Kastaniensegen

Auf dem Schulhof stehen Kastanienbäume und meine Kinder kommen nun jeden Tag mit Taschen voller Kastanien nach Hause. Voller Freude laden sie ihre Schätze auf dem Küchentisch ab – und lassen sie dann auch da liegen.

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Wir haben mit Kastanien in den letzten Jahren schon alles mögliche gebastelt: Kastanienketten, Kastanienkränze, Kastanienmännchen. Aber so langsam gehen mir die Ideen und auch die Stauräume aus. Denn die gebastelten Kunstwerke darf ich ja auf keinen Fall entsorgen!

Ich liebe Kastanien. Ich liebe es, die harte, stachelige Schale auseinander zu brechen und dann die Kastanie perfekt eingeschmiegt vorzufinden. Ich liebe die dunkelbraune Oberfläche, so glänzend wie fein poliertes Edelholz. Ich liebe es, wie sich die Kastanie in meiner Hand anfühlt, glatt und kühl. Kastanien sind außergewöhnlich schön.

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Aber zu viele Kastanien nerven, ehrlich gesagt.

Ich weiß nicht mehr, wohin damit. Wir haben mittlerweile mehrere Tüten und Taschen vollgepackt und nach einiger Zeit sehen die Kastanien auch nicht mehr schön aus. Sie werden schrumpelig, der Glanz geht verloren.

Ich muss knallhart Kastanien aus unserem Haus verbannen!

Das fällt mir schwer. Ich überlege, was ich vielleicht doch noch basteln könnte. Aber nein, dieses Jahr fehlt die Zeit, die Energie und die Ideen. Ich muss aussortieren, was dran ist, was in unser Familienleben gerade reinpasst. Ich muss das Gute vom Besten trennen.

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Es gibt noch mehrere solche Bereiche in meinem Leben, wo Kastaniensegen herrscht: viele gute Dinge, die aber Zeiträuber und Platzräuber für das Beste geworden sind. Ich muss lernen, ’nein‘ zu sagen und neu gewonnenen Freiraum nicht gleich wieder zuzumüllen.

Gott stellt meine Füße auf weiten Raum. Er möchte, dass ich in meinem Alltag durchatmen kann. Sobald ich das Gefühl habe, es wird mir alles zuviel, so als würde ein Elefant auf meinem Brustkorb sitzen, gehen die innerlichen Alarmglocken los. Was kann weg? Was ist nicht notwendig? Was ist nicht dran?

Gott ist kein Gott, der hetzt. Gott ist ein Gott der Ruhe.

Vielleicht behalten wir eine handvoll Kastanien. Die fülle ich in ein Glas und stelle ein Teelicht drauf. Die Idee kam mir gerade.

Und der Rest kommt weg.

 

 

(Fotos von pixabay.com)

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Mama und Tochter

Ich sitze gerade auf dem Badezimmerboden und balanciere den Laptop auf meinen Beinen. Das Badezimmer ist momentan der einzige Ort in unserem Zuhause, wo Ruhe herrscht und ich die Türe hinter mir schließen kann. Außerdem das einzige Zimmer mit Fußbodenheizung und das genieße ich Frostbeule gerade sehr.

 

Ich denke schon lange über meine Identität als Tochter nach. Tochter Gottes. Lange Zeit war das für mich völlig abstrakt, unerreichbar. Ich hatte und habe Schwierigkeiten Gott als Vater zu sehen. Ich empfinde es so, als wäre ich in meiner Identitätssuche in den letzten Wochen ein wenig voran gekommen und in meinem Herzen ist so eine Art Bestätigung, ein ‚ja‘, das aus der tiefsten Tiefe meiner Seele kommt.

 Meine Identität

Identität – das ist so ein großes, unüberschaubares Wort…wer bin ich eigentlich? Was kommt zutage, wenn ich anfange meine Masken abzulegen, ehrlich nachzufragen, genau hinzusehen? Wenn ich beginne, die Mauern, die ich um mein Herz gebaut habe, Stein für Stein abzutragen?
Wir alle tragen Verletzungen in uns, die uns davon abhalten die Frau zu werden, die sich Gott erdacht hat, als er uns schuf. Um unsere weichen, sensiblen Herzen tragen wir schwere Eisenketten – jedes Glied eine Verletzung, ein unbedachtes Wort, Enttäuschung, zerbrochene Träume…

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Irgendwie haben wir uns durch die Kindheit und die Pubertät gekämpft, immer ein Kettenglied mehr, und heute wissen wir gar nicht mehr, für was unser Herz eigentlich schlägt unter all dem harten, kalten Eisen. Es gilt Kettenglied für Kettenglied abzutragen, anzusehen, loszulassen. Bis mehr und mehr unser Herz zutage kommt, blutend und pulsierend und uns ahnen lässt, was Gott ganz am Anfang in uns hineingelegt hat. Träume werden wieder groß, Visionen steigen wieder auf, das Leben färbt sich wieder bunt.

