My home is my castle

Als Kind habe ich davon geträumt, einmal in einem eigenen Haus zu wohnen. Ich hatte eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie dieses Haus aussehen soll. Groß, weiß gestrichen, eine Veranda. Später kamen dann noch andere Wünsche dazu, wie eine Hollywoodschaukel, alte Obstbäume im Garten, eine weiße Bank vor’m Haus, eine große Landhausküche… Heute wohne ich in einem typischen Reiheneckhaus. Als Mieter. Mit einem durchschnittlichen Garten – ohne Obstbäume. Keine weiße Bank. Kein Platz für eine Hollywoodschaukel. Unser Haus ist schön und ich bin sehr dankbar, dass wir hier wohnen können! Aber mit meinen Träumen hat es nicht viel gemeinsam.

Manchmal kommt in mir Unzufriedenheit hoch. Die Küche ist hier viel zu klein. Ich kann immer nur mit einem Kind, maximal zwei, einen Kuchen backen und selbst da ist es dann schon fast überfüllt. Ich muss sofort Geschirr wegräumen, weil ich sonst keinen Stellplatz habe. Ich mag die Raumeinteilung im ersten Stockwerk nicht. Da wurde nicht wirklich schlau geplant, finde ich. Und oft nervt es mich, dass alle Nachbarn in unseren Garten reinschauen können und ich keine Privatsphäre habe, wenn ich auf der Terrasse sitze. Wenn ich ein eigenes Haus hätte, dann….!

Ich würde komplett andere Badfliesen wählen. Und anderen Laminatboden. Die Diele sollte offen und lichtdurchflutet sein. Mein Traumhaus hätte einen Holzgartenzaun und die nächsten Nachbarn wären so weit entfernt, dass ich ohne schlechtes Gewissen, bei offenem Fenster Klavier spielen könnte. Oh, wenn ich nur ein eigenes Haus hätte, dann….!

Heute drohte wieder eine Welle von dieser Unzufriedenheit mich zu überrollen – da fiel mir ein Buch in die Hände von einer Frau, die ebenfalls viel zur Miete wohnte und sich ihr Zuhause trotzdem schön und kreativ und individuell einrichtete. ‘It doesn’t have to be perfect to be beautiful’, steht auf dem Cover. Oh, wie wahr! (The Nesting Place, Myquillin Smith)

Schönheit liegt im Detail

Schönheit liegt im Detail

Als ich dann später durch unsere Haustüre ging, versuchte ich ‘mein’ Haus mit anderen Augen zu sehen…ja, da gibt es Ecken und Kanten, die mich nerven, die ich lieber ganz anders hätte. Aber ‘mein’ Haus hat auch so viele schöne Seiten! Ich habe hier schon viel dekoriert und wieder umdekoriert, Möbel herumgeschoben, Zimmer umgeräumt, Wände gestrichen, Vorhänge ausgesucht…Dieses Haus hat meinen Fingerabdruck…ich versuche viel und versuche es gerne, dass meine Familie sich hier wohlfühlt – und ich mich auch. Es ist nicht mein Traumhaus, aber Gott hat es mir für diese Zeit in meinem Leben zur Verfügung gestellt und ich will das Beste daraus machen. Ich fühle mich heute wieder frisch inspiriert, neue Dekoideen auszuprobieren, mal wieder auf einen Flohmarkt zu gehen, die alten Windlichter aus dem Keller zu holen! Dekorieren, statt jammern! image2 Da wo du wohnst, soll dein Herz zur Ruhe kommen, deine Seele aufatmen. Deine Kinder sollen sich hier wohl fühlen, dein Mann gerne nach Hause kommen. Mach deine vier Wände zu deinem Schloss. Egal ob Altbauwohnung in der Stadtmitte oder Einfamilienhaus im Grünen. Wohnst du in einer Plattenbausiedlung? Im Reihenhaus? Geh einmal wieder mit offenen Augen durch die Räume, bleib stehen, beobachte den Lichteinfall, lass alles wieder neu auf dich wirken. Das hier – diese 60, 100 oder 150 qm sind Gottgegebenes Gebiet. Dein Terrain. Mach es schön. Mach es zu einem Hafen für dich, deine Familie und für all die Menschen, die ein und ausgehen.

P.S. Ich werde immer mal wieder Dekoideen auf meiner Facebook Seite posten! Und es wäre schön, wenn du da mitmachst! Wie arrangierst du die Frühlingsblumen auf dem Tisch? Hängst du die selbstgemalten Kunstwerke deiner Sprösslinge auf? Wie hast du den Tisch beim letzten Brunch mit Freunden gedeckt? Lasst uns uns gegenseitig inspirieren zu einem schönen, gemütlichen und kreativen Zuhause!

Für das Leben! Der Alltagsliebe Aktionsmonat.

