Wenn Kinder beten…

Hot Air Balloons

Gebet ist ein großer Teil unserer Familie. Wir beten vor dem Essen, wir beten vor dem Bett gehen, wir beten um Hilfe, wir beten, wenn wir dankbar sind. Es war mir schon immer wichtig, dass meine Kinder beten lernen..

Ich wollte von ganzem Herzen meinen Kindern Vorbild sein beim Beten – aber oft hat es sich einfach nicht ‘richtig’ angefühlt, oft hatte ich Angst, ich würde meinen Kindern nur etwas vormachen. Das Tischgebet wird oft nur heruntergeleiert, abends bin ich zu müde, um mich richtig zu konzentrieren.

Dann kam hinzu, dass ich ‘kindgerecht’ beten wollte. Ich vermied bestimmte Phrasen, die ich beim ‘erwachsenen’  Gebet formuliert habe. Ich betete nett und freundlich. Ganz a la ‘Ich bin klein, mein Herz ist rein…’ .

Ganz langsam verändert sich meine Sichtweise auf das Gebet mit meinen Kindern. Angefangen hat es in meinem Herzen. Ich begriff, dass Gebet vielmehr ist als ausformulierte Bitten oder Danksagung. Gebet ist ein Lebensstil, das Gebet sollte in meinem Herzen nicht verstummen – den ganzen Tag nicht. Selbst in der Nacht soll mein Herz mit Jesus verbunden sein und weiterbeten. Hätte man mir das vor ein paar Jahren gesagt, hätte ich mich kopfschüttelnd weggedreht. Was soll ich denn noch alles in meinen Tag reinpacken? Jetzt auch noch rund um die Uhr beten? Nein, danke.

Aber dann hat Jesus mein Herz berührt und ich fing an zu beten…dauerhaft. Ich sehnte mich mehr und mehr in Kontakt mit ihm zu sein und seine Gegenwart zu suchen. Ich ließ das Idealbild in meinem Kopf von der dreißigminütigen Stillen Zeit los und betete drauf los.  Beim Kochen, beim Wäsche machen, beim Kind anziehen, beim Geschirr spülen. Natürlich sind das keine wohl formulierten Gebete. Oft einfach nur ein: ‘Mehr von dir Jesus.’ Oder ‘Ich brauch dich, Jesus.’ Ein vor mich hin gemurmeltes Bibelwort. Oder ein mitgesummtes Lobpreislied. Oder einfach nur eine Last auf meinem Herzen, eine Sehnsucht nach Jesus und ein nach oben gerichteter Blick. Gebet ist so viel mehr, als das für was ich es immer hielt.

Natürlich gab und gibt es Momente, Tage wo ich kaum bete. Wo ich eingenommen bin von der Hetze des Alltags und die Gegenwart Gottes vergesse. Das tut mir aber nie gut und ich versuche so schnell wie möglich wieder in Verbindung zu treten mit Jesus. Das gelingt mir mal mehr, mal weniger gut. Aber die Sehnsucht nach ‘mehr’ treibt mich an. Der Heilige Geist zieht mich weiter auf dieser Reise ins Gebet.

Ich spüre eine Veränderung in mir und in meinem Alltag und wie ich meinen Kindern Gebet vermitteln will. Es gibt immer weniger die durchgekaute Kinderkost. Meine Kinder hören echte Gebete, wie sie das Leben diktiert. Gebete nach Hilfe, Gebete nach Versorgung, Gebete nach Schutz. Ich halte meinen Kindern nicht länger vor, dass das Gebet für mich lebenswichtig ist. Ich bin mutig geworden und bete vor meinen Kindern in neuen Sprachen. Früher hatte ich Angst, ich würde sie damit überfordern.
Heute habe ich das erste Mal meine Kinder aufgefordert mit mir zum Gebet nieder zu knien – vor ein paar Wochen noch, hätte ich Sorge gehabt, sie würden mich nicht ernst nehmen. Aber ich glaube, meine Aufrichtigkeit im Gebet färbt ab. Ich veranstalte keine Show. Ich bete auch, wenn ich alleine bin – das spüren meine Kinder. Und ich bin erstaunt wie souverän sie mit dem Übernatürlichem umgehen. Es erschreckt sie nicht und schreckt sie nicht ab. Kinder sind geistlicher, als man ihnen zutraut.

Es berührt mein Herz, wenn meine Kinder beten. Ich sehe da Tiefgang und neuen Glauben. Wenn meine 5 jährige für Israel betet und dass Gott den Juden den Schleier von den Augen wegnimmt. Wenn meine 9 jährige für die Flüchtlinge betet und das Frau Merkel weise Entscheidungen trifft. Wenn meine 7 jährige für unser ‘Spenderglas’ betet und im Glauben um drei volle Gläser bittet. Das erste ist noch nicht mal halb voll. Habe ich diesen Glauben? Habe ich dieses kindliche Vertrauen? Plötzlich lerne ich von ihnen.