Durch die Wüste

Wenn Gott uns Frauen in unsere Identität als Tochter führt, müssen wir zuerst diese Eisenketten ansehen und das tut unendlich weh und hält viele davon ab, diesen Weg einzuschlagen. Es scheint einfacher, die Ketten zu behalten und dafür nur klein zu träumen oder vielleicht ganz damit aufzuhören. Es scheint leichter, sich ein wenig Härte zu behalten, denn man weiß nie, wann und wo das Leben zuschlägt.

Ich bin so dankbar, dass Gott mit mir meine Vergangenheit ansieht, damit ich meine Zukunft gestalten kann. Dass er dieses kleine, verletzte, hilflose Mädchen in seine Arme nimmt und zur mutigen, selbstbewussten, starken Frau heranreifen lässt. Das ist ein langer, beschwerlicher, oft schmerzhafter Weg, aber der Weg ins verheißene Land führt durch die Wüste. Die Wüste aber wird zum Ort der Begegnung mit meinem Erlöser, dort spricht er freundlich zu mir. Dort führt er mich in meine Identität, in meine Berufung.

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Mama und Tochter

Ich bin Mama von vier Kindern und seit meine erste Tochter vor fast 11 Jahren geboren wurde, wurde ich zur Erwachsenen. Ich übernahm Verantwortung. Ich traf Entscheidungen. Ich verabreichte Medizin. Ich organisierte den Haushalt. Ich tat all die Dinge, die erwachsene Mütter tun. Ich ging so in meiner Rolle als Mama auf, das ich vergaß, Tochter zu sein. Ich glaube, das ist ein Balanceakt für uns Mamas: unsere Berufung Tochter zu sein, inmitten von unseren kleinen Töchtern und Söhnen, die uns brauchen und auf uns angewiesen sind, nicht zu vergessen. Wir sind da, wir sind bereit, wir investieren, wir geben, wir wickeln und stillen, wir füttern, wir räumen auf. Wir sind die ultimativen Multitasker.
Aber wir sind auch auf jemanden angewiesen. Wir müssen auch zu jemanden aufschauen. Wir brauchen auch Zeit auf seinem Schoß, müssen unseren Kopf an seine Brust lehnen. Wir brauchen seinen Zuspruch, seine Ermutigung. Wir brauchen ihn, der Sinn und Identität in unser Mamaherz spricht – wir sind Töchter und brauchen unseren himmlischen Vater.

Lass die Mama, die alles im Griff haben will, die ihre to-do-Listen schreibt, einfach mal los. Lehne dich zurück, such dir einen Ort der Ruhe – und sei es das Badezimmer. Und dann begegne dem Blick, der dir sagt: ‚Du bist geliebt.‘

Du hast die Wäsche wieder nicht geschafft? Alles okay. Dein Temperament ist wieder mit dir durchgegangen? Ruh dich bei mir aus. Du denkst, du kannst deinen Kindern nicht gerecht werden? Lass mich dein Alles sein.

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Ich bin geliebt

 

Liebe Mama, dieser Blick Gottes auf mir ist meine Sehnsucht. Dieser Blick erinnert mich an meine Identität. Dieser Blick gibt mir Ruhe und Frieden mitten im Alltagsgewitter. Und je mehr ich mein Herz öffne, je mehr ich diese Eisenketten abtrage, je mehr ich den liebenden Vaterblick an mich ranlasse, desto mehr pulsiert in mir diese urtiefste Berufung Tochter zu sein. Mit Leib und Seele, Haut und Haar.

Tochter, geliebte Tochter. Das bin ich.

 

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Ich kann die Uhr ticken hören

Ich kann die Uhr ticken hören.

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So leise ist es. Lange Jahre war vormittags immer mindestens ein Kind in meinem Arm. Oder an meinem Bein. Ich sehe kleine Hände voller Wasserfarben. Ich erinnere mich an die Seifenberge im Waschbecken, wenn ich mich mal schnell ums Aufräumen gekümmert habe. Der umgekippte Abfalleimer, die vollgekritzelte Wand. Es war immer etwas los. Es war bunt und anstrengend und … niemals leise.

