Ein guter Tag für die Familie

Heute mein Aufreger schlechthin: das Betreuungsgeld, das gekippte. Und diese blöden Kommentare von diversen Politikern, dass das Betreuungsgeld besser im Ausbau von 24 Stunden Kitas aufgehoben ist. Das geht alles in die falsche Richtung, liebe Leute, das geht nicht gut. Kinder gehören in die Familie. Kinder brauchen Nestwärme. Kinder leiden, wenn die Mama nicht da ist.

Die Entwicklung, die Deutschland da gerade durchmacht, ist erschreckend. Aber das ist nicht das Schlusswort. Wir als Mamas und Papas, die Jesus kennen und lieben, haben gerade jetzt eine Vorbildsfunktion. Liebt eure Kinder! Liebt sie zu Jesus hin. Diese kleinen Menschen werden einmal die Welt verändern. Stärkt das Rückgrat von euren Söhnen und Töchtern. Lasst euch als Familie verändern. Fangt an miteinander zu beten. Betet Erweckung in die Herzen eurer Kinder. Der Feind will die Familie zerstören – das ist mittlerweile offensichtlich. Aber er wird es nicht schaffen, weil es wunderbare Familien, wie die euren gibt! Weil ihr liebt und investiert und um die Ewigkeit wisst.

Die Politik macht es uns Familien nicht leicht, aber darum geht es doch gar nicht. Jesus ist unser Lohn. Jesus ist unser Alles. Das Betreuungsgeld wird gestrichen. So what. Er ist unser Versorger. An allererster Stelle. Wir sammeln Schätze im Himmel. Wir geben hier auf Erden unser Bestes. Für Seine Ehre! Für Sein Reich! Wir stellen uns hinten an, verzichten auf viel Geld und die Karriere. Wir lernen zu dienen, wie Jesus gedient hat. Unsere Familien werden gesegnet sein, weil wir Jesus in den Mittelpunkt stellen. Unsere Familien werden hell leuchten in einer Welt voller kaputter Beziehungen.

Heute habe ich oft gelesen: ‘Ein schlechter Tag für die Familien in Deutschland.’ Von der menschlichen Perspektive her gesehen ja. Aber wir Christen haben eine andere Perspektive. Weil wir zu Jesus gehören, haben wir Grund zur Hoffnung. Ich glaube: je mehr die Familien in unserem Land in die Ecke gedrängt werden, desto mehr werden die wunderbaren Werte, die Gott in die Familie gelegt hat, heller leuchten – durch euch: Liebe, Annahme, Treue, Vergebung. Die Menschen um euch herum werden das merken. Sie werden sich zu euch hingezogen fühlen. Und ihr werdet ihnen von Jesus erzählen können, der eure Ehe und die Beziehung zu euren Kindern segnet. Lasst euch nicht niedermachen von all den schlechten Nachrichten. Lasst es euch vielmehr ein Ansporn sein, jetzt erst recht Familie zu leben! Jetzt erst recht eure Kinder mit Hingabe zu erziehen. Jetzt erst recht! Es ist ein guter Tag für die Familie – weil Jesus hinter uns steht.

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Ruh dich aus

Du musst nicht immer hetzen. Du darfst auch mal nichts tun. Du darfst auch mal einfach so dasitzen und beobachten, wie die Sonne Schatten an die Wand malt. Du darfst den Vögeln zuhören. Du darfst den Blumenduft einamten. Du darfst auch mal anhalten. Stehen bleiben. Langsamer gehen. Mal kurz die Augen schließen.

Gott hat Schönheit um dich gebreitet. Wie mit einer leichten, luftigen Seidendecke umhüllt er dich mit kostbaren Momenten. Nimm sie in dich auf. Schärfe deinen Blick für die verborgenen Schätze des Alltags. Farbenfrohe Blumen säumen deinen Weg! Sieh nicht auf das Staubige, Steinige. Lass dich hinführen zum frischen Wasser. Alles blüht dort.