Ihr Lieben! Es ist soweit! Der erste Alltagsliebe Aktionsmonat startet heute! Ihr fragt euch sicherlich was es nun mit alldem auf sich hat. Lasst mich ein wenig erklären…

In Deutschland werden jährlich über 100 000 Babies im Mutterleib getötet. Die Frauen, die ihre Kinder abtreiben, stehen oft in einem großen Gewissenskonflikt, fühlen sich alleine gelassen, werden nicht richtig beraten. Abtreibung wird in unserer Gesellschaft als einfache, schnelle Lösung dargestellt – was wirklich passiert, wie grausam die kleinen Babies getötet werden und dass die Frauen seelisch tief verletzt zurückbleiben, davon wird nicht geredet.
Frauen, die ungewollt schwanger geworden sind, brauchen Hilfe –  z.B. bei Behördengängen, mit finanzieller Unterstützung und emotionalem Beistand.

Es gibt nicht viele Organisationen, die sich so selbstlos, so engagiert und mit so viel Herzblut für ungewollt schwangere Frauen einsetzen, wie 1000plus.

1000plus begleitet Frauen, die über eine Abtreibung nachdenken. Oft werden die Frauen über eine Anzeige im Internet oder in einem Chatroom auf 1000plus aufmerksam. Es folgen Beratungen über Email oder telefonisch, die Frauen werden individuell unterstützt und so kann immer wieder ein Menschenleben gerettet werden! Ich habe in den Broschüren von 1000plus schon öfter einen abgedruckten Dankesbrief von einer frischgebackenen Mama gelesen, manchmal mit einem Foto des Neugeborenen…Lest euch z.B. diesen Bericht durch!

Es liegt mir sehr am Herzen diese Arbeit zu unterstützen und so kam mir Idee für den Alltagsliebe Aktionsmonat.

Ich häkel gerne. Und als ich neulich an einer Babymütze häkelte, dachte ich unwillkürlich an all die Babies, die niemals eine liebevoll gehäkelte Mütze tragen werden. Und als ich weiter meine Runden häkelte, kam mir die Idee, Mützen für das Leben zu häkeln, sie zu verkaufen und den Erlös an 1000plus zu spenden.

Ihr habt jetzt die wunderbare Möglichkeit, eine schöne Häkelmütze zu kaufen und gleichzeitig diese so wertvolle und lebenswichtige Arbeit, die 1000plus leistet, zu unterstützen!

Eine Mütze kostet 3 Euro. Dieser Betrag soll die Materialkosten decken – alles was ihr freiwillig darüber hinaus bezahlt, geht zu 100% als Spende an 1000plus! Im ganzen Monat März könnt ihr Mützen (gerne auch für größere Kinder!) bei mir bestellen (inkahammond@gmail.com)! Bitte gebt den Kopfumfang eures Kindes an und den Farb- und Musterwunsch! Einfarbig, gestreift, mit oder ohne Applikation…fragt einfach nach, ich versuche alles möglich zu machen! =) Ich habe ein paar Mützen als Beispiel schon mal vorab gehäkelt – da könnt ihr euch Ideen holen:

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Und jetzt geht es los mit dem Alltagsliebe Aktionsmonat! Teilt diese Aktion in eurer Gemeinde, in der Krabbelgruppe, mit euren Freundinnen!
Auf dass ich viel zum Häkeln habe! Für das Leben!

Aktionsmonat März

Ihr lieben Alltagsliebe-Mamas,

wenn ihr Alltagsliebe auch auf Facebook folgt, dann wisst ihr bereits, dass der März ein ganz besonderer Monat wird. Nämlich der erste Alltagsliebe Aktionsmonat! 

Trommewirbel!!!!

Ich freue mich total, bin super aufgeregt und möchte vorerst nur soviel verraten: es geht um gehäkelte Mützen, die wunderbare Organisation ‘1000plus’ und es geht darum Leben zu retten. Das macht jetzt noch nicht viel Sinn, aber es soll ja auch ein wenig spannend bleiben! Also, schaut auf alle Fälle am 1. März bei Alltagsliebe rein und dann freue ich mich riesig auf eure Unterstützung!

Mit viel Alltagsliebe,

eure Inka

Wer bin ich?

Letzte Woche durfte ich 5 Tage mit meiner Schwester auf einer Nordseeinsel verbringen. Mein Mann kümmerte sich um die Kinder und ich genoß eine Freiheit, die ich schon lange, sehr lange, nicht mehr so intensiv erfahren habe. Ausschlafen. Frühstück ohne Hast. Wellen beobachten. Ohne Plan in den Tag hineinleben.

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Vor 9 Jahren wurde ich Mama. Seitdem bin ich fast immer fremdgesteuert, die Bedürfnisse der kleinen Menschen um mich herum haben in der Regel Vorrang. Ich stelle meine Pläne, meine Vorstellungen von einem geregelten Tagesablauf zurück. Ich habe unzählige durchwachte Nächte hinter mir, mein Körper hat sich durch die Schwangerschaften verändert. Ich koche kindgerecht, verzichte auf extravagante Gelüste, nix mit Curry oder Honig-Senf-Soße. Ich bin Mama mit Haut und Haar, Leib und Seele. Ich bin es gerne und mit Hingabe – aber es gab in den vergangenen 9 Jahren natürlich immer wieder Momente, wo ich mich ganz weit weg gewünscht habe.

