Zwischen den Jahren

Weihnachten ist vorbei. Viel zu schnell. Mal wieder.

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Wie gut, dass Weihnachten erst der Anfang ist. Vor uns liegt Ostern. Und Pfingsten! An Weihnachten fängt die Geschichte erst an. Weihnachten wird oft als Ausrufezeichen verstanden, als Höhepunkt, dabei ist es vielmehr ein Doppelpunkt, ein Vorwort, das viel Größeres verspricht und Hoffnung schenkt.

‚Zwischen den Jahren‘ – also die Tage nach Weihnachten und vor Silvester – ist für mich immer eine besondere Zeit. Eine Zeit des Rückblicks und des Ausblicks. Des Innehaltens. Des ‚Verdauens‘ (nicht nur des reichhaltigen Weihnachtsessens, sondern auch der vielen Erfahrungen und Erlebnisse des vergangenen Jahres). Irgendwie sind diese Tage ein Niemandsland. Eine Zeit ‚zwischen den Stühlen‘.

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Ich glaube, es ist eine heilige Zeit. Eine Zeit, die sich perfekt dazu eignet einen einen Altar zu bauen. So wie Mose und Abraham und viele andere biblische Glaubenshelden Altäre bauten, um sich an etwas Großes zu erinnern, das Gott tat. Sie schichteten Steine auf, um Gott zu loben und ihn zu danken. Auf dem Altar wurde ein Opfer dargebracht. Und sie kehrten immer wieder an diesen Altar zurück und so wurde ein unscheinbarer Steinhaufen zu einem Meilenstein des Glaubens – auch für kommende Generationen. Altäre erhielten auch Namen, so wie ‚Beth- El‘ (Haus Gottes) oder ‚Der Herr ist mein Kriegsbanner‘ (1. Mose 17,15).

Lass diese kommenden Tage vor Silvester nicht einfach nur an dir vorbeiziehen. Nimm dieses Niemandsland ein und errichte einen Altar. Denk an das Vergangene. Schreib auf, was du gelernt hast, wem du begegnet bist, was dich näher an Jesus gebracht hat. Feiere die Siege, die du mit Gott errungen hast, gib ihm die Niederlagen, den Schmerz und die Enttäuschung. Schichte Stein auf Stein und dann gebe diesem Altar, den du mit deinen Gedanken, deinem Lob und deinem Schmerz gebaut hast, einen Namen. Hier ein paar Beispiele:

‚Der Herr ist mächtig zu helfen.‘

‚Bei ihm bin ich geborgen.‘

‚Der Herr ist mein Schild und mein Heil.‘

‚Vor wem sollte ich mich fürchten?‘

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Ich will ganz bewusst in das neue Jahr gehen. Es als Geschenk, als Neuanfang, als Schatzkiste ungeahnter Möglichkeiten begreifen. Ich will nicht am Ende des alten Jahres mit vollem Bauch und trägen Gedanken irgendwie ins neue Jahr rutschen. Ich will gefestigt sein im Glauben, mit klarem Blick und einer gottgegebenen Vision 2018 gegenüber treten. Ohne Furcht, ohne Sorgen – voller Vertrauen und voller Freude.

Und wenn ich schon dabei bin, einen Altar zu benennen, der Gott Lob und Ehre für das vergangene Jahr bringt, will ich auch ein Wort über das neue Jahr aussprechen. Vorhin, während eines Regenspaziergangs mit meiner 9jährigen Tochter, ermutigte ich sie, sich vom Heiligen Geist ein Wort für 2018 schenken zu lassen. Sie sollte Gott fragen, welches Wort sich wie ein Schirm über die kommenden Monate spannen soll. Sie hielt kurz inne und sagte dann mit einem Lächeln: ‚Frieden!‘. Das berührt mein Herz so sehr, weiß ich doch, dass sie den Frieden, der allen Verstand übersteigt, brauchen wird – denn es steht ein Schulwechsel bevor, der ihr jetzt schon Bauchschmerzen bereitet.

Die Geschenke unter dem Tannenbaum mögen alle ausgepackt sein, aber unser himmlischer Vater will uns jeden Tag neu beschenken. Er hat soviel Gutes für uns – wir müssen nur unser Herz und unsere Hände öffnen und empfangen. Staunend wie ein Kind.

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Gott weiß, was wir brauchen. Er hat auch ein Wort für dich. Frage ihn in den nächsten Tagen nach einem aussagekräftigen Begriff, den du mit in das neue Jahr hineinnehmen kannst.

Und wenn du dieses Wort empfangen hast, dann mach es wie Maria und bewege es in deinem Herzen.

  • Danke Gott, dass dieses Wort dich begleiten darf.
  • Suche nach Bibelstellen, wo dieses Wort vorkommt.
  • Bete dieses Wort über dem neuen Jahr aus – spreche Frieden, Freude, Geborgenheit, Sieg – was immer es ist – über jedem einzelnen Tag aus.
  • Schreibe dieses Wort auf und hänge es an Badezimmerspiegel, Kühlschrank und ins Auto. Lass dich immer wieder an Gottes Zusagen erinnern!