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Auch wenn es oft nur ein kurzer Augenblick ist: beachte ihn. Gott schickt dir tausend Momente, jeder einzelne kostbar, einzigartig. Vielleicht erinnert dich ein Geruch an den letzten, erholsamen Familienurlaub. Ein Lied im Radio an eine lustige Situation. Dein Kind umarmt dich und es steht dir eine Freudenträne im Auge. Eine unerwartete, wohltuende Begegnung im Supermarkt an der Kasse. Ein Lächeln. Jemand spricht dir Mut zu, vielleicht nur mit einem Blick. Eine Kaffeepause. Werde eine Schatzsucherin…dein Tag ist eine wahre Fundgrube. Juwelen so weit das Auge reicht. Sammle sie auf und du wirst spüren, wie Gott dir Ruhe und Frieden dabei schenkt.

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Du musst nur ein wenig langsamer gehen. In der Eile übersiehst du soviel. Und dein Blick muss sich auf den richten, der dich liebt und dich beschenken will. Deine Sinne sollen geschärft werden für die Liebesbeweise deines Schöpfers. Halte inne. Gleich jetzt. Schließe deine Augen und atme tief durch. Egal, wo du gerade bist. Jesus sieht dich an und lächelt. Er liebt dich und will dir den Rücken stärken. Blicke ihm kurz in die Augen. Sie sind voller Liebe für dich. Dann öffne deine Augen wieder und halte Ausschau nach dem Wunderbaren in deinem Alltag.

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‘Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.’ Matthäus 11,28
‘Es ist vergeblich, vom frühen Morgen bis in die späte Nacht hart zu arbeiten, immer in Sorge, ob ihr genug zu essen habt, denn denen, die Gott lieben, gibt er es im Schlaf.’ Psalm 127,2
‘Er lässt mich in grünen Tälern ausruhen, er führt mich zum frischen Wasser.’ Psalm 23,2
Fotos: Inka Hammond

Kleine Wunder

Seit meinem letzten Blogpost  bin ich auf der Suche. Auf der Suche nach Gott in meinem Alltag. Das ist der Herzschlag von ‘Alltagsliebe’ – im alltäglichen das Wunderbare sehen. Seit ich Mutter bin habe ich das mal mehr, eigentlich immer eher weniger im Blick: dass Gott mir in meinem Alltag begegnen will. Dass das heiliger Boden ist, auf dem ich wandle. Mein Blick richtet sich eher auf die Probleme, die Wäscheberge, das dreckige Geschirr, dir trotzigen Kinder, mein Versagen.

Chaos auf dem Wohnzimmertisch...

Chaos auf dem Wohnzimmertisch…

Mein Alltag soll mein Gottesdienst sein. Mein Opfer für Jesus. Ich will ihm dienen, im Hier und Jetzt. Beim Windelwechseln, beim Gute Nacht Lied singen, beim Lebensmitteleinkauf. Ich beginne einmal mehr zu ahnen, wie viel Möglichkeiten mein Alltag in sich birgt Gott zu begegnen  und ihm mein Leben zu weihen.

Der Alltag als Mama ist mehr als herausfordernd, er kann uns die Knie zwingen, er treibt uns immer wieder Verzweiflungstränen in die Augen, er raubt uns zuweilen die letzte Kraft. Erst vergangene Woche hab ich gedacht: ‘Ich kann nicht mehr.’ Und dann kommt Jesus und es kommen diese kleinen Alltagswunder und ich werde wieder aufgerichtet. Es ist ein Wunder, dass ich weitergehen kann, dass ich jeden Tag auf’s Neue die Kraft finde, aufzustehen. Wieder meine Kinder anzulächeln. Wieder die nie endenden Aufgaben anzugehen. Jesus, die Kraft in meiner Schwachheit…

Ihr lieben Mamas, wir sind umgeben von kleinen Wundern. Auch großen Wundern, keine Frage! Aber diese kleinen Wunder – diese Liebesbeweise unseres himmlischen Vaters, unseres Arbeitgebers…der Gott, der alles Leben erschaffen hat – auch unsere Kinder, der Gott allen Lebens, der Vater des Lichts. Er lässt kleine Wunder auf uns herabregnen, jeden Tag. Gerade fallen die Blütenblätter bei jedem sanften Windstoß von den Bäumen, wie zarte Schneeflocken und sie tanzen auf ihrem Weg ins grüne Gras. Wenn ich das beobachte denke ich immer, so segnest du mich, Herr! So sanft berühren mich deine Liebesbotschaften, so zärtlich umgibst du mich mit kleinen Wundern.