Ich denke, dass wir in unseren Familien bereit sein müssen für eine tiefere geistliche Atmosphäre. Nichts gegen Kinderbibeln – aber ich will, dass meine Kinder auch den Löwen von Juda kennen lernen und nicht nur die niedlichen Zeichnungen von dem ewig lächelnden Jesus. Ich will, dass meine Kinder den geistlichen Kampf erlernen und Satan jetzt schon vor Angst zittert, wenn sie beten. Wir Eltern sind da in der Verantwortung…wir müssen voran gehen. Wir müssen uns Jesus zuerst ausliefern, wenn wir uns danach sehen, dass unsere Kinder das tun. Wir müssen zuerst in diese Sehnsucht nach ‘mehr von Jesus’ treten, wenn das unser Wunsch für unsere Kinder ist.

Und es ist nichts, was wir ‘erschaffen’ können. Wir können nichts tun, außer den Heiligen Geist einladen. Wir können betend durchs Haus gehen, unsere Kinder segnen. Und immerwährend auf den schauen, der unsere Rettung ist und die Rettung für unsere Familie…Jesus Christus.

 

 

Ein Date kurz vor Mitternacht

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Es ist fast Mitternacht. Ich sollte schon längst im Bett sein und mich von diesem langen Tag ausruhen. Aber ich wollte doch noch etwas bei Pinterest stöbern. Und es ist doch so interessant, was die Leute so alles bei Facebook posten. Und vielleicht kommt doch noch diese Email rein, auf die ich warte.

Und während meine Augen immer müder werden und das grelle Computerlicht mich langsam nervt, merke ich, dass mich noch etwas anderes wach hellt:

Meine Sehnsucht nach Jesus.

Den ganzen Tag hab ich immer wieder an ihn gedacht. Die Stille Zeit musste mal wieder flach fallen…immerhin habe ich die Losungen für heute gelesen. Jesus war in meinem Hinterkopf, als ich diesen Streit hatte mit meiner Ältesten. Und ich schickte ein Stoßgebet zum Himmel beim Mittagessen kochen, beim Hausaufgaben helfen, beim Aufräumen.

Jesus…

Du bist in meinen Gedanken. Wie ein liebeskranker Teenager krieg ich dich nicht aus meinem Kopf.  Und will ich auch gar nicht. Ich liebe deine Gegenwart. Ich liebe es, dass es für dich okay ist, wenn ich die Wäsche falte und das Kind ermahne und gleichzeitig versuche mit dir in Kontakt zu bleiben. Ich liebe dich dafür, dass du meinen verrückten Alltag siehst und dich kein bißchen ausgeschlossen fühlst. Du weißt ja, wie sehr ich mich bemühe und wie sehr ich an dir festhalte und wie sehr ich weiß, dass ich dich brauche. Wie ich die Bibelstellen an den Kühlschrank hefte und mein Bestes gebe, den Kindern  von dir zu erzählen.

Was würde ich nur ohne dich tun…

Du bist mein Anker im Alltagschaos. Mein Rückzugsort wenn alles wieder zuviel wird. Du siehst all die kleinen Dinge, die ich tagtäglich erledige, die sonst keiner sieht. Und du hilfst mir durch, wenn ich am liebsten wegrennen würde. Du bist der beste Wegbegleiter, den ich mir wünschen kann – das wollte ich dir den ganzen Tag schon sagen.

Ich schalte den Computer jetzt ab. Denn ich spüre gerade, wir beide haben ein Date. Ich höre die Uhr ticken, die Kinder schlafen. Ich weiß, es ist spät und ich sollte ins Bett…aber ich sehne mich gerade so nach dir. Und du nach mir. Es ist eine schöne Love Story mit uns beiden…die gestresste, müde Mama auf der Suche nach Leben in Fülle  und du, mein Erlöser, der immer wartet und der noch 1000 Jahre warten würde, wenn es sein müsste. Und dann treffen wir uns kurz vor Mitternacht, wenn alle anderen Stricke reißen. Stehlen uns ein paar Momente nur für uns beide. Wie heißt es so schön? ‘Außergewöhnliche Zeiten verlangen außergewöhnliche Maßnahmen.’ Danke, dass du mich jetzt gefunden hast. Fast hätte ich mich verloren zwischen Pinterest und Facebook.

Du bist einfach mein Held.

