Leben schenken

Auf den Straßen Irlands ertönt Jubel. 70 Prozent haben für die Aufhebung des Schutzes ungeborener Kinder gestimmt. Frauen feiern das als ‚Durchbruch‘. Als ‚längst überfällig‘.

Es kommt mir so vor, als säßen wir alle in einem Partybus, die Musik ist laut, die Stimmung fast schon hysterisch und keiner merkt, dass wir uns einem Abgrund nähern.

Eine Gesellschaft, die ihre schutzbedürftigsten Mitglieder unbarmherzig ermordet, hat keine Zukunft und es zeigt, wie marode das Fundament ist, auf dem diese Gesellschaft steht.

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Es ist nicht im Sinne der Frau, das ihr der Zugang zu einer Abtreibung leichter gemacht wird. Das ist eine große Lüge unserer Zeit. Nichts verstümmelt eine Frau mehr, als wenn sie ihr eigen Fleisch und Blut aus sich herausreißen lässt, weil es gerade nicht in ihre Lebensplanung passt. Oder noch schlimmer: wenn sie keinen anderen Ausweg sieht, wenn sie aus Einsamkeit und Verzweiflung diesen Weg wählt. Das hat mit Frauenrechten nichts zu tun.

Nichts verhöhnt und erniedrigt eine Frau mehr, als ihr das zu rauben, was ein einzigartiges Merkmal von Weiblichkeit ist:  Leben zu schenken.

Das oft so blinde Jagen nach Gleichstellung hat schon längst sein Ziel verfehlt. Der Feminismus, wie wir ihn heute kennen, hat schon lange nicht mehr im Sinn, der Frau zu ihrem Platz in der Gesellschaft zu verhelfen – er ist zu einem aussichtslosen Kampf mit dem männlichen Geschlecht verkommen; ein unaufhörliches Gequengel, wer es denn besser kann. Manchmal will ich mir die Ohren zuhalten. Da streiten meine Kinder zivilisierter.

Was sind denn die Ziele einer ‚modernen‘, selbstbestimmten Frau? Dass sie endlich, ohne sich anstrengen zu müssen und ohne sich mit einem Mann messen zu müssen, Karriere machen kann? Dass sie ihren Nachwuchs nach Belieben einplanen kann und bei Bedarf eliminieren kann? Dass sie ihre unverwechselbaren weiblichen Eigenschaften abgibt und sich stattdessen wie ein Mannweib gibt, dem man(n) die Tür nicht aufhalten darf, das keine Komplimente hören will und 80 Stundenwochen arbeitet?

Ich feiere Weiblichkeit, ich feiere starke, selbstbewusste Frauen, ich liebe feminine Wonder Women. Frauen, die nicht aus Egoismus, sondern aus Empathie heraus leben, die nicht in Rivalität mit anderen Frauen stehen, sondern voller Respekt für andere sind, die anerkennen, nicht absprechen, die aufbauen, nicht einreißen, die selbst denken, nicht nachplappern, die liebevoll sind, nicht hart. Das alles schenkt Leben. Neuanfänge. Hoffnung. Licht.

Ich feiere Frauen, die ihren Wert und ihre Würde in Jesus gefunden haben und aus dieser Verankerung heraus die Welt verändern werden.

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Daran glaube ich: die große Stunde der Frauen steht noch bevor. Momentan befinden wir uns an einem Scheideweg. Zu viele von uns feiern auf der falschen Party. Es ist kein Grund zum jubeln, wenn ein Todesurteil für hunderte, tausende Babies gefällt wird. Es ist kein Fortschritt für die Frau. Es ist das Ende vom Anfang.

Es ist an der Zeit, dass wir Frauen wieder lernen unsere Weiblichkeit zu erforschen und zu erkennen, wie Gott sie von Anfang an gemeint hat. Als Quelle von Licht und Leben in einer dunklen, kalten Welt. Als Kompass für Gut und Böse. Als Hafen, als Heimat, als Hoffnung. Es ist an der Zeit, dass wir aufstehen und unsere Stimme wieder finden. Unsere eigene, innerste Überzeugung.

