Sonne im Haus

Ich liebe den Klang dieser drei Worte: Sonne. Im. Haus.

Was kommt dir da als erstes in den Sinn? Wärme? Sonnenschein durchs Fenster? Gemütlichkeit? Frieden?

Ich sehe mich bei dem Klang dieser Worte auf unserer Couch sitzen, einen dampfenden Tee in einen Hand und in der anderen eine gute Lektüre.

Das Magazin ‚Sonne im Haus‘ zum Beispiel! Denn was so wunderbar klingt, gibt es wirklich zum anfassen, zum lesen, zum genießen. Zwei Mütter aus Österreich hatten es auf dem Herzen die Werte der Mutterschaft wieder in das Zentrum der Gesellschaft zu rücken und Müttern Wertschätzung auszusprechen. Herausgekommen ist dieses wunderbare Magazin, das vier Mal im Jahr erscheint und in Österreich, der Schweiz und Deutschland gelesen wird.

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Manuela und Tatjana sind Vorbilder und Vorreiterinnen. Mit einer wunderbaren Vision ermutigen sie Mütter und zeigen auf, wie wertvoll Mamasein ist.
Hier stellen die beiden ihr Projekt kurz vor:

‚Der Alltag mit Kind und Kegel ist erfüllend und fordernd, wunderschön und zugleich
anstrengend, deshalb brauchen Mütter immer wieder frischen Wind in den Segeln. Das
tägliche Leben mit seinen kleinen und großen Herausforderungen ist kein leichter
Spaziergang, er gleicht wohl eher einer Gebirgswanderung.
Wir, Tatjana Schnegg und Manuela Fletschberger, selbst Mütter von insgesamt sieben
Kindern, haben das Müttermagazin SONNE IM HAUS ins Leben gerufen. Wir wollen Ihnen, liebe Mutter, für Ihre Berufung Rückenwind geben und zwar auf ganz neue Art und Weise.
Durch das Lesen in unserem Magazin bekommen Sie frischen Wind in die Segel und jede
Menge Werkzeug in die Hand, wie man sich erfolgreich dem Familienalltag stellt. Das ist
aber nur der Anfang, denn im Zentrum unserer Texte stehen SIE! Wissen Sie, wie unendlich wertvoll Sie sind? Wissen Sie, dass Sie das Herz der Familie sind?
Ohne störende Werbeeinschaltungen bietet das wertorientierte Müttermagazin SONNE IM HAUS Platz für gehaltvolle und vor allem lebensnahe Erfahrungsberichte, sowie
praxiserprobte Anregungen. Texte mit Tiefgang und echter Herzensstärke zeichnen den Inhalt aus. Mitten aus dem Leben treffen sie mitten ins Herz und geben neuen Schwung für die mütterliche Berufung.‘

Ich habe schon einige Zeitschriften durchgelesen und bin einfach begeistert und berührt, was die beiden da auf die Beine stellen. Weitere Infos findet ihr auf http://www.sonneimhaus.at

Und eine glückliche Alltagsliebe Leserin kann nun hier ein Ganzjahres Abo von Sonne im Haus gewinnen! Alles was du machen musst, ist hier oder auf der Alltagsliebe Facebook Seite einen Kommentar hinterlassen und schreiben, welches Bild, Gefühl, Gedanke…dir in den Sinn kommt, wenn du ‚Sonne im Haus‘ hörst. Das Gewinnspiel geht bis Sonntag, den 14.1.2018, 12:00 Uhr. Unter allen Kommentaren wird die Gewinnerin ausgelost und der Name auf Alltagsliebe veröffentlicht.  Viel Freude beim Nachdenken, mitmachen und hoffentlich gewinnen!

Danke, liebe Manuela und Tatjana, das ihr das Abo zur Verfügung gestellt habt!

Von Herzen,
Eure Inka

 

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Ein neues Jahr

Ich liebe den Anfang eines neuen Jahres. Es fühlt sich alles so rein an, so unbeschwert. Alles scheint möglich!
Wenn wir mit Jesus in ein neues Jahr hineingehen, dann ist das auch tatsächlich so. Mit Gott ist NICHTS unmöglich. Mit ihm können wir über alle Mauern springen. Die Mauer der Unsicherheit, der Abhängigkeit, der Angst und Sorge, der Zweifel, der finanziellen Last – keine Mauer hält vor unserem Gott stand, der uns frei machen will und in neues Land führt.

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Wie gehst du in das neue Jahr? Ich will dich dazu herausfordern, dass du jeden einzelnen Tag von 2018 vor den Thron Gottes legst. Dass du dich Jesus ganz neu auslieferst, mit allem was dich beschwert und beschäftigt. Jesus hat dich ganz im Blick, er weiß, was du brauchst und er sehnt sich nach dir. Hier ein paar ganz konkrete Tipps, wie du dich geistlich auf das neue Jahr einstellen kannst:

