ich gehen wollte, wurde dieser Refrain gesungen: ‚You choose the weak to shame the wise, you fill the broken with praise.‘ (Du erwählst das Schwache um das Starke zu beschämen, du erfüllst die Zerbrochenen mit Lobpreis.). So gehe ich in das neue Jahr: schwach, aber stark durch Jesus, zerbrochen, aber voller Lob für meinen Gott.

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Und weil ich gerade über Zerbruch schreibe, möchte ich euch davon erzählen, wie Gott aus den Bruchstücken unseres Lebens Neues schaffen kann: mein Mann war jahrelang süchtig nach Pornographie. Schon lange bevor wir uns kennen lernten, war er abhängig. Irgendwann hat er mir davon erzählt, ich weiß gar nicht mehr, ob das vor oder nach unserer Hochzeit war und mir war damals auch nicht bewusst, wie tief er in diesem Sumpf steckte. Im Laufe unserer Ehe beichtete er mir immer wieder mal, das er sich etwas angesehen hatte. Ab und zu stolperte ich über ein Bild, das auf unserem Computer gespeichert war. Jedesmal war das für mich extrem schwierig, ich fühlte mich betrogen. Es dauerte immer eine Weile, bis das Vertrauen wieder hergestellt war. Aber im Großen und Ganzen war ich davon überzeugt, dass mein Mann das im Griff hat. Er ist der standfestere von uns beiden, der geerdete, der ruhige, der Besonnene. Ich machte mir keine große Gedanken. Was ich nicht ahnte, war, dass mein Mann ein Doppelleben führte. Er konsumierte mehr und mehr Pornographie und bekam schließlich Angst um unsere Ehe, Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren. Und, Gott sei Dank!, zog er die Notbremse und fing an radikal gegen seine Sucht anzugehen. Jesus setzte ihn nach vielen Kämpfen frei und nun hat er mit anderen Männern, die ebenfalls frei von Pornographie wurden, einen Verein gegründet: www.free-indeed.de. Die Webseite ist seit ein paar Tagen online und ab heute kann man sich für einen Onlinekurs anmelden.

Die Sucht nach Pornographie ist weiter verbreitet, als man denkt. Laut einer Studie des weißen Kreuzes, konsumieren 2 von 3 christlichen Männern regelmäßig Pornographie. Auch Frauen sind vermehrt von dieser Sucht betroffen. Pornographie ist eine Droge, die alles lähmt und alles zerstört. Mein Mann und ich beten, dass christliche Männer in Deutschland da nicht länger mitmachen. Wir beten, dass das Thema immer mehr in den Mittelpunkt rückt und so Ehen gerettet werden können. Wir beten, dass Männer frei werden, dass sie in ihre Berufung hineinkommen, dass sie ihre Ehefrauen so lieben können, wie Gott es sich gedacht hat – in Reinheit und mit ganzer Hingabe. Wir beten und glauben, dass Gott Männer ruft in ihre wahre Identität zu kommen, dass Kämpfer und Helden erwachen und die Welt verändern.

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Bruchstücke. Vielleicht stehst du auch am Anfang dieses neuen Jahres und hast lauter Scherben in den Händen. Ich will dir von Herzen Mut machen. Ich staune so sehr, wie Gott die Bruchstücke, die die Sucht im Leben meines Mannes hinterlassen hat, genommen hat und nun diese Plattform geschaffen hat, die tausenden von Männern helfen kann, frei zu werden. Einfach nur, weil mein Mann und seine Freunde damals alles Gott hingegeben haben und mutig genug waren, zu ihrer Schwachheit zu stehen. Und da stehe ich auch – einfach nur schwach und zerbrochen, aber mit Hoffnung erfüllt, dass mein Gott alles gut machen wird und dass er einen Plan hat, der meine kühnsten Träume übertrifft. Das gilt auch für dich!

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Der Herr macht alles neu.

Alle Fotos von Inka Hammond

Haussegen

Was als Traum begann, wird nun Wirklichkeit!
Ich freue mich sehr, euch ‚Haussegen‘ vorzustellen. 