Selbst ein Apfel birgt ein ein kleines Wunder in sich!

Selbst ein Apfel birgt ein ein kleines Wunder in sich!

Ich habe mir vorgenommen im Monat Mai jeden Tag ein Foto von einem kleinen Wunder, das mir begegnet, zu machen. Die Fotos werde ich täglich auf der hochladen und mit den Hashtags #alltagsliebe und #kleinewunder versehen. Ich lade euch ein mitzumachen! Ladet eure Momentaufnahmen entweder auch bei Facebook hoch (ebenfalls mit diesen Hashstags, so dass man sie in der Suchmaschine finden kann) oder schickt sie mir und ich veröffentliche sie hier auf Alltasliebe. Lasst uns eine Galerie der kleinen Wunder schaffen, eine Kunstausstellung von Gottes Treue uns Mamas gegenüber. Diese Aktion wird bis Ende Mai laufen und am Ende werde ich alle Bilder gesammelt veröffentlichen. Wer weiß….vielleicht wird ein kleines Buch daraus, das uns die Augen öffnet und uns daran erinnert, wie wunderbar unser Alltag doch ist!

Fotos: Inka H.

Gott in meiner kleinen Welt

Neulich bin ich auf youtube auf ein wunderschönes Lied gestoßen, dass ich seitdem immer wieder vor mich hersumme. Erst gefiel mir besonders die Melodie. Dann blieben die Worte in meinem Herzen hängen: ‘Lass mich dich im Einfachen sehn…’

Ein Lied an Gott, mit der Bitte den Schöpfer aller Schönheit im Kleinen zu entdecken. Im Unscheinbaren.

Mein Alltag ist voller kleiner Wunder. Ich übersehe sie nur ständig. Ich renne daran vorbei, nehme mir nicht die Zeit genau hinzusehen.

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Gott ist natürlich im Großen! Er ist im majestätischen Sonnenuntergang. Die Berge erzählen von seiner Herrlichkeit. Das Meer von Seiner Unendlichkeit. Aber Gott ist auch im Kleinen. Und das öffnet mir die Augen oft mehr für Seine wahre Größe. Die kleine, perfekt geformte Blume im Garten, versteckt am Zaun. Der Duft von all den blühenden Bäumen, der ganz zart und unaufdringlich die Luft erfüllt. Eine kühle Hand auf meiner heißen Stirn. Ein Lächeln. Eine Umarmung. Gott ist auch und besonders im Kleinen. Das Kleine ist näher an uns dran. Das Kleine ist Alltag.

Für mich als Mama ist das ein Schatz. Wenn ich Gott suche, finde ich Ihn auch zwischen dreckigem Geschirr und trotzendem Kind. Ich finde Ihn in meiner kleinen, begrenzten Welt. Es braucht Glauben. Aber plötzlich gehen einem die Augen auf und die Schönheit Gottes berührt alles! Wie eine leichte, seidige Decke legt sich seine Gegenwart auf meinen Alltag.

…zwei Schwestern Hand in Hand…
…Versöhnung nach einem Streit…
…das Rauschen des Windes…
…das Ticken der Uhr…
…zwei Minuten absolute Ruhe…
…die Wange meines Jüngsten an meiner…
…Kinderlachen im Garten…
…eine ungeplante schöne Begegnung…

Mein Tag ist voller Wunder. Gott ist da. Er zeigt mir Seine Liebe auf so vielfältige Weise!  ‘Im Kleinen dich zu sehn, lässt mich niederknien…’

Fang doch jetzt damit an, liebe Mama: halte Ausschau nach Alltagswundern, nach Liebesbeweisen von deinem Schöpfer nur für dich. Bitte Ihn, dass Er dir die Augen öffnet für die Schönheit inmitten deines Alltags. Lass dein Herz berühren von Seiner Gegenwart, da wo du gerade bist.