Bei einem einsamen Strandspaziergang kam in mir diese drängende Frage hoch: ‘Wer bin ich eigentlich?’ Abgesehen von meinem Fulltime Job als Mama – wer bin ich? Hab ich mich in den letzten 9 Jahren zwischen all den Alltagsherausforderungen verloren? Was sind eigentlich meine Ziele, unabhängig davon endlich mal pünktlich im Kindergarten zu erscheinen und die Türrahmen abzuwischen? Für was schlägt mein Herz, wo will ich hin, was macht mich aus?

Es hat mich erschrocken, dass ich auf diese Fragen keine deutliche Antwort habe. Ich glaube schon, dass ich in all den Jahren, die ich bisher als Mama erleben durfte, mich ein Stück weit verloren habe. Oder besser gesagt: einen Teil von mir. Als Mama lebe ich meine Fürsorge aus, meine Bereitschaft zum Dienen, zum Teilen. Das bin ich. Das ist ein Teil von mir. Aber ich bin mehr als das.

Ich weiß, dass meine Kinder mich noch intensiv brauchen. Und diese Zeit will ich ihnen von Herzen gerne geben. Aber ich ahne jetzt noch mehr, dass diese Jahre, diese Momente, die ich ihnen schenke, ein kostbares Gut sind. Ich weiß, dass ich mich noch weiterhin, hinten anstellen muss. Pläne, Träume, Visionen müssen warten. Können jetzt noch nicht in Angriff genommen werden. Ich muss immer wieder weise abwägen, was ist dran? Was nicht?

Um ganz ehrlich zu sein: diese Erkenntnis macht mich gerade schon ein wenig traurig. Denn es tut weh, nein zu Dingen zu sagen, die mir doch auch am Herzen liegen! Zu wissen, das ist momentan nicht möglich. Ich habe mich entschieden eine Mama zu sein, meine Kinder zu erziehen, da kann ich nicht das Handtuch schmeißen, wenn es mir nicht mehr in den Kram passt. Ich kann nicht meinen Job wechseln. Mein Job ist tief in meinem Herzen verwurzelt. Und als ich vor 9 Jahren meine Tochter das erste Mal in den Armen hielt, da hatte ich noch keine Vorstellung, was dieses Mama-Dasein mit mir noch anstellen wird.

Da wird tief im Herzen gewühlt, Stolz kommt an die Oberfläche, eigene Verletzungen aus der Kindheit sind plötzlich wieder präsent. Kämpfe gegen Bequemlichkeit, Loslassen von Perfektion und Wunschdenken. Meine Aufgaben als Mutter haben mich mehr als alles andere herausgefordert und mich mehr als alles andere in die Arme von Jesus getrieben.

Und das bringt mich zu meiner Kernaussage. Denn: nein, ich weiß nicht wirklich wer ich bin. Momentan bin ich noch so von meiner Mutterrolle vereinnahmt, da bleibt nicht viel Raum zur Selbstreflektion oder Selbstverwirklichung. Aber ist das wirklich mein Ziel? Vor ein paar Tagen habe ich dieses wunderschöne Zitat gelesen:

‘Mein Glaube ruht nicht darin, wer ich bin, oder sein sollte, was ich fühle oder weiß, sondern darin, wer Jesus ist, was Er für mich getan hat und was Er jetzt für mich tut.’
Charles Spurgeon

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Ja, ich habe mich wohl verloren in diesen vergangenen 9 Jahren. Ich weiß nicht mehr so recht, wer ich bin. Meine hochtrabenden Ziele von einst, sind heute Schall und Rauch. Aber ich bin näher an Jesus dran, ich höre Seinen Herzschlag besser und sehe Sein Wirken in meinem Leben deutlicher. Das soll mir genug sein! Dafür stelle ich mich gerne hinten an.  Das ist meine Motivation für den Alltag. Für Jesus verliere ich mich gerne. Und ich bin mir sicher: wenn ich mich nur nur nahe an Jesus halte, dann wird mein Leben weiter aufblühen, dann komme ich mehr und mehr in meine Berufung(en) hinein, dann werde ich nichts versäumen.

‘Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss.’
Johannes 10,10

Ermutigung

Es gibt Tage in meinem Mama-Dasein – da fühle ich mich allein. Isoliert. Abgeschnitten vom wirklichen Leben. Ich drehe mich nur um mich selbst und um meine Kinder. Ich habe Sorgen, ob ich auch alles richtig mache. Der Milchreis ist angebrannt. Der Alltagstrubel fühlt sich an wie dicker, zäher Nebel.

Ich bin oft wie ein Einzelkämpfer. Mein Mein ist eingespannt mit seiner Arbeit, meine Eltern wohnen 3 Stunden entfernt. Die Nachbarn sind alle berufstätig…meine Vormittage verbringe ich oft zwischen Wäschebergen und meinem kleinen Sohn, der sich gern an mein Bein ranhängt. Wenn meine Kinder krank sind, bin ich oft tagelang an zu Hause ‘gefesselt’.