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Vor einigen Wochen habe ich mal in die Alltagsliebe-Welt hineingefragt, ob sich jemand vorstellen kann sein Zuhause während des eigenen Urlaubes, einer anderen Familie zur Verfügung zu stellen. Ein bisschen aufgeregt war ich schon. Für Haustausch gibt es ja einige große Internetportale, aber so ganz uneigennützig seine eigenen vier Wände einer anderen Familie zum Urlaub machen anzubieten, das ist schon noch mal was anderes. Und nun haben sich bereits 10 Familien gefunden, die es auf dem Herzen haben, Haussegen zu unterstützen! Das ist so wunderbar!

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Je mehr ich über das Konzept ‚Haussegen‘ nachgedacht habe, desto mehr macht es in meinem Herzen Sinn. Apostelgeschichte 2,44 erzählt davon, dass die ersten Christen alles untereinander geteilt haben, was sie besaßen. Das war eine enge Gemeinschaft, ein sich-aufeinander-verlassen-können, ein aufeinander-aufpassen. Heute sind wir davon oft weit entfernt. Der Egoismus ist auch in den Kirchen und Gemeinden verwurzelt, tiefe Konfessionsgräben trennen uns.

Meine Vision für Haussegen ist,

dass sich Christen, die sich sonst nicht kennengelernt hätten, Freundschaft schließen und einander zum Segen werden. Dass Dankbarkeit und Wertschätzung für unser eigenes Hab und Gut wächst. Dass Menschen, die ihr Leben in die Mission und in den vollzeitigen Dienst investieren und sich von einem knappen Gehalt keinen Familienurlaub leisten können, mit einer wunderschönen Urlaubszeit gesegnet werden. Dass kinderreiche Familien, die Schwierigkeiten haben eine passende und günstige Unterkunft zu finden, wieder Urlaub machen können. Dass Großzügigkeit unser Christsein mehr und mehr prägt. Dass die ‚Haussegen‘-Idee sich mehr und mehr verbreitet und schließlich auf der ganzen Welt Urlaubsziele ermöglicht.

Ich wurde in den letzten Wochen ein paar Mal gefragt, warum Haussegen nur für christliche Familien ist. Grundsätzlich kann natürlich auch eine Familie bei Haussegen mitmachen, die den christlichen Glauben nicht kennt. Aber der Kern, der Anfang soll bei uns Christen liegen. ‚An eurer Liebe werden sie euch erkennen…‘  (Johannes 13, 35) Daran, dass wir Dinge machen, die eigentlich total verrückt sind. Nachbarn von uns konnten es nicht fassen, dass wir im Sommer ein Ehepaar bei uns wohnen ließen, als wir nicht da waren. Wir teilen, wir haben Vertrauen, wir öffnen unser Zuhause für andere. Das ist Haussegen und der Grundgedanke ist absolut biblisch. Deswegen spreche ich auch in erster Linie christliche Familien an.

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Ich freue mich, dass ich euch heute ‚Haussegen‘ offiziell vorstellen kann! Schaut doch bei www.Haussegen.org vorbei und vielleicht findet ihr euer nächstes Urlaubsdomizil!

Wenn du gerne dein Zuhause auch bei Haussegen listen möchtest, dann melde dich bei inkahammond@gmail.com, Betreff: ‚Haussegen‘. Danke! 

 

Haussegen – Gastfreundschaft mal anders…

 

Sonnenuntergang an der Nordsee

Planst du schon den Urlaub für nächstes Jahr? Dann könnte das hier interessant sein für dich…