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Mein Mann und ich haben unseren drei Töchtern jeweils einen Zweitnamen gegeben, der ‚Leben‘ bedeutet. Weil nur Frauen Leben schenken können. Das ist gewaltig und genau die Botschaft, die die Welt heute braucht. Genau die Botschaft, die Frauen hören müssen.

Du kannst etwas, das einzigartig ist. Lass dir das nicht rauben. Oh, lass dir das nicht rauben.

Wenn jemals eine Zeit kommt, wo die Frauen dieser Welt zusammenkommen, einfach nur zum Nutzen der Menschheit, dann wird das eine Kraft sein, die die Welt noch nicht gesehen hat.‘
Matthew Arnold, Poet und Philosph aus England, 19. Jahrhundert

 

Alle Bilder unsplash.com

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Ein Brief

Ich kenne dich nicht.

Aber ich weiß, dass es dich gibt.

Vielleicht stehst du vor mir an der Supermarktkasse. Vielleicht warten wir nebeneinander an der Fußgängerampel. Vielleicht sitzt du mir in der Straßenbahn gegenüber.

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Du lächelst tapfer, aber deine Welt liegt in Trümmern. Du siehst immer nur diesen Test vor dir, diese zwei Striche. Nichts ist mehr so wie es war.

Da ist keine Freude, nur Angst und Sorge. Schock. Alles ist aus den Fugen geraten und deine Welt steht Kopf.

Alleine stemmst du dich gegen den Wind und fühlst dich hilflos und klein. Gehst durch deinen Alltag ohne Gefühl und trotzdem brennt alles in dir lichterloh.

Tausend Fragen schwirren durch deinen Kopf, nichts macht mehr Sinn und du willst einfach nur weg, weg, weg.

In dir wächst zartes Leben und doch fühlt sich alles an nach sterben. Träume zerplatzen wie Seifenblasen. Eben war deine Zukunft noch hell und schön und vielversprechend, jetzt ziehen dunkle Wolken auf.

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Der Termin ist schon vereinbart, ein paar Tage noch. In deinem Herzen herrscht Krieg. Du willst es und du willst es nicht. Die ersten Muttergefühle lassen sich nicht verdrängen. Du willst schon aufpassen auf dieses klitzekleine Wesen in dir.
Aber hast du die Kraft? Wirst du alles haben was du brauchst? Wirst du dein Kind lieben können, wenn es doch gerade alles durcheinander bringt? Wäre nicht alles einfacher, zu diesem Termin zu gehen und alles auf Null zu schalten, deine Zukunft zurück zu gewinnen? Das zu tun, was dein Freund sagt? Das zu tun, wozu deine Eltern dich drängen? Das zu tun, was deine Freunde von dir erwarten?

Dein Herz sehnt sich nach Klarheit. Nach einem Zeichen. Nach Hoffnung.

Lass diese Zeilen dein Zeichen sein. Dein Meilenstein.

Lass dieses ‚Ja‘, das noch so klein und so zart und so verletzlich in dir schlummert, laut werden und dein Kampfschrei werden. Sag ‚Ja‘ zu dem Neuen, dem Abenteuer, dem absolut Verrückten, dem absolut nicht Geplanten. Ruf dein ‚Ja‘ in deine Welt, setz ein Zeichen, zeige Mut. Geh querfeldein, sei unkonventionell, erwarte Wunder. Erlebe wie dein Bauch wächst, starre stundenlang verliebt auf das Ultraschallbild. Und dann der Moment, wo du dein Kind das erste Mal in Armen hälst, dein ‚Ja‘ zum Urschrei wurde, du gar nicht fassen kannst, welch Liebe in dir wohnt.

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Wird alles einfach? Ist das ein Spaziergang? Nein, du wirst zum Gipfelstürmer, du erklimmst den höchsten Berg, du willst bestimmt oft aufgeben. Aber dort oben dann, am Ziel angekommen, wird dein Glück grenzenlos sein.