  • im vergangenen Blogpost habe ich den Vorschlag gemacht, sich ein Wort von Gott für das neue Jahr schenken zu lassen. Wenn du das noch nicht getan hast, ist jetzt ein guter Zeitpunkt! Bete, dass der Heilige Geist dir ein Wort zeigt und nimm das erste, das dir in den Sinn kommt. Bete dieses Wort über dem neuen Jahr aus und markiere es in deiner Bibel, wann immer es dir ‚über den Weg läuft‘.
  • Suche dir einen Bibelvers, den du über dem neuen Jahr ausbeten kannst. Z.B. Jeremia 29,11 – ‚Denn ich weiß, welche Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR. Gedanken des Heils und nicht des Unheils, ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.‘ Bete in etwa so: ‚Jesus, du sagst, dass du gute Gedanken über mir hast. Ich bete, dass dieses Jahr ein Jahr der Hoffnung wird. Dein Wort sagt, du hast Gedanken des Heils – dieses Jahr soll ein heilbringendes Jahr werden!‘
  • Schreibe dir konsequent auf, wenn Gott zu dir durch sein Wort oder durch andere Menschen spricht. Lege dir ein extra Büchlein zu, in dem du diese kostbaren Begegnungen festhalten kannst. Lese dir das immer wieder durch und sei neu ermutigt und erinnere dich an Gottes Verheißungen über dir und deinem Leben. Das hilft dir, in der Wahrheit verwurzelt zu bleiben.
  • Suche dir Menschen, mit denen du regelmäßig beten kannst! Ich empfinde das für mein eigenes Leben als so wichtig, dass ich Freundinnen habe, mit denen ich beten kann und die für mich im Gebet eintreten, wenn mir selbst die Worte und die Kraft fehlen. Wir können unser Leben nicht ohne die geistliche Unterstützung anderer erfolgreich bestreiten. Wir BRAUCHEN einander!! Und damit meine ich nicht den oft anonymen, oberflächlichen, (mit Kindern oft hektischen) Gottedienstbesuch am Sonntag, damit meine ich das intensive, kantige, rauhe, ehrliche, tiefe Miteinander im Alltag.
  • Überlege dir, in welchem Bereich du wachsen möchtest. Oder noch besser: frage den heiligen Geist, wo er dich herausfordern möchte. Und dann suche dir ein Buch zu diesem Thema oder einen Onlinekurs oder eine DVD Serie zum tiefer gehen und dazulernen. Sobald wir in unserem Glaubensleben stehen bleiben, driften wir ab. Es gibt keinen Stillstand – es gibt nur vorwärts oder rück-oder seitwärts. Unsere Devise soll aber stetig vorwärts sein, immer näher zu Jesus. Das geht oft so langsam, dass wir es als Stillstand empfinden, aber besser im Schneckentempo voran, als ohne Fokus orientierungslos herumirren. Sei geradlinig und kümmere dich aktiv um die Bereiche, wo du wachsen und reifen möchtest.
  • Setze dir klare Ziele. Wenn du weißt, wo du dazulernen musst, dann mach Nägeln mit Köpfen. Melde dich bei diesem Kurs an, gehe in die Seelsorge, lese dieses Buch, lerne diesen Bibelvers auswendig. Nimm es in die Hand, gestalte dein (Glaubens-)Leben, lass nicht zu, dass alles mögliche an dir zieht und zerrt. Sei klar fokussiert.
  • Setze Prioritäten. Unsere To-Do-Liste ist oft unser größter Feind. Lerne Dinge durchzustreichen. Sortiere aus: was ist wirklich dran? Was kann warten? Wo musst du lernen, nein zu sagen? Setze klare Grenzen, die dir neuen Freiraum schaffen.
  • Tue dir Gutes! Gehe achtsam mit dir selber um. Ich weiß von mir selber, dass dieser Punkt immer erst ganz unten auf der Liste steht und eher hinten runter fällt, als dass ich es umsetze. Dabei ist es so, so, so wichtig, dass wir respektvoll und liebevoll mit uns selber umgehen. Überlege dir, was deiner Seele gut tut…regelmäßige Spaziergänge? Malen? Schreiben? Dekorieren? Endlich diesen Roman lesen? Schaffe dir ganz bewusst Auszeiten in deinem Alltag, lass deine Seele baumeln, atme tief durch.
  • Und last but not least: mach es zu einer absoluten Priorität Jesus zu begegnen. Mach ihn zum Zentrum von allem was du tust und denkst und redest. Erinnere dich daran, dass sein Wunsch dir zu begegnen immer soviel größer ist, als deine Sehnsucht nach ihm! Er wartet bereits auf dich. Gehe zu diesem geheimen Ort, der nur dir und ihm gehört. Lass dich erfrischen und aufbauen und stärken von dem einen, der dein Leben in seiner Hand hält und der dich unendlich liebt. Ich denke so oft an die Begebenheit, wo Petrus aus dem Boot auf das Wasser steigt, um Jesus entgegen zu gehen. Alles geht gut, solange er seinen Blick auf Jesus gerichtet hält. In dem Moment, wo sein Fokus unsicher wird und er auf die Wellen sieht, wächst die Angst in ihm und er geht unter. Nur wenn wir unseren Blick fest auf Jesus gerichtet halten, können wir gut durch das neue Jahr kommen. Er ist der Fixpunkt, unser Anker, die Hand, die uns wieder hochzieht, wenn wir untergegangen sind.

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2018 wird auch für Alltagsliebe einige Veränderungen bereithalten. Ich blogge nun schon seit fast 7 Jahren und als ich anfing, war ich eine junge Mama, die es auf dem Herzen hatte aus ihrem Alltag zu berichten. Ich bin immer noch Mama, aber nicht mehr so jung =) und meine Kinder sind auch nicht mehr so klein und es fällt mir immer schwerer, über sie zu schreiben. Sie werden mehr und mehr zu eigenen Persönlichkeiten und ich empfinde die Momente mit ihnen als zu persönlich, als dass ich sie im Internet veröffentlichen möchte. Fragen wie Erziehungssstil und was koche ich heute und wann putze ich bloß, stehen nicht mehr so sehr im Mittelpunkt.
Mehr und mehr hat sich Alltagsliebe zu einem Blog entwickelt, wo ich über mein eigenes Leben reflektiere und über meinen Glauben schreibe. Die vergangenen Jahre bin ich durch ein sehr tiefes Tal gegangen und habe Jesus nochmal ganz anders kennengelernt. Mein Glaube ist gereift und in die Tiefe gewachsen. Ich spüre mehr und mehr, dass mich der heilige Geist dazu herausfordert, dass ich das, was ich gelernt habe, an andere weitergebe. Dass ich ermutige, herausfordere, ansporne. Themen wie Familie, Kinder, Mamasein bleiben natürlich weiterhin im Repertoire, einfach weil es mein Leben ist und mein Alltag. Aber es kommt viel Neues dazu.