Ich bin davon überzeugt, dass diese Wortreise dich näher an das Vaterherz  bringen wird. Dein Glaube wird tiefer wachsen und sich fester im Wort Gottes verwurzeln. Du wirst positiver eingestellt sein und Gutes von Gott erwarten! Denn er ist der Vater des Lichts und alle guten Gaben kommen von ihm! (Jakobus 1,17)

Und so wird dieses Niemandsland zu einem Ort der Verheißung. Die Tage zwischen den Jahren werden zu einem strategischen, visionären, dankbaren und hoffnungsvollen Meilenstein. Voller Erwartung stehen wir an der Schwelle eines neues Jahres, das der Herr uns schenkt.

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Gott.Ist.Gut

Gott ist gut. Auch wenn es mein Leben nicht gerade so verläuft, wie ich es gerne hätte. Auch wenn ich mich nur mit viel Mühe durch den Tag schleppe, kaum Energie für die Kinder habe…kann ich doch sagen: Gott ist gut.

Gott ist gut!

Egal wie meine Umstände aussehen, egal wie viele Träume zerplatzen, egal wie oft ich hinfalle.

Gott ist gut.

Auch wenn um mich herum alles auseinander zu fallen scheint und ich nicht mehr weiß, wo oben und wo unten ist.

Gott ist gut.

Ich lerne gerade, wie inmitten von Angst und Sorge und Müdigkeit und Kraftlosigkeit Gottes Kraft trotz allem – oder gerade deswegen! – strahlen kann. Dass die Gegenwart von Krankheit nicht die Abwesenheit von Gott bedeutet, sondern dass vielmehr das Leid der Türöffner für Gottes heilende Gegenwart ist. Gott ist nicht gegen mich – nein, er ist FÜR mich und das macht mich zur Kämpferin, zwar noch ohne Kraft, zur Heldin, gegenwärtig vielleicht noch ohne sichtbaren Sieg. Die Kraft ist noch nicht spürbar, der Sieg noch nicht errungen – aber ich weiß, dass denen die Gott lieben ALLE Dinge zum Besten dienen und dass Er GUTE GEDANKEN für mich hat, Gedanken des HEILS und nicht des Unheils, Er will mir eine Zukunft und Hoffnung schenken. Gottes Blick auf mir sieht mich, wie ich dank seiner Gnade sein werde und das gibt mir in meinem jämmerlichen Heute die Zuversicht weiterzugehen.

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Es mag gerade alles trostlos und traurig erscheinen, aber ich bin voller Hoffnung. Gott hat es möglich gemacht, dass ich nächste Woche schon auf Kur fahren kann! Ich weiß, dass das sein perfektes Timing ist. Ich spüre ganz deutlich, dass er mich ins Verborgene zieht, dass er mir Ruhe schenken will und dass er mich wieder herstellen will. Das bedeutet für mich allerdings auch ein schmerzhaftes Loslassen. Wenn Gott uns in die Wüste ruft, zu dem verborgenen Ort, müssen wir alles abwerfen. Wir müssen Beziehungen ruhen lassen, uns aus Aktivitäten zurückziehen. Wir müssen sagen: wir nehmen uns nicht wichtig, das funktioniert auch ohne mich. Ich weiß, ich werde meine Familie vermissen, den geregelten Alltagsablauf, meine Aufgaben, die mich ausmachen. Die mich definieren. Wer bin ich, wenn alles wegbricht?

Loslassen. Alles vor Gottes Thron bringen. Prüfen, was ‚dran‘ ist. Neu empfangen, was er für mich vorbereitet hat. Mit leeren Händen vor Jesus stehen. Mittellos und arm. Neu begreifen, erfahren: ER ist mein Alles. Ich will wieder an den Punkt kommen, wo meine Beziehung zu Jesus rein und klar ist und über allem anderen steht. Wenn das der Fall ist, dann fällt alles andere auf seinen Platz und wird durchdrungen von seiner Liebe.

Und ich sehne mich danach, dass ich getrieben werde von seiner Liebe, seiner Barmherzigkeit. Dass ich die Menschen um mich herum mit seinen Augen sehen kann. Die nächsten Wochen will ich wieder neu erfahren, wie Er mich sieht. Ich will mich ausruhen unter seinem Blick. Will mich sonnen in seiner Annahme! Und die Kraft wird wieder wachsen, langsam werde ich wieder auf die Beine kommen.

Und in der Zwischenzeit, wenn ich mich noch unsicher fühle, wenn ich einfach noch nicht da bin, wo ich gerne sein möchte, wenn ich immer noch öfter ‚Nein‘ sagen muss als ‚Ja’…weiß ich doch: Gott ist gut. Immer. Gott. Ist. Gut.

 

himmelwärts

am ende stehst du da

arme ausgebreitet

deine umarmung macht alles gut

bis dahin

will ich dich nicht aus den augen verlieren

und himmelwärts leben

deine liebe im herzen

‚…lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist…‘

Hebräer 12, 1