(T.&M. Elina Wildemann)

Ermutigung

Gestern Abend war ich auf einer Veranstaltung für Mamas im . Es war eine wunderschöne Zeit: intensiver, tiefgehender Lobpreis und eine aufbauende, herausfordernde Lehre. Ich möchte ein paar Eindrücke aufschreiben, die mir gestern wichtig geworden sind:

Während des Lobpreises sangen wir folgenden Satz mehrmals hintereinander: ‘Du bist mein alles, Jesus, Du allein bist mein Lohn.’ Das ging mir sehr nah…wie oft ärgere ich mich darüber, dass ‘die Welt’ meine Leistung als Mutter nicht anerkennt. Dass es belächelt, ignoriert oder gering geachtet wird, was ich mache. Dieser Satz hat meine Perspektive wieder gerade gerückt. Ich arbeite nicht für irdische Anerkennung – als Mama  investiere ich in die Ewigkeit, mein Lohn ist nicht von dieser Welt!

Gott verwendet diese intensive Zeit als Mama von kleinen Kindern, dich zu trainieren. Deine geistlichen Muskeln werden beansprucht, du wirst konfrontiert mit deiner Schwachheit, alte Verletzungen treten plötzlich wieder zutage. Diese Phase ist eine wunderbare Gelegenheit, dich von Jesus zurüsten zu lassen, für alles, was Er noch für dich vorbereitet hat. Lass dich auf dieses geistliche Fitness Training ein! Du wirst sehen, in 5 Jahren bist du stärker und was dich heute aus der Bahn wirft, schaffst du morgen mit links.

Elke Mölle, die den Vortrag hielt, gab uns eine wunderschöne Bibelstelle weiter, die ich bisher immer überlesen hatte: ‘Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide, er sammelt sie mit starker Hand. Die Lämmer trägt er auf dem Arm, die Mutterschafe führt er behutsam. Jesaja 40,11 Wir Mamas treiben uns unablässlich an, sind uns gegenüber ungnädig, lassen kein gutes Haar an uns. Wir sind ständig konfrontiert mit unserem Mangel, denken oft, wir versagen auf ganzer Linie…aber Gott sieht uns nicht so! Er weiß um die Lasten, die wir tragen und Er führt uns behutsam. Das nächste Mal, wenn du dich wieder anklagst und meinst, du bist keine gute Mutter und überhaupt, wann hast du das letzte Mal in der Bibel gelesen – dann denk an diesen Vers. Gott führt dich sanft und behutsam durch diese Phase deines Lebens.

Als Mama von kleinen Kindern arbeitest du ‘hinter den Kulissen’. Sag ‘ja’ zu dieser Zeit im Verborgenen. Finde Ruhe im Hier und Jetzt. Träume nicht davon, wie in ein paar Jahren endlich alles einfacher sein wird. Das Kostbarste und Geistlichste was du jetzt tun kannst, ist deine Kinder zu lieben! Das ist deine Berufung! Gebe dich hin, so wie Jesus sich für uns hingegeben hast. Es ist nicht immer einfach und oft tut es weh. Es ist anstrengend und mühsam. Aber Gott sieht, was du leistest. Er würdigt dein Tun! Und die Liebe, die du säst, wird große, wunderbare Frucht bringen.

 

 

 

Ermutigung

Es gibt Tage in meinem Mama-Dasein – da fühle ich mich allein. Isoliert. Abgeschnitten vom wirklichen Leben. Ich drehe mich nur um mich selbst und um meine Kinder. Ich habe Sorgen, ob ich auch alles richtig mache. Der Milchreis ist angebrannt. Der Alltagstrubel fühlt sich an wie dicker, zäher Nebel.

Ich bin oft wie ein Einzelkämpfer. Mein Mein ist eingespannt mit seiner Arbeit, meine Eltern wohnen 3 Stunden entfernt. Die Nachbarn sind alle berufstätig…meine Vormittage verbringe ich oft zwischen Wäschebergen und meinem kleinen Sohn, der sich gern an mein Bein ranhängt. Wenn meine Kinder krank sind, bin ich oft tagelang an zu Hause ‘gefesselt’.