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Und so nehme ich nun ganz offiziell Abschied von Alltagliebe, wie sie einmal war: ein Blog hauptsächlich für Mamas, wo ich über Alltag und Windeln und Wäscheberge schrieb. Und ich heiße die neue Alltagsliebe willkommen, wo es hauptsächlich um mein und dein Glaubensleben gehen soll und wie wir Jesus besser kennenlernen können.

Ich habe hin und her überlegt, ob das Ganze auch weiter Alltagsliebe heißen soll, aber weil mir kein anderer Name einfallen wollte, bleibt das erstmal so. Allerdings mit einer anderen Interpretation:

Alltagsliebe – Jeden Tag mit Jesus (er)leben.

Die Herausforderung für jeden Christen steckt ja im Alltag, im Einerlei, im Aus- und Durchhalten. Da, wo es oft trocken und einsam ist, wo wir unsere Kämpfe ausfechten. Aber genau da trifft uns die Liebe Jesu. Die Liebe Jesu ist für jeden (All)Tag, sie ist alltäglich – nicht im Sinne von langweilig und vorhersehbar, sondern im Sinne von tragend im Alltag, verlässlich, immer da.

Und so mache ich mich auf in eine neues Schreibkapitel und ich bin sehr gespannt! Ihr dürft euch auf viel Neues und Schönes freuen: Verlosungen, Videoinputs, ehrliche, tiefgehende Blogposts und mal sehen, was mir noch so alles einfällt. An dieser Stelle möchte ich dich ganz herzlich einladen, meiner Facebookseite ein Like zu schenken – denn dort schreibe und poste ich auch so einiges, was dich ermutigen kann: Klicke HIER.

Also, 2018! Herzlich Willkommen! Herzlich Willkommen neue, alte Alltagsliebe! Herzlich Willkommen auf diesem Blog, wenn du das erste Mal und auch wenn du schon ganze lange hier vorbei schaust! Möge hier mehr und mehr ein Ort entstehen, wo dein Glaube an Jesus sich in der Tiefe verankert und wo deine Seele sich in neue Höhen schwingen kann. Wir sind alle unterwegs zu der Liebe unseres Lebens: Jesus. Ich lade dich ein mitzukommen, mitzuhoffen – und dich mitzuteilen! Ich freue mich so, wenn ich von DIR höre!

Von Herzen,

deine Inka

 

 

 

 

 

 

 

Foto Credits: unsplash.com

Wenn Mama krank ist…

Mich hat es ziemlich erwischt. Ein fieser Husten quält mich jetzt schon seit über einer Woche. Meine Hausärztin war ganz verzweifelt, dass sie ich keinen Job habe, von dem sie mich krank schreiben konnte. ‚Und Sie haben auch keinen Nebenjob?‘ Nein, ich bin einfach nur zu Hause. Das ist mein Fulltime Job. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und nein, Bettruhe und ‚Klappe halten‘, wie Sie es so nett ausgedrückt haben, funktioniert leider nicht. Vielleicht sollte ich mal den Arzt wechseln…

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Und so hab ich mich die letzten Tage durch meinen Alltag gemogelt. Wenn schon keine Bettruhe, dann Couchruhe mitten im Chaos, wenn ich mir die Zeit stehlen konnte und der (absolut nicht geglückte) Versuch mit meinen Kindern im Flüsterton zu kommunizieren. Unzufriedenheit machte sich in meinem Herzen breit. Die Wäsche hing tagelang im Schlafzimmer. Das Essen wurde zweckmäßig, was ich gar nicht mag und mir irgendwie immer vermittelt, dass alles auseinander fällt. Ich meine, Nudeln mit Fertigsoße. Bäh. Meine Welt, die ich zusammen halte, geht langsam aber sicher unter, wenn das Kräuterbaguette aus dem Kühlregal das Abendbrot sein will. Oder wenn die Jacke in der Garderobe auf dem Boden liegen bleibt, weil Mama einfach keine Kraft hat zum millionsten Mal den Sohnemann daran zu erinnern, wo die Jacke denn hinkommt. An den Haken nämlich. Und die Schuhe bleiben auch alle kreuz und quer liegen. Ach Mensch…

Ich huste immer noch. Nicht mehr so schlimm. Endlich zeigt der grausliche Thymiantee seine Wirkung. Aber jetzt fühle ich mich irgendwie … so leer. Ich hab nix geschafft, war oft launisch und unfair, ich war eine ganz miserable, kranke, müde Mama. Alles ist durcheinander und ich weiß schon, dass das jetzt wieder eine Weile dauern wird, bis alles wieder an seinem Platz ist. Und ich mich wieder im geordneten Chaos wohl fühlen kann. Dann fällt mir ein, dass die Weihnachtsdeko bald aus dem Keller geholt werden will. Die Nachbarn haben schon ihre Weihnachtssterne am Fenster hängen. Die vorweihnachtliche Panik macht sich breit.

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Vorhin las ich diesen einen Satz: ‚Sei dir selbst gegenüber gnädig. Sonst kannst du deinen Kindern keine Gnade geben.‘ (Seth Dahl) Und es trifft mein Herz ganz tief. Das hatte ich vergessen in dieser Krankheitsphase. Das gnädig sein. Das ruhen dürfen. Das loslassen dürfen. Das okay sein mit dem nicht perfekten. Mit dem nicht erledigten. Mit dem Kräuterbaguette zum Abendessen.

Ich habe vergessen, dass Jesus mich nicht hetzt. Dass es für alles eine Zeit gibt, auch für fiesen Reizhusten und dass es dann okay ist, einfach nur krank zu sein.

Das nächste Mal (das gerne lange auf sich warten lassen kann…), will ich besser gewappnet sein für diese Hilflosigkeit, die sich bei mir breit macht, wenn ich mal ausfalle. Wenn ich mal nicht so einsetzbar bin, wie ich es gerne hätte.