 

Stein auf Stein

Wie ihr wisst, hat Gott uns als Familie auf einen neuen, abenteuerlichen Weg gerufen. Ab dem 1.3.16 wird mein Mann im Gebetshaus Augsburg angestellt sein um mitzubeten und mitzuarbeiten und sein Dienst wird vollständig von Spenden getragen sein. Das stellt bei uns einiges auf den Kopf und fordert uns heraus im Glauben mutig voran zu gehen. Folgenden Blogpost habe ich gerade auf unserem neuen Familienblog www.erhoert.com veröffentlicht – viel Spass beim Lesen! =)

Wir haben überlegt, wie wir unseren Kindern greifbar machen können, was es bedeutet einen Unterstützerkreis aufzubauen. Uns ist es so wichtig, dass sie erleben können, dass Gott für uns sorgt und dass er es anderen Menschen aufs Herz legt die Vision vom 24 Stundengebet mitzutragen.

Uns kam die Idee Steine zu sammeln, ein Glas aufzustellen und wenn wir die Nachricht erhalten, dass uns jemand im Gebet oder finanziell unterstützen möchte, dann legen wir ein Stein in das Glas und schreiben den Namen der Person oder der Familie mit einem Stift auf den Behälter.

(c)Hammond

(c)Hammond

Wir hätten auch Murmeln nehmen können oder Dekosteine…aber wir wollten auch sichtbar machen, dass jeder einzelne Unterstützer uns dabei hilft das Fundament unseres Dienstes zu bauen – Stein auf Stein. Die harten, unscheinbaren Kieselsteine symbolisieren für uns Hoffnung und Zukunft und wir sind für jeden Stein von Herzen dankbar, den wir in das Glas legen dürfen.

Mittlerweile liegen schon ein paar mehr Stein im Glas! Halleluja!! (c)Hammond

Mittlerweile liegen schon ein paar mehr Stein im Glas! Halleluja!! (c)Hammond

Wir laden dich an dieser Stelle herzlich ein die Vision für das 24 Stundengebet zu ergreifen und uns im Gebet und/oder finanziell zu unterstützen. Wir brauchen treue Wegbegleiter, die es von Gott aufs Herz gelegt bekommen haben an unsere Seite zu kommen und diesen Weg gemeinsam zu gehen, mitzuhelfen diesen Dienst aufzubauen. Stein auf Stein, Gebet auf Gebet, Schritt für Schritt!

(c)Hammond

(c)Hammond

Wenn du es auf dem Herzen hast uns zu unterstützen, dann kannst du dich direkt an uns wenden: inkahammond@gmail.com oder jeremy.l.hammond@gmail.com Oder ans Gebetshaus: partner@gebetshaus.org. Danke!

 

 

Was ich mir wünsche für 2016

Impressionen

Ich wünsche mir, dass ich genug innere Ruhe habe und für meine Familie ein sicherer Hafen sein kann.

Ich wünsche mir, dass ich meinen Kindern immer in die Augen sehe, wenn sie mit mir reden – egal mit was ich gerade beschäftigt bin. Dass mir immer klar ist, dass das dreckige Geschirr mir nicht weg läuft, dieser kostbare Moment, wo mir meine Tochter ihr Bügelperlenbild zeigen möchte, schon.

Ich wünsche mir, dass ich meinen Kindern Wertschätzung entgegenbringe. Dass ich sie zu Meistern ihres Fachs ernenne. Unsere Große zeichnet wie eine Weltmeisterin, die Zweite hat so ein großes Herz und achtet auf ihre Mitmenschen, die Dritte puzzelt mal eben ein 100 Teile Puzzle ganz alleine und der Jüngste ist der Ritter, der uns alle beschützen will. Das will ich ihnen immer wieder sagen: sie alle sind Experten auf ihrem Gebiet und haben einzigartige Gaben.

Ich wünsche mir, dass ich ein demütiges, dienendes Herz habe. Dass ich gebe, ohne etwas zurück zu erwarten. Dass es für mich okay ist, im Hintergrund zu bleiben. Dass ich nicht so oft vor mich hinnörgele, wenn die Treppen wieder gekehrt werden müssen und die Waschbecken voller Zahnpastareste sind.

Ich wünsche mir, dass es mir Freude bereitet unser Haus zu einem Zuhause zu machen. Es ist ein endloses Vorhaben und oft frustriert es mich. Dieses eine Zimmer muss endlich mal gestrichen werden. Und ich wollte doch schon ewig neue Vorhänge nähen. Ich wünsche mir, dass ich lerne mit kleinen Dingen zu arbeiten, mit Details einen Raum freundlich und einladend zu machen. Ich wünsche mir, dass ich lerne, dass auch kleine Schritte zum Ziel führen.

Ich wünsche mir, dass ich mich jeden Tag daran erinnere, wie wertvoll Zeit ist. Dass ich lerne, meine Zeit gut einzuteilen. Dass ich keine Zeit am Handy verplempere, sondern lieber eine Runde Uno mitspiele. Dass ich mich nicht in 100 Kleinigkeiten verliere, sondern einen klaren Kopf bewahre und meinen Tag bewusst erlebe.