Und wenn ich dann kurz davor bin die Hoffnung zu verlieren, an meinen Fähigkeiten als Mutter zu zweifeln, dann brauche ich vor allem eins: Ermutigung! Ein nettes Wort. Ein kurzes ‘Ich denk an dich’, ein ehrliches ‘Mir geht’s genauso.’ Ein Lächeln, eine schöne Karte, eine aufbauende SMS, ein lieber Kommentar hier auf Alltagsliebe oder bei Facebook. Mamas brauchen Ermutigung! Wir brauchen einander. Gelebte Schwesternschaft – wir sitzen doch alle im gleichen Boot! Wir brauchen Ehrlichkeit, Transparenz. Erzähl mir nicht, wie toll du alles alleine schaffst, erzähl mir von deinen Mißerfolgen. Erzähl mir von deinen Tränen gestern Abend, weil dein Baby wieder geschrieen hat. Erzähl mir von deinem Frust über den hartnäckigen Babyspeck. Weg mit der Fassade der perfekten Mutter.
Lass uns über unseren chaotischen Alltag lachen. Lass uns mit Humor den Alltag bewältigen. Gemeinsam.

Ich bin jetzt seit 9 Jahren Mama. Und etwas beobachte ich immer wieder: Mamas scheint es schwer zu fallen, sich zu öffnen. Schlicht ehrlich zu sein. Sich mitzuteilen. Ich weiß nicht genau woran es liegt und  es betrifft bei weitem nicht jede Mutter. Aber es kommt mir wie ein bittere Beigeschmack des Mamaseins vor, dass Mütter meinen, es irgendwie alleine schaffen zu müssen, dabei noch ganz toll auszusehen und sich bloss keine Blöße zu geben.

Ich entdecke das auch immer wieder an mir selbst. Und ich bin sehr dankbar, dass Gott mich mit Freundinnen gesegnet hat, die nachfragen, denen ich ehrlich von meinen Alltagssorgen erzählen kann. Aber ich muss schon aus meinem Schneckenhaus herauskommen und mich öffnen. Das fällt mir oft schwer. Da muss oft schöne Fassade abgetragen werden…

Ich will dich ermutigen, liebe Mama, deinen Alltag mit anderen Mamas zu teilen. Das Gute und das Schlechte. Das Schöne und das Hässliche. Die Hochs und die Tiefs. Und dann will ich dich ermutigen, andere zu ermutigen. Auch wenn du meinst, du hast nicht viel zu geben – ein Lächeln kann einen ganzen Tag erhellen.

Sehe in der anderen Mama nicht die Konkurrentin, sondern eine Weggefährtin.

Mutterglück

Diese leuchtenden Kinderaugen. Dieses süße ‘Mama, ich hab dich lieb.’ Das unvergleichliche Gefühl von kleinen, kurzen Kinderarmen umarmt zu werden.

Mein Herz ist voll. Randvoll. Übervoll!

Mutterglück überwältigt mich oft. Kleine Momente im Alltag treiben mir Freudentränen in die Augen. Die Gute-Nacht-Küsse zeigen mir, wie gesegnet ich bin. Wenn meine Tochter mir im Kindergarten voller Freude entgegenrennt, breitet sich in mir liebevolle Wärme aus. Wenn die ‘Große’ mir unerwartet ein breites Lächeln schenkt, weiß ich nicht ein noch aus vor Dankbarkeit.

Ja, es gibt diese Phasen, wo alles zuviel scheint und ich nur die Arbeitsberge vor Augen habe. Aber meine Alltagswege führen immer wieder an grünen, blühenden Wiesen vorbei, wo die Wunder wie die Blumen wachsen. Mein Herz fühlt sich dann schwer an vor Dankbarkeit, vor liebevoller Hingabe. Ich spüre dann die Kostbarkeit jeder Sekunde. Ich erkenne diese wertvollen Momente…manchmal ist es fast so, als würde Gott sein Licht auf diese Augenblicke scheinen, so dass ich sehen kann, wie unermesslich reich ich bin.

Vier Kinder. Vier Mal Einzigartigkeit. Vier kleine Persönlichkeiten. Nicht alles läuft glatt bei uns. Da sind Ecken und Kanten. Da sind unaufgeräumte Zimmer. Da ist Ungehorsam. Aber die Liebe ist immer größer und durch mein Mama-sein begreife ich auch ein kleines Stückchen mehr, wie tief die Vaterliebe Gottes geht. Würde ich mein Kind jemals verstossen? Würde ich es jemals vergessen? Auch das macht mein Herz warm und froh: dass ich als Mama selbst Kind sein darf und getragen bin von unendlicher Liebe.

Mutterglück. Das überrollt mich immer wieder und ich bleibe sprachlos zurück. Staunend betrachte ich den Segen, der sich um mich herum – mitten im Alltag, mitten im Chaos – ausbreitet. Jeden Tag auf’s Neue.

Himmelwärts leben

In der vergangenen Woche hatte ich ein paar ordentliche Tiefpunkte. Diese Momente, wo alle Kinder gleichzeitig etwas von mir wollen, ich gerade versuche etwas zu erledigen, das Telefon klingelt und gleichzeitig jemand an der Haustüre steht. Manchmal kommt einfach alles zusammen und meine Reaktion ist dann immer dieser ‘Ich-muss-hier-weg’ Reflex. Ich distanziere mich dann, igel mich ein, laufe auf Sparflamme, werde unnahbar. Ich glaube jede Mama geht mit Momenten der Überforderung anders um, jeder hat da so eine Überlebensstrategie.