Sei ermutigt. Sei umarmt. Entdecke deine Kraft, deinen Willen, dein Durchsetzungsvermögen ganz neu. Werde zur Löwin die für das Leben kämpft. Dein Leben und das Leben deines Kindes.

Frei und wild und mutig.

 

 

 

photo credit: lanier67 <a href=“http://www.flickr.com/photos/48165069@N00/5533216942″>9 Crimes</a> via <a href=“http://photopin.com“>photopin</a&gt; <a href=“https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/“>(license)</a&gt;

photo credit: Jon Ragnarsson <a href=“http://www.flickr.com/photos/50534569@N00/28303099035″>Coast</a&gt; via <a href=“http://photopin.com“>photopin</a&gt; <a href=“https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/“>(license)</a&gt;

photo credit: DHPersonal <a href=“http://www.flickr.com/photos/18251420@N00/28904942315″>Simon in Light Therapy Bed</a> via <a href=“http://photopin.com“>photopin</a&gt; <a href=“https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/“>(license)</a&gt;

Der Alltagsliebe Aktionsmonat

Es ist nun schon fast Mitte April und der Alltagliebe Aktionsmonat März lässt mich nicht los. Ich häkel noch immer fleißig und es dauert noch eine kleine Weile, bis ich fertig bin. Offiziell möchte ich aber hiermit den Aktionsmonat für beendet erklären und ich möchte euch ganz, ganz, ganz herzlich DANKE sagen für eure Unterstützung! Ich durfte sage und schreibe 15 Mützen häkeln und dank eurer Spenden sind dabei 140 Euro zusammen gekommen, die ich voller Freude an 1000plus überweisen werde! (Wer ein paar Fotos von den Mützen sehen möchte, kann das hier auf meiner Facebook Seite!)

An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an 1000plus, die mich reichlich mit Infomaterial versorgt und mich durch die nette Korrespondenz für dieses Projekt sehr ermutigt haben.

Lasst uns weiter für das Leben kämpfen und beten! Abtreibungen dürfen kein Alltag sein. Wenn einer mit Leidenschaft für das Leben aufstehen kann – dann sind das wir Mamas! 

Für das Leben! Der Alltagsliebe Aktionsmonat.

Ihr Lieben! Es ist soweit! Der erste Alltagsliebe Aktionsmonat startet heute! Ihr fragt euch sicherlich was es nun mit alldem auf sich hat. Lasst mich ein wenig erklären…

In Deutschland werden jährlich über 100 000 Babies im Mutterleib getötet. Die Frauen, die ihre Kinder abtreiben, stehen oft in einem großen Gewissenskonflikt, fühlen sich alleine gelassen, werden nicht richtig beraten. Abtreibung wird in unserer Gesellschaft als einfache, schnelle Lösung dargestellt – was wirklich passiert, wie grausam die kleinen Babies getötet werden und dass die Frauen seelisch tief verletzt zurückbleiben, davon wird nicht geredet.
Frauen, die ungewollt schwanger geworden sind, brauchen Hilfe –  z.B. bei Behördengängen, mit finanzieller Unterstützung und emotionalem Beistand.

Es gibt nicht viele Organisationen, die sich so selbstlos, so engagiert und mit so viel Herzblut für ungewollt schwangere Frauen einsetzen, wie 1000plus.

1000plus begleitet Frauen, die über eine Abtreibung nachdenken. Oft werden die Frauen über eine Anzeige im Internet oder in einem Chatroom auf 1000plus aufmerksam. Es folgen Beratungen über Email oder telefonisch, die Frauen werden individuell unterstützt und so kann immer wieder ein Menschenleben gerettet werden! Ich habe in den Broschüren von 1000plus schon öfter einen abgedruckten Dankesbrief von einer frischgebackenen Mama gelesen, manchmal mit einem Foto des Neugeborenen…Lest euch z.B. diesen Bericht durch!