Ich wünsche mir, dass ich jeden Tag eine Begegnung mit Gott habe. Dass sich mein Blick immer auf Jesus hebt. Dass ich sensibel werde für seine Stimme in meinem Alltag, dass mich die Stürme nicht erschrecken, weil er ja da ist, dass ich mit seinen Augen voller Liebe meine Welt betrachten kann.

Ich wünsche mir, dass Jesus mehr und mehr der Mittelpunkt in unserer Familie wird.

Ich wünsche mir, dass ich ich nicht neidisch auf das bin, was andere haben, sondern dass mir bewusst ist, wie unendlich reich und beschenkt ich bin.

Ich wünsche mir, dass ich mich so annehmen kann wie ich bin, mit all den Dehnungsstreifen und den übrig gebliebenen Kilos von 4 Schwangerschaften. Dass ich auf meinen Körper achte und diese Walking Runde nicht aufgebe, sondern dranbleibe und mich fit halte. Dass ich in den Spiegel sehe und mir dabei eine Kusshand zuwerfe.

Ich wünsche mir, dass ich in all dem Trubel mir immer wieder einen Rückzugsort schaffen kann, wo ich nur für mich bin. Wo ich tief durchatmen kann. Wo ich meinen verspannten Nacken dehnen und den Rücken entlasten kann. Dass mir bewusst ist, nur wenn mein Tank voll ist, kann ich voll in meine Familie, in meine Aufgaben investieren. Dass ich lerne, auf mich acht zu geben und für mich zu sorgen.

Das Jahr liegt vor mir wie ein unbeschriebenes Blatt. Egal wie viel und was ich mir vornehme – ohne Jesus ist das alles wertlos. Über allem wünsche ich mir mehr von ihm in allem was ich tue. Mehr von ihm in meinen Gedanken. Dann kann ich gewiss sein: es wird alles gut.

Die Kunst der Vergebung

Wir haben ein kleines Ritual. Wenn wir Streit hatten, einander mit Worten weh getan haben, wenn gezwickt wurde, an den Haaren gezogen…dann sagen wir: ‘Es tut mir leid. Kannst du mir bitte vergeben?’

 

Als mein Mann und ich Eltern wurden und die ersten Streitigkeiten mit und zwischen unseren Kindern ihren Weg in unsere Familie bahnten, haben wir uns auf dieses Ritual geeinigt.

Meine Kinder sagen das mittlerweile wie auswendig gelernt daher. Selten kommt es vor, dass ich wirklich das Gefühl habe, da hat es jetzt ‘klick’ gemacht, da wurde jetzt wirklich von Herzen um Vergebung gebeten und auch zugesprochen. Immer mal zweifel ich an dieser Methode. Aber es gibt eben diese himmlischen Momente, wo Vergebung plötzlich greifbar echt in unserer Mitte ist. Und ich glaube auch, dass man manche Dinge einfach eintrainieren muss, dass Vergebung immer eine schwierige, komplizierte Herzensangelegenheit ist – aber wenn ich von Kindesbeinen an diesen Satz mir eingeprägt habe, dann fällt es leichter. Dann weiß ich, wie wichtig es ist, um Vergebung zu bitten – und zu vergeben.

Heute habe ich meinen Jüngsten (2 1/2) dabei erwischt, wie er wieder mal an meine Nagellackfläschchen gegangen ist. Das halbe Gesicht war angemalt und die rechte Hand. Ich bin erschrocken und habe ihn gefragt, warum er das denn gemacht hat? Er weiß doch, dass er das nicht darf?! Er schaute mich an: ‘Bist du sauer?’ ‘Ja, ich bin sauer!’ Und dann dieser Satz und mein Mamaherz ist dahin geschmolzen: ‘Tut mir leid. Kannst du bitte mir vergeben?’ Dieser kleine Mann hat diesen Satz vorher noch nie freiwillig über die Lippen gebracht. Ich habe ihn angelächelt und gesagt: ‘NATÜRLICH vergebe ich dir!’ Und sein zerknirschtes Gesicht entspannte sich und er lächelte zurück. Der Himmel auf Erden – mitten im Badezimmer.

Ich bin so dankbar, dass wir uns in unserer Familie vergeben können. Erst an den Weihnachtstagen bin ich wieder mit einer Situation konfrontiert worden, wo eben nicht vergeben wird. Seit Jahren herrscht bitteres Schweigen und ich kann diese Mauer nicht durchbrechen – weil die andere Person sich weigert mir zu vergeben. Das tut weh und kostete mich schon viele Tränen. Jesus ist in allen Streitigkeiten, ob groß oder klein, ob es nun um verschütteten Nagellack geht oder um richtig großes Herzweh, die Antwort. Weil uns vergeben wurde, können wir vergeben. Das bringt Frieden und Freiheit und Heilung mit sich. Kaputte Beziehungen können wieder funktionieren, man kann sich wieder in die Augen schauen. Die finstere Atmosphäre von Streit und Bitterkeit muss weichen.