Und wenn ich dann kurz davor bin die Hoffnung zu verlieren, an meinen Fähigkeiten als Mutter zu zweifeln, dann brauche ich vor allem eins: Ermutigung! Ein nettes Wort. Ein kurzes ‘Ich denk an dich’, ein ehrliches ‘Mir geht’s genauso.’ Ein Lächeln, eine schöne Karte, eine aufbauende SMS, ein lieber Kommentar hier auf Alltagsliebe oder bei Facebook. Mamas brauchen Ermutigung! Wir brauchen einander. Gelebte Schwesternschaft – wir sitzen doch alle im gleichen Boot! Wir brauchen Ehrlichkeit, Transparenz. Erzähl mir nicht, wie toll du alles alleine schaffst, erzähl mir von deinen Mißerfolgen. Erzähl mir von deinen Tränen gestern Abend, weil dein Baby wieder geschrieen hat. Erzähl mir von deinem Frust über den hartnäckigen Babyspeck. Weg mit der Fassade der perfekten Mutter.
Lass uns über unseren chaotischen Alltag lachen. Lass uns mit Humor den Alltag bewältigen. Gemeinsam.

Ich bin jetzt seit 9 Jahren Mama. Und etwas beobachte ich immer wieder: Mamas scheint es schwer zu fallen, sich zu öffnen. Schlicht ehrlich zu sein. Sich mitzuteilen. Ich weiß nicht genau woran es liegt und  es betrifft bei weitem nicht jede Mutter. Aber es kommt mir wie ein bittere Beigeschmack des Mamaseins vor, dass Mütter meinen, es irgendwie alleine schaffen zu müssen, dabei noch ganz toll auszusehen und sich bloss keine Blöße zu geben.

Ich entdecke das auch immer wieder an mir selbst. Und ich bin sehr dankbar, dass Gott mich mit Freundinnen gesegnet hat, die nachfragen, denen ich ehrlich von meinen Alltagssorgen erzählen kann. Aber ich muss schon aus meinem Schneckenhaus herauskommen und mich öffnen. Das fällt mir oft schwer. Da muss oft schöne Fassade abgetragen werden…

Ich will dich ermutigen, liebe Mama, deinen Alltag mit anderen Mamas zu teilen. Das Gute und das Schlechte. Das Schöne und das Hässliche. Die Hochs und die Tiefs. Und dann will ich dich ermutigen, andere zu ermutigen. Auch wenn du meinst, du hast nicht viel zu geben – ein Lächeln kann einen ganzen Tag erhellen.

Sehe in der anderen Mama nicht die Konkurrentin, sondern eine Weggefährtin.

Mutterglück

Diese leuchtenden Kinderaugen. Dieses süße ‘Mama, ich hab dich lieb.’ Das unvergleichliche Gefühl von kleinen, kurzen Kinderarmen umarmt zu werden.

Mein Herz ist voll. Randvoll. Übervoll!

Mutterglück überwältigt mich oft. Kleine Momente im Alltag treiben mir Freudentränen in die Augen. Die Gute-Nacht-Küsse zeigen mir, wie gesegnet ich bin. Wenn meine Tochter mir im Kindergarten voller Freude entgegenrennt, breitet sich in mir liebevolle Wärme aus. Wenn die ‘Große’ mir unerwartet ein breites Lächeln schenkt, weiß ich nicht ein noch aus vor Dankbarkeit.

Ja, es gibt diese Phasen, wo alles zuviel scheint und ich nur die Arbeitsberge vor Augen habe. Aber meine Alltagswege führen immer wieder an grünen, blühenden Wiesen vorbei, wo die Wunder wie die Blumen wachsen. Mein Herz fühlt sich dann schwer an vor Dankbarkeit, vor liebevoller Hingabe. Ich spüre dann die Kostbarkeit jeder Sekunde. Ich erkenne diese wertvollen Momente…manchmal ist es fast so, als würde Gott sein Licht auf diese Augenblicke scheinen, so dass ich sehen kann, wie unermesslich reich ich bin.

Vier Kinder. Vier Mal Einzigartigkeit. Vier kleine Persönlichkeiten. Nicht alles läuft glatt bei uns. Da sind Ecken und Kanten. Da sind unaufgeräumte Zimmer. Da ist Ungehorsam. Aber die Liebe ist immer größer und durch mein Mama-sein begreife ich auch ein kleines Stückchen mehr, wie tief die Vaterliebe Gottes geht. Würde ich mein Kind jemals verstossen? Würde ich es jemals vergessen? Auch das macht mein Herz warm und froh: dass ich als Mama selbst Kind sein darf und getragen bin von unendlicher Liebe.

Mutterglück. Das überrollt mich immer wieder und ich bleibe sprachlos zurück. Staunend betrachte ich den Segen, der sich um mich herum – mitten im Alltag, mitten im Chaos – ausbreitet. Jeden Tag auf’s Neue.