Wenn ich nicht aufpasse, werden meine ‘Einigelungsversuche’ ganz schnell zu einer Spirale nach unten. Mein Blick wird vernebelt, ich sehe nicht mehr klar, empfinde alles stressig und ‘zu viel’.  Das Problem bei mir ist: ich wende meinen Blick nach ‘innen’. Auf meine Probleme, meine Alltagsberge. Dabei sollte ich meinen Blick nach ‘oben’ wenden. Auf den Überwinder. Auf den, der meine Kraft ist. Auf Jesus.

Egal was deine Überlebensstrategie für das immer mal wiederkehrende Alltagschaos: ich gehe mal stark davon aus, dass dein Blick weg geht vom Durcheinander, irgendwo anders hin. Das ist ja eine natürliche Reaktion: ich halte etwas nicht aus, also wende ich meinen Blick ab. Die Frage ist wohin. Zur Schokolade? Zum nächsten Kaffeetrinken mit der besten Freundin? Zum Frauenmagazin? Zum nächsten Workout im Fitness Studio? Was ist dein Ventil, deine Überlebensstrategie?

Heute morgen in der Predigt hat unser Pastor ein schönes Zitat von C.S. Lewis weitergegeben:

‘Wer nach dem Himmel strebt, dem wird die Erde in den Schoß fallen. Wer nach der Erde strebt, dem gehen sowohl Himmel wie Erde verloren.’

Sinngemäß sagt die Bibel in Matthäus 6,33:

‘Wenn ihr für ihn lebt und das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen macht, wird er euch jeden Tag geben, was ihr braucht.’

Für uns Mamas übersetzt heißt das: Setze Jesus in deinem Alltag an erster Stelle, dann wirst du alles bekommen, was du brauchst. Geduld in Stresssituationen, Weisheit in der Kindererziehung, Kreativität beim Kochen, Freude bei deinen Aufgaben. Der Blick muss nach oben gehen, ihr lieben Mamas! Nicht nach innen. Nicht sehnsüchtig zur nächsten wohlverdienten Auszeit hin. Der Blick muss zu Jesus gehen, immer, überall, beständig.

Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht auf uns achten und uns keine Auszeiten schaffen dürfen. Aber das sind ja nur punktuelle Hilfen, die nicht allzu lange nachwirken. Für den andauernden Alltag brauchen wir den klaren, unverstellten Blick auf Jesus. Wir brauchen die innere Herzenshaltung, das wir alles für Ihn tun. Und dann WIRD uns alles zufallen, was wir brauchen. Das ist ein Versprechen, eine logische Konsequenz im Reich Gottes, wenn wir Jesus an erste Stelle setzen.

Wenn du mir ähnlich bist, dann kommst du oft an deine Grenzen und fragst dich regelmäßig, warum du all das eigentlich machst. Das ewige Windel wechseln und das Essen kochen, an dem sowieso jeder herummäkelt. Mama-sein ist ein harter Job, oft nicht gewürdigt, oft einsam, oft überfordernd. Du gibst viel und bekommst lange Zeit wenig zurück. Wenn du so empfindest, dann hast du zwei Möglichkeiten.
Möglichkeit Nr. 1: Richte deinen Blick auf alles, was dich so gut wie möglich von deinem Alltag ablenkt.
Möglichkeit Nr. 2: Richte deinen Blick auf Jesus.

Heute morgen habe ich einen Bibelvers im Gottesdienst bekommen:

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.
(Matth. 11,28)

Jesus hat meine Tiefpunkte vergangene Woche gesehen und er hat mich heute morgen so liebevoll daran erinnert, wo meine Kraftquellen liegen. Wenn ich beständig meinen Blick auf Ihn richte, meine Sorgen und meinen Frust bei Ihm ablade…dann wird mein Alltag gut werden. Dann werde ich die nötige Geduld haben, wenn es alles wieder zusammen kommt. Dann werde ich liebevoll sein können, zärtlich – dann wird Seine Liebe durch mich durchfließen können hin zu meiner Familie.

Das will ich dir mitgeben in die neue Woche: Lebe himmelwärts! Den Blick auf Jesus gerichtet. Ich bin mir sicher, alles wird dir leichter von der Hand gehen.

 

Gott im Alltag lieben

‘Ihr sollt den Herrn, euren Gott, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit eurer ganzen Kraft lieben.’ 5. Mose 6, 5

Mich fordert das heraus. Was bedeutet das – Gott zu lieben? Wie kann ich ihn lieben? Was versteht Gott unter Liebe?