Ich will mich daran erinnern, dass Jesus immer genug ist. Immer. Auch wenn Mama krank ist…

 

 

Fotos pixabay.com

 

 

Die kleinen Dinge

Vor ein paar Tagen kam meine 9jährige Tochter mit einer Kastanienschale nach Hause. Sie drückte sie mir in die Hand und sagte mit einem breiten Grinsen: ‚Für dich! Da ist was drin.‘ Ich öffnete die Schale, dachte natürlich, dass ich eine schöne Kastanie vorfinde. Aber stattdessen lag ein zusammengefalteter Zettel darin, mit den Worten: ‚Ich liebe dich, Mama.‘.

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Oh, mein Herz.

Mein Alltag, diese verrückte, chaotische, herausfordernde Aneinanderreihung von Tagen, besteht aus vielen, kleinen, wunderbaren Momenten. Als ich vor nun fast 6 Jahren meinen Blog ‚Alltagsliebe‘ getauft habe, nahm ich als Untertitel diesen Satz her: ‚Im Alltäglichen das Wunderbare entdecken.‘

Das ist die Botschaft an jeden von uns: dieses Leben ist so wundervoll, so prall gefüllt mit Segen und doch verpassen wir oft das Besondere, das jeder Tag in sich birgt. Wir hetzten und hasten, ein Termin jagt den nächsten, wir sind übermüdet und überfordert und stolpern so durch unser Leben.

Gott ist im Kleinen. Nicht nur! Aber auch. Und wir warten oft auf das Große, unübersehbare – aber zuvor müssen wir lernen unseren Blick zu schärfen für das Verborgene. Es ist wie eine Sehschule. Gott trainiert unsere Augen, unsere Wahrnehmung für sein Wesen im Kleinen. Zwischen Töpfen und Pfannen, Windeln und Wäsche, Terminen und Small-Talk mit der Nachbarin. Er will, dass unsere Herzen mehr und mehr im Einklang mit dem seinen schlagen, er sehnt sich nach unserer Aufmerksamkeit. Unser Alltag ist ein wunderbarer Ort um genau das zu trainieren:

Gott im Kleinen zu suchen, damit wir ihn auch im Großen finden können.

Ich beobachte bei mir, dass ich im feinfühligen Entdecken von Gottes Gegenwart in meinem Leben, ihn immer mehr lieben lerne. Ich begreife, dass er mich tatsächlich im Blick hat und dass das kleine alltägliche Einerlei ihm nicht egal ist. Er ist mit mir mittendrin und ich kann nicht anders, als staunen.

Um euch ein Beispiel zu geben: seit ungefähr einem Jahr spricht Gott zu mir durch Federn. Ich finde überall, auch an den unmöglichsten Orten kleine, weiße, flauschige Federn. Erst vorhin habe ich meinem Sohn eine kleine Ecke auf dem Balkon eingerichtet, wo er Playmobil spielen wollte, und da lag mitten in der Abflussrinne, wo es eigentlich dreckig und naß ist, eine kleine weiße Feder. Sofort flutete Frieden durch mich und ein Lächeln huschte über meine Lippen. Ja, er sieht mich! Er grüßt mich mit tausend Liebesgrüßen, jeden Tag aufs Neue. Ich bin geborgen unter seinen Flügeln.

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Und sein Wort. Ich liebe, wie lebendig Gottes Wort ist. Es trifft mich so oft mitten ins Herz. Vielleicht haben einige von euch mein erstes Facebook Live Video (hier klicken, um es ansehen zu können) gesehen. Darüber sprach ich über Mangel und wie wir lernen können, mit Mangel umzugehen. Ein paar Tage später las ich in den Losungen diesen Vers: ‚Mein Gott wird allem euren Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Jesus Christus.‘ Phil. 4,19 Wie schön ist das? Gott hat schon unzählige Male durch die Bibel so konkret und so liebevoll in mein Leben hinein gesprochen.

Ich möchte dich, liebe Mama, herausfordern, dass du durch deinen Tag mit offenen Augen und offenem Herzen gehst. Gott will dir begegnen, er will zu dir sprechen. Er hat eine Botschaft für dich, auch heute.

Er gibt dir deinen Alltag in deine Hände und sagt: ‚Für dich! Da ist was drin.‘ Und dann öffnest du das kleine, unscheinbare Geschenk und weißt, du bist geliebt.

 

 

Die zerbrochene Vase

Ganz am Anfang unserer Ehe habe ich eine Vase gekauft. Kurz nach dem Kauf fiel mir auf, dass sie einen Sprung hatte. Von außen kaum sichtbar. Ein bisschen verärgert darüber, versuchte ich die Vase bei einem Flohmarkt wieder zu verkaufen, aber sobald ich die potentiellen Käufer auf den Sprung aufmerksam machte, haben sie das Interesse verloren. Interessanterweise hielt die Vase trotz ihrem Mangel das Wasser. Also entschied ich, sie nicht wegzuwerfen.

Die Vase habe ich heute noch. 14 Jahre später ist sie mittlerweile meine Lieblingsvase.

Und durch die Vase habe ich zwei wichtige Lebenslektionen gelernt:

Ich muss nicht perfekt sein, um meine Berufung erfüllen zu können und ich darf Mut zum Mangel haben. 

Ich muss nicht alles beieinander haben, ich darf schwach sein, ich darf Fehler machen, ich darf Grenzen haben, ich darf ’nein‘ sagen, ich darf Verletzungen, Narben haben, ich darf gezeichnet sein vom Leben – und trotzdem sagt Jesus ‚ja‘ zu mir und führt mich Schritt für Schritt in die Berufung hinein, die auf meinem Leben liegt.

Wenn du darauf wartest, perfekt zu sein, alles richtig zu machen – dann zieht das Leben an dir vorbei und du verpasst all die Möglichkeiten, wo Jesus in deiner Schwachheit stark sein kann. Wo sein Licht durch deine Zerbrochenheit scheinen kann. Wo deine Geschichte jemanden anderem Mut machen kann.