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Jetzt sitze ich am Küchentisch und kann kaum glauben, dass diese Jahre vorbei sind. Wo ist die Zeit geblieben? Nun kommt es mir wie eine ferne Erinnerung vor, dass ich diesen Tag der Ruhe herbei gesehnt habe. Endlich nur ich. Endlich Ordnung. Endlich kein Kind, das mir beim Klo putzen helfen will.

Nun ist es soweit und ich vermisse das Kinderlachen. Das Türen knallen. Das ‚Mama, darf ich bitte, bitte, bitte vom Teig naschen?‘ Und das hunderttausendste:’Mama, spielst du mit mir?‘.

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Meine drei großen Mädchen sind in der Schule, der Jüngste im Kindergarten. Wenn ich den letzten Abschiedskuß gegeben habe, bin nur noch ich da. Das kommt mir so wenig vor. Viel zu leise. Viel zu aufgeräumt. Keine kleinen urplötzlichen Katastrophen mehr. Ich fühle mich ein wenig verloren in dieser neuen Welt. Muss mich erst noch zurecht finden. Ich frage mich, was ich zuerst putzen soll oder ob ich mich jetzt an aufwendigeres Mittagessen wagen kann. Oder ob ich einfach mal was nähen soll oder spazieren gehe?

Ganz zaghaft stehe ich an der Schwelle zu dieser neuen Zeit – vormittags ohne Kinder. Ich sehe schon das ein oder andere, das schön sein wird und das meiner Seele gut tun wird. Lange war für so vieles keine Zeit. Kein Platz. Aber jetzt – jetzt vermisse ich gerade die kleine Hand in meiner. Das zweite Frühstück mit Nutellabrot. Das spontane Kuscheln auf der Couch. Und wen soll ich jetzt beim Einkaufen bei Laune halten? Werde ich ganz abwesend den Einkaufswagen beruhigend hin und her schieben? Ein wenig neidisch auf die Mama sehen, die mit MaxiCosi unterwegs ist? Am liebsten das schreiende Baby da vorne an der Kasse auf den Arm nehmen?

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Wenn meine Kinder dann mittags wieder zu Hause sind, gebe ich ihnen eine extra lange Umarmung. Setze mich hin, höre mir all die Geschichten an. Erstaunlich, was an einem Vormittag so alles passieren kann! Ich schaue auf ihre Gesichter, präge sie mir genau ein. Ich lächle, weiß wieder einmal mehr, wie sehr ich gesegnet bin mit diesen vier wunderbaren Menschen. Ich staune auch, denn sie werden so schnell groß. Der Kleine lässt sich nicht mehr beim Schuhe anziehen helfen. Die Erstklässlerin holt ganz stolz ihre erste Hausaufgabe heraus. Meine Zweitgeborene scheint seit dem Abschiedskuß heute morgen zwei Zentimeter gewachsen zu sein und meine Große ist schon ein richtiger Teenager. Hab ich sie nicht erst mit dem Bobbycar zum Spielplatz begleitet?

Es ist wieder laut zu Hause, das Mittagessen wird ausgeteilt. Jeder spricht durcheinander, es ist lustig und nervig und schön. Ich lehne mich zurück, blicke mich um. Diese vier Menschen. Jetzt sitzen sie noch hier an diesem Tisch. Diese Zeit ist mir geschenkt. Welch Gnade. Welch Glück. Dankbarkeit erfüllt mich. Und Ehrfurcht.

Ich kann die Uhr ticken hören.

 

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Viel Segen

Meine 5jährige Tochter drückte mir vorhin einen Zettel in die Hand. Sie hat ihre ältere Schwester beauftragt mit der uralten Schreibmaschine folgenden Satz zu schreiben:

liebe mama ich wünsche dir fil seggen

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Dieser mit viel Sorgfalt ausgeschnittene Zettel und dem durchgestrichenen ‚g‘ liegt gerade neben dem Computer und mein Blick fällt immer wieder auf die akkurate, getippte Schrift, die so gar nicht zur Grammatik passen will. Ich bin so gerührt von der Aufmerksamkeit meines kleinen Mädchens und mein Herz wird ganz warm.

Doch -hab ich das verdient?

Gestern erst waren meine Nerven zum zerreißen angespannt, ich wurde zu schnell laut, hab zur Eile gedrängelt, hab nicht aufmerksam zugehört. Am Abend hab ich halbherzig das Gute-Nacht-Lied gesungen und war froh, als ich endlich -allein- auf der Couch saß.