Vor gut einem Jahr sind wir in den Herbstferien an die Nordsee gefahren. Ich hatte den Wunsch unser Haus, das ja während dieser Zeit leer stand, für eine andere Familie zu öffnen, so dass sie in unserem Zuhause Urlaub machen können. Ich hatte die Möglichkeit hier auf Alltagsliebe veröffentlicht und wir haben eine liebe Familie gefunden, die für eine Woche bei uns eingezogen ist. Es war ein voller Erfolg!
Anfang diesen Jahres erhielten wir eine Email von einer Familie aus Wien, die davon auf Alltagsliebe gelesen hat und uns gerne ihre Wohnung anbieten wollte. Wir verbrachten erst vor kurzem 2 super erholsame Wochen in Wien in einer wunderschönen Wohnung, in der es an nichts gefehlt hat.
Während wir in Wien waren, hatten wir wieder jemanden gesucht, der währenddessen im schönen Augsburg Urlaub machen möchte und ein liebes Ehepaar, das wir durch unseren Gebetshausdienst kennen, hat sich über die Möglichkeit gefreut.

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Und so ist in mir der Traum gewachsen, dass christliche Familien ihre Häuser mit anderen christlichen Familien teilen und sich so gegenseitig kostengünstige, außergewöhnliche Urlaubszeiten ermöglichen.

So ein Urlaub hat viele Vorteile. Er ist z.B.:

  • Geldbeutelschonend
  • Ein normal eingerichteter Haushalt hat viel mehr zu bieten, als eine karge Ferienwohnung
  • Das eigene Zuhause wird während der Abwesenheit gelüftet, die Pflanzen gegossen, Haustiere versorgt
  • Kinder sind begeistert, mit neuen Spielsachen zu spielen und sind wunderbar beschäftigt
  • Die Gegend ist der Gastgeberfamilie bestens bekannt und Einkaufstipps, Ausflugsmöglichkeiten, Gottesdienstzeiten machen den Urlaub zu einem entspannten Erlebnis
  • Das Urlaubsdomizil bietet eine geistliche Atmosphäre, in der man sich wohlfühlt, wo das Beten einfach fällt und wo man innerlich zur Ruhe kommen kann
  • Es entstehen Freundschaften und neue Kontakte
  • Der eigene Horizont erweitert sich. Nicht zum 100. Mal an den Gardasee – wir wäre es mal mit dem Spreewald?

Mein Traum ist es für nächstes Jahr 20 Familien zu finden, die ihr Zuhause während ihres eigenen Urlaubes einer anderen Familie zur Verfügung stellen, um entweder einen Haustausch zu machen oder einfach während des eigenen Urlaubes.

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Wenn du an dieser Aktion Interesse hast, dann melde dich bitte bis zum 15. Oktober bei mir: inkahammond@gmail.com, Betreff ‚Haussegen‘. Du erhälst dann weitere Informationen. Bitte nicht melden, wenn du eine Unterkunft suchst, aber dein Zuhause nicht zur Verfügung stellen kannst oder willst. Es geht jetzt erst einmal darum, genügend Unterkünfte zu finden, die man anbieten kann. Dafür werde ich eine Webseite einrichten, wo man sich Bilder der Unterkünfte ansehen kann und nach geeigneten Zeiträumen suchen kann. Das Ganze ist natürlich nicht professionell, aber irgendwie muss man ja mal anfangen…=)

Hier noch ein paar Voraussetzungen:

  • du lebst und liebst den christlichen Glauben
  • du bist bereit Fotos von deinem Zuhause im Internet zu veröffentlichen
  • du verlangst kein Geld für die Unterkunft
  • dein Zuhause befindet sich in einer Gegend, wo man gut Urlaub machen kann (gerne weltweit!)Ich freue mich auf euer Mitmachen

    ‚Und sie teilten alles, was sie hatten…‘ Apg. 2,44

photo credits: Familie Hammond

 

 

Ein kleines Lebenszeichen

Ja, mich gibt es noch! Ich bin nicht im Alltagschaos verloren gegangen, obwohl es sich immer mal so anfühlt. Ich weiß auch nicht, warum meine Kinder den ganzen Winter über quietsch gesund waren, nur um jetzt alle möglichen Erkältungsvarianten nachzuholen. Jetzt wo Frühling ist. Na ja.