Sei wie diese Vase und lass dich von deinen Grenzen, deinen Unzulänglichkeiten nicht aufhalten deine Bestimmung zu erfüllen.

Wie oft schon stand ich mitten im Alltag und wusste nicht mehr ein noch aus. Kleine Kinderhände klammerten sich an mir fest, auf dem Herd kochte die Suppe über, der Wäscheberg wuchs und wuchs. Wie oft fühlte ich mich dem Mama-sein nicht gewachsen, wollte einfach nur noch weg. Wie oft dachte ich insgeheim, mein Mann und ich haben uns mit vier Kindern heillos überfordert. Aber immer, immer wieder, hielt der Sprung. Immer wieder spürte ich, wie der Heilige Geist mir neuen Rückenwind gab, neue Bestätigung. Da wo ich stehe, da stehe ich richtig. Als Mama, als Freundin, als Wegbegleiterin…

Der Feind wird immer wieder versuchen, dir einzureden, dass du es nicht kannst. Dass du zu klein, zu unwichtig bist. Dass dieser „Sprung“ in dir den Spannungen des Lebens nicht stand halten wird. Dass du den Herausforderungen nicht gewachsen bist.

Jedesmal wenn ich Wasser in diese Vase fülle und Blumen hineinstelle, bin ich daran erinnert, dass mein großer Gott sich nicht durch meine Zerbrochenheit davon abhälten lässt, in meinem Leben zu wirken und durch mich stark zu sein. Alles, was ich tun muss, mich von ihm füllen zu lassen. Dann kann Neues durch mich blühen.

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photo credit: hjl <a href=“http://www.flickr.com/photos/92605333@N00/8754710201″>How will you fill your vase?</a> via <a href=“http://photopin.com“>photopin</a&gt; <a href=“https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/“>(license)</a&gt;

 

Wenn alles schief läuft

Es sollte eine ruhige, erholsame, friedliche Woche werden. Viel Zeit für die Kinder. Zeit für meinen Mann. Zeit für mich. Ein Buch lesen, vielleicht sogar zwei. Innerlich wieder ruhig werden nach wochenlangem Stress.

Nichts, wie erhofft

So hatte ich mir das vorgestellt, aber es kam anders. Am ersten Tag unserer Urlaubswoche stürzte unser Sohn auf einem Spielplatz. Mitten in einer Stadt, in der wir uns nicht auskannten, ohne Auto. Also trug mein Mann unseren Sohn zur U-Bahn Station und wir gingen zum nächstbesten Krankenhaus. Nein, dort können sie unseren Sohn nicht behandeln. Wir sollten wieder zurück in die Innenstadt, ins Kinderkrankenhaus. Also wieder hinaus in die drückende Hitze, mein Mann unseren Sohn auf den Armen. Endlich kamen wir völlig verschwitzt bei der Notaufnahme an und wussten nach fast 4 Stunden Wartezeit: Ellenbogenbruch.

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Die Nacht darauf war nicht gut. Unser Sohn hatte Schmerzen, kam mit dem Gips nicht zurecht. Völlig übermüdet wachten wir am nächsten Morgen auf. Was für ein Start in einen herbeigesehnten Urlaub! Wir versuchten optimistisch zu bleiben und das Beste zu erwarten. In der darauffolgenden Nacht übergab sich unsere Tochter. Am dritten Urlaubstag wusch ich den ganzen Tag Bettwäsche. Unsere zweite Tochter lag im Bett mit Magenkrämpfen. In mir regte sich Unmut. Anklage gegenüber Gott. Das soll unsere wohlverdiente Auszeit sein? Kannst du das nicht besser, Gott?

Unsere Urlaubswoche ging so weiter. Nachts viel Weinen, Trotzanfälle unseres Sohnes, der sich mit dem Gipsarm allzu sehr eingeschränkt fühlt. Schlecht gelaunte Kinder. Genervte, müde Eltern. Alles ging den Bach runter.

Karfreitag – Tag der Hoffnung

Und dann war Karfreitag. In mir war keine Andacht. Keine Ruhe. Wie sehr wollte ich mit den Kindern dieses Ostern ganz bewusst erleben. In die Tiefe gehen. Zeit zum Lieder singen, Bibelstellen lesen. Beten. Nichts da.

Weil sich unsere ganzen Pläne verschoben haben, sind wir an Karfreitag in den Zoo gegangen – die Idee hatten mit uns gefühlt 10 000 andere Menschen. Es war voll, laut, die Tiergehege kaum zugänglich. Ich erinnerte mich an ähnliche Situationen vor ungefähr einem halben Jahr. Da konnte ich Menschenmassen nicht aushalten. Da brach in mir die schiere Panik aus, wenn es  um mich herum laut war und ich nicht einfach weggehen konnte. Da hätte ich so einen Tag im Zoo nie und nimmer geschafft. Aber dieses Mal funktionierte es. Ich blieb innerlich ruhig. Ich konnte mich auf die Kinder konzentrieren. Ein kleines, großes Wunder. Auferstehungskraft in mir. Ich konnte erkennen: Gott hat an und in mir gearbeitet in den letzten Wochen und Monaten. Ich bleibe nicht am selben Fleck stehen, es tut sich etwas, ich gehe vorwärts. Halleluja! Und so erfüllte sich mein Herz an diesem kühlen Karfreitag im überfüllten Zoo mit Lobpreis. Herr, du bist gut zu mir. Du stehst zu deinen Verheißungen. Danke, dass du für mich am Kreuz gestorben bist, dass ich Leben in Fülle haben kann. Danke, dass du die Angst besiegt hast. 

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Trotz allem

Ich schaue auf diese verkorkste Urlaubswoche zurück. Habe ich die Ruhe gefunden, nach der ich mich so gesehnt habe? Nein. Habe ich neue Kräfte für den Alltag getankt? Nicht wirklich. Ist mir Jesus begegnet? Ja.

