Die kleinen Dinge

Vor ein paar Tagen kam meine 9jährige Tochter mit einer Kastanienschale nach Hause. Sie drückte sie mir in die Hand und sagte mit einem breiten Grinsen: ‚Für dich! Da ist was drin.‘ Ich öffnete die Schale, dachte natürlich, dass ich eine schöne Kastanie vorfinde. Aber stattdessen lag ein zusammengefalteter Zettel darin, mit den Worten: ‚Ich liebe dich, Mama.‘.

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Oh, mein Herz.

Mein Alltag, diese verrückte, chaotische, herausfordernde Aneinanderreihung von Tagen, besteht aus vielen, kleinen, wunderbaren Momenten. Als ich vor nun fast 6 Jahren meinen Blog ‚Alltagsliebe‘ getauft habe, nahm ich als Untertitel diesen Satz her: ‚Im Alltäglichen das Wunderbare entdecken.‘

Das ist die Botschaft an jeden von uns: dieses Leben ist so wundervoll, so prall gefüllt mit Segen und doch verpassen wir oft das Besondere, das jeder Tag in sich birgt. Wir hetzten und hasten, ein Termin jagt den nächsten, wir sind übermüdet und überfordert und stolpern so durch unser Leben.

Gott ist im Kleinen. Nicht nur! Aber auch. Und wir warten oft auf das Große, unübersehbare – aber zuvor müssen wir lernen unseren Blick zu schärfen für das Verborgene. Es ist wie eine Sehschule. Gott trainiert unsere Augen, unsere Wahrnehmung für sein Wesen im Kleinen. Zwischen Töpfen und Pfannen, Windeln und Wäsche, Terminen und Small-Talk mit der Nachbarin. Er will, dass unsere Herzen mehr und mehr im Einklang mit dem seinen schlagen, er sehnt sich nach unserer Aufmerksamkeit. Unser Alltag ist ein wunderbarer Ort um genau das zu trainieren:

Gott im Kleinen zu suchen, damit wir ihn auch im Großen finden können.

Ich beobachte bei mir, dass ich im feinfühligen Entdecken von Gottes Gegenwart in meinem Leben, ihn immer mehr lieben lerne. Ich begreife, dass er mich tatsächlich im Blick hat und dass das kleine alltägliche Einerlei ihm nicht egal ist. Er ist mit mir mittendrin und ich kann nicht anders, als staunen.

Um euch ein Beispiel zu geben: seit ungefähr einem Jahr spricht Gott zu mir durch Federn. Ich finde überall, auch an den unmöglichsten Orten kleine, weiße, flauschige Federn. Erst vorhin habe ich meinem Sohn eine kleine Ecke auf dem Balkon eingerichtet, wo er Playmobil spielen wollte, und da lag mitten in der Abflussrinne, wo es eigentlich dreckig und naß ist, eine kleine weiße Feder. Sofort flutete Frieden durch mich und ein Lächeln huschte über meine Lippen. Ja, er sieht mich! Er grüßt mich mit tausend Liebesgrüßen, jeden Tag aufs Neue. Ich bin geborgen unter seinen Flügeln.

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Und sein Wort. Ich liebe, wie lebendig Gottes Wort ist. Es trifft mich so oft mitten ins Herz. Vielleicht haben einige von euch mein erstes Facebook Live Video (hier klicken, um es ansehen zu können) gesehen. Darüber sprach ich über Mangel und wie wir lernen können, mit Mangel umzugehen. Ein paar Tage später las ich in den Losungen diesen Vers: ‚Mein Gott wird allem euren Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Jesus Christus.‘ Phil. 4,19 Wie schön ist das? Gott hat schon unzählige Male durch die Bibel so konkret und so liebevoll in mein Leben hinein gesprochen.

Ich möchte dich, liebe Mama, herausfordern, dass du durch deinen Tag mit offenen Augen und offenem Herzen gehst. Gott will dir begegnen, er will zu dir sprechen. Er hat eine Botschaft für dich, auch heute.