Mein Mann ist jetzt seit dem 1. März GebetshausMissionar im Gebetshaus Augsburg und das hat für uns als Familie einiges an Veränderung mit sich gebracht. Nicht nur, dass wir jetzt von Spenden leben, der ganze Rhythmus ist anders, Papa ist öfters Zuhause (was wir alle sehr genießen) und wir lernen viele liebe neue Menschen kennen und unser Herz wird immer größer für Jesus und wir brennen mehr und mehr für das 24 Stundengebet. Alles in allem hat sich der Wechsel jetzt schon gelohnt und wir staunen darüber, wie treu Gott uns versorgt.

Ich versuche nicht allzu neidisch zu sein, wenn mein Mann von den tollen, tiefgehenden Erfahrungen im Gebetsraum erzählt und ich ihm dann von meinen Highlights (der Kleine hat Durchfall, Wasserhahn funktioniert nicht usw). Darüber habe ich gerade einen Blogpost auf unserem Familienblog geschrieben. Wenn du magst, schau doch da mal vorbei!

Nachdem mein letzter Post über die Liebe war und dass ich es mir als Ziel gesetzt habe, die ‚Liebe‘ zu fördern und ihr helfen in unserer Familie zu wachsen, war ich die letzten Wochen sehr frustriert. Als hätten meine Kinder sich verabredet, jetzt genau das Gegenteil zu machen, von dem was Mama gerne hätte. So  viel Geschrei und Gezanke hatten wir schon lange nicht mehr! Irgendwie scheinen meine Ideen, wie wir uns mehr Liebe zeigen können, ungehört zu verhallen. Mal schauen, wie ich das jetzt wieder auf die Reihe kriege.

Ostern steht vor der Tür und wie jedes Jahr, fehlt mir die innere Andacht. Jedes Jahr möchte ich mich in Jesus reindenken, ihm innerlich nachgehen, überlegen, was dieser Einzug in Jerusalem, die Nacht im Garten Gethsemane für ihn wirklich bedeutet haben…statt dessen kaufe ich Ostereier bei Aldi und verspüre keine Lust ein Ostersonntagsessen zu planen. Ich bete, dass Jesus in dieser Woche noch zu mir durch bricht und mein Herz öffnet für die tiefe, tiefe Bedeutsamkeit dieser Tage.

Gott arbeitet gerade an vielen Baustellen in mir – vielleicht ein anderes mal mehr dazu. Was ich euch Mamas und Papas echt ans Herz legen möchte, ist dieses Buch: ‚Die Decke des Schweigens‘. Es geht in diesem Buch hauptsächlich um die Nazivergangenheit unserer Familien und wie die Sünden unserer Vorväter uns heute als dritte oder vierte Generation noch belasten können – ohne dass wir das bewusst wahrnehmen oder damit in Verbindung bringen. Ich glaube, dass wir als Deutsche trotz aller arte Dokumentationen noch viel aufzuarbeiten haben – besonders im persönlichen, familiären Bereich. Da wird noch viel zu viel geschwiegen und wir dürfen durch die Gnade Gottes das Schweigen durchbrechen und Heilung finden. Vielleicht spricht das den einen oder anderen an und ihr fangt an dieses Buch zu lesen. Selbst wenn man nicht betroffen ist, öffnet dieses Buch einem die Augen für die geistliche Situation unseres Landes. Sehr empfehlenswert!

Soviel erstmal. Jetzt darf ich einen Obstteller herrichten. Meine Kinder waren so geduldig und haben mich das hier tippen lassen. Vielleicht wächst die Liebe ja doch bei uns…ganz, ganz langsam.

Darf ich vorstellen…

Bei uns ist immer etwas los und es wird garantiert nicht langweilig.

Als ich bei der Kur ankam, bekam ich bald einen Anruf von meinem Mann, dass er jetzt seinen Job gekündigt hat.

Wow.