Wir dürfen das in unserem Alltag mit den Kindern immer wieder erfahren. Gelegenheiten zum Vergeben gibt es zuhauf. Und mir als Mutter ist es immer wieder eine Lektion in Demut, wenn ich meine Kinder um Vergebung bitten muss.

Und wenn ich dann so etwas wie heute erlebe, wo ein kleiner Knirps eine Ahnung von Vergebung bekommen hat, dann fühle ich mich bestätigt. Es ist wichtig, dass wir unseren Kindern Vergebung nahe bringen und mit auf den Weg geben.

 

 

 

Weihnachten

Jetzt ist Weihnachten schon wieder fast vorbei…und trotzdem möchte ich euch noch gesegnete Weihnachten wünschen. Die Freude über das unfassbare große Geschenk Jesus darf uns ja das ganze Jahr über begleiten, nicht nur zu Weihnachten. =)

Ich hoffe, ihr habt mit euren Familien schön gefeiert, hattet besinnliche Momente und habt das leckere Essen genossen.

In diesem Sinne hier eines meiner absoluten Lieblingsweihnachtslieder:

Licht in der Dunkelheit

Mein Herz ist ganz voll. Und mein Bauch auch.

Seit ein paar Wochen wohnen drei Flüchtlingsfamilien bei uns in unmittelbarer Nachbarschaft. Ein Bürogebäude stand leer und das dient nun als neues Zuhause für insgesamt 12 Menschen aus Syrien. 7 Kinder und 5 Erwachsene.

Den Kindern sind wir schon ein paar Mal auf dem Spielplatz begegnet, der direkt an unseren Garten angrenzt. Und sie haben unseren Hasen immer mal ein bißchen Grünzeug gepflückt.

Es lag mir so sehr auf dem Herzen diesen Menschen einen Willkommensgruß vorbeizubringen. Wir haben überlegt am 4. Advent mit ein paar Weihnachtsplätzchen, einem Teelicht und etwas selbst Gebastelten zu den Familien zu gehen.

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Ich gebe zu: wir waren ganz schön aufgeregt. Was ist wenn wir uns überhaupt nicht verständigen können? Wie reagieren sie auf unangemeldeten Besuch? Welche Tageszeit eignet sich am besten?

Schließlich gingen wir kurz nach Einbruch der Dunkelheit los – damit das Teelicht schön scheinen kann. Licht in der Dunkelheit.

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Wir liefen die paar Meter, klingelten und ein Mädchen, vielleicht 10 Jahre alt, öffnete uns. Sie erkannte uns und winkte uns gleich herein. Wir dachten – ganz deutsch – wir würden an der Tür ein paar Höflichkeiten austauschen, die Mitbringsel übergeben und dann wieder Nachhause gehen. Etwas überrumpelt kamen wir in das große Zimmer rein, das wohl mal ein Großraumbüro war. Jetzt steht ein großer Esstisch dort, der für viele Personen gedeckt war. Essen war auf dem Tisch, es roch nach einem anderen Land, nach Heimweh, nach Entwurzelt-sein.

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Wir wurden freundlich begrüßt, wir übergaben unsere Gaben, jeder versuchte sofort ein Weihnachtsplätzchen, wir versuchten uns ein wenig zu verständigen. Einer hatte auf seinem Handy eine App, die in die jeweils andere Sprache übersetzte – wir sagten also einen Satz in unserer Sprache, das Handy registrierte die Bedeutung und übersetzte. Dank dieser Technik erfuhren wir, woher diese Menschen kommen und wie lange sie schon hier in Deutschland sind. Gerade mal 7 Wochen.

Wir wurden sofort eingeladen uns mit an den Tisch zu setzen, wir bekamen Kaffee serviert und ein herzhaftes Gebäck in die Hand gedrückt. Wir zogen unsere Jacken aus, wir wollten die Gastfreundschaft nicht ausschlagen.

Zu unserer Überraschung klingelte es kurze Zeit später wieder. Ein deutsches Ehepaar kam herein. Es stellte sich heraus, dass sie die Flüchtlinge betreuen –  sie versuchen ihnen den Start in Deutschland möglichst leicht zu machen. Sie brachten einen Übersetzer mit. Ein Mann aus Syrien, der schon über ein Jahr in Deutschland lebt. Sein Deutsch war ausgezeichnet und dank ihm entstand so etwas wie eine Konversation. Zwar immer noch holprig, doch es war schön etwas mehr von den Familien zu erfahren. Dass sie zum Beispiel aus Damaskus und Aleppo kommen. Städte, von denen wir immer nur in den Nachrichten gehört haben, waren plötzlich greifbar nahe. Ich kann nur erahnen, wie viel Leid und Schmerz diese Familien in den letzten Jahren durchgemacht haben. Jetzt sitzen sie lächelnd hier in Deutschland – eine gefährliche, lange Flucht liegt hinter ihnen – und bieten uns immer wieder von ihren syrischen Köstlichkeiten an.