Und dann in der Ruhe des Abends kam das schlechte Gewissen. Das Gefühl – mal wieder -versagt zu haben. Mir tat jedes zu laute Wort leid. Jede verpasste Umarmung. Ich tat all das, was meine Kinder nicht tun sollen.

Dieser Zettel ist ein großer Hoffnungsschimmer für mich. Ja, ich mache Fehler. Jeden Tag. Oft könnte ich daran verzweifeln, dass ich wieder in dieses Fettnäpfchen getreten bin. Aber der Herr ist treu. Seine Güte ist jeden Morgen neu. Meine leeren Hände füllen sich mit seinem Segen. Die Vergebung für meine Fehltritte ist purer Segen, reine Gnade.
Meine Tochter wünscht mir das, was ich am meisten brauche:

den Segen, das Wohlwollen, das ‚Ja‘ Gottes über mir. Auch wenn zum tausendsten Mal schief läuft.

Ohne den Segen Gottes meinen Alltag meistern  – das ist wie ein Auto ohne Benzin, ein Fahrrad ohne Reifen, ein Hefezopf ohne Hefe. Ich brauche diese Bestätigung, das Wissen, dass ich jederzeit von vorne anfangen darf.
Ich pflanze, aber der Herr schenkt den Regen, damit der Samen keimen und wachsen kann. Ich investiere, aber der Herr arbeitet im Verborgenen in den Herzen meiner Kinder und schenkt Vorankommen. Ich erziehe, aber der Herr schenkt meinen Kindern Einsicht. Ich putze und räume auf, aber der Herr füllt die Räume unseres Zuhauses erst mit Wärme und Geborgenheit.

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Ja, meine kleine Tochter: ich brauche den Segen Gottes. Das hast du absolut richtig erkannt. Wenn Mama schlecht gelaunt ist, braucht sie den Segen Gottes. Wenn Mama die Muffins für den Geburtstag backt, braucht sie den Segen Gottes. Mama ohne den Segen Gottes – das geht nicht, das funktioniert nicht. Danke, dass du mich daran erinnert hast!

Jeder noch so kleine Handgriff bekommt erst Sinn und Tiefe, wenn der Segen Gottes darauf ruht. Wenn mein Herz dem Einen zugewendet ist, der die Arbeit meiner Hände segnet.

Ohne Sein Zutun, ist mein Tun nichts. (Psalm 127)

 

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Wieder so ein Tag

 

Ist es wieder so ein Tag, wo alles schief geht? Ein Tag, wo du nah am Wasser gebaut bist und dich am liebsten verkriechen würdest? Ein Tag, wo die Hose zu eng sitzt (trotz Salat am Abend…), die Kinder nur ’nein‘ sagen, die Wäsche sich nicht von selber aufhängt, du keine Lust zum Kochen hast?

Ist es wieder so ein  Tag, wo dein Versagen wie Neonreklame über dir hängt und du dich selbst verklagst?

Lass diesen Tag nicht einfach vorüber ziehen. Sehne dich nicht nach dem Moment, wo endlich Ruhe herrscht. Erhebe deinen Blick, steh auf aus dem Staub! Du bist für mehr geschaffen, als nur zu überleben. Du bist für mehr gemacht, als immer nur am Limit zu sein.

‚Du bist wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt.‘ Jesaja 58,11

Nimm alles, was du nicht bist. Nimm alles, was du sein willst. Nimm all deinen Mangel, deine unerreichten Ziele, deine tiefen Abgründe und gebe sie Jesus. Und dann steh vor ihm mit deinen leeren Händen und empfange, was er für dich hat.
Ehre, Würde, Kraft, Freude, Stärke, Schönheit, Ausdauer, Geduld. Und noch so viel mehr.

Dein Nichtkönnen an diesem Tag, wird erfüllt von seinem Können. Deine Schwachheit wird erfüllt von seiner Stärke. Deine Kraftlosigkeit darf in seiner Gegenwart wieder zu Kraft werden…und du sollst laufen und nicht müde werden.

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(Copyright Inka Hammond)

Blicke auf, liebe Mama! Erhebe dich, Königstochter. Sieh, welches Land dir der König schenken will…

Wieder Zuhause

Seit Mittwoch bin ich wieder Zuhause.

Hinter mir liegen 3 Wochen ohne Kinder, ohne Haushalt, ohne Verpflichtungen (außer pünktlich zur Massage zu erscheinen), ohne Essen kochen, ohne Aufräumen, ohne Putzen. Was soll ich sagen: da kann man sich dran gewöhnen.