Das wusste ich natürlich und war längst abgesprochen. Denn Gott hat uns ein Feuer ins Herz gegeben und nach vielem Nachdenken und Beten und innerlichem Ringen, sind wir sozusagen aus dem sicheren Boot ausgestiegen und gehen jetzt auf dem Wasser. Mit aller Kraft Jesus im Blick, bloß nicht die Augen von ihm abwenden und auf die Wellen sehen.

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Ja, wir sind schon ein bißchen verrückt. Aber muss hingegebene Nachfolge Jesu nicht immer ver-rückt sein, anders als die Welt?

Wir lieben das Gebetshaus in Augsburg. Seit 2 Jahren sind wir dort ehrenamtlich tätig. Die Atmosphäre von immerwährendem Gebet, die dort herrscht, ist einmalig und hat uns tief berührt. Wir haben in den vergangenen 2 Jahren so viel über Gottes Herrlichkeit erfahren dürfen, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Unser Glaube ist in die Tiefe gewachsen und wir durften schmecken und sehen, dass der Herr gut ist.

Wenn man sich in der Welt umsieht, dann muss uns Christen klar sein, dass Gebet jetzt mehr denn je ‚dran‘ ist. Durch das Gebet können wir die Welt verändern und genau daran haben wir als Familie jetzt teil. Mein Mann wird ab dem 1.3.2016 im Gebetshaus als Gebetshausmissionar angestellt sein. Das bedeutet konkret, dass er 20 Stunden pro Woche mit anderen Betern im Gebetsraum sein wird und Gott anbeten und Anliegen vor seinen Thron bringen wird. Die restlichen 20 Stunden wird er dazu verwenden, bei internen Projekten auszuhelfen und z.B. die Selbsthilfegruppe auszubauen, die er für Männer gegründet hat, die frei von Pornographie sein wollen. Wir freuen uns riesig, dass unser lang gehegter Traum in den vollzeitlichen Dienst zu treten Wirklichkeit wird und wir teil haben dürfen an dem was Gott gerade auf der Welt tut.

Gebetshäuser entstehen mittlerweile in fast jeder deutschen Stadt. Wo man auch hinhört, gibt es kleine und auch große Gruppen von Menschen, die die Vision des 24 Stundengebets in sich tragen. Die Häuser werden oft unabhängig voneinander gegründet und erst später stellt sich heraus, dass 24/7 eine weltweite Bewegung ist! Gebetshäuser gibt es auch in den Krisenregionen wie Syrien und Irak und es ist überwältigend zu hören, was Gott dort tut!

Weil ich so begeistert bin von der Gebetsbewegung und weil es mein Gebetsleben gehörig auf den Kopf gestellt hat und ich Jesus so viel besser habe kennen lernen können und weil wir nun als Familie uns auf den Weg machen, um uns ganz in das Gebet hineingeben zu können, habe ich einen neuen Blog gegründet (ich weiß, ich hab nichts anderes zu tun…=)): www.erhoert.com. Dort werde ich von unserem neuen Lebensstil berichten, wie wir unseren Unterstützerkreis aufbauen (Jeremys Arbeit wird sich ausschließlich aus Spenden tragen), was wir als Familie über das Gebet lernen, wie es sich auf uns auswirkt, so ganz bewusst und radikal Jesus nachzufolgen – ohne Netz und doppelten Boden. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr auch diesen Blog abonniert und uns als Familie dadurch besser kennen lernt. Dort erfahrt ihr auch mehr über das Thema Gebetshaus und unsere ganz persönliche Geschichte…Es wird geistlich mehr in die Tiefe gehen, als hier bei Alltagsliebe und ich freue mich sehr auf diese Herausforderung!