Nachdem wir nach dem Essen noch einen Tee serviert bekommen, machen wir uns auf den Heimweg. Es tut gut die frische Luft zu atmen, in der Wohnung war es sehr stickig und das stark gewürzte Essen hat uns auch innerlich aufgewärmt.

Ich glaube, dass es kein Zufall ist, dass diese drei Familien nur ein paar Meter von uns entfernt wohnen, in einer typisch deutschen Wohnsiedlung. Ich will ihnen so sehr die Liebe Gottes bringen. Diese entwurzelten, vom Leben geschlagenen, vom Heimweh gezeichneten, vom Krieg innerlich verwundeten Menschen – die doch voller Hoffnung hier bei uns einen Neustart wagen wollen.

Ein Mann sah besonders traurig aus. Er bewirtete uns ständig, goß immer wieder Getränke nach, kümmerte sich um die Kinder -aber seine Augen!  So groß und so traurig.

Herr, mach mich zu deinen Händen und Füßen. Bring durch mich Frieden zu diesen Menschen. Du liebst sie. Du kannst sie heilen. Du kannst sie zu ihrem wahren Zuhause bringen. Zu dir.

Gott ist treu

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‘Er ist treu’ habe ich mir vor ein paar Tagen auf die Tafel geschrieben, damit ich immer wieder daran erinnert werde, dass seine Treue mich durch trägt. Mein Jüngster hat das Kreide malen für sich entdeckt und schiebt sich nun immer einen Stuhl an die Tafel heran und kritzelt drauf los. Erst war ich verärgert, ich wollte doch dass das ‘Er ist treu’ schön deutlich zu lesen ist. Aber als ich mir heute das neue Kunstwerk angesehen habe, dachte ich, besser kann mein Alltag, mein Leben nicht dargestellt werden. Da ist viel Chaos, viel Durcheinander, nicht alles läuft so wie geplant. Aber über allem thront das wunderschöne Versprechen: Er ist treu. Er steht über allem. Er ist unerschütterlich.

Darf ich vorstellen…

Bei uns ist immer etwas los und es wird garantiert nicht langweilig.

Als ich bei der Kur ankam, bekam ich bald einen Anruf von meinem Mann, dass er jetzt seinen Job gekündigt hat.

Wow.

Das wusste ich natürlich und war längst abgesprochen. Denn Gott hat uns ein Feuer ins Herz gegeben und nach vielem Nachdenken und Beten und innerlichem Ringen, sind wir sozusagen aus dem sicheren Boot ausgestiegen und gehen jetzt auf dem Wasser. Mit aller Kraft Jesus im Blick, bloß nicht die Augen von ihm abwenden und auf die Wellen sehen.

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Ja, wir sind schon ein bißchen verrückt. Aber muss hingegebene Nachfolge Jesu nicht immer ver-rückt sein, anders als die Welt?

Wir lieben das Gebetshaus in Augsburg. Seit 2 Jahren sind wir dort ehrenamtlich tätig. Die Atmosphäre von immerwährendem Gebet, die dort herrscht, ist einmalig und hat uns tief berührt. Wir haben in den vergangenen 2 Jahren so viel über Gottes Herrlichkeit erfahren dürfen, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Unser Glaube ist in die Tiefe gewachsen und wir durften schmecken und sehen, dass der Herr gut ist.

Wenn man sich in der Welt umsieht, dann muss uns Christen klar sein, dass Gebet jetzt mehr denn je ‘dran’ ist. Durch das Gebet können wir die Welt verändern und genau daran haben wir als Familie jetzt teil. Mein Mann wird ab dem 1.3.2016 im Gebetshaus als Gebetshausmissionar angestellt sein. Das bedeutet konkret, dass er 20 Stunden pro Woche mit anderen Betern im Gebetsraum sein wird und Gott anbeten und Anliegen vor seinen Thron bringen wird. Die restlichen 20 Stunden wird er dazu verwenden, bei internen Projekten auszuhelfen und z.B. die Selbsthilfegruppe auszubauen, die er für Männer gegründet hat, die frei von Pornographie sein wollen. Wir freuen uns riesig, dass unser lang gehegter Traum in den vollzeitlichen Dienst zu treten Wirklichkeit wird und wir teil haben dürfen an dem was Gott gerade auf der Welt tut.

Gebetshäuser entstehen mittlerweile in fast jeder deutschen Stadt. Wo man auch hinhört, gibt es kleine und auch große Gruppen von Menschen, die die Vision des 24 Stundengebets in sich tragen. Die Häuser werden oft unabhängig voneinander gegründet und erst später stellt sich heraus, dass 24/7 eine weltweite Bewegung ist! Gebetshäuser gibt es auch in den Krisenregionen wie Syrien und Irak und es ist überwältigend zu hören, was Gott dort tut!