Es gibt bestimmt 1000 verschiedene Arten Gott Liebe zu zeigen. Und Er freut sich über jede einzelne Liebesbekundung. Ich glaube aber, dass es zwei Liebesbeweise gibt, die Gottes Herz besonders tief anrühren:
Das eine ist Anbetung.
Im Himmel ist Gott von immerwährendem Lobpreis umgeben. Die Engel hören nicht auf ‘Heilig,heilig, heilig!’ zu rufen. Wer vor dem Thron Gottes steht und Gott sieht, so wie er ist und überwältigt ist von seiner Gegenwart – der kann nicht anders, als anzubeten. Und Gott, der würdig ist, alles Lob zu empfangen, freut sich über Anbetung! Egal ob du singen kannst oder nicht – Anbetung aus deinem Mund ist wie ein wunderbarer Duft, der zu Gott aufsteigt.
Das zweite ist Zeit.
Zeit für Gott. Still zu Jesu Füßen sitzen. Ihn einfach anzusehen. Ihm zuzuhören. Alles soll zweitrangig sein in diesen Momenten. Ich liebe die Geschichte von Maria und Marta. In meinem Alltag bin ich wie Marta, die tut und werkelt und sich keine Pause gönnt, um sich zu Jesus zu setzen. Ich bewundere Maria, die die Arbeit Arbeit sein lässt und zu Jesu Füßen sitzt. Die erkannt hat, was wirklich Bedeutung hat. Jesus sagt zu Marta, als sie sich über ihre Schwester beschwert: ‘Meine liebe Marta! Du sorgst dich um so viele Kleinigkeiten! Im  Grunde ist doch nur eines wirklich wichtig. Maria hat erkannt, was das ist – und ich werde es ihr nicht nehmen.’ (Lukas 10,42)

Diese beide Arten Gott unsere Liebe zu zeigen fallen uns eher schwer. Wir Mamas können von Glück reden, wenn wir mal ungestört duschen oder zur Toilette gehen können – wie bitteschön sollen wir da noch Zeit für Gott einplanen? Und Anbetung; ernsthaft?!? Wenn ich umgeben bin von großen und kleinen Alltagskatastrophen und Terminstress, da will ich diese raren freien Minuten auf der Couch verbringen. Alleine. Ich persönlich empfinde es als riesengroße Herausforderung, meinen Alltag um Gott herum aufzubauen. Er soll das Zentrum sein. Aber wie kann das praktisch aussehen?

Mir fällt da ein Satz ein: ‘Ich ersetze meine ‘wieso, weshalb und warum’s’ mit ‘du bist”. Das ist Anbetung. Wenn ich aufhöre, Gott mein Leid zu klagen und mal damit pausiere meine Bitten und Beschwerden ihm aufzulisten und ihm statt dessen sage, wie Er ist, dann bete ich Ihn an! Dann bestätige ich das, was in Seinem Wort steht. Und dann werden plötzlich meine Probleme kleiner und farbloser, denn wenn ich sage: ‘Du bist mein guter Hirte!’ ‘Du bist mein Versorger!’ ‘Du bist der Gott, der mich nie fallen lässt!’ ‘Du hälst mich sicher an deiner rechten Hand!’ ‘Ich darf mich unter deinen Flügeln bergen.’, dann erkenne ich die Größe Gottes an und nicht die Größe meiner Probleme. Das heißt natürlich nicht, dass ich Gott nicht mein Leid klagen darf. Aber ich lerne gerade, dass es hilfreicher ist, Gott anzubeten, eben weil er meine Sorgen kennt. Und sich um mich kümmert. Er ist es wert angebetet zu werden, egal wie es mir geht. Das Erstaunliche ist, dass es mir selber besser geht, wenn ich einen Lebensstil der Anbetung führe. Ich gebe Gott meine Anbetung, aber am Ende, bin ich die Beschenkte. Mich erfüllt Freude und Frieden. Die Angst weicht, ich fühle mich geborgen. Ich bin mir in meinem Alltag mehr der Gegenwart Gottes bewusst.

Okay, Anbetung ist das eine – doch still zu Jesu Füßen sitzen?!  Ich gebe zu: das ist meine nicht enden wollende Baustelle: es fällt mir schwer, Zeit mit Jesus in meinen Alltag einzubauen. Ich denke, Jesus will uns da nichts aufbürden, uns keinen Stress machen. Maria saß zu Jesu Füßen, weil sie von ihm begeistert war, sie war von ihm eingenommen, sie konnte gar nicht anders. Da war kein Zwang – im Gegenteil, es hat sie kein bißchen gestört, dass sie nicht als gute Gastgeberin wahr genommen wurde und dass sie sich von ihrer Schwester Ärger einhandelte. Ich erfahre zur Zeit folgendes: je mehr ich Jesus anbete, also in meinen Alltag Anbetung integriere, desto mehr wächst in mir die Sehnsucht nah an Jesus dran zu sein. Das hat nichts mit einer Agenda zu tun, einer to-do-liste, ich glaube, der Heilige Geist bewirkt in mir diese Sehnsucht. Weil ich nur zu Jesu Füßen wirklich glücklich, wirklich erfüllt bin. Kein noch so erfolgreich abgeschlossenes Alltagsprojekt, kein noch so nettes Gespräch mit anderen Mamas, nichts erfüllt mich so tief, so vollkommen, wie die Zweisamkeit mit Jesus. Ich wünschte mir, ich wäre so mutig wie Maria und könnte Dinge einfach liegen lassen. Ich wünschte ich wäre im Glauben schon so reif und könnte vorausschauend Prioriäten setzen, so dass ich nur auf keinen Fall diese Zeit mit Jesus verpasse. Noch lasse ich mich zu leicht ablenken. Noch vergesse ich immer wieder den Wert dieser Begegnung mit meinem Erlöser. Aber ich merke, wie ich regelrecht in seine Gegenwart gezogen werde. Ich merke, wie in mir diese Begeisterung für Jesus wächst, die Maria gehabt haben muss. Diese Faszination. Dieses Staunen über Jesus. Davon will ich mehr!