In allem Schwierigen, in allem Frustrierenden, in allem so Sinnlosen. Armbruch im Urlaub. Magen-Darm. Zahllose Trotzanfälle. Jesus war da.

Meine Tochter drückte mir gestern eine fast verwelkte Blume in die Hand. An einem Stiel mindestens 20 klitzekleine, tiefblaue Blüten. Auf den winzigen Blütenblättern noch verschiedene Schattierungen. Atemberaubend schön. Meine Tochter fand die Blume auf den Boden liegen, im Staub.

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Und so ist das mit meinem Leben auch oft. Ich liege im Staub, fühle mich übergangen, nicht gesehen, bräuchte so dringend eine Vase mit frischem Wasser. Der Herr sieht mich und hebt mich auf. Er gibt mir zu trinken. Er richtet meinen Blick auf die Wahrheit. Mein Leben ist gerade eine kleine, mittlere oder große Katastrophe? Jesus hat am Kreuz gesiegt und nichts, was ich gerade durchmache, hat er nicht schon vor mir getragen.

Meine Lasten werden tragbar, weil sie schon auf seinen Schultern lagen.

Morgen werde ich mit gemischten Gefühlen die Koffer packen. Der Alltag wartet schon mit neuen Herausforderungen, denen ich mich nicht gewachsen fühle. Aber in mir klingt das Lied aus dem Ostergottesdienst von heute morgen nach: ‚Vollbracht, vollbracht! Es ist vollbracht. Der Weg ist jetzt frei in deine Gegenwart.‘

Das ist was zählt. Seine Gegenwart in meinem Jetzt. In meiner Traurigkeit, meiner Müdigkeit. Sein Sieg in meinem Unvermögen, meiner Wut. Sein Ja in meinen Unmöglichkeiten, in meiner Begrenztheit. Sein Leben in meinen Enttäuschungen, meinem Versagen. Jesus ist alles, was zählt. Hätte ich ihn nicht, wäre alles ein Scherbenhaufen. Er macht alles neu und kann selbst so eine schief gegangene Woche in Segen verwandeln.

Daran halte ich mich fest, wenn es morgen wieder nach Hause geht.

Osterfreude inmitten von Verzagtheit. Auferstehungskraft in meiner Schwachheit.

Am Ende der Karwochen unseres Lebens steht immer das leere Grab, erklingt immer Osterjubel.

Alle Bilder Copyright Inka Hammond

Stille zwischendurch

Seit Weihnachten war fast ununterbrochen jemand bei uns zu Hause krank. Ich habe unzählige heiße Zitronen zubereitet, Wärmflaschen aufgefüllt, Betten nachts um 3 Uhr frisch bezogen, innig geliebte Kuscheltiere so schnell wie möglich gewaschen, dass sie wieder zum Kuscheln einsatzbereit waren, ich habe Hustensaft gekocht und Nasen geputzt.

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Und vorgestern ist dann ein kleines Wunder passiert: ALLE Kinder waren in der Schule und im Kindergarten und ich hatte einen ganzen Vormittag ganz alleine – nur für mich. Ich hätte die Zeit super nutzen können, um endlich die ganzen Dreckwäscheberge zu bewältigen, ich hätte die Küchenschränke endlich mal abwischen können, ich hätte Staub wischen sollen. Dringend. Anstatt dessen packte ich meine Bibel, mein Tagebuch und radelte zum nächsten Cafe. Bestellte mir einen Obstsalat und einen Tee und saß einfach nur da. Ich las in meinem Bibelleseplan die Stellen von Anfang März, denn weiter war ich noch nicht gekommen. Ich schrieb Gedanken auf, die schon längst aufgeschrieben werden wollten und das tat so gut. Ich genoss das Obst Stück für Stück, ohne Hast und es schmeckte köstlich. Meine Seele wurde still und ich glaube, ich war in diesem Moment genau da, wo der Herr mich haben wollte.

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Denn ich glaube, dass unser Gott mitleidet, wenn wir uns abhetzen und uns mit solchen Augenringen durch den Alltag quälen. Ich glaube, Gott möchte uns Ruhezeiten schenken. Besonders uns Mamas, die wir so oft unter Schlafmangel leiden und uns häufig ausgebrannt fühlen. Sein Wort sagt: ‚Bei Gott allein findet meine Seele Ruhe…‘ Psalm 62,1. Gott kennt mein Bedürfnis nach Ruhe, nach Stille, nach Alleinsein. Er kennt es besser, als ich selbst. Und wenn ich genau darauf achte, dann schenkt er mir täglich Ruheinseln. Nur ich beachte sie nicht und werkel weiter und wundere mich dann, warum die Kräfte immer weniger werden.

Momente zwischendurch

Wenn ich etwas gelernt habe in den vergangenen 11 Jahren, in denen ich nun schon Mama sein darf, dann dieses: ich muss für mich selber sorgen. Ich muss auf mich achten, mir Gutes gönnen, sonst brenne ich über kurz oder lang aus. Im Mamadasein gibt es keinen Feierabend, kein Wochenende, keinen Urlaub von meine Pflichten und Aufgaben. Auch in den Ferien will gekocht und geputzt und gewaschen werden. Es ist ein 24 Stundenjob, 7 Tage die Woche. Ich MUSS mir Zeiten der Ruhe einplanen, ganz bewusst und vor allem auch ganz spontan. Ein fester Zeitpunkt ist vor allem mit kleinen Kindern eher unrealistisch und führt zu Frust, wenn es immer wieder nicht klappt, weil etwas dazwischen kommt. Ich habe für mich die Momente zwischendurch entdeckt: das Feiern, dass endlich alle wieder gesund sind, die Tasse Kaffee, als die Kinder ganz entspannt spielen, die Augen kurz schließen und die Sonne genießen, weil die Sandburg von den Kinderhänden alleine gebaut wird. Erstens komme ich so immer wieder bei mir an und zweitens erlebe und lebe ich viel intensiver. Ich höre das Vogelgezwitscher, ich sehe das Schattenspiel an der Wand, ich schmecke den süßen Milchschaum. Das tut meiner Seele gut, ich spüre mich, ich merke, ich lebe!