Weil ich so begeistert bin von der Gebetsbewegung und weil es mein Gebetsleben gehörig auf den Kopf gestellt hat und ich Jesus so viel besser habe kennen lernen können und weil wir nun als Familie uns auf den Weg machen, um uns ganz in das Gebet hineingeben zu können, habe ich einen neuen Blog gegründet (ich weiß, ich hab nichts anderes zu tun…=)): www.erhoert.com. Dort werde ich von unserem neuen Lebensstil berichten, wie wir unseren Unterstützerkreis aufbauen (Jeremys Arbeit wird sich ausschließlich aus Spenden tragen), was wir als Familie über das Gebet lernen, wie es sich auf uns auswirkt, so ganz bewusst und radikal Jesus nachzufolgen – ohne Netz und doppelten Boden. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr auch diesen Blog abonniert und uns als Familie dadurch besser kennen lernt. Dort erfahrt ihr auch mehr über das Thema Gebetshaus und unsere ganz persönliche Geschichte…Es wird geistlich mehr in die Tiefe gehen, als hier bei Alltagsliebe und ich freue mich sehr auf diese Herausforderung!

Wir werden auch bald einen Rundbrief schreiben, der dann regelmäßig rausgeschickt wird. Wenn ihr Interesse habt, den Brief zu erhalten, dann schreibt mir kurz eine Email mit eurer Post- oder Emailadresse (den ersten Brief würden wir gerne mit der Post verschicken!): inkahammond@gmail.com

Um Missverständnissen vorzubeugen: Alltagsliebe bleibt weiterhin online und ich werde auch in Zukunft über meinen Alltag schreiben…=)

Also, wie gesagt, langweilig wird es bei uns nicht – und mit Gott sowieso nicht!

photo credits: bethel church, redding california, album  cover ‘brave new world’

Wieder Zuhause

Seit Mittwoch bin ich wieder Zuhause.

Hinter mir liegen 3 Wochen ohne Kinder, ohne Haushalt, ohne Verpflichtungen (außer pünktlich zur Massage zu erscheinen), ohne Essen kochen, ohne Aufräumen, ohne Putzen. Was soll ich sagen: da kann man sich dran gewöhnen.

Ich hatte eine Tür, die ich hinter mir zuschließen konnte. Keiner wollte was von mir. Ich konnte stundenlang lesen. Malen. Spazieren gehen. Und keiner hat sich beschwert, dass ich weg war. Ich hatte Zeit für die ‘Stille Zeit’ und sie war tatsächlich ’still’.

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Ich hatte Raum und Zeit mich kreativ auszutoben, ich habe mit Acrylfarbe gemalt und endlich mir selbst eine Mütze gehäkelt. Und einen Schal. Und Stulpen! Und sogar ein Stirnband.

Nachdem ich in der ersten Woche vor Heimweh fast vergangen bin und voller Schrecken feststellen musste, wie erschöpft ich eigentlich tatsächlich bin (die Erschöpfung merkt man ja immer erst, wenn man sich mal Zeit nimmt, sich auszuruhen – das ist wie beim Wandern: sobald ich mich auf eine Bank zum Ausruhen setze, komme ich nur ganz schwer wieder hoch…), bin ich in der zweiten Woche ganz zaghaft in der Erholung angekommen. Das hat sich angefühlt, wie plötzlich mitten auf einer Blumenwiese zu stehen. Weit und breit kein Zaun. Über mir der blaue Himmel. Ein leiser Wind. Vogelgezwitscher. Und mitten drin ich, mit weit ausgestreckten Armen, die Augen geschlossen, die Sonnenstrahlen auf dem Gesicht. Und ich stand einfach nur da und habe genossen.

Als es ganz am Anfang meiner Kur geschneit hat, sass ich am Fenster, die Füße auf der Heizung und habe einfach nur den Schneeflocken beim Fallen zugesehen. Einmal saß ich da und habe die Wolken beobachtet und Gott hat mir eine Taube mit den Wolken gemalt. Einmal habe ich einen kleinen Regenbogen entdeckt, obwohl weit und breit kein Regen fiel. Diese kleinen Wunder habe ich finden können, weil ich nichts getan habe, außer da zu sitzen und aus dem Fenster zu sehen. Himmlisch.

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Ich habe mich auch wieder daran erinnert, wie sehr ich einsame Spaziergänge liebe. Als Teenager bin ich stundenlang durch Wald und Flur gegangen und habe so meine Umwelt vor meinen pubertären Gefühlsausbrüchen bewahrt. Später, als ich an der Bibelschule war, habe ich entdeckt, dass ich wunderbar mit Gott reden kann, wenn ich auf einem Feldweg entlanggehe und weit und breit kein Mensch zu sehen ist. Das habe ich auf der Kur für mich wiederentdeckt und ich bin jeden Tag gewandert was das Zeug hielt und ich habe dabei wunderschöne Unterhaltungen mit Jesus gehabt.