Und ich träume von einer ganzen  Generation von Müttern, die so leben wie Maria. Die sich Jesus hingeben. Die Stunden ihrer wertvollen Alltagszeit Jesus schenken. Die verliebt sind in Jesus und die diese innere Freude, dieses Strahlen, das nur Gott schenken kann, an ihre Kinder, an ihre Familien weitergeben. Ich träume davon, dass Mamas anfangen ihre Kinder zu Jesus hinzulieben…dass die Kinder genauso eine große Sehnsucht nach ihrem Schöpfer bekommen, einfach weil ihre Mütter so hingegeben sind. In meinem letzten Post ‘Wenn es mal wieder schief läuft’ habe ich geschrieben, dass die Laune von Mamas automatisch die ganze Familie ansteckt – ob positiv oder negativ. Stellt euch vor: eure zu Liebe zu Jesus, die aus jeder Pore eures Seins herausströmt, diese Freude, dieser Frieden – das fließt zu eurem Mann und zu euren Kindern und von dort hinaus in die Welt! Was da alles Wundervolles passieren könnte! In unserem Herzen fängt es an!

Wenn wir also beginnen Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit ganzer Kraft lieben zu lernen, dann wird unsere Alltagswelt von Gottes Gegenwart durchdrungen. Dann ist nichts mehr unmöglich! Dann kommt der Himmel in unsere Familien.

Wenn es mal wieder schief läuft…

Vorgestern habe ich ein kleines Buch aus dem Bücherregal rausgekramt. ‘Loving the little years’ heißt es und als ich es das erste Mal vor einem oder zwei Jahren gelesen habe, hat es mich sehr bewegt.
Weil ich mal wieder eine ordentliche Ermutigung in Sachen Mama-sein nötig habe, liegt das Buch jetzt neben meinem Bett und ich lese mich Kapitel für Kapitel durch (schöne kurze, Mamagerechte Kapitel übrigens…die kann man mal schnell zwischendurch lesen!).

Ich möchte euch in den nächsten Wochen immer mal wieder einen Satz oder einen Gedanken aus diesem Buch weitergeben.

Unsere Weihnachtsferien waren nicht wirklich das, was ich mir etwa seit August erhofft hatte: eine gemütliche und harmonische Zeit. Mein Mann hatte zwei Wochen Urlaub. Ich sah mich auf der Couch sitzen, mit einer heißen Tasse Tee, in einem Buch schmökernd, während die Kinder stundenlang sich alleine mit ihren Weihnachtsgeschenken beschäftigen.

Der erste Tag unserer Weihnachtsferien begann damit, dass wir alle einen richtig schönen Magen-Darm-Virus bekamen. Ordentlich der Reihe nach, so dass wir zwar innerhalb 48 Stunden alle durch waren – aber wir waren auch alle völlig fertig. Zwei durchwachte Nächte, in denen man sämtliche Körperflüssigkeiten aufwischt und nachts um 3 die Waschmaschine anschmeißt –  wenn man selber eigentlich lieber neben der Toilette campieren würde, sind nicht wirklich erholsam. Und ich hatte mich doch so danach gesehnt: Erholung!

Als die Kinder dann wieder auf dem Damm waren und zum Frühstück Nutellabrötchen essen konnten, dachten mein Mann und ich unabhängig voneinander, dass es doch eine super Idee wäre, uns einen ordentlichen grippalen Infekt einzufangen. Also husteten und schnieften wir uns durch die erste Ferienwoche, gaben uns halbtot die ‘Fackel’ in die Hand – mal passte der eine auf die Kinder auf (die übrigens leider nicht stundenlang alleine mit ihren Geschenken spielten…), mal der andere.

Ich hab mir – ganz ehrlich – ein anderes Leben gewünscht. Eins, wo man mir heiße Zitrone ans Bett bringt, fragt, ob ich noch irgendetwas brauche, mir das Kissen aufschüttelt und die Bettdecke zurechtzupft.

In der zweiten Ferienwoche waren wir alle zwar mehr oder weniger gesund, aber ich war sauer. Mensch, jetzt hat man endlich mal zwei Wochen Ferien, Mann zu Hause und alles läuft schief. Ich war müde, k.o. und genervt, dass ich trotz Magen-Darm kein bißchen abgenommen habe. Ich quälte mich durch die Tage – und dann erinnerte mich jenes kleine Büchlein an etwas sehr Wichtiges: Meine Welt kann um mich herum zusammenfallen. Die Kinder können Magen-Darm haben so viel sie wollen, egal was ist – wenn meine Einstellung passt, kann kein noch so großer Alltagssturm mich umhauen.

Wie sollte aber meine Einstellung denn idealerweise aussehen?