Himmelwärts leben

In der vergangenen Woche hatte ich ein paar ordentliche Tiefpunkte. Diese Momente, wo alle Kinder gleichzeitig etwas von mir wollen, ich gerade versuche etwas zu erledigen, das Telefon klingelt und gleichzeitig jemand an der Haustüre steht. Manchmal kommt einfach alles zusammen und meine Reaktion ist dann immer dieser ‘Ich-muss-hier-weg’ Reflex. Ich distanziere mich dann, igel mich ein, laufe auf Sparflamme, werde unnahbar. Ich glaube jede Mama geht mit Momenten der Überforderung anders um, jeder hat da so eine Überlebensstrategie.

Wenn ich nicht aufpasse, werden meine ‘Einigelungsversuche’ ganz schnell zu einer Spirale nach unten. Mein Blick wird vernebelt, ich sehe nicht mehr klar, empfinde alles stressig und ‘zu viel’.  Das Problem bei mir ist: ich wende meinen Blick nach ‘innen’. Auf meine Probleme, meine Alltagsberge. Dabei sollte ich meinen Blick nach ‘oben’ wenden. Auf den Überwinder. Auf den, der meine Kraft ist. Auf Jesus.

Egal was deine Überlebensstrategie für das immer mal wiederkehrende Alltagschaos: ich gehe mal stark davon aus, dass dein Blick weg geht vom Durcheinander, irgendwo anders hin. Das ist ja eine natürliche Reaktion: ich halte etwas nicht aus, also wende ich meinen Blick ab. Die Frage ist wohin. Zur Schokolade? Zum nächsten Kaffeetrinken mit der besten Freundin? Zum Frauenmagazin? Zum nächsten Workout im Fitness Studio? Was ist dein Ventil, deine Überlebensstrategie?

Heute morgen in der Predigt hat unser Pastor ein schönes Zitat von C.S. Lewis weitergegeben:

‘Wer nach dem Himmel strebt, dem wird die Erde in den Schoß fallen. Wer nach der Erde strebt, dem gehen sowohl Himmel wie Erde verloren.’

Sinngemäß sagt die Bibel in Matthäus 6,33:

‘Wenn ihr für ihn lebt und das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen macht, wird er euch jeden Tag geben, was ihr braucht.’

Für uns Mamas übersetzt heißt das: Setze Jesus in deinem Alltag an erster Stelle, dann wirst du alles bekommen, was du brauchst. Geduld in Stresssituationen, Weisheit in der Kindererziehung, Kreativität beim Kochen, Freude bei deinen Aufgaben. Der Blick muss nach oben gehen, ihr lieben Mamas! Nicht nach innen. Nicht sehnsüchtig zur nächsten wohlverdienten Auszeit hin. Der Blick muss zu Jesus gehen, immer, überall, beständig.

Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht auf uns achten und uns keine Auszeiten schaffen dürfen. Aber das sind ja nur punktuelle Hilfen, die nicht allzu lange nachwirken. Für den andauernden Alltag brauchen wir den klaren, unverstellten Blick auf Jesus. Wir brauchen die innere Herzenshaltung, das wir alles für Ihn tun. Und dann WIRD uns alles zufallen, was wir brauchen. Das ist ein Versprechen, eine logische Konsequenz im Reich Gottes, wenn wir Jesus an erste Stelle setzen.

Wenn du mir ähnlich bist, dann kommst du oft an deine Grenzen und fragst dich regelmäßig, warum du all das eigentlich machst. Das ewige Windel wechseln und das Essen kochen, an dem sowieso jeder herummäkelt. Mama-sein ist ein harter Job, oft nicht gewürdigt, oft einsam, oft überfordernd. Du gibst viel und bekommst lange Zeit wenig zurück. Wenn du so empfindest, dann hast du zwei Möglichkeiten.
Möglichkeit Nr. 1: Richte deinen Blick auf alles, was dich so gut wie möglich von deinem Alltag ablenkt.
Möglichkeit Nr. 2: Richte deinen Blick auf Jesus.