Und es ist auch erstaunlich, was man alles bei einem einsamen Spaziergang in sich aufnehmen kann, wenn man sich nicht ständig umdrehen muss und aufpassen muss, dass kein Kind unter dem Stacheldraht durch zu den Kühen robbt (alles schon passiert…) oder man kreativ den Pullover vom Papa zur Hose für die Jüngste umfunktionieren muss, weil sie zum dritten Mal reingepinkelt hat und wir hatten doch nur zwei Ersatzhosen dabei. Und keiner muss angespornt werden…nur noch zwei Mal um die Kurve und dann…, sondern man ist alleine unterwegs und bestimmt für sich das Tempo und hält an, wenn man mag und hat die Augen offen für all die kleinen Wunder am Wegesrand: vereiste Hagebutten, Schneekristalle am Boden, Klee im November (nach einer Woche Schnee!), Baumrinde (da kann man was mit basteln!), Stille im Wald, ein Eichhörnchen, ein leise gluckernder Bach…

november2015 131

In der dritten Woche hat sich dieses Gefühl der Leichtigkeit verfestigt, ich fühlte mich freier, mutiger. Ich stand nicht nur auf dieser Blumenwiese, ich fing an die Blumen zu pflücken, mir ein Haus auf die Wiese zu träumen, Pläne zu machen. Wie kann ich meinen Alltag verändern? Wie kann ich Zeit für mich schaffen? Wie kann ich den Kindern mehr Wertschätzung entgegenbringen? Mein Blick, der nach innen gerichtet war, nur auf mich, öffnete sich wieder für das Andere um mich herum. Obwohl ich meine Kinder und meinen Mann schmerzlich vermisst habe, war ich doch auch froh, alleine zu sein. Und nach einiger Zeit kam aber auch wieder diese Bereitschaft in mir hoch, mein Leben zu teilen. Wieder für andere da zu sein. Meine Rolle als Ehefrau und Mutter wieder ausfüllen zu wollen.

Nun verändern 3 Wochen Kur nicht Lebensmuster, die sich über Jahre verfestigt haben. Und in den drei Tagen, die ich jetzt wieder zu Hause bin, hab ich feststellen müssen, dass meine Kinder tatsächlich nerven können und ich mir das nicht nur eingebildet habe. Und dass es gar nicht so einfach ist 20 Minuten Gymnastik im geschäftigen Alltag einzubauen. Ich bin auch leider schon wieder laut geworden und bin meinem Perfektionismus mehr als einmal erlegen. Und der Gedanke, dass ich ein Versager bin, kam auch schon wieder hoch.

Die Blumenwiese scheint gerade weit, weit weg.

Mir ist bewusst geworden, dass ich nicht von heute auf morgen wieder ganz ‘die Alte’ sein werde. Ich muss Geduld mit mir haben. Andere müssen Geduld mit mir haben. Ich werde Entscheidungen treffen müssen, die meinen Alltag beeinflussen, ich muss Zeiten für mich einplanen. Ich muss lernen ’nein’ zu sagen, und auch ‘ja’ – z.B. wenn mir jemand Hilfe anbietet. Ich bin kein Allroundtalent, das alles wuppt, was in die Quere kommt – ich bin eine Frau, mit Schwächen und Macken und ich komme nun mal schnell an meine Grenzen. Da überholen mich andere oft und ich schaue ein bißchen sprachlos hinterher. Aber das ist okay. In der Klinik wurde folgender Satz oft gesagt: ‘Bleiben Sie bei sich.’ Das ist gar nicht so leicht umzusetzen…das bei-mir-bleiben.

Dazu muss ich mich ja auch gut kennen, muss einschätzen können, was mir gut tut und was mich stresst. Wie viel kann ich mir zumuten? Wann wird es zuviel? Das muss ich jetzt alles Schritt für Schritt ausklamüsern. Die Kinder muss ich dabei ja auch irgendwie im Blick haben und meinen Mann auch. Der Haushalt will auch nachwievor von mir erledigt werden und zur Gitarrenstunde fährt es sich auch nicht von selbst. Ich will mich nicht wieder im Alltagschaos verlieren, sondern ich will bei mir bleiben. Und das bedeutet für mich in erster Linie: an Jesus dran bleiben. Er ist meine Hoffnung auf die Herrlichkeit, meine Kraft in der Schwachheit, die Ruhe im Sturm, der Stern in dunkelster Nacht, das Morgengrauen, der Silberstreifen am Horizont.

Ja, ich will bei mir bleiben, immer wieder in mich hineinhören, was ich gerade brauche. Und ich will bei Jesus bleiben, weil Er am allerbesten weiß was ich brauche, weil er der Hirte ist, der mich zu den ruhigen Wassern und zu eben dieser saftigen Wiese führt.