Ich hatte eine Tür, die ich hinter mir zuschließen konnte. Keiner wollte was von mir. Ich konnte stundenlang lesen. Malen. Spazieren gehen. Und keiner hat sich beschwert, dass ich weg war. Ich hatte Zeit für die ‚Stille Zeit‘ und sie war tatsächlich ’still‘.

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Ich hatte Raum und Zeit mich kreativ auszutoben, ich habe mit Acrylfarbe gemalt und endlich mir selbst eine Mütze gehäkelt. Und einen Schal. Und Stulpen! Und sogar ein Stirnband.

Nachdem ich in der ersten Woche vor Heimweh fast vergangen bin und voller Schrecken feststellen musste, wie erschöpft ich eigentlich tatsächlich bin (die Erschöpfung merkt man ja immer erst, wenn man sich mal Zeit nimmt, sich auszuruhen – das ist wie beim Wandern: sobald ich mich auf eine Bank zum Ausruhen setze, komme ich nur ganz schwer wieder hoch…), bin ich in der zweiten Woche ganz zaghaft in der Erholung angekommen. Das hat sich angefühlt, wie plötzlich mitten auf einer Blumenwiese zu stehen. Weit und breit kein Zaun. Über mir der blaue Himmel. Ein leiser Wind. Vogelgezwitscher. Und mitten drin ich, mit weit ausgestreckten Armen, die Augen geschlossen, die Sonnenstrahlen auf dem Gesicht. Und ich stand einfach nur da und habe genossen.

Als es ganz am Anfang meiner Kur geschneit hat, sass ich am Fenster, die Füße auf der Heizung und habe einfach nur den Schneeflocken beim Fallen zugesehen. Einmal saß ich da und habe die Wolken beobachtet und Gott hat mir eine Taube mit den Wolken gemalt. Einmal habe ich einen kleinen Regenbogen entdeckt, obwohl weit und breit kein Regen fiel. Diese kleinen Wunder habe ich finden können, weil ich nichts getan habe, außer da zu sitzen und aus dem Fenster zu sehen. Himmlisch.

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Ich habe mich auch wieder daran erinnert, wie sehr ich einsame Spaziergänge liebe. Als Teenager bin ich stundenlang durch Wald und Flur gegangen und habe so meine Umwelt vor meinen pubertären Gefühlsausbrüchen bewahrt. Später, als ich an der Bibelschule war, habe ich entdeckt, dass ich wunderbar mit Gott reden kann, wenn ich auf einem Feldweg entlanggehe und weit und breit kein Mensch zu sehen ist. Das habe ich auf der Kur für mich wiederentdeckt und ich bin jeden Tag gewandert was das Zeug hielt und ich habe dabei wunderschöne Unterhaltungen mit Jesus gehabt.

Und es ist auch erstaunlich, was man alles bei einem einsamen Spaziergang in sich aufnehmen kann, wenn man sich nicht ständig umdrehen muss und aufpassen muss, dass kein Kind unter dem Stacheldraht durch zu den Kühen robbt (alles schon passiert…) oder man kreativ den Pullover vom Papa zur Hose für die Jüngste umfunktionieren muss, weil sie zum dritten Mal reingepinkelt hat und wir hatten doch nur zwei Ersatzhosen dabei. Und keiner muss angespornt werden…nur noch zwei Mal um die Kurve und dann…, sondern man ist alleine unterwegs und bestimmt für sich das Tempo und hält an, wenn man mag und hat die Augen offen für all die kleinen Wunder am Wegesrand: vereiste Hagebutten, Schneekristalle am Boden, Klee im November (nach einer Woche Schnee!), Baumrinde (da kann man was mit basteln!), Stille im Wald, ein Eichhörnchen, ein leise gluckernder Bach…

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In der dritten Woche hat sich dieses Gefühl der Leichtigkeit verfestigt, ich fühlte mich freier, mutiger. Ich stand nicht nur auf dieser Blumenwiese, ich fing an die Blumen zu pflücken, mir ein Haus auf die Wiese zu träumen, Pläne zu machen. Wie kann ich meinen Alltag verändern? Wie kann ich Zeit für mich schaffen? Wie kann ich den Kindern mehr Wertschätzung entgegenbringen? Mein Blick, der nach innen gerichtet war, nur auf mich, öffnete sich wieder für das Andere um mich herum. Obwohl ich meine Kinder und meinen Mann schmerzlich vermisst habe, war ich doch auch froh, alleine zu sein. Und nach einiger Zeit kam aber auch wieder diese Bereitschaft in mir hoch, mein Leben zu teilen. Wieder für andere da zu sein. Meine Rolle als Ehefrau und Mutter wieder ausfüllen zu wollen.