Ich habe noch keine endgültige Antwort gefunden, aber ein paar Dinge habe ich in den vergangenen Jahren gelernt:

1. Ich bin nicht der Nabel der Welt. Es hilft ungemein, wenn ich als Mama mich nicht in den Vordergrund stelle und denke, meine Kinder sind meine persönlichen kleinen Butlers. Es ist doch genau anders herum: ich diene meinen Kindern. Ich diene meinem Mann. Das ist nicht einfach und kratzt an meinem Ego, aber es hilft, sich das ab und zu ins Gedächtnis zu rufen.

2. Das was ich tue, tue ich in erster Linie für Jesus. Es ist ein Dienst an meinem Erlöser. Das kratzt auch am Ego, ist oft nicht greifbar und für die allermeisten nicht nachvollziehbar, aber nur diese Tatsache gibt meinem alltäglichen Tun ewigen Sinn. Küche aufräumen und Krümel aufsaugen scheinen zwar auf den ersten Blick unwichtige Arbeiten zu sein, aber mit der richtigen Herzenseinstellung, sind das Schätze für die Ewigkeit. Jesus ehrt unsere Arbeit im Verborgenen und wenn wir Mamas unser Tun Ihm widmen, werden sie unendlich wertvoll. Und wie wiederum dürfen Wertschätzung erfahren.

3. ‘Im Alltäglichen das Wunderbare entdecken.’ Das Alltagsliebemotto! Ich muss nur meine Augen aufmachen: um mich herum ist hundertfacher Segen. Es macht soviel Freude mit einem offenen Herzen durch den Tag zu gehen und überall Gottes Liebesbeweise zu entdecken: der Sonnenstrahl, der durchs Fenster fällt. Die kleinen Babyhände. Die kindliche Umarmung. Das unbeschwerte Lachen. Es gibt so viel Schönes zu entdecken und dankbar dafür zu sein. Das wiederum bewirkt Freude und die Arbeit geht viel leichter von der Hand.

4. Verabschiede dich getrost von Perfektion. Spätestens, wenn dein erstes Kind dir einmal über dein T-Shirt gespuckt hat, im Cafe, vor deinen (kinderlosen) Freundinnen – wirst du es geahnt haben: es läuft nicht immer alles so, wie du es willst. Ich denke an die Magen-Darm Episode, daran, dass die Waschmaschine gerade nicht funktioniert, der Fußboden aussieht wie … ja, wie…ich finde keine Worte – OBWOHL ich gestern erst gesaugt habe, mein Kind einfach nicht begreift, dass man nach dem Klo gehen spült…Mama-sein und Perfektionismus, das ist so wie Sonnencreme auf nasse Haut auftragen. Es funktioniert einfach nicht. Je früher man sich das eingesteht, desto besser. Für alle.

Wenn ich mir diese 4 Punkte hernehme, sie verinnerliche, läuft der Laden wieder. Sobald ich anfange, mich selbst zu bemitleiden, mich in ein anderes Leben hineinzuträumen, geht alles bergab. Und komischerweise übernehmen alle Familienmitglieder meine Launen. Ich finde das unfair, aber das, was ich fühle, überträgt sich auf meine Kinder und meinen Mann. Ich kann mich nicht heimlich schlecht fühlen, aber genauso wenig funktioniert es, wenn ich mich ganz alleine für mich freuen möchte. Und das ist die gute Nachricht: meine Freude an meinem Leben, an meinem Alltag, an meinem Beruf Mama zu sein, sprudelt über und umgibt meine Familie, wie eine weiche, warme Decke. Da muss ich gar nicht viel tun – nur meine Einstellung muss eben passen.

Wir Mamas haben da eine große Verantwortung. Ich werde ihr selten gerecht, aber dank Jesus, komme ich Schritt für Schritt weiter. Oft muss ich mich entschuldigen und um Vergebung bitten, weil ich mal wieder meine schlechte Laune an jedem ausgelassen habe. Aber Jesus segnet diesen Weg und geht mir voran. Und auch wenn ich mich jede Sekunde neu entscheiden muss: ich will die Freude wählen. Ich will dankbar sein für dieses Leben, trotz vermasselter Weihnachtsferien.

Wieder da!

Meine lieben Alltagsliebe-Mamas! Mensch, ich hab euch vermisst. Danke für eure Emails, Facebookgrüße und alles an-mich-denken und für-mich-beten in den vergangenen Monaten. Ihr habt so einen großen Anteil an diesem Blog, an meinem Anliegen, dass wir füreinander einstehen und den Beruf ‘Mama-sein’ voller Hingabe leben – für Jesus!

Ein neues Jahr liegt vor uns – noch ganz rein, wie ein unbeschriebenes, weißes Blatt Papier. Ich freue mich auf ein weiteres Jahr voller Alltagsliebe. Lasst uns den Segen im Kleinen, im Alltäglichen suchen. Lasst uns ganz neu bewusst werden, wie großartig es ist, dass wir diese Kinder, die Gott uns anvertraut hat, erziehen dürfen. Dass wir für sie beten dürfen und dass sie eines Tages starke Männer und Frauen Gottes werden, die an andere Liebe weitergeben und das Evangelium predigen.

Ich bin mir noch nicht sicher, wie oft ich zum Schreiben kommen werden…ich hoffe, oft. =) Lassen wir uns doch einfach mal überraschen, was Gott so vorbereitet hat in diesem neuen Jahr! Ich freu mich drauf.