Wir werden auch bald einen Rundbrief schreiben, der dann regelmäßig rausgeschickt wird. Wenn ihr Interesse habt, den Brief zu erhalten, dann schreibt mir kurz eine Email mit eurer Post- oder Emailadresse (den ersten Brief würden wir gerne mit der Post verschicken!): inkahammond@gmail.com

Um Missverständnissen vorzubeugen: Alltagsliebe bleibt weiterhin online und ich werde auch in Zukunft über meinen Alltag schreiben…=)

Also, wie gesagt, langweilig wird es bei uns nicht – und mit Gott sowieso nicht!

photo credits: bethel church, redding california, album  cover ‚brave new world‘

Open Home

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Ihr lieben Mamas und Papas,

eine Frage:

würdet ihr gerne mit eurer Familie Urlaub machen? In einem schönen Haus mit Garten? Wo alles zur Verfügung steht und ihr euch wie in eurem Zuhause fühlen könnt? In einer schönen Umgebung – nahe der Allgäuer Alpen, nahe eines Naturschutzgebietes, Spielplätze ohne Ende, 20 Minuten von München entfernt, das Gebetshaus Augsburg in nur 10 Autominuten erreichbar?

Und das alles umsonst?

Das klingt zu schön, um wahr zu sein?

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Ist es nicht! Wir Hammonds werden vom 31.10 bis zum 7.11. (bayerische Herbstferien) nicht zu Hause sein. Und wir finden, dass es eigentlich schade ist, wenn unser Haus leer steht und möchten es gerne einer anderen christlichen Familie als Urlaubsdomizil anbieten. Wer Interesse hat oder eine Familie kennt, die dringend mal eine Auszeit braucht oder schon länger nicht mehr in den Urlaub fahren konnte, der kann sich gerne bei mir melden: inkahammond@gmail.com Dann können wir die Details klären.

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Noch ein paar Informationen zu unserem Zuhause: es gibt Schlafmöglichkeiten für 8 Personen und ein Baby. Zu unserer Familie gehören noch 4 Hasen, die in dieser Zeit versorgt werden müssten (kein großer Aufwand!). Alles weitere dann per Email! 

Wieder da!

Meine lieben Alltagsliebe-Mamas! Mensch, ich hab euch vermisst. Danke für eure Emails, Facebookgrüße und alles an-mich-denken und für-mich-beten in den vergangenen Monaten. Ihr habt so einen großen Anteil an diesem Blog, an meinem Anliegen, dass wir füreinander einstehen und den Beruf ‚Mama-sein‘ voller Hingabe leben – für Jesus!

Ein neues Jahr liegt vor uns – noch ganz rein, wie ein unbeschriebenes, weißes Blatt Papier. Ich freue mich auf ein weiteres Jahr voller Alltagsliebe. Lasst uns den Segen im Kleinen, im Alltäglichen suchen. Lasst uns ganz neu bewusst werden, wie großartig es ist, dass wir diese Kinder, die Gott uns anvertraut hat, erziehen dürfen. Dass wir für sie beten dürfen und dass sie eines Tages starke Männer und Frauen Gottes werden, die an andere Liebe weitergeben und das Evangelium predigen.

Ich bin mir noch nicht sicher, wie oft ich zum Schreiben kommen werden…ich hoffe, oft. =) Lassen wir uns doch einfach mal überraschen, was Gott so vorbereitet hat in diesem neuen Jahr! Ich freu mich drauf.