Nun verändern 3 Wochen Kur nicht Lebensmuster, die sich über Jahre verfestigt haben. Und in den drei Tagen, die ich jetzt wieder zu Hause bin, hab ich feststellen müssen, dass meine Kinder tatsächlich nerven können und ich mir das nicht nur eingebildet habe. Und dass es gar nicht so einfach ist 20 Minuten Gymnastik im geschäftigen Alltag einzubauen. Ich bin auch leider schon wieder laut geworden und bin meinem Perfektionismus mehr als einmal erlegen. Und der Gedanke, dass ich ein Versager bin, kam auch schon wieder hoch.

Die Blumenwiese scheint gerade weit, weit weg.

Mir ist bewusst geworden, dass ich nicht von heute auf morgen wieder ganz ‚die Alte‘ sein werde. Ich muss Geduld mit mir haben. Andere müssen Geduld mit mir haben. Ich werde Entscheidungen treffen müssen, die meinen Alltag beeinflussen, ich muss Zeiten für mich einplanen. Ich muss lernen ’nein‘ zu sagen, und auch ‚ja‘ – z.B. wenn mir jemand Hilfe anbietet. Ich bin kein Allroundtalent, das alles wuppt, was in die Quere kommt – ich bin eine Frau, mit Schwächen und Macken und ich komme nun mal schnell an meine Grenzen. Da überholen mich andere oft und ich schaue ein bißchen sprachlos hinterher. Aber das ist okay. In der Klinik wurde folgender Satz oft gesagt: ‚Bleiben Sie bei sich.‘ Das ist gar nicht so leicht umzusetzen…das bei-mir-bleiben.

Dazu muss ich mich ja auch gut kennen, muss einschätzen können, was mir gut tut und was mich stresst. Wie viel kann ich mir zumuten? Wann wird es zuviel? Das muss ich jetzt alles Schritt für Schritt ausklamüsern. Die Kinder muss ich dabei ja auch irgendwie im Blick haben und meinen Mann auch. Der Haushalt will auch nachwievor von mir erledigt werden und zur Gitarrenstunde fährt es sich auch nicht von selbst. Ich will mich nicht wieder im Alltagschaos verlieren, sondern ich will bei mir bleiben. Und das bedeutet für mich in erster Linie: an Jesus dran bleiben. Er ist meine Hoffnung auf die Herrlichkeit, meine Kraft in der Schwachheit, die Ruhe im Sturm, der Stern in dunkelster Nacht, das Morgengrauen, der Silberstreifen am Horizont.

Ja, ich will bei mir bleiben, immer wieder in mich hineinhören, was ich gerade brauche. Und ich will bei Jesus bleiben, weil Er am allerbesten weiß was ich brauche, weil er der Hirte ist, der mich zu den ruhigen Wassern und zu eben dieser saftigen Wiese führt.

Herbstschönheit

An meinem Geburtstag vergangenen Samstag habe ich mir am Morgen etwas Zeit ‚gestohlen‘. Eigentlich wollte ich eine Runde joggen gehen  – habe aber schon bald gemerkt, die Kraft dafür ist nicht da. Also habe ich angefangen mit dem, was ich jetzt wieder neu lernen möchte: langsam gehen. Den Moment auskosten. Ruhe suchen.

Aus meinem ehrgeizigen Workout wurde ein wunderschöner, langer, entspannender Spaziergang. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so ausgiebig spazieren gegangen bin. Es war herrlich. Der Nebel lag über den verwelkten Sommerwiesen, kaum jemand war unterwegs. Die Luft war noch schwer und träge von der nächtlichen Feuchtigkeit und die Bäume standen still, kein Blatt bewegte sich. Tiefer Friede breitete sich in mir aus.

Dann fing ich an mir selbst einen Blumenstrauß zu pflücken. 34 wird man schließlich nur einmal! Ich war erstaunt, wie viele Naturschönheiten sich noch finden lassen zu dieser Jahreszeit. Wunderschöne, leuchtende Beeren, interessant geformte Äste, bunte Herbstblätter – und was mich am meisten faszinierte: die schon verwelkten Sommerblumen.

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Stolz standen sie an dem Platz, an dem sie vor wenigen Wochen noch in voller Pracht geblüht haben. Die Farben mittlerweile herbstlich verblasst, die Blütenblätter verloren – und trotzdem umgab diese Pflanzen ein zarter Zauber. Die Blumen fielen mir nicht sofort auf, fast gingen sie im Gras unter – aber als ich mir Zeit nahm und sie mir genauer ansah, war ich beeindruckt von ihrer unscheinbaren Schönheit.