Heute morgen habe ich einen Bibelvers im Gottesdienst bekommen:

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.
(Matth. 11,28)

Jesus hat meine Tiefpunkte vergangene Woche gesehen und er hat mich heute morgen so liebevoll daran erinnert, wo meine Kraftquellen liegen. Wenn ich beständig meinen Blick auf Ihn richte, meine Sorgen und meinen Frust bei Ihm ablade…dann wird mein Alltag gut werden. Dann werde ich die nötige Geduld haben, wenn es alles wieder zusammen kommt. Dann werde ich liebevoll sein können, zärtlich – dann wird Seine Liebe durch mich durchfließen können hin zu meiner Familie.

Das will ich dir mitgeben in die neue Woche: Lebe himmelwärts! Den Blick auf Jesus gerichtet. Ich bin mir sicher, alles wird dir leichter von der Hand gehen.

 

Gott im Alltag lieben

‘Ihr sollt den Herrn, euren Gott, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit eurer ganzen Kraft lieben.’ 5. Mose 6, 5

Mich fordert das heraus. Was bedeutet das – Gott zu lieben? Wie kann ich ihn lieben? Was versteht Gott unter Liebe?

Es gibt bestimmt 1000 verschiedene Arten Gott Liebe zu zeigen. Und Er freut sich über jede einzelne Liebesbekundung. Ich glaube aber, dass es zwei Liebesbeweise gibt, die Gottes Herz besonders tief anrühren:
Das eine ist Anbetung.
Im Himmel ist Gott von immerwährendem Lobpreis umgeben. Die Engel hören nicht auf ‘Heilig,heilig, heilig!’ zu rufen. Wer vor dem Thron Gottes steht und Gott sieht, so wie er ist und überwältigt ist von seiner Gegenwart – der kann nicht anders, als anzubeten. Und Gott, der würdig ist, alles Lob zu empfangen, freut sich über Anbetung! Egal ob du singen kannst oder nicht – Anbetung aus deinem Mund ist wie ein wunderbarer Duft, der zu Gott aufsteigt.
Das zweite ist Zeit.
Zeit für Gott. Still zu Jesu Füßen sitzen. Ihn einfach anzusehen. Ihm zuzuhören. Alles soll zweitrangig sein in diesen Momenten. Ich liebe die Geschichte von Maria und Marta. In meinem Alltag bin ich wie Marta, die tut und werkelt und sich keine Pause gönnt, um sich zu Jesus zu setzen. Ich bewundere Maria, die die Arbeit Arbeit sein lässt und zu Jesu Füßen sitzt. Die erkannt hat, was wirklich Bedeutung hat. Jesus sagt zu Marta, als sie sich über ihre Schwester beschwert: ‘Meine liebe Marta! Du sorgst dich um so viele Kleinigkeiten! Im  Grunde ist doch nur eines wirklich wichtig. Maria hat erkannt, was das ist – und ich werde es ihr nicht nehmen.’ (Lukas 10,42)

Diese beide Arten Gott unsere Liebe zu zeigen fallen uns eher schwer. Wir Mamas können von Glück reden, wenn wir mal ungestört duschen oder zur Toilette gehen können – wie bitteschön sollen wir da noch Zeit für Gott einplanen? Und Anbetung; ernsthaft?!? Wenn ich umgeben bin von großen und kleinen Alltagskatastrophen und Terminstress, da will ich diese raren freien Minuten auf der Couch verbringen. Alleine. Ich persönlich empfinde es als riesengroße Herausforderung, meinen Alltag um Gott herum aufzubauen. Er soll das Zentrum sein. Aber wie kann das praktisch aussehen?