Er gibt dir deinen Alltag in deine Hände und sagt: ‚Für dich! Da ist was drin.‘ Und dann öffnest du das kleine, unscheinbare Geschenk und weißt, du bist geliebt.

 

 

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Kleine Wunder

Seit meinem letzten Blogpost ‚Gott in meiner kleinen Welt‘ bin ich auf der Suche. Auf der Suche nach Gott in meinem Alltag. Das ist der Herzschlag von ‚Alltagsliebe‘ – im alltäglichen das Wunderbare sehen. Seit ich Mutter bin habe ich das mal mehr, eigentlich immer eher weniger im Blick: dass Gott mir in meinem Alltag begegnen will. Dass das heiliger Boden ist, auf dem ich wandle. Mein Blick richtet sich eher auf die Probleme, die Wäscheberge, das dreckige Geschirr, dir trotzigen Kinder, mein Versagen.

Chaos auf dem Wohnzimmertisch...

Chaos auf dem Wohnzimmertisch…

Mein Alltag soll mein Gottesdienst sein. Mein Opfer für Jesus. Ich will ihm dienen, im Hier und Jetzt. Beim Windelwechseln, beim Gute Nacht Lied singen, beim Lebensmitteleinkauf. Ich beginne einmal mehr zu ahnen, wie viel Möglichkeiten mein Alltag in sich birgt Gott zu begegnen  und ihm mein Leben zu weihen.

Der Alltag als Mama ist mehr als herausfordernd, er kann uns die Knie zwingen, er treibt uns immer wieder Verzweiflungstränen in die Augen, er raubt uns zuweilen die letzte Kraft. Erst vergangene Woche hab ich gedacht: ‚Ich kann nicht mehr.‘ Und dann kommt Jesus und es kommen diese kleinen Alltagswunder und ich werde wieder aufgerichtet. Es ist ein Wunder, dass ich weitergehen kann, dass ich jeden Tag auf’s Neue die Kraft finde, aufzustehen. Wieder meine Kinder anzulächeln. Wieder die nie endenden Aufgaben anzugehen. Jesus, die Kraft in meiner Schwachheit…

Ihr lieben Mamas, wir sind umgeben von kleinen Wundern. Auch großen Wundern, keine Frage! Aber diese kleinen Wunder – diese Liebesbeweise unseres himmlischen Vaters, unseres Arbeitgebers…der Gott, der alles Leben erschaffen hat – auch unsere Kinder, der Gott allen Lebens, der Vater des Lichts. Er lässt kleine Wunder auf uns herabregnen, jeden Tag. Gerade fallen die Blütenblätter bei jedem sanften Windstoß von den Bäumen, wie zarte Schneeflocken und sie tanzen auf ihrem Weg ins grüne Gras. Wenn ich das beobachte denke ich immer, so segnest du mich, Herr! So sanft berühren mich deine Liebesbotschaften, so zärtlich umgibst du mich mit kleinen Wundern.

Selbst ein Apfel birgt ein ein kleines Wunder in sich!

Selbst ein Apfel birgt ein ein kleines Wunder in sich!

Ich habe mir vorgenommen im Monat Mai jeden Tag ein Foto von einem kleinen Wunder, das mir begegnet, zu machen. Die Fotos werde ich täglich auf der Alltagsliebe Facebookseite hochladen und mit den Hashtags #alltagsliebe und #kleinewunder versehen. Ich lade euch ein mitzumachen! Ladet eure Momentaufnahmen entweder auch bei Facebook hoch (ebenfalls mit diesen Hashstags, so dass man sie in der Suchmaschine finden kann) oder schickt sie mir und ich veröffentliche sie hier auf Alltasliebe. Lasst uns eine Galerie der kleinen Wunder schaffen, eine Kunstausstellung von Gottes Treue uns Mamas gegenüber. Diese Aktion wird bis Ende Mai laufen und am Ende werde ich alle Bilder gesammelt veröffentlichen. Wer weiß….vielleicht wird ein kleines Buch daraus, das uns die Augen öffnet und uns daran erinnert, wie wunderbar unser Alltag doch ist!

Fotos: Inka H.