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Da sprach Gott zu meinem Herzen:

Du musst nicht in voller Blüte stehen, um schön zu sein. Du darfst durch den Herbst gehen. Du darfst deine Blütenblätter verlieren. Für mich bist du immer noch schön und wertvoll. 

So wie die Sommerblumen nicht aufgeben und auch ohne ihre Blütenpracht still an ihrem Platz bleiben und geduldig auf den nächsten Sommer warten – so möchte ich durch diese Zeit der Kraftlosigkeit gehen. Es ist keine Schande, wenn man mal nicht ‚blüht‘. Es ist Teil des Lebens. Man kann nicht immer in den schönsten Farben strahlen. Es gibt Zeiten, da wird man übersehen, da erscheint man grau und leblos. Doch in den Wurzeln regt sich schon neues Leben. Die frische neue Pflanze muss sich zwar erst wieder durch den Dreck wühlen, sich einen Weg bahnen an die Oberfläche – aber die Zeit des Blühens kommt bestimmt.

Und während ich ausharre im Herbstnebel, darf ich wissen, dass der Schöpfer, der Gärtner meiner Seele, mich sieht und mich schön findet.

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Die 10 Gebote für Mütter und Hausfrauen

Du sollst außer mir keine anderen Götter haben.
Pass auf, dass ein sauberer Boden, geputzte Fenster, wohlerzogene Kinder und deine Konfektionsgröße für dich nicht wichtiger werden, als ich es bin.

Du sollst dir kein Götzenbild anfertigen von etwas, das im Himmel, auf der Erde oder im Wasser unter der Erde ist. Du sollst sie weder verehren noch dich vor ihnen zu Boden werfen, denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott! Ich lasse die Sünden derer, die mich hassen, nicht ungestraft, sondern ich strafe die Kinder für die Sünden ihrer Eltern bis in die dritte und vierte Generation. Denen aber, die mich lieben und meine Gebote befolgen, werde ich bis in die tausendste Generation gnädig sein. 
Denke daran, dass deine Beziehung zu mir deine Kinder tief beeinflussen wird. Die Prioritäten, die du für dich setzt, sind automatisch auch Prioritäten für deine Kinder. Bewusst oder unbewusst gibst du deine Leidenschaften an deine Familie weiter und deine Kinder werden dementsprechend geprägt sein. Welche Magazine liegen bei dir zu Hause auf dem Tisch? Was siehst du dir im Fernsehen an?  Wie gestaltest du deine Freizeit? Wissen deine Kinder, wie wichtig dir die Bibel ist? 
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen. 
Keine dreckige Hose, kein umgekippter Saftbecher, keine angebrannte Milch sind es wert mit ‚Oh Gott!‘ kommentiert zu werden.
Denk an den Sabbat und heilige ihn.
Genieße diesen Tag mit deiner Familie. Ich habe große Freude daran, wenn ihr Zeit miteinander verbringt. Aber vergiss nicht, an mich zu denken und lass es ganz selbstverständlich sein, dass ihr sonntags in den Gottesdienst geht. Es ist für mich übrigens okay, wenn ihr 10 Minuten zu spät kommt. 
 
Ehre deinen Vater und deine Mutter. Dann wirst du lange in dem Land leben, das der Herr, dein Gott, dir geben wird.
Ich gebe dir keinen Freibrief, deine Kinder nach Lust und Laune zu behandeln, nur weil du denkst, sie müssen dich ja sowieso ehren. Erwarte nicht, dass Ehre vom Himmel fällt. Die Fähigkeit in deinen Kindern dich zu ehren wächst auf dem fruchtbaren Boden von aufopfernder Elternliebe. 
Du sollst nicht töten.
Auch Worte und Blicke können töten. Du hast mehr Macht, als du ahnst. Sei vorsichtig, was und wie du etwas sagst. Lass deine Augen immer voll Liebe für deinen Mann und deine Kinder sein.
Du sollst nicht die Ehe brechen.
Deine Kinder werden immer nur so glücklich sein können, wie du und dein Mann es seid. Umarmt euch vor euren Kindern, verabschiedet und begrüßt euch mit einem Kuss. Das ist für deine Kinder Geborgenheit pur. Und streiche das Wort ‚Scheidung‘ aus deinem Vokabular.
Du sollst nicht stehlen.
Lese nie das Tagebuch deiner Tochter. Behalte die Geheimnisse, die dein Sohn dir anvertraut, für dich. Beraube deine Kinder nicht ihrer Kindheit. Lass sie spielen und toben! 
Nimm nicht deinen Kindern wichtige Erfahrungen weg, indem du übervorsichtig bist. 
Du sollst keine falsche Aussage über einen deiner Mitmenschen machen.
Achte darauf, dass du vor deinen Kindern nie abfällig über einen anderen Menschen sprichst. Und wenn es noch so verlockend ist, über den Lehrer oder die komischen Nachbarn zu lästern – bring deinen Kindern sobald wie möglich bei, dass alle Menschen von mir gleichermaßen geliebt sind. 
Du sollst den Besitz deines Nächsten nicht begehren.
Sei zufrieden mit der Größe deines Autos. Sei nicht unglücklich, wenn der Urlaub in diesem Jahr ausfallen muss, wo doch Familie soundso wie jedes Jahr eine Flugreise macht. Verbittere nicht, wenn deine Lebensträume nicht in Erfüllung gehen. Sei mir dankbar in allen Dingen und vertraue mir! So wirst du großen Frieden erfahren – egal, wie deine Umstände aussehen.