Es liegt mir sehr am Herzen diese Arbeit zu unterstützen und so kam mir Idee für den Alltagsliebe Aktionsmonat.

Ich häkel gerne. Und als ich neulich an einer Babymütze häkelte, dachte ich unwillkürlich an all die Babies, die niemals eine liebevoll gehäkelte Mütze tragen werden. Und als ich weiter meine Runden häkelte, kam mir die Idee, Mützen für das Leben zu häkeln, sie zu verkaufen und den Erlös an 1000plus zu spenden.

Ihr habt jetzt die wunderbare Möglichkeit, eine schöne Häkelmütze zu kaufen und gleichzeitig diese so wertvolle und lebenswichtige Arbeit, die 1000plus leistet, zu unterstützen!

Eine Mütze kostet 3 Euro. Dieser Betrag soll die Materialkosten decken – alles was ihr freiwillig darüber hinaus bezahlt, geht zu 100% als Spende an 1000plus! Im ganzen Monat März könnt ihr Mützen (gerne auch für größere Kinder!) bei mir bestellen (inkahammond@gmail.com)! Bitte gebt den Kopfumfang eures Kindes an und den Farb- und Musterwunsch! Einfarbig, gestreift, mit oder ohne Applikation…fragt einfach nach, ich versuche alles möglich zu machen! =) Ich habe ein paar Mützen als Beispiel schon mal vorab gehäkelt – da könnt ihr euch Ideen holen:

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Und jetzt geht es los mit dem Alltagsliebe Aktionsmonat! Teilt diese Aktion in eurer Gemeinde, in der Krabbelgruppe, mit euren Freundinnen!
Auf dass ich viel zum Häkeln habe! Für das Leben!

Pro Femina

‚Nachts lege ich meine Hände auf meinen Bauch und bilde mir ein, dass ich mein Baby spüre. Ich sage dann zu ihm: Ich hab dich lieb. Glaub mir, ich will dich so gerne behalten. Aber ich habe keine andere Wahl.‘

‚Es war die Hölle. Ich bekam Wehen, ich hatte Krämpfe…es tat so weh! Es war wie eine Geburt, nur ohne Baby im Arm.‘

‚Mit meinem Baby ist auch was in mir gestorben…Ich würde alles geben, um es zurückzuholen.‘

Diese Zitate von Frauen, die abgetrieben haben, hab ich vor kurzem auf einem Flyer von Pro Femina gelesen. Pro Femina hat es sich zum Ziel gesetzt, ungewollt schwangeren Frauen zu helfen, sie zu beraten und ihnen einen anderen Weg, als den der Abtreibung aufzuzeigen. Ich bin tief beeindruckt von der Arbeit, die Pro Femina leistet und habe erfahren, dass der Verein dringend Frauen sucht, die bereit sind Teil des sog. Onlineberatungsteams zu werden. Dafür braucht man keine spezielle Ausbildung, wichtig ist allerdings, dass man sich gut ausdrücken kann, einfühlsam ist und gut ‚zuhören‘ kann. Außerdem muss man sich vorher bei Pro Femina schriftlich vorstellen. Ziel dieser Onlineberatung ist es, den Frauen das Gefühl zu geben, dass man sie ernst nimmt und dass sie nicht alleine dastehen. Es gibt auf der Pro Femina Website verschiedene Chat -Foren, wo man mit den Frauen erste Kontakte knüpft. Es besteht die Möglichkeit, die Frauen an eine kostenlose Beratungshotline weiterzuleiten, wo dann speziell ausgebildete Beraterinnen übernehmen. Ich würde am liebsten sofort mit diesem Dienst anfangen, bin mir aber bewusst, dass ich es momentan nicht schaffen würde, mehrere Stunden pro Woche zu investieren.

Aber vielleicht wäre diese Aufgabe was für dich?

Unter folgendem Link findest du die Website von Pro Femina und sämtliche Kontaktdaten: www.vorabtreibung.net