Leere Hände

Es ist schon eine Weile her, seit ich mich das letzte Mal gemeldet habe. In meinem Kopf schwirren so viele Gedanken, die ich gerne niederschreiben würde – und dann ist da doch auch eine große Leere. Es fehlt mir an Kraft, an Zeit, an Kreativität, an Ruhe diese Gedanken in Worte zu fassen. Seit unser viertes Kind auf der Welt ist, empfinde ich das Leben als durchgehend anstrengend. Gott sei Dank gibt es schöne Tage und erholsame Momente zwischendurch – aber insgesamt bin ich an meinen Grenzen angekommen. Das fällt mir nicht leicht zuzugeben und ich wünschte  ich würde meinen Alltag mit links schaffen können. Doch unser Kleiner schläft noch immer nicht so gut, meine großen Töchter fordern mir viel ab, mein Mann ist in der Arbeit eingespannt – und ich stehe ein wenig hilflos inmitten von alldem. Ich hatte am Anfang des Jahres euch an meinem Traum teilhaben lassen. Irgendwie habe ich insgeheim gehofft, dass vielleicht schon dieses Jahr Türen aufgehen und sich Mütter, die Jesus lieben, zusammenfinden und eine Bewegung entstehen kann, die Mutterschaft feiert. Ich habe seitdem von vielen kleinen und großen Anfängen gehört und gelesen, die mich begeistern. Aber für mich persönlich gab es noch keinen Durchbruch…ich muss mir eingestehen, dass ich mit meinem eigenen Mama-sein viel zu beschäftigt bin, als dass ich mich einer Bewegung anschließen oder gar selber etwas starten könnte. Meinen Traum muss ich erstmal ruhen lassen. Das tut weh. Aber ich weiß auch, dass Gottes Zeitplan anders aussieht als meiner. Und dass Sein Zeitplan – im Gegensatz zu meinem – perfekt ist. Und jetzt zu etwas das mir sehr schwer fällt und das ich gedanklich unendlich oft in den letzten Wochen durchgegangen bin: Alltagsliebe werde ich ebenfalls ruhen lassen. Die Tränen laufen mir über das Gesicht, während ich das hier tippe – denn Alltagsliebe ist für mich schon lange viel mehr als ’nur‘ ein Blog. Alltagsliebe ist ein Fenster zu meiner Seele geworden. Oft habe ich hier ungeschminkt und ehrlich meine Sorgen und Zweifel. meine Erfolge und Niederlagen aufgeschrieben. Und Alltagsliebe erzählt von meiner Leidenschaft: die tiefe Bedeutung von Mutterschaft. Wie sehr Gott Mütter liebt. Wie wichtig hingegebene Mütter für unsere Gesellschaft sind. Wie unendlich kostbar die Opfer sind, die eine Mutter tagtäglich im Alltag bringt. Wie unersetzlich Mutterliebe ist. Und dass wir das heutzutage mehr denn je brauchen! Es ist schon lange nicht mehr modern, als Mutter sich ganz dem Haushalt und den Kindern zu verschreiben. Kein eigenes Einkommen zu haben. Keine Karriereleiter hinaufzuklettern. ‚Einfach nur‘ Mama sein gibt es ja fast nicht mehr. (Und damit meine ich natürlich nicht, dass Mütter tatsächlich nichts anders tun dürfen, als Kinder erziehen und Klos putzen…aber so wenige sind noch bereit, für einige Jahre sich auf die ungesehen Alltagsarbeiten zu beschränken) Und doch ist gerade das eine der schönsten Berufungen im Reich Gottes und wir Mütter haben ein riesiges Wirkungsfeld. Die Liebe, die wir in unsere Kinder pflanzen, kann durch Gottes Gnade große Kreise ziehen. Ich weiß nicht, wann und ob Alltagsliebe wieder wachgeküsst wird. Ich wünsche es mir sehr – aber jetzt muss meine ganze Kraft und Energie in meine Familie fließen. Vielleicht ein paar Monate?! Vielleicht ein Jahr? Ich will auch hier auf Gottes Zeitplan vertrauen. Ich bin euch dankbar für euer Mitlesen, Mitleben. Für eure Kommentare, Erfahrungsberichte. Danke für eure Emails. Ihr seid mir sehr ans Herz gewachsen – dabei habe ich die meisten von euch noch nie persönlich getroffen. Das wär doch mal was: ein Alltagsliebe Freundestreffen! =) Oh weh – ich fange schon wieder das Träumen an…alles zu seiner Zeit! Alles zu seiner Zeit.

Dankbar

Ihr Lieben!

Ich war ganz bewegt über eure Rückmeldungen zu meinem letzten Beitrag ‚Sorgenwellen‘. Danke für eure Gebete, eure Emails und all die kleinen Aufmerksamkeiten, die mich durch die letzten Tage getragen haben. Ich fühle mich so reich beschenkt!

Heute habe ich mit meiner Hausärztin telefonieren können und sie hatte die wunderbare Nachricht, das dieser Knoten in meiner Schilddrüse gutartig ist. Gott sei Dank!