Wenn Mütter feiern

(von Annette)

Neulich war ich zu einer Geburtstagsfeier eingeladen, eine kleine Runde, nur Mütter mit jeweils zwei bis drei Kindern, die meisten berufstätig. Die Feier war ein bisschen eingequetscht zwischen zwei anderen Terminen, damit sie überhaupt stattfinden konnte. Das Essen war sehr lecker: „Tolles Rezept – kann ich das haben?“ Der Trick: Am Vortag zuzubereiten, sehr gute Zutaten verwenden, dazu aber zwei Fertigsoßen mischen… Der Nachtisch: Eis am Stil – aber sehr stilvoll mit Wunderkerzen à la Traumschiff serviert. Die Stimmung: Ausgelassen bis ernst. Sätze wie: „Ich bin froh, wenn ich heute überhaupt nicht mehr denken muss.“ Lauter Mütter, die versuchen, ihr Bestes in möglichst vielen Lebensbereichen zu geben, zugleich aber wissen, dass es immer noch ein bisschen mehr sein könnte. Engagiere ich mich in der Schule des einen Kindes, kommt gleichzeitig der Sportverein zu kurz, ganz zu schweigen vom Laub im eigenen Garten. Mutter sein ist die Kunst, Prioritäten zu setzen und Mut zur Lücke zu haben. Mich hat der Abend sehr entspannt – ich habe lange nicht so viel gelacht. Es tat einfach so gut zu sehen, dass es allen anderen auch so geht wie mir, dass alle Kinder haben, die manchmal einfach nicht funktionieren, dass alle mit dem schlechten Gewissen hantieren, weil andere Eltern sich mehr bei irgendwelchen Vereinen engagieren, dass alle Laub im Garten oder Dauerstaub im Bücherregal haben. Am Ende haben wir Termine ausgemacht, und keiner hat sich gewundert, dass wir schon mal für den Februar 2013 geschaut haben. Ich habe mich sehr normal gefühlt an diesem Abend…

Segenswunsch für die Mutter

Mögen die kleinen Schuhe in der Garderobe dich daran erinnern, dass deine Kinder irgendwann weggehen und bis dahin ist es deine Aufgabe, ihnen den Weg zu lehren, auf dem sie gehen sollen.

Mögen die Nudelreste unter dem Tisch dich darauf aufmerksam machen, dass du deinen Kindern nicht nur irdisches Essen zubereiten sollst. Füttere ihre Seelen mit dem Brot des Lebens.

Die nicht endenden täglichen Aufgaben sollen dich nicht ermüden, sondern anspornen jeden Tag für Jesus dein Bestes zu geben und im Kleinen treu zu sein.

Mögen die Streitgespräche mit deinen Kindern, die zugeknallten Türen, die lieblosen Worte  dich dazu ermutigen Vergebung zu lehren und zu leben.

Wenn du müde bist und denkst du kannst nichts mehr geben – dann denke an deinen Erlöser, der alles gab.

Höre nicht auf, im alltäglichen Einerlei den Segen Gottes zu suchen.  In Gottes Reich ist das Kostbarste oft leicht zu übersehen.

Bleibe im Zwiegespräch mit deinem Schöpfer. Er ist bei dir – beim Spülen, Wäsche falten und Aufräumen. Lass keinen Augenblick verstreichen, ohne mit Gott in Verbindung zu sein.

Und der Gott des Friedens, der allen Verstand übersteigt, segne dich heute und lasse dein Leben überfließen mit Dankbarkeit.