Mir fällt da ein Satz ein: ‘Ich ersetze meine ‘wieso, weshalb und warum’s’ mit ‘du bist”. Das ist Anbetung. Wenn ich aufhöre, Gott mein Leid zu klagen und mal damit pausiere meine Bitten und Beschwerden ihm aufzulisten und ihm statt dessen sage, wie Er ist, dann bete ich Ihn an! Dann bestätige ich das, was in Seinem Wort steht. Und dann werden plötzlich meine Probleme kleiner und farbloser, denn wenn ich sage: ‘Du bist mein guter Hirte!’ ‘Du bist mein Versorger!’ ‘Du bist der Gott, der mich nie fallen lässt!’ ‘Du hälst mich sicher an deiner rechten Hand!’ ‘Ich darf mich unter deinen Flügeln bergen.’, dann erkenne ich die Größe Gottes an und nicht die Größe meiner Probleme. Das heißt natürlich nicht, dass ich Gott nicht mein Leid klagen darf. Aber ich lerne gerade, dass es hilfreicher ist, Gott anzubeten, eben weil er meine Sorgen kennt. Und sich um mich kümmert. Er ist es wert angebetet zu werden, egal wie es mir geht. Das Erstaunliche ist, dass es mir selber besser geht, wenn ich einen Lebensstil der Anbetung führe. Ich gebe Gott meine Anbetung, aber am Ende, bin ich die Beschenkte. Mich erfüllt Freude und Frieden. Die Angst weicht, ich fühle mich geborgen. Ich bin mir in meinem Alltag mehr der Gegenwart Gottes bewusst.

Okay, Anbetung ist das eine – doch still zu Jesu Füßen sitzen?!  Ich gebe zu: das ist meine nicht enden wollende Baustelle: es fällt mir schwer, Zeit mit Jesus in meinen Alltag einzubauen. Ich denke, Jesus will uns da nichts aufbürden, uns keinen Stress machen. Maria saß zu Jesu Füßen, weil sie von ihm begeistert war, sie war von ihm eingenommen, sie konnte gar nicht anders. Da war kein Zwang – im Gegenteil, es hat sie kein bißchen gestört, dass sie nicht als gute Gastgeberin wahr genommen wurde und dass sie sich von ihrer Schwester Ärger einhandelte. Ich erfahre zur Zeit folgendes: je mehr ich Jesus anbete, also in meinen Alltag Anbetung integriere, desto mehr wächst in mir die Sehnsucht nah an Jesus dran zu sein. Das hat nichts mit einer Agenda zu tun, einer to-do-liste, ich glaube, der Heilige Geist bewirkt in mir diese Sehnsucht. Weil ich nur zu Jesu Füßen wirklich glücklich, wirklich erfüllt bin. Kein noch so erfolgreich abgeschlossenes Alltagsprojekt, kein noch so nettes Gespräch mit anderen Mamas, nichts erfüllt mich so tief, so vollkommen, wie die Zweisamkeit mit Jesus. Ich wünschte mir, ich wäre so mutig wie Maria und könnte Dinge einfach liegen lassen. Ich wünschte ich wäre im Glauben schon so reif und könnte vorausschauend Prioriäten setzen, so dass ich nur auf keinen Fall diese Zeit mit Jesus verpasse. Noch lasse ich mich zu leicht ablenken. Noch vergesse ich immer wieder den Wert dieser Begegnung mit meinem Erlöser. Aber ich merke, wie ich regelrecht in seine Gegenwart gezogen werde. Ich merke, wie in mir diese Begeisterung für Jesus wächst, die Maria gehabt haben muss. Diese Faszination. Dieses Staunen über Jesus. Davon will ich mehr!

Und ich träume von einer ganzen  Generation von Müttern, die so leben wie Maria. Die sich Jesus hingeben. Die Stunden ihrer wertvollen Alltagszeit Jesus schenken. Die verliebt sind in Jesus und die diese innere Freude, dieses Strahlen, das nur Gott schenken kann, an ihre Kinder, an ihre Familien weitergeben. Ich träume davon, dass Mamas anfangen ihre Kinder zu Jesus hinzulieben…dass die Kinder genauso eine große Sehnsucht nach ihrem Schöpfer bekommen, einfach weil ihre Mütter so hingegeben sind. In meinem letzten Post ‘Wenn es mal wieder schief läuft’ habe ich geschrieben, dass die Laune von Mamas automatisch die ganze Familie ansteckt – ob positiv oder negativ. Stellt euch vor: eure zu Liebe zu Jesus, die aus jeder Pore eures Seins herausströmt, diese Freude, dieser Frieden – das fließt zu eurem Mann und zu euren Kindern und von dort hinaus in die Welt! Was da alles Wundervolles passieren könnte! In unserem Herzen fängt es an!

Wenn wir also beginnen Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit ganzer Kraft lieben zu lernen, dann wird unsere Alltagswelt von Gottes Gegenwart durchdrungen. Dann ist nichts mehr unmöglich! Dann kommt der Himmel in unsere Familien.