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Gott schenkt Ruhe

Gott will, dass ich Ruhe finde in meinem hektischen Alltag, aber vor allem will er, dass ich Ruhe bei ihm finde. Denn nur in seiner Gegenwart gibt es die perfekte Ruhe, den vollendeten Frieden. Aber wie kann ich das als Mama umsetzen? Wie kann ich seine Gegenwart suchen, wenn es um mich herum laut und chaotisch zugeht? Auch da habe ich für mich das Zwischendurch entdeckt. Das ist nicht immer ausreichend, aber in stressigen Lebensphasen ein wahrer Schatz und für mein Herz lebensnotwendig. Gott freut sich über jeden Gedanken, den ich ihm schenke – ob das nun während des Wickelns ist oder ob ich tatsächlich mit meiner Bibel und meinem Tagebuch eine halbe Stunde ihm meine volle Aufmerksamkeit widmen kann. Lange Zeit habe ich mich abgemüht meine Stille Zeit in meinen Mama-Alltag zu integrieren und es wurde mehr und mehr zum aussichtslosen Kampf und ich blieb frustriert zurück. Sei nicht so streng mit dir, liebe Mama. Der Herr sieht deinen Einsatz und deine Müdigkeit und deinen so schwer planbaren Tag und er führt dich behutsam (Jesaja 40,9). Anstatt punktuell eine Zeit mit Jesus einzuplanen, plane lieber, den ganzen Tag mit ihm zu verbringen. Schenke ihm deinen ersten Gedanken, wenn du noch im Bett liegst. Singe ein Lobpreislied in der Dusche. Schreibe dir Bibelverse auf und klebe sie an Kühlschrank, Badezimmerspiegel und Geldbeutel. Bete am Essenstisch keinen kindlichen Reim, sondern formuliere dein Herzensgebet. Bete laut mittendrin, auch dass deine Kinder es hören können! So lernen sie von Anfang an: Gott ist da und immer ansprechbar. Habe keine Scheu in Sprachen zu beten, strecke dich danach aus, wenn du diese Gabe noch nicht empfangen hast. Das ist eine wunderbare Art zu beten, wenn die Worte fehlen und der Verstand noch zu müde ist. Und so wird Jesus mehr und mehr Teil deines Alltages und ich habe erlebt, dass die Zeiten mit Bibel und Tagebuch wieder mehr planbar werden, sobald die Kinder größer sind. Nimm die Phase, in der du jetzt bist an und umarme die Umstände, die dein Leben gerade bestimmen. Es wird auch wieder anders werden!

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Ich wünsche dir und mir, dass wir die täglichen Ruhezeiten entdecken, die Gott uns schenkt. Dass wir lernen inne zu halten, das Leben intensiv wahr zu nehmen, mal anhalten, um die Blume am Wegesrand zu beobachten. Wir sind nicht dazu geschaffen, immer durch zu powern, immer alles zu geben. Wir dürfen, wir sollen zur Ruhe kommen – immer wieder, zwischendurch.

 

 

 

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Freude im Kleinen

Meine 6jährige Tochter sagte neulich zu mir: ‚Mama, ich LIEBE das Leben!‘ Ich, ganz erstaunt über ihren spontanen Gefühlsausbruch: ‚Ja, warum denn?‘ ‚Na, weil man spielen kann und so!‘

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Spielen und so. Nicht unbedingt die Gründe, die mich zu einem tiefem Seufzen absoluter Glückseligkeit hinreißen. Aber so leben meine Kinder. Vor allem die Kleineren. Interessant, wie dieses einfache Zufriedenstellen mit den Jahren immer komplizierter wird.

Das simple Jubeln über das Leben geht mir nach. Immer wieder denke ich an das selige Lächeln meiner Tochter, die pure Geborgenheit, die aus jeder Pore ihres kleinen Seins strömte. Sie vertraut dem Leben, hat keine Angst vor dem Morgen, gibt sich einfach dem Moment hin.

Das will ich auch.

from Inkas phone 104

Und doch ist es so schwer, wenn man im Leben schon große Enttäuschungen erlebt hat, man hinter jeder Wegbiegung etwas Bedrohliches erahnt, wenn man dem Leben einfach nicht mehr trauen kann. Als Kind, da ist man sich sicher, dass alles gut werden wird. Aber wenn man dem ungeschminkten Leben mal ins Gesicht geschaut hat, ändert sich das.

Wir Jesus liebende Menschen haben aber die Möglichkeit Kind zu bleiben. Dem Leben zu trauen, weil unser Erlöser die Welt überwunden hat. Hinter jeder Wegbiegung nicht etwas Schlimmes zu erwarten, sondern Segen, weil unser Vater im Himmel der Geber aller guten Gaben ist. So wie meine Tochter, darf auch ich als erwachsene Frau das Leben unvoreingenommen umarmen, weil Jesus mir Leben in Fülle versprochen hat.

Hot Air Balloons

Und wenn es schief läuft? Wenn kleine und große Katastrophen passieren? Wenn meine Kinder verletzt sind, krank sind, enttäuscht, entmutigt, sorgenvoll, ängstlich – dann nehme ich sie auf meinen Schoß und tröste sie. Rede ihnen gut zu. Male ihnen die Zukunft mit bunten, leuchtenden Farben. Und das macht mein himmlischer Vater auch mit mir. Ich habe gelernt, wenn das Leben schwarz ist, dann lese ich die Psalmen, dann singe und spreche ich biblische Verheißungen über meinem Leben aus, ich lege meine Hand auf Kopf und Herz und sage: ‚Du bist geliebt! Du bist gewollt! Der Herr hat einen Plan mit dir. Er wird dich wieder aufrichten. Du wirst gehen und nicht müde werden. Du wirst aufsteigen wie auf Adlers Flügeln.‘ Die Wahrheit vertreibt alle Finsternis.

Und wenn man so lebt, als geliebtes, gehaltenes Kind Gottes, dann kann man getrost glückselig ausrufen: ‚Ich LIEBE das Leben!‘ Die Umstände werden unwichtig. Das Leben wird zum größten Geschenk.

 

(copyright aller fotos: inka hammond)

Schleudergang

Ich fische immer wieder kleine Schätze aus meiner Waschmaschine. Keine Ahnung, wie sich Centstücke, kleine Steine und Spielfiguren mit der Dreckwäsche in die Waschtrommel hinein schmuggeln. Aber nach dem Waschgang fallen sie mir in die Hände, quietschesauber.

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Obwohl ich die Hosentaschen und Jackentaschen (mehr oder weniger) sorgfältig kontrolliere, fallen mir die kleinen Schätze meiner Kinder nicht auf. Erst das heftige Drehen der Waschmaschine, das hin und her schleudern, fördern sie zutage.

Liebe Mama, im Leben ist das oft genauso. Oft kommen die verborgenen Schätze in uns erst nach einem ordentlichen Schleudergang ins Licht. Oft muss das Leben uns hin und her beuteln, dass wir versteckte Kräfte erahnen können, uns an verschüttete Träume erinnern oder vergessene Gaben wieder entdecken. Sanfte Handwäsche tut da oft nicht viel, es muss ein wenig wilder zugehen, das Wasser muss etwas heißer sein, der Waschgang länger.

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Es kommt nach so einem Schleudergang nicht nur der ein oder andere Schatz ans Licht. Der eigentliche Sinn und Zweck ist, dass wir gereinigt werden. Die heißen Waschgänge des Lebens sind unser Heiligungsprozess. Hartnäckige Flecken werden bearbeitet, alles schmuddelige, dreckige, muffelige muss weichen – wir werden sauber und rein. Was für ein schönes, befreiendes Lebensgefühl!

Ich lerne, Gott mit den Waschgängen meines Lebens ganz zu vertrauen. Er geht sorgfältig mit den verschiedenen Textilien um, wäscht Seide nicht bei 90 Grad. Und ich staune immer wieder über die kleinen Schätze, die ich in der Waschtrommel meines Herzens finden darf.

‚Druck von außen kann dich innerlich verändern.‘ Lisa Bevere

photo credit: Christian Haugen <a href=“http://www.flickr.com/photos/34073237@N04/5823592527″>Washing machine</a> via <a href=“http://photopin.com“>photopin</a&gt; <a href=“https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/“>(license)</a&gt;

 

 

Liebevolle Erinnerung

Da berührt Gott mein Herz so tief und ein paar Wochen später habe es schon wieder vergessen…Den Kopf voller to-do’s, das Herz voller Fragen. Der Alltag schafft es immer wieder, mich in meine Knie zu zwingen und lässt mich vergessen, welch großer Segen am Wegesrand zu finden ist. Und so brauche ich Gottes liebevolle Erinnerungen. Es ist ja kaum zu fassen, dass er nicht die Geduld mit mir verliert. Ein Gedächtnis wie ein Sieb hab ich, wenn es um seine Wunder und Wohltaten geht, die er an mir getan hat.

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Vor ein paar Tagen habe ich ein Buch aus dem Regal gezogen, dass ich schon eine kleine Ewigkeit nicht mehr gelesen habe. ‚Poesie für jeden Tag‘ heißt es und ist so romantisch, wie der Titel verspricht. Ich liebe Gedichte, habe sie schon immer geliebt und auch selbst geschrieben. Seit unser viertes Kind auf der Welt ist, war mein Leben zu hektisch, ich chronisch übermüdet, so dass ‚Poesie‘ kaum Platz fand zwischen Windeleimer und Milchreistöpfen. Und vor ein paar Tagen eben, war mein Impuls es sei höchste Zeit mal wieder für ein bißchen Bildung für meine Seele. Ein paar schöne, kunstvolle Sätze, wie ich sie nie verwende, wenn ich mit meinen Kindern diskutiere, wer mit Tischdecken dran ist. Ein bißchen Träumen und Schwelgen in meiner kleinen Welt, die auf der einen Seite so übersichtlich begrenzt ist und doch so viel Chaos bergen kann.

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Ich öffnete das Buch, blätterte, bis ich das richtige Datum fand und las das Gedicht für diesen Tag. Und Gott sprach in mein Herz, wieder einmal:

‚Herz, mein Herz, sei nicht beklommen
Und ertrage dein Geschick,
Neuer Frühling gibt zurück,
Was der Winter dir genommen

Und wie viel ist Dir geblieben!
Und wie schön ist noch die Welt!
Und, mein Herz, was Dir gefällt,
Alles, alles darfst Du lieben!‘

(Heinrich Heine)

Mit Tränen in den Augen dachte ich an jenen eiskalten Tag im Park, wo Gott mir auch schon den Frühling für meine Seele verheißen hat. Und nun erinnerte er mich liebevoll durch ein altes Gedicht an seine Verheißung, als ich gerade dabei war, zu vergessen und zu verzweifeln.

Nur Mut, mein Herz. Und Mut für Dein Herz, liebe Mama! Lass dich heute liebevoll von Gott an verborgene, verschüttete Versprechen erinnern. Der Herr sieht Dich und geht seinen Weg mit Dir. Vielleicht gefällt Dir die ein oder andere Abzweigung nicht. Vielleicht gehst Du einen einsamen Weg, vielleicht musst Du gerade durch einen dunklen Wald und Angst will sich breit machen in Dir. Vielleicht geht es schon lange steil bergauf und Du denkst, Du schaffst keinen weiteren Schritt.

Lass Dich heute ermutigen und erinnern. Der Herr